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KanadaKanada  Allan Stanley Eishockeyspieler
Hockey Hall of Fame, 1981
Allan Stanley
Geburtsdatum 1. März 1926
Geburtsort Timmins, Ontario, Kanada
Todesdatum 18. Oktober 2013
Sterbeort Bobcaygeon, Ontario, Kanada
Größe 188 cm
Gewicht 83 kg
Position Verteidiger
Schusshand Links
Karrierestationen
1942–1943 Holman Pluggers
1943–1944 Boston Olympics
1944–1945 Porcupine Combines
1945–1946 Boston Olympics
1946–1948 Providence Reds
1948–1953 New York Rangers
1953–1954 Vancouver Canucks
1954 New York Rangers
1954–1956 Chicago Black Hawks
1956–1958 Boston Bruins
1958–1968 Toronto Maple Leafs
1968–1969 Philadelphia Flyers

Allan Herbert „Al“ Stanley (* 1. März 1926 in Timmins, Ontario; † 18. Oktober 2013 in Bobcaygeon, Ontario[1]) war ein kanadischer Eishockeyspieler, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 1946 und 1969 unter anderem 1353 Spiele für die New York Rangers, Chicago Black Hawks, Boston Bruins, Toronto Maple Leafs und Philadelphia Flyers in der National Hockey League auf der Position des Verteidigers bestritten hat. Stanley gewann insgesamt fünfmal in seiner Karriere den Stanley Cup – davon zwischen 1962 und 1967 viermal mit den Toronto Maple Leafs sowie im Jahr 1950 mit den New York Rangers. Zudem erhielt er als einer der besten Abwehrspieler der NHL der frühen 1960er-Jahre zahlreiche individuelle Auszeichnungen, die mit der Aufnahme in die Hockey Hall of Fame im Jahr 1981 ihren Höhepunkt fanden.

KarriereBearbeiten

 
Stanley im Trikot der New York Rangers

Als Jugendlicher stand für Stanley keineswegs fest, dass er Eishockeyprofi werden wollte. Nachdem er mit seinem Team positiv aufgefallen war, luden ihn die Boston Bruins mit 16 Jahren zu einem Trainingslager ein. Die Vorstellung so weit von zuhause weg zu sein, gefiel ihm nicht und so erfreute ihn ein Angebot der Oshawa Generals. Doch Bostons General Manager Art Ross und der Trainer Dit Clapper wussten es zu verhindern, dass er ins Umfeld der Toronto Maple Leafs zog. Nach zwei Spielzeiten bei den Boston Olympics kam er in die American Hockey League zu den Providence Reds.

Im Dezember 1948 wurde er an die New York Rangers abgegeben und schaffte sofort den Sprung in die NHL. In der Saison 1949/50 holter er dort seinen ersten Stanley Cup. Nachdem er fünf Jahre solide für die Rangers verteidigt hatte, schickte ihn Frank Boucher in die Western Hockey League zu den Vancouver Canucks. Er kehrte im Jahr darauf zurück, doch wurde schon im Laufe der Saison 1954/55 an die Chicago Black Hawks, im Tausch für Bill Gadsby, abgegeben. Zwei Jahre blieb er in Chicago, bevor ihn Lynn Patrick, der einst die Rangers trainiert hatte, zu den Boston Bruins holte.

In seiner ersten Saison 1956/57 in Boston spielte er eine hervorragende Rolle, doch kurz vor den Playoffs verletzte er sich schwer. Ohne ihn unterlagen die Bruins in der Finalserie gegen Montréal. Im Jahr darauf war er im Kader als man in den Finalspielen erneut auf die Canadiens traf, doch auch dieses Mal unterlagen die Bruins.

Ab der Saison 1958/59 spielte er für die Toronto Maple Leafs. Während man in Boston dachte, seine Karriere ginge zu Ende, war er an der Seite von Tim Horton ein Leistungsträger in der Verteidigung der Leafs, in der mit Carl Brewer, Bob Baun und Marcel Pronovost noch weitere starke Spieler standen. In seinen zehn Jahre mit Toronto gab es oft Gerüchte über seinen Rücktritt, doch er zeigte stets mit starken Leistungen, wie wichtig er für sein Team war. Viermal holte er mit den Maple Leafs den Stanley Cup.

Für die Saison 1958/59 holten die Philadelphia Flyers den erfahrenen Verteidiger in das neue Team der NHL. Nach einer Spielzeit mit den Flyers beendete er seine aktive Karriere im Alter von 43 Jahren. Im Jahr 1981 wurde er mit der Aufnahme in die Hockey Hall of Fame geehrt.

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

  • 1962 Teilnahme am NHL All-Star Game
  • 1963 Stanley-Cup-Gewinn mit den Toronto Maple Leafs
  • 1964 Stanley-Cup-Gewinn mit den Toronto Maple Leafs
  • 1966 NHL Second All-Star Team
  • 1967 Teilnahme am NHL All-Star Game
  • 1967 Stanley-Cup-Gewinn mit den Toronto Maple Leafs
  • 1968 Teilnahme am NHL All-Star Game

KarrierestatistikBearbeiten

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1945/46 Boston Olympics EHL 30 8 15 23 35
1946/47 Providence Reds AHL 54 8 13 21 32
1947/48 Providence Reds AHL 68 9 32 41 81 5 0 0 0 4
1947/48 Boston Olympics QSHL 1 0 0 0 0
1948/49 Providence Reds AHL 23 7 16 23 24
1948/49 New York Rangers NHL 40 2 8 10 22
1949/50 New York Rangers NHL 55 4 4 8 58 12 1 2 3 30
1950/51 New York Rangers NHL 70 7 14 21 75
1951/52 New York Rangers NHL 50 5 14 19 52
1952/53 New York Rangers NHL 70 5 12 17 52
1953/54 Vancouver Canucks WHL 47 6 30 36 43 13 2 5 7 10
1953/54 New York Rangers NHL 10 0 2 2 11
1954/55 New York Rangers NHL 12 0 1 1 2
1954/55 Chicago Black Hawks NHL 52 10 15 25 22
1955/56 Chicago Black Hawks NHL 59 4 14 18 70
1956/57 Boston Bruins NHL 60 6 25 31 45
1957/58 Boston Bruins NHL 69 6 25 31 37 12 1 3 4 6
1958/59 Toronto Maple Leafs NHL 70 1 22 23 47 12 0 3 3 2
1959/60 Toronto Maple Leafs NHL 64 10 23 33 22 10 2 3 5 2
1960/61 Toronto Maple Leafs NHL 68 9 25 34 42 5 0 3 3 0
1961/62 Toronto Maple Leafs NHL 60 9 26 35 24 12 0 3 3 6
1962/63 Toronto Maple Leafs NHL 61 4 15 19 22 10 1 6 7 8
1963/64 Toronto Maple Leafs NHL 70 6 21 27 60 14 1 6 7 20
1964/65 Toronto Maple Leafs NHL 64 2 15 17 30 6 0 1 1 12
1965/66 Toronto Maple Leafs NHL 59 4 14 18 35 1 0 0 0 0
1966/67 Toronto Maple Leafs NHL 53 1 12 13 20 12 0 2 2 10
1967/68 Toronto Maple Leafs NHL 64 1 13 14 16
1968/69 Philadelphia Flyers NHL 64 4 13 17 28 3 0 1 1 4
AHL gesamt 145 24 61 85 137 5 0 0 0 4
NHL gesamt 1244 100 333 433 792 109 6 33 39 100

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Allan Stanley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nachruf