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Wolfgang Knies

deutscher Rechtswissenschaftler und Politiker

Beruf und PolitikBearbeiten

Knies studierte von 1954 bis 1958 Rechtswissenschaften in Mainz und München. Sein zweites Staatsexamen legte er 1963 in München ab. Ebenda promovierte er 1966 zum Dr. iur. und habilitierte sich im Jahr 1971; die Lehrbefugnis wurde ihm für die Fächer Staatsrecht, Verwaltungsrecht, Finanz- und Steuerrecht verliehen. 1971 nahm er einen Ruf an die Universität des Saarlandes (Saarbrücken) an. Daneben war Knies von 1977 bis 1980 Richter am Verfassungsgerichtshof des Saarlandes.

Im zweiten Kabinett des saarländischen Ministerpräsidenten Werner Zeyer war Knies Minister für Kultus, Bildung und Sport (1980–1984). Im Kabinett Zeyer III (1984–1985) war er für die Ressorts Rechtspflege und Bundesangelegenheiten zuständig. Danach lehrte er wieder in Saarbrücken, bis er im Mai 1987 vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht in dessen fünftes Kabinett berufen wurde. Dort leitete er bis November 1988 als niedersächsischer Kultusminister das Kultusressort. Im Anschluss nahm er erneut seine Lehrtätigkeit an der Universität des Saarlandes auf. Er wurde zum 31. März 2003 entpflichtet.[2]

In den Jahren 1975 bis 1980 war Knies Mitglied der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten. Dieses Amt übte er von 2002 bis zu seinem Tod 2019 erneut aus.

EhrungenBearbeiten

Knies wurde am 1. Februar 2012 mit dem Saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet.[3]

QuellenBearbeiten

  1. Wolfgang Knies gestorben in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Oktober 2019, Seite 4
  2. Aus den Fakultäten: Rechts- und Wirtschaftswissenschaft. In: campus. Ausgabe 2, Mai 2003
  3. Sechs Persönlichkeiten mit dem Saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet. In: www.saarland.de. Staatskanzlei des Saarlandes, 1. Februar 2012, archiviert vom Original am 30. August 2017; abgerufen am 6. Juli 2017.