Niedersächsisches Kultusministerium

Das Niedersächsische Kultusministerium (MK) ist eines von zehn Ministerien des Landes Niedersachsen.[1] Es hat seinen Sitz an der Hans-Böckler-Allee 5 in der Nähe des Braunschweiger Platzes in der Niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover.[2] Geleitet wird das Ministerium seit 2017 von Grant Hendrik Tonne (SPD), Staatssekretärin ist seit November 2017 Gaby Willamowius.[3]

Niedersächsisches Kultusministerium

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Staatliche Ebene Land
Stellung Oberste Landesbehörde
Gründung 1946
Hauptsitz Hannover, NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen
Behördenleitung Kultusminister Grant Hendrik Tonne
Netzauftritt mk.niedersachsen.de
Niedersächsisches Kultusministerium

AufgabenBearbeiten

Der Geschäftsbereich umfasst insbesondere folgende Angelegenheiten:[4]

OrganisationBearbeiten

Das Ministerium ist neben dem Ministerbüro und dem Referat 01 (Parlaments- und Kabinettsangelegenheiten, allgemeine Koordinierung) in fünf Abteilungen untergliedert:[5]

  • Abteilung 1: Zentrale Aufgaben
  • Abteilung 2: Schulformübergreifende Angelegenheiten
  • Abteilung 3: Allgemein bildendes Schulwesen, Kirchen
  • Abteilung 4: Berufliche Bildung
  • Abteilung 5: Frühkindliche Bildung, Inklusion, Digitalisierung

Zum Geschäftsbereich gehören die Niedersächsische Landesschulbehörde und das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung.[6]

DienstgebäudeBearbeiten

Zunächst wurde das Kultusministerium in einem ehemaligen Privathaus in der Hohenzollernstraße untergebracht.[7][8] Bereits 1948 erfolgte ein Umzug an den Standort am Schiffgraben.[9] Daneben musste das Kultusministerium wegen der Vergrößerung des Aufgabengebiets weitere Dienstgebäude in der Hedwigstraße, der Bertastraße und in der Marienstraße nutzen.Ursprünglich sollte im sogenannten Warmbüchenviertel zwischen Schiffgraben, Hedwigstraße, Warmbüchenstraße und Warmbüchenkamp das neue Regierungsviertel entstehen.[9]

Mit dem Ziel, in absehbarer Zeit wieder sämtliche Abteilungen in einem Gebäude unterzubringen, begann im Jahr 2019 der Umzug in eine angemietete Liegenschaft an der Hans Böckler-Allee 5 / 5 a in Hannover. Nach und nach sollen weitere Teile des Gebäudekomplexes bezogen werden, sobald die Vormieter diese verlassen.[10] Seit dem 1. September 2019 ist der Standort an der Hans Böckler-Allee 5 der offizielle Sitz des Ministeriums und damit auch die Postanschrift.[11] Dort sind die Abteilungen 1, 5 sowie Teile der Abteilung 2, das Referat 01, das Ministerbüro und die Pressestelle untergebracht. Die übrigen Referate arbeiten bis auf weiteres noch an den Standorten Schiffgraben, Bertastraße und Marienstraße.

Liste der MinisterBearbeiten

 
Kultusminister Grant Hendrik Tonne (2018)
 
Galerie der Niedersächsischen Kultusminister im Gebäude Schiffgraben 12

Das niedersächsische Kultusministeramt bekleideten bislang:[12]

Name Partei Amtszeit
Adolf Grimme SPD 1946–1948
Richard Voigt SPD 1948–1955
Leonhard Schlüter FDP 1955
Richard Tantzen FDP 1955–1956
Richard Langeheine CDU 1956–1959
Richard Voigt SPD 1959–1963
Hans Mühlenfeld FDP 1963–1965
Richard Langeheine CDU 1965–1970
Peter von Oertzen SPD 1970–1974
Ernst Gottfried Mahrenholz SPD 1974–1976
Werner Remmers CDU 1976–1982
Georg-Berndt Oschatz CDU 1982–1987
Wolfgang Knies CDU 1987–1988
Horst Horrmann CDU 1988–1990
Rolf Wernstedt SPD 1990–1998
Renate Jürgens-Pieper SPD 1998–2003
Bernd Busemann CDU 2003–2008
Elisabeth Heister-Neumann CDU 2008–2010
Bernd Althusmann CDU 2010–2013
Frauke Heiligenstadt SPD 2013–2017
Grant Hendrik Tonne SPD seit 2017

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Niedersächsisches Kultusministerium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Portal Niedersachsen der Niedersächsischen Staatskanzlei: Die Niedersächsische Landesregierung. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  2. Impressum. In: Internetauftritt des Niedersächsischen Kultusministeriums. Niedersächsisches Kultusministerium, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  3. Sebastian Schumacher: Grant Hendrik Tonne übernimmt Amt des Niedersächsischen Kultusministers – Gaby Willamowius neue Staatssekretärin im Niedersächsischen Kultusministerium. In: mk.niedersachsen.de. Niedersächsisches Kultusministerium, 23. November 2017, abgerufen am 24. Dezember 2017.
  4. Geschäftsverteilung der Niedersächsischen Landesregierung - Anlage 1: Geschäftsverteilung der Niedersächsischen Landesregierung. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). Niedersächsische Landesregierung, 18. Dezember 2018, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  5. Aufbau des Niedersächsischen Kultusministeriums. In: Internetauftritt des Niedersächsischen Kultusministeriums. Niedersächsisches Kultusministerium, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  6. Einrichtungen und Behörden. Niedersächsisches Kultusministerium, abgerufen am 18. März 2012.
  7. Waldemar R. Röhrbein: Geschichte der Stadt Hannover. Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Hrsg.: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein. Band 2. Hannover 1994, ISBN 3-87706-364-0, S. 670 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Hannover Chronik: Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hannover 1991, ISBN 3-87706-319-5, S. 216 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  9. a b Friedrich Lindau: Hannover. Wiederaufbau und Zerstörung. Die Stadt im Umgang mit ihrer bauhistorischen Identität. 2. Auflage. Hannover 2001, ISBN 3-87706-659-3, S. 157 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  10. Weg aus der Stadtmitte: Kultusministerium zieht um. In: Rundblick Niedersachsen, Ausgabe 071/2019. Drei Quellen-Mediengruppe GmbH, 14. April 2019, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  11. Änderung der Anschrift des Niedersächsischen Kultusministeriums. Bek. d. MK vom 13.06.2019 - 11 - 02311. In: Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Schulverwaltungsblatt für Niedersachsen. Amtsblatt des Niedersächsischen Kultusministeriums für Schule und Schulverwaltung. Band 2019, Nr. 9. Liskow Druck und Verlag GmbH, Hannover 1. September 2019, S. 9.
  12. Die Niedersächsischen Kultusminister seit 1946. Niedersächsisches Kultusministerium, abgerufen am 18. März 2012.