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Haltepunkt Osnabrück Altstadt

Bahnhof in Osnabrück

Der Haltepunkt Osnabrück Altstadt (bis 2009 Osnabrück-Hasetor) ist eine 1896 eröffnete Eisenbahn-Betriebsstelle in Osnabrück mit Anbindung an den Regionalverkehr in der Innenstadt. Die Station liegt an der Bahnstrecke Löhne–Rheine und trug den Namen Osnabrück-Hasetor, da sie sich in unmittelbarer Nähe zu dem früheren Stadttor an der ehemaligen Stadtmauer befindet. Täglich nutzen mehr als 2.800 Reisende den Haltepunkt[2], der an die Regionalstrecken nach Rheine–Bad Bentheim, Bünde–Bielefeld, Vechta–Bremen, Bünde–Hannover–Braunschweig und Oldenburg–Wilhelmshaven angebunden ist. Zudem besteht eine direkte Anbindung an den städtischen Busverkehr.[3]

Osnabrück Altstadt
Haltepunkt Osnabrück Altstadt
Haltepunkt Osnabrück Altstadt
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung HOHT
IBNR 8004689
Kategorie 5
Eröffnung 14. Juni 1896
Profil auf Bahnhof.de Osnabrueck_Altstadt
Lage
Stadt/Gemeinde Osnabrück
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 16′ 52″ N, 8° 2′ 44″ OKoordinaten: 52° 16′ 52″ N, 8° 2′ 44″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Niedersachsen

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der Haltepunkt liegt im Innenstadtbereich der Stadt Osnabrück an der Grenze zum Stadtteil Sonnenhügel. Der Haltepunkt selbst liegt erhöht, aufgrund der Streckenführung durch das Stadtgebiet. Besonders zu Stadtfesten – allen voran dem Weihnachtsmarkt und der Maiwoche – ist der Haltepunkt beliebt, da er wesentlich näher zu Dom- und Marktplatz liegt als der Hauptbahnhof.

GeschichteBearbeiten

Bevor der Hasetorbahnhof eröffnet wurde, hatten in der Epoche des Kaiserreiches Osnabrücker Bürger und Kaufleute durch Spenden das Geld für den Bau des Bahnhofs gesammelt. Da der Hauptbahnhof außerhalb der Innenstadt liegt, wollten die Osnabrücker Bürger einen zentral gelegenen Bahnhof in der Altstadt, welcher sich in der Nähe zu Rathaus, Dom und Marienkirche befindet. Der Bahnhof wurde am 14. Juni 1896 als Hasethorbahnhof eröffnet. Sieben Jahre später erfolgte die Umbenennung in Hasetorbahnhof ohne „h“.[4]

UmbenennungBearbeiten

 
Neues Namenschild und bereits abmontiertes Dach im Zuge des Umbaus

Die umstrittene Umbenennung in Osnabrück Altstadt erfolgte zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009. Auf Initiative des Einzelhandels in der naheliegenden Hasestraße wurde vom Stadtrat der neue Name beschlossen. Umstritten war dabei die Finanzierung, die komplett von der Stadt getragen wurde (circa 10.000 Euro). Durch die neue Namensgebung, so die offizielle Begründung, solle Fahrgästen die unmittelbare Nähe des Haltepunktes zur Innenstadt verdeutlicht werden. Der Hauptbahnhof ist hingegen vom Stadtzentrum weiter entfernt. Zudem erhoffe man sich eine Aufwertung der Hasestraße und damit stärkere Umsätze im Einzelhandel.[5] Im Osnabrücker Volksmund ist trotzdem nach wie vor häufig vom „Hasetorbahnhof“ die Rede.

SanierungBearbeiten

Im Rahmen der Fortsetzung des Projekts „Niedersachsen ist am Zug!“ wurde auch der Bahnhof Osnabrück Altstadt bis zum Sommer 2012 saniert und ausgebaut. Dabei stand die Verlängerung des Bahnsteigs auf 220 Meter und die seit langem geplante Barrierefreiheit im Vordergrund. Der komplette Umbau hat ca. 1,6 Millionen Euro gekostet, die vom Bund, dem Land Niedersachsen und der Deutschen Bahn getragen werden. Auch Treppen, Unterführungen und Dächer sind erneuert worden. Neben dem Bahnhof Osnabrück Altstadt werden, bzw. wurden weitere 37 Bahnhöfe in Niedersachsen saniert. Der damalige Oberbürgermeister Boris Pistorius setzte am 6. Februar 2012 den Spatenstich zum Projektauftakt.[6]

AnlagenBearbeiten

Der Haltepunkt verfügt über einen teilweise überdachten Inselbahnsteig mit zwei Bahnsteigkanten mit Zugang durch eine Tunnel. Auf gleichen Bahnkörper verläuft auch das Gleis der Hafenbahn, an der unter anderem auch der Betriebshof der NordWestBahn liegt.

NahverkehrstarifeBearbeiten

Der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) ist für den Schienenverkehr nicht gültig, Stadtbustickets können daher nicht genutzt werden. Der Haltepunkt liegt jedoch auch im Gebiet des nordrhein-westfälischen Tarifverbundes Westfalentarif. Tickets dieses Tarifes gelten sowohl in Zügen als auch im Osnabrücker Stadtbus. Der Haltepunkt Altstadt ist wiederum nicht in den Tarif VOS-Plus für die Bahnstrecke Osnabrück–Bielefeld über Halle (Westf.) einbezogen. Diese Tickets gelten im Stadtbus und bis Osnabrück Hauptbahnhof, jedoch nicht nach Osnabrück Altstadt.

Als Teil des Münsterlandtarifs sind Fahrkarten des NRW-Tarifs bis Osnabrück Altstadt gültig (und berechtigen zur Weiterfahrt im Stadtbus ab Altstadtbahnhof). Diese gelten ebenfalls für Fahrten nach Bünde, Bielefeld und Minden, jedoch nicht zu den Bahnhöfen in Melle und Bissendorf. Zu allen anderen Zielen wird der allgemeine DB-Tarif und seit 2013 zu anderen Zielen in Niedersachsen der Niedersachsentarif angewendet.

VerbindungenBearbeiten

Im Fahrplanjahr 2019 wird der Haltepunkt von zwei Regionalexpress- und zwei Regionalbahn-Linien bedient.

Linie Linienverlauf Takt (min) EVU
RE 18 Osnabrück – Osnabrück Altstadt – Bramsche – Cloppenburg – Oldenburg – Sande – Wilhelmshaven 060 NordWestBahn
RE 60 Rheine – Osnabrück Altstadt – Osnabrück – Bad Oeynhausen – Minden – Hannover – Lehrte – Peine – Braunschweig 120 Westfalenbahn
RB 58 Osnabrück – Osnabrück Altstadt – Bramsche – Vechta – Wildeshausen – Delmenhorst – Bremen 060 NordWestBahn
RB 61 Hengelo – Bad Bentheim – Rheine – Osnabrück Altstadt – Osnabrück – Herford – Bielefeld 060 Eurobahn

Ferner halten Züge zu Sonderfahrten der Tecklenburger Nordbahn, wobei auch die Wiederinbetriebnahme der Bahn von Osnabrück nach Recke im Nahverkehrsplan Westfalen-Lippe geplant ist. Ferner halten Sonderzüge nach Osnabrück-Piesberg.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Haltepunkt Osnabrück Altstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

LiteraturBearbeiten

  • Garrelt Riepelmeier: Die Rollbahn und Ihre Stationen, Band 2: Bremen – Osnabrück DGEG Medien; 1. November 2014, ISBN 978-3937189840.

EinzelnachweiseBearbeiten