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Wrexen ist ein Ortsteil der Stadt Diemelstadt im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Wrexen
Koordinaten: 51° 30′ 33″ N, 8° 59′ 54″ O
Höhe: 201 m ü. NHN
Fläche: 7,84 km²
Einwohner: 1581 (15. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 202 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 1970
Postleitzahl: 34474
Vorwahl: 05642
Luftbild (2013)
Luftbild (2013)

Geografische LageBearbeiten

Die Diemel am nördlichen Ortsrand bildet die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Direkt an die Bahnlinie grenzt der Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Bei Wrexen mündet die Orpe in die Diemel. Im Bereich der Gemarkung von Wrexen sind folgende heutige und frühere Siedlungsbereiche bekannt:

VerkehrBearbeiten

Am westlichen Ortsrand verläuft die A 44. Zum Ort führen die Bundesstraßen B 7 und B 252. Am Nordrand des Ortes verläuft die Obere Ruhrtalbahn. Der zum Ort gehörende Bahnhof Wrexen liegt in Nordrhein-Westfalen.

GeschichteBearbeiten

Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahre 1141 in einer von Erzbischof Markolf von Mainz unterzeichneten Urkunde.[2] Der Ortsname soll von „Vraic“, der Bezeichnung für ein Sauergras, abstammen. Im Mittelalter gab es in Wrexen Mühlen, Eisen- und Kupferhämmer. Daraus wurden später Sägewerke, Papier- und Pappenfabriken. Hinzu kamen Sandsteinbrüche am Steinberg.

Am 1. November 1970 wurden die Stadt Rhoden und die Gemeinde Wrexen zur neuen Stadt Diemelstadt zusammengeschlossen.[3]

Wrexen hatte zeitweise eine gewisse touristische Bedeutung: Im Jahr 1971 erhielt der Ort das Prädikat Luftkurort[4] und bis zum Jahr 2011 war der Ort noch ein staatlich anerkannter Erholungsort.[5]

KircheBearbeiten

Die heutige Kirche wurde am 10. Oktober 1847 eingeweiht. Sie besteht überwiegend aus Wrexer Sandstein. Sie wurde an gleicher Stelle erbaut, wie die 1841 wegen Baufälligkeit abgerissene. Der Glockenturm ist relativ niedrig, da der Grund, auf dem die Kirche steht, nicht geeignet ist, einen schwereren zu tragen. Der Turm ist in vier Stockwerke unterteilt. Die drei Glocken stammen aus dem Jahr 1890.

WirtschaftBearbeiten

In Wrexen produziert die „Smurfit Kappa Wrexen Paper & Board“, eine Tochter der „Smurfit Kappa Group“, mit rund 300 Mitarbeitern auf zwei Papiermaschinen ca. 240.000 Tonnen Papier und 80.000 Tonnen grafische Pappe pro Jahr.[6]

SonstigesBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Magistrat der Stadt Diemelstadt. Bearb.: Herbert Weishaupt (Hrsg.): 850 Jahre Wrexen: 1141–1991. Schulte, Marsberg 1991, ISBN 3-9802152-7-X.
  • Friedrich Hübel und Renate Ise: Wrexen. Wrexen: Heimat- und Verkehrsverein Wrexen 2004 (= Waldeckische Ortssippenbücher 72)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik. In: Internetauftritt von Diemelstadt. Abgerufen am 17. Juli 2016.
  2. Waldeckischer Geschichtsverein e. V., Bad Arolsen (Hrsg.): Waldeckische Ortssippenbücher. Band 72, 2004, S. 11.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407.
  4. Vereinsgeschichte. Heimat- und Verkehrsverein Wrexen e. V., abgerufen am 24. August 2014.
  5. 76. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 28. Oktober 2010; h i e r: Erstanerkennung, Bestätigung und Aberkennung von Prädikaten. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen (StAnz.). Nr. 6, 7. Februar 2011, ISSN 0724-7885, S. 199 (ms-visucom.de [PDF; abgerufen am 24. August 2014] Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung; II 6 – 067 – a – 08 – 03 # 009).
  6. smurfitkappa.com
  7. August Raszmann: Die deutsche Heldensage und ihre Heimat. Band 2. Carl Rümpler, Hannover 1863, S. XI (Online verfügbar in der Google-Buchsuche).