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Bahnhof Ibbenbüren-Esch

Bahnhof im Ibbenbürener Ortsteil Püsselbüren an der Bahnstrecke Löhne–Rheine

Der Bahnhof Ibbenbüren-Esch (bis zum 12. Dezember 2004 Esch (Westfalen)) ist ein Bahnhof im Ibbenbürener Ortsteil Püsselbüren an der Bahnstrecke Löhne–Rheine. Im Güterverkehr trägt der Bahnhof weiterhin den Namen Esch (Westfalen). Besondere Bedeutung hat dieser letzte Güterbahnhof im Stadtgebiet der Stadt Ibbenbüren im Güterverkehr der Industrie und des Hafens Uffeln.

Ibbenbüren-Esch
Westfalenbahn Richtung Osnabrück am Bahnsteig
Westfalenbahn Richtung Osnabrück am Bahnsteig
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung HESH
IBNR 8001867
Kategorie 6
Eröffnung 1. August 1889
Profil auf Bahnhof.de Ibbenbueren-Esch
Lage
Stadt/Gemeinde Ibbenbüren
Ort/Ortsteil Püsselbüren
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 17′ 59″ N, 7° 39′ 23″ OKoordinaten: 52° 17′ 59″ N, 7° 39′ 23″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen

GeschichteBearbeiten

 
Stellwerk des Bahnhofs

Der Bahnhof Esch (Westfalen) wurde als Haltepunkt am 1. August 1889 in Betrieb genommen. Grund für den Namen Esch (Westfalen) war der Umstand, dass der Bahnhofsname „Püsselbüren“ durch den Bahnhof Püsselbüren, der der Güterabfertigung des Püsselbürener Förderstollens, aber auch Güter naher Fabriken wie der Kokerei, Kösters Glashütte oder Steinbrüche diente, nicht zur Verfügung stand. Noch heute liegen an diesem Standort die Gleise der späteren Kohlenwäsche der Zeche Westfeld.

Der Name Esch stammt vom Apken Esch, einer Bauerschaft des heutigen Püsselbüren, in der der Bahnhof liegt. Püsselbüren war zu jener Zeit selbst noch eine Bauerschaft Ibbenbürens und nicht wie heute ein Ortsteil der Stadt. Als der Bahnhof Püsselbüren seitens der Bahn aufgegeben wurde, scheiterte eine Umbenennung des Bahnhofs Esch am Geld, welches seitens der Bahn verlangt wurde.

Einen starken Güterzuwachs brachte die Eröffnung der Zechenbahn 1928 zum Oeynhausenschacht auf dem Schafberg oberhalb Ibbenbürens. Vor diesem Anschluss brachte vor allem die Genossenschaft sowie eine Holzschuhfabrik und ein Feldbahnanschluss der Sandsteine von Dickenberger Steinbrüchen Güterumsatz.

 
Geschlossener Bahnübergang am Bahnhof

Ein schweres Unglück ereignete sich Silvester 1944, als ein mit Munition beladener Güterzug, der im Bahnhof abgestellt war, durch Tiefflieger in Brand geschossen wurde. Unter Stroh getarnt sollen sich auch V-1 Raketen auf dem Zug befunden haben. Ein weiteres Unglück geschah 1948, als die Bremsen einer Dampflok der Zechenbahn versagten und zahlreiche mit Steinkohle beladenen Güterwagen entgleisten und umkippten.

Im Jahr 1962 war ein neuer Höhepunkt des Güterverkehrs erreicht, als das Verbindungsgleis zum Ibbenbürener Hafen in Uffeln errichtet wurde. 1972 wurde das alte Stellwerk durch ein neues Drucktastenstellwerk direkt am Bahnübergang ersetzt.

Am 27. August 2010 wurde der Bahnhof und das Stellwerk durch Wassermassen des Tiefs Cathleen beschädigt. Die Oberleitung war stromlos und die Gleise waren teilweise überspült.[1]

Verkehr heuteBearbeiten

 
Bahnsteige des Bahnhofs

PersonenverkehrBearbeiten

Der Personenverkehr wird heute über zwei Bahnsteige abgewickelt. Er ist neben den Bahnhöfen Ibbenbüren und Ibbenbüren-Laggenbeck einer der drei aktiven Personenbahnhöfe im Stadtgebiet Ibbenbürens.

Im Bahnhof folgende Linien:

Linie Linienverlauf Takt
RE 60 Ems-Leine-Express:
Rheine – Hörstel – Ibbenbüren-Esch – Ibbenbüren – Ibbenbüren-Laggenbeck – Osnabrück Altstadt – Osnabrück Hbf – Melle – Bünde – Kirchlengern – Löhne (Westfalen) – Bad Oeynhausen – Porta Westfalica – Minden (Westfalen) – Bückeburg – Stadthagen – Haste (Han) – Wunstorf – Hannover Hbf – Lehrte – Hämelerwald – Vöhrum – Peine – Vechelde – Braunschweig Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
120 min
RB 61 Wiehengebirgs-Bahn:
Hengelo – Oldenzaal – Bad Bentheim – Schüttorf – Salzbergen – Rheine – Hörstel – Ibbenbüren-Esch – Ibbenbüren – Ibbenbüren-Laggenbeck – Osnabrück Altstadt – Osnabrück Hbf – Wissingen – Westerhausen – Melle – Bünde – Kirchlengern – Herford – Brake – Bielefeld Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2017
60 min

Die in der Vergangenheit verkehrende RB 62 „Der Cherusker“ von Rheine nach Paderborn wird zurzeit nicht angeboten.

GüterverkehrBearbeiten

 
Güterbahnhof Esch

Der Güterbahnhof Esch ist heute der letzte verbliebene im Stadtgebiet der Stadt Ibbenbüren. Hier wird vor allem Kohle des Bergwerkes Ibbenbüren umgeschlagen. Mehrere Gleise des Güterbahnhofs sind im Besitz des Bergwerkes, das vom Bahnhof aus eine einige Kilometer lange Zechenbahn zum Bergwerk besitzt. Häufig sind hier aufgrund der steilen Strecke hoch auf den Schafberg die speziellen Hochgebirgslokomotiven der Zechenbahn zu beobachten, die die Kohlenzüge entweder der Deutschen Bahn übergeben, oder sie zum Hafen in Uffeln weitertransportieren.

Das Anschlussgleis zum Hafen beliefert unter anderem den Hafen mit Massengütern wie Kies. Das Werk der Akzo Nobel führt einen Teil ihrer Produkte über den Schienenweg wieder ab.

Die Güterwagen werden vom Bahnhof abgeholt und am Osnabrücker Hauptbahnhof zu Zügen zusammengestellt.

Zurzeit werden am Bahnhof Esch rund 2 Millionen Euro Warenwert im Monat umgeschlagen.

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www1.wdr.de/archiv/jahresrueckblick/augustzehncathleen100.html WDR zum Tief Cathleen; abgerufen am 8. Oktober 2018