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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Auenwald
Auenwald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Auenwald hervorgehoben

Koordinaten: 48° 56′ N, 9° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 19,76 km2
Einwohner: 6779 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 343 Einwohner je km2
Postleitzahl: 71549
Vorwahlen: 07191, 07192
Kfz-Kennzeichen: WN, BK
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lippoldsweiler Straße 15
71549 Auenwald
Website: www.auenwald.de
Bürgermeister: Karl Ostfalk
Lage der Gemeinde Auenwald im Rems-Murr-Kreis
Allmersbach im TalAllmersbach im TalAlthütteAuenwaldBacknangBacknangBurgstettenFellbachGroßerlachKaisersbachKaisersbachKaisersbachKaisersbachKirchberg an der MurrLeutenbach (Württemberg)Leutenbach (Württemberg)Leutenbach (Württemberg)MurrhardtOppenweilerPlüderhausenPlüderhausenPlüderhausenRudersbergSchorndorfSchwaikheimSpiegelbergSulzbach an der MurrWaiblingenWaiblingenWaiblingenWeissach im TalWelzheimWinnendenWinterbach (Remstal)Aspach (bei Backnang)BerglenBerglenWeinstadtKernen im RemstalUrbach (Remstal)AlfdorfAlfdorfKorb (Württemberg)RemshaldenKarte
Über dieses Bild

Auenwald ist eine Gemeinde im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Teilort Unterbrüden.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Auenwald liegt am östlichen Rand der zum Naturraum Neckarbecken gehörenden Backnanger Bucht gegen den Murrhardter Wald, der einen Teil des Naturraums Schwäbisch-Fränkische Waldberge bildet. Das Gemeindegebiet liegt auf 269 bis 520 Metern Höhe und reicht vom Löss westlich und Gipskeuper östlich des Brüdenbachs (Zufluss zur Murr) über Schilf- und Kieselsandstein am Keuperrand hinauf zum Stubensandstein des Murrhardter Walds, ohne hier Knollenmergel oder Schwarzjura zu erreichen.

NachbargemeindenBearbeiten

Auenwald grenzt an Backnang im Nordwesten, Sulzbach an der Murr im Norden, Murrhardt im Nordosten, Althütte im Südosten und Weissach im Tal im Südwesten.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Auenwald besteht aus 16 Dörfern, Weilern, Höfen und Häusern und wurde in den 1970er Jahren aus den vier zuvor selbstständigen Gemeinden Ebersberg, Lippoldsweiler, Oberbrüden und Unterbrüden gebildet.

Zu Ebersberg gehören das Dorf Ebersberg und das Schloss Ebersberg.

Zu Lippoldsweiler gehören das Dorf Lippoldsweiler, die Weiler Däfern und Hohnweiler und das Gehöft Sauerhof.

Zu Oberbrüden gehören das Dorf Oberbrüden, die Weiler Heslachhof, Mittelbrüden, Rottmannsberg, Tiefental, Trailhof, Trailhöfle und Utzenhof und der Wohnplatz Schmollenmühle.

Zu Unterbrüden gehört das Dorf Unterbrüden.

Auf dem Gebiet Hohnweilers liegt die abgegangene Ortschaft Schnarrenberg.[2]

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

GeschichteBearbeiten

Alle Orte der heutigen Gemeinde Auenwald gehörten zu Zeiten des Königreichs Württemberg dem Oberamt Backnang an, welches 1938 im neuen Landkreis Backnang aufging. Am 1. Januar 1971 wurde Ebersberg nach Lippoldsweiler eingemeindet. Am 1. Juli 1971 vereinigten sich dann Lippoldsweiler, Oberbrüden und Unterbrüden zur neuen Gemeinde Auenwald.[4]

Brüden und das heute zu Oberbrüden gehörende Rottmannsberg wurden erstmals 1245 in einer Urkunde von Papst Innozenz IV. erwähnt.

ReligionenBearbeiten

Da Schenk von Winterstetten 1654 in Ebersberg die Gegenreformation einführte, ist dieser Ortsteil als einziger bis heute römisch-katholisch geprägt; das Pfarramt neben der Herz-Jesu-Kirche, welche sich auf Gemarkung Lippoldsweiler befindet, ist als Verwaltungssitz der Katholischen Kirchengemeinde Auenwald-Althütte außer für Auenwald auch für die Katholiken der Gemeinde Althütte zuständig. In den übrigen Ortsteilen herrscht die evangelisch-lutherische Konfession vor mit Kirchen in Oberbrüden (Peterskirche), Unterbrüden (Kreuzkirche) und Lippoldsweiler (Lutherkirche). Schließlich gibt es in Lippoldsweiler und Unterbrüden je eine neuapostolische Gemeinde.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Auenwald hat 18 Mitglieder. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis:[5]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
40
30
20
10
0
37,24 %
26,32 %
22,81 %
13,63 %
BWA
NLA
UWA
FWA
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-13,09 %p
+26,32 %p
-3,60 %p
-3,17 %p
BWA
NLA
UWA
FWA
BWA Bürgerliche Wählervereinigung Auenwald 37,24 7 50,33 9
NLA Neue Liste Auenwald 26,31 5 - -
UWA Unabhängige Wählergemeinschaft Auenwald 22,81 4 26,41 5
FWA Freie Wählervereinigung Auenwald 13,63 2 16,80 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands n.k. - 6,46 1
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 64,44 % 52,89 %


GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Seit 1987 besteht eine Partnerschaft zwischen Auenwald und Beaurepaire im Département Isère in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, Frankreich.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MusikBearbeiten

Seit 1985 finden unter dem Titel Ebersberger Konzerte im gleichnamigen Ortsteil jährlich drei klassische Konzerte statt.

BauwerkeBearbeiten

  • Die Reste der staufischen Burg Ebersberg liegen oberhalb der Teilorte Ebersberg und Lippoldsweiler. Die Burg wurde 1226 erstmals erwähnt. 1551 wurde das zweiflügelige Schloss Ebersberg dazu gebaut, dessen Reste im heutigen Bau zu sehen sind. 1714 zerstörte ein Brand die Schlossanlage. Im wiedererbauten Gebäude von 1719 befindet sich seit 1966 die Bildungs- und Begegnungsstätte der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart (keine Besichtigung möglich). Vom Bergsporn besteht eine schöne Aussicht auf die Backnanger Bucht mit dem Weissacher Tal.
  • Lambachpumpanlage (Lambachpumpe), eine Wassersäulenmaschine, die von 1928 bis 1958 die Höhengemeinde Lutzenberg (heute Teil von Althütte) mit Wasser versorgte[6]. Sie befindet sich im "Däfernwald" (beim Auenwalder Ortsteil Däfern). Das Wasser der Mastwiesenquelle wurde durch eine 30-m-Wassersäule mit Hilfe der Maschine die 130 m bis hinauf nach Lutzenberg gepumpt.

BildungBearbeiten

In Lippoldsweiler, Ober- und Unterbrüden besteht jeweils eine Grundschule und mehrere Kindergärten. Weiterführende Schulen können in Weissach im Tal besucht werden.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Hermann Bäuerle (1869–1936), geboren in Ebersberg, katholischer Theologe und Kirchenmusiker
  • Karl Stolz (1913–2001), geboren in Unterbrüden, Landrat, Präsident des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes
  • Karl Kühnle (1923–2003), geboren in Unterbrüden, 143. Bezirksapostel der Neuapostolischen Kirche

WeblinksBearbeiten

  Commons: Auenwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

FußnotenBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 508–510.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Auenwald.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 446.
  5. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart.
  6. [1]