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Alexandra Wester Leichtathletik

Alexandra Wester by Frank Haug.JPG
Wester bei der Kurpfalz Gala in Weinheim 2014

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 21. März 1994 (25 Jahre)
Geburtsort BakauGambiaGambia Gambia
Größe 180 cm
Gewicht 64 kg
Beruf Studentin
Karriere
Disziplin Weitsprung
Bestleistung 6,95 m Weitsprung (Halle)
6,79 m Weitsprung (Freiluft)
Verein ASV Köln
Trainer Ulrich Knapp, erster Trainer: Kati Barthel
Medaillenspiegel
Deutsche Meisterschaften 0 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
0Silber0 Kassel 2016 6,64 m
0Silber0 Erfurt 2017 6,71 m
0Silber0 Nürnberg 2018 6,69 m
Logo des DLV Deutsche Hallenmeisterschaften
0Gold0 Leipzig 2016 6,75 m
0Silber0 Leipzig 2017 6,48 m
letzte Änderung: 24. Juli 2018

Alexandra Valerie Wester (* 21. März 1994 in Bakau, Gambia[1][2]) ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf den Weitsprung spezialisiert hat. Sie absolvierte auch Sprints und Siebenkämpfe.

Inhaltsverzeichnis

Leben und BerufBearbeiten

Wester wurde als Tochter eines deutschen Vaters und einer ghanaischen Mutter im westafrikanischen Gambia geboren. Sie hat eine Schwester namens Melanie. Mit drei Jahren zog Wester mit ihrer Familie nach Deutschland,[2] wo sie in Saulheim in Rheinland-Pfalz aufwuchs. Sie leistete ihren Bundesfreiwilligendienst bei ihrem Heimatverein USC Mainz.[3] Sie studierte zunächst mit einem Stipendium an der University of Miami Sportwissenschaften;[4] auch absolvierte sie eine Ausbildung zum Personal Trainer. Seit Oktober 2015 studiert sie an der Deutschen Sporthochschule Köln.[5][6] Neben ihrer sportlichen Karriere arbeitete sie auch als Model und trat unter anderem auf dem Laufsteg bei der Berlin Fashion Week auf.[4]

Sportliche KarriereBearbeiten

Bereits als Kind offenbarte Wester einen großen Bewegungsdrang, was ihre Großeltern dazu veranlasste, eine Weitsprunggrube in ihren Garten zu bauen. Als Sechsjährige begann Wester mit der Leichtathletik beim TuS Saulheim und wechselte 2008 zum USC Mainz. Sie wurde 2009 Deutsche Schülermeisterin im Siebenkampf und stellte mit 4094 Punkten einen deutschen Rekord auf.[7] Wester bewies großes Weitsprung-Talent, als sie im selben Jahr gegen die zwei Jahre ältere Konkurrenz den zweiten Platz im Weitsprung bei den Deutschen U18-Meisterschaften errang.[2] 2009 stellte sie einige Rekorde auf: Im 100-Meter-Lauf, mit der 4-mal-100-Meter-Staffel, im Siebenkampf einzeln als auch in der Mannschaft sowie im Blockwettkampf-Mannschaft.[8]

Im Jahr 2011 wollte sie bei den U18-Weltmeisterschaften in Lille im Mehrkampf antreten, stürzte jedoch zwei Wochen vor Turnierbeginn beim Hürdenlauf schwer und zog sich im linken Knie einen Kreuzband- und Meniskusriss zu. Nachdem sie auch in den weiteren Jahren von Verletzungen zurückgeworfen wurde, gab sie den Mehrkampf auf und konzentrierte sich nach diesen Rückschlägen auf den Weitsprung.

2015 erzielte sie beim Meeting des PSV Grün-Weiß Kassel im Auestadion im Weitsprung eine neue persönliche Bestweite von 6,59 m. Seit diesem Jahr startet sie für den ASV Köln,[5][2] wo sie zunächst vom ehemaligen Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek trainiert wurde.

Am 13. Februar 2016 gewann Alexandra Wester mit Jahres- und persönlicher Bestleistung in der Halle von 6,95 m die ISTAF Indoor in der Berliner Mercedes-Benz Arena,[9] womit sie die Hallenweltmeisterschaftsnorm um 20 Zentimeter übertraf. Zwei Wochen später wurde sie in Leipzig mit 6,75 m Deutsche Hallenmeisterin. Ihr Debüt im Nationaltrikot hatte sie wenig später bei den Hallenweltmeisterschaften in Portland und belegte mit 6,67 m den 6. Platz.[10] Bevor sie im Juni Vizemeisterin bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel wurde, schaffte Wester am 21. Mai beim Weitsprung-Meeting in Bad Langensalza mit 6,74 m die Norm für die Olympischen Spiele. Im Juli 2016 nahm sie an den Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam teil und belegte mit 6,51 m den 7. Platz. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nahm Alexandra Wester gemeinsam mit Malaika Mihambo und Sosthene Moguenara für Deutschland am Weitsprungwettbewerb teil, schied jedoch bereits in der Qualifikation aus.

2017 wurde Wester bei den Deutschen Hallenmeisterschaften und den Deutschen Meisterschaften jeweils Vizemeisterin hinter Claudia Salman-Rath.

2018 wechselte Wester in die Trainingsgruppe von Weitsprung-Bundestrainer Ulrich Knapp.[11] Im September 2018 erlitt sie beim ISTAF in Berlin beim Absprung im letzten Versuch einen vierfachen Bänderriss im Sprungfuß.[12]

BestleistungenBearbeiten

Halle
Disziplin Ergebnis Datum Ort
60-Meter-Lauf 7,53 s 6. Februar 2015 Vereinigte Staaten  Blacksburg, Virginia
60-Meter-Hürdenlauf (83,8 cm h) 8,47 s 17. Januar 2015 Vereinigte Staaten  State College, Pennsylvania
Weitsprung 6,95 m 13. Februar 2016 Deutschland  Berlin
Freiluft
Disziplin Ergebnis Datum Ort
Siebenkampf 5523 Punkte 25. Mai 2014 Deutschland  Mainz
Weitsprung 6,79 m 5. Juni 2016 Deutschland  Oberteuringen

ErfolgeBearbeiten

National

International

WeblinksBearbeiten

  Commons: Alexandra Wester – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

FußnotenBearbeiten

  1. Alexandra Wester im Porträt, auf sportschau.de, 18. Juli 2016, abgerufen am 20. August 2016
  2. a b c d Alexandra Wester wechselt Trainer und Verein pm/sim, Wechselbörse, auf: leichtathletik.de, vom 17. November 2015, abgerufen 27- März 2016
  3. USC fördert eigene Athleten, Aktuelles, 20. Oktober 2013, auf: usc-mainz.com, abgerufen 27. März 2016
  4. a b Michael Reinsch: Vom Catwalk in die Weitsprunggrube. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. März 2016, abgerufen am 23. Mai 2016.
  5. a b Andreas Riechert und Marvin Lauser: Alexandra Wester verlässt USC Mainz, auf: allgemeine-zeitung.de, vom 18. November 2015, abgerufen 27. März 2016
  6. Homepage der Deutschen Sporthochschule Köln: Bekannte Studierende und Alumni der Deutschen Sporthochschule Köln
  7. Deutscher Rekord durch Alexandra Wester, Aktuelles, 3. August 2009, auf: usc-mainz.com, abgerufen 27. März 2016
  8. Rheinland-Pfalz-Rekorde der WJ U16. lvrheinland.de, abgerufen 27. März 2016.
  9. ad./dpa: Leichtathletik: Weitspringerin Wester mit Top-Weite. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Februar 2016, abgerufen am 23. August 2016.
  10. Weitspringerin Alexandra Wester vom ASV Köln feiert Debüt im Nationaltrikot bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Portland. asv-koeln.de, 21. März 2016, abgerufen 26. März 2016.
  11. Kai Klankert: Knapp fährt mit einem Quintett zur EM. Abgerufen am 5. Oktober 2018.
  12. Alexandra Wester erleidet vierfachen Bänderriss. In: www.leichtathletik.de | Das Leichtathletik-Portal. 4. Oktober 2018 (leichtathletik.de [abgerufen am 5. Oktober 2018]).