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Bergtshofen ist ein Ortsteil des Gemeinde Gallmersgarten im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken in Bayern.

Bergtshofen
Koordinaten: 49° 29′ 11″ N, 10° 17′ 26″ O
Höhe: 360–375 m ü. NHN
Einwohner: 64 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91605
Vorwahl: 09843

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Durch das Dorf fließt der Ottenbach, der ein linker Zufluss der Ens ist. Circa einen Kilometer nordwestlich liegen die Waldgebiete Buchheimer Holz, Seeholz und Lochholz, circa einen Kilometer westlich liegt die Gigertsleite, circa 500 Meter nördlich erhebt sich der Kirchbuck, circa 200 Meter südöstlich der Tannenbuck.[2]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wird 1363 erstmals in einer Urkunde erwähnt, in der dem Kloster Heilsbronn Grundgefälle zugesichert werden. Der Rothenburger Bürger Heinrich Toppler erwarb u. a. in Bergtshofen zwei Güter.[3]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Bergtshofen 8 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Schultheißenamt Burgbernheim aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten die Reichsstadt Windsheim und das Castell’sche Amt Rüdenhausen gemeinsam inne. Die einzelnen Anwesen unterstanden unterschiedlichen Grundherren: 1 Anwesen dem Oberamt Uffenheim, 4 Anwesen der Reichsstadt Windsheim und 3 Anwesen dem Castell’schen Amt Rüdenhausen.[4]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Bergtshofen dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Burgbernheim zugeordnet. Es gehörte auch der 1817 gebildeten Ruralgemeinde Burgbernheim an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es nach Gallmersgarten umgemeindet.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 65 70 76 82 82 74 76 83 64 60 64
Häuser[6] 12 13 15 17 16 13 13 12
Quelle [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [1]

BaudenkmälerBearbeiten

  • Buchheimer Weg 1: Walmdachhaus
  • Hochbacher Straße 2: Walmdachhaus
  • Gemeindehaus: Kleiner, erdgeschossiger Massivbau, im Wirtschaftsteil umgebaut. Giebel mit einfachem Fachwerk und Halbwalm. Über der Haustür bezeichnet 1801.[17]

Baubeschreibungen: Liste der Baudenkmäler in Gallmersgarten#Bergtshofen

VerkehrBearbeiten

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Hochbach, nach Buchheim, nach Ermetzhofen zur Kreisstraße NEA 31 und zur NEA 31 unmittelbar östlich von Mörlbach.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 339 (Digitalisat).
  2. Bergtshofen im BayernAtlas
  3. G. Muck, Bd. 2, S. 378f.
  4. H. H. Hofmann, S. 82.
  5. H. H. Hofmann, S. 212.
  6. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  7. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 9 (Digitalisat).
  8. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 261 (Digitalisat).
  9. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1096, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  10. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1263, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  11. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1197 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1270 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1308 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1131 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 829 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 175 (Digitalisat).
  17. H. K. Ramisch, S. 53. Objekt ist mittlerweile abgerissen bzw. Denkmalschutz aufgehoben.