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Universität des Saarlandes

Universität in Deutschland

Die Universität des Saarlandes (kurz: Saar-Uni oder UdS, pseudolateinische Bezeichnung Universitas Saraviensis[6]) ist die einzige saarländische Universität. Ihren Sitz hat sie in Saarbrücken und Homburg.

Universität des Saarlandes
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Gründung 1948
Trägerschaft staatlich
Ort Saarbrücken, Homburg
Bundesland SaarlandSaarland Saarland
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Präsident Manfred Schmitt[1]
Studierende 16.695 (WS 2018/19)[2]
Mitarbeiter 2.600 (in Vollzeitstellen umgerechnet, inkl. Hilfskräfte und Azubis)[3]
davon Professoren 279 (inkl. Juniorprofessoren)[3]
Jahresetat 320 Mio. €[4]
Netzwerke DFH[5], MGU, Universität der Großregion (UniGR)
Website www.uni-saarland.de

Der Campus, dessen Kernstück die ehemalige Below-Kaserne bildet, liegt mitten im Stadtwald innerhalb des Stadtteils St. Johann. Gegenwärtig sind rund 17.000 Studenten immatrikuliert, der Anteil ausländischer Studenten liegt bei über 19 Prozent. Es sind ca. 3000 Personen beschäftigt, davon rund 250 studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte.

Die Universität ist international bekannt durch die Informatikforschung und Teil vom Spitzencluster Software-Cluster. Im „NanoBioMed“-Bereich arbeiten Natur- und Materialwissenschaftler mit Medizinern und Pharmazeuten zusammen. Die engen Beziehungen zu Frankreich und der Europa-Schwerpunkt sind weitere Markenzeichen.

GeschichteBearbeiten

 
Blick vom Schwarzenbergturm auf den Campus der Universität des Saarlandes (2017)

Die Universität wurde 1948 mit französischer Unterstützung im damals politisch teilautonomen und wirtschaftlich mit Frankreich verbundenen Saarland gegründet. Sie ging aus dem zunächst der Universität Nancy angegliederten Institut d’études supérieures de Hombourg hervor; am 8. März 1947 wurde in Homburg das erste Institut der saarländischen Hochschule als Zweigstelle der Universität Nancy eingeweiht.[7] Am 9. April 1948 nahm dann in Homburg die Universität des Saarlandes ihren Lehrbetrieb auf.[8] Dank ihres zweisprachigen Lehrkörpers vereinte die Universität des Saarlandes deutsche und französische Bildungstraditionen und besaß seit ihrer Gründung ein internationales Profil, das 1950 mit der Proklamation zur „europäischen Universität“ und 1951 mit der Einrichtung des Europa-Instituts als „Krone und Symbol“ der Universität seinen sichtbaren Ausdruck fand.

StudienangebotBearbeiten

Das Studienangebot umfasst rund 130 Studienfächer (davon jeweils rund 50 Bachelor- und Masterstudiengänge, vier Staatsexamens-Fächer, 20 mit Lehramtabschluss sowie ein Dutzend Aufbaustudiengänge). Zum Angebot gehören auch rund 30 internationale Studienfächer, wovon mehr als Hälfte einen Doppelabschluss vorsehen.

Das Studienangebot wird seit einer Umstrukturierung von sechs Fakultäten getragen:

 
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft (HW): In der Wirtschaftswissenschaft bietet die Fakultät grundständige und weiterführende Studiengänge in Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaft und Recht, Wirtschaftsinformatik sowie Wirtschaftspädagogik an. Zudem kann der Titel „Master of Business Administration“ (MBA) erworben werden, den das Europa-Institut im Rahmen eines Aufbaustudiengangs verleiht. Unter dem Begriff Empirische Humanwissenschaften zählen zur Fakultät außerdem die Fachrichtungen Psychologie, Soziologie, Sportwissenschaft sowie die Bildungswissenschaften, also sämtliche Lehramtsstudiengänge. Der ebenfalls zugehörige Fachrichtung Geographie wird zu Beginn der nächsten Dekade geschlossen; seit dem Wintersemester 2016/2017 sind keine Erstsemester-Studenten mehr aufgenommen worden.[9]
  • Medizinische Fakultät (M): Die Medizinische Fakultät befindet sich auf dem Gelände des Universitätsklinikums in Homburg. Mit 30 Fachkliniken und 20 Instituten sind hier alle großen medizinischen Fachrichtungen vertreten. Über 2.000 Studenten der Humanmedizin und der Zahnmedizin werden auf dem Homburger Campus ausgebildet. Die Fakultät besitzt einen Biomedizinischen Schwerpunkt  (mit Sonderforschungsbereichen und klinischen Forschergruppen). Grundlagenforschung auf hohem Niveau sorgt dafür, dass Ärzte zukünftig mit neuen Diagnoseverfahren und Therapien Krankheiten besser erkennen und behandeln können.
  • Fakultät für Mathematik und Informatik (MI): Rund 800 Wissenschaftler erforschen an der Universität des Saarlandes und in sechs weltweit angesehenen Forschungsinstituten auf dem Saarbrücker Campus das gesamte Themenspektrum der Informatik, unter anderem die IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz. Die Fakultät bietet neben dem klassischen Studium der Mathematik und Informatik auch fachübergreifende Studiengänge wie die Bioinformatik, Computerlinguistik, Eingebettete Systeme, Medieninformatik und Wirtschaftsinformatik an. Zudem gibt es Studiengänge zur Cybersicherheit sowie „Data Science and Artificial Intelligence“ und „Visual Computing“. Alle Masterprogramme sind englischsprachig. Im CHE-Hochschulranking zählt die Informatik der Saar-Uni zu den bundesweit fünf besten Standorten. Die Fakultät umfasst die beiden Fachrichtungen Mathematik und Informatik, die eng miteinander verzahnt sind.
 
Physikgebäude
  • Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät (NT): Inhaltliche Schwerpunkte der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät sind zukunftsträchtige Bereiche wie die Biotechnologie oder Hightech-Werkstoffe, zudem geht es beispielsweise um die Entwicklung neuer medizinischer Wirkstoffe, die Optimierung von Materialoberflächen oder die physikalischen Grundlagen von Prozessen in Zellen und Organismen. Zur Fakultät gehören folgende Fachrichtungen: Biowissenschaften, Chemie, Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Pharmazie, Physik sowie Systems Engineering. Das Studienangebot umfasst sowohl die klassischen naturwissenschaftlichen Disziplinen als auch interdisziplinäre Fächer (von der Bioinformatik bis zu Systems Engineering), wobei es jeweils auch internationale Studienvarianten gibt. Eine fachübergreifende Einführung in die so genannten MINT-Fächer bietet der Studiengang Bachelor Plus MINT. Darüber hinaus werden Lehrer sowie Apotheker (Pharmazie-Staatsexamen) ausgebildet. Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät trägt die Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät das Zentrum für Human- und Molekularbiologie (ZHMB). Es stellt die Basis dar für biomedizinische Forschungsverbünde innerhalb des universitären Schwerpunkts „NanoBioMed – Leben und Materie“; zudem organisiert es die Studiengänge der Biologie mit Schwerpunkt Human- und Molekularbiologie.
  • Philosophische Fakultät (P): In ihr sind zwölf Fachrichtungen integriert[10]: Das sind zum einen die Altertumswissenschaften (einschl. Klassische Philologie), Geschichte, Kunst- sowie die Musikwissenschaft, aber auch die neueren Philologien Anglistik, Germanistik, Romanistik und Slavistik. Zur Fakultät gehören ferner die Philosophie und die Theologie. Die Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie bildet Übersetzer aus, die auch das technologische Know-how beherrschen. Dabei gibt es ebenso wie in der Computerlinguistik Schnittstellen zur Informatik. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert seit 2014 einen Sonderforschungsbereich zur Informationsdichte von Sprache. Eine Besonderheit bei den Studienangeboten sind die fächer- und themenübergreifenden Ansätze, etwa bei den Studiengängen „Historisch orientierte Kulturwissenschaften“ oder „Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“, die unter anderem neue Grundlagen für den Kulturvergleich erarbeiten. Ein Schwerpunkt ist die Erforschung der Grenzregionen. Diesem Thema widmet sich der trinationale Master „Border Studies“. Im europäischen Kontext existieren innerhalb der Philosophischen Fakultäten der Universität des Saarlandes vielfältige, auch mehrsprachige Studiengänge, die der Universität zu interkulturellem und internationalem Rang verhelfen und sie zu einer europäischen Hochschule machen. Das Frankreich-Zentrum fasst fächerübergreifend alle Aktivitäten, die sich auf Frankreich beziehen, zusammen und betont somit die besondere Bedeutung Frankreichs und auch die Stellung des Saarlandes als Mittler zwischen Frankreich und Deutschland im europäischen Kontext.
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät (R): Sie bietet die klassische juristische Ausbildung  an, die mit dem Staatsexamen abschließt, und legt dabei einen Schwerpunkt auf das europäische und internationale Recht. Mit dem Europa-Institut und dem Centre juridique franco-allemand besitzt die Fakultät mehrere Alleinstellungs-Merkmale: Das Europa-Institut bietet den Aufbaustudiengang „Europäisches und Internationales Recht“ an, der in einem Jahr zum Abschluss „Master of Laws“ führt und hohes internationales Renommee besitzt. Neben den Saarbrücker Professoren und namhaften Gastprofessoren lehren hier EU-Spitzenbeamte aus den verschiedenen Institutionen der Europäischen Union sowie Führungskräfte aus Justiz, Verwaltung und Wirtschaft. Am Centre juridique franco-allemand lernen Jura-Studenten im Rahmen eines Doppelstudiums die Grundlagen des deutschen und französischen Rechts kennen und erwerben den französischen Abschluss Licence im französischen Recht; zudem bietet das Centre juridique Masterprogramme mit ausländischen Partnern an. Eine weitere Besonderheit der Fakultät ist das Saarbrücker Institut für Rechtsinformatik: Hier lernen Jura-Studenten die rechtlichen und technischen Aspekte von IT-Sicherheit und Datenschutz kennen. Diese stehen auch im Fokus des Masterstudiengangs: „Informationstechnologie und Recht“.

SonderforschungsbereicheBearbeiten

Es gibt acht von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche:

  • SFB/TRR 248: Grundlagen Verständlicher Software-Systeme — Für eine nachvollziehbare cyber-physische Welt (mit TU Dresden)
  • SFB/TRR 219: Mechanismen kardiovaskulärer Komplikationen der chronischen Niereninsuffizienz (mit RWTH Aachen)
  • SFB/TRR 195: Symbolische Werkzeuge in der Mathematik und ihre Anwendung (zusammen mit TU Kaiserslautern und RWTH Aachen)
  • SFB 1223: Methoden und Instrumente zum Verständnis und zur Kontrolle von Datenschutz
  • SFB 894: Calcium-Signale: Molekulare Mechanismen und Integrative Funktionen
  • SFB 1027: Physikalische Modellierung von Nicht-Gleichgewichtsprozessen in biologischen Systemen
  • SFB 1102: Informationsdichte und sprachliche Kodierung
  • SFB/TRR 152 Steuerung der Körperhomöostase durch TRP-Kanal-Module (zusammen mit LMU München, Freiburg, Heidelberg, TU München und Leipzig)

ExzellenzinitiativeBearbeiten

Im Rahmen der Exzellenzinitiative wurden diese beiden Projekte der Universität im Jahr 2007 bewilligt und nach einer Verlängerung bis 2018 gefördert:

  • M2CI – Cluster of Excellence on Multimodal Computing and Interaction
  • Graduate School of Computer Science

SpitzenclusterBearbeiten

Die Universität des Saarlandes ist Teil vom Spitzencluster Software-Cluster. Im Januar 2010 hat der Software-Cluster den Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung Deutschland gewonnen. Ziel des Clusters ist es, die Transformation von Unternehmen zu digitalen Unternehmen zu ermöglichen. Dieser Cluster besteht aus den Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf.[11]

Leibniz-PreisträgerBearbeiten

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft verleiht einmal pro Jahr den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis an herausragende deutsche Wissenschaftler und würdigt damit ihre Arbeit. Der Preis ist die höchstdotierte wissenschaftliche Auszeichnung der DFG und mit jeweils 2,5 Millionen Euro (bis 2006 1,55 Millionen Euro) Preisgeld verbunden, die projektbezogen zu verwenden sind. Folgende Forscher an der Universität des Saarlandes erhielten den Leibniz-Preis:

ForschungsumfeldBearbeiten

 
Europa-Institut
 
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Im Umfeld der Universität des Saarlandes haben sich renommierte Forschungseinrichtungen angesiedelt. Zum Informatik-Standort zählen das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, die Max-Planck-Institute für Informatik und für Softwaresysteme, das Internationale Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik im Schloss Dagstuhl sowie das 2019 gegründete Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit.

Auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sowie der Biowissenschaften forschen die Fraunhofer-Institute für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) und für Biomedizinische Technik (IBMT) in St. Ingbert, das Leibniz-Institut für Neue Materialien, das Korea Institute of Science and Technology Europe sowie das Steinbeis-Forschungszentrum für Werkstofftechnik. Zudem wurde 2009 das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung gegründet.

BibliothekenBearbeiten

 
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek

Das Bibliothekssystem an der Universität des Saarlandes befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess, in dem kleinere Bibliotheken zu größeren Verwaltungseinheiten zusammengefasst wurden. Zur Zentralbibliothek der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (SULB) gehört auch die Medizinische Abteilung in Homburg/Saar. Weitere große Bibliotheken sind die Campus-Bibliothek für Informatik und Mathematik, gemeinsam mit den Bibliotheken des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Max Planck-Institute für Informatik und für Softwaresysteme, die Naturwissenschaftlich-Technische Bereichsbibliothek einschließlich Leibniz Institut für Neue Materialien, die Bereichsbibliothek 1 der Philosophischen Fakultät, die Bereichsbibliothek Empirische Humanwissenschaften sowie die Bibliotheken der Wirtschaftswissenschaften und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, die einen zusätzlichen Schwerpunkt auf dem Europarecht hat. Nach der Sanierung des Gebäudes der Zentralbibliothek ist dort die Philologische Bibliothek integriert, die die Bereiche Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Romanistik und ab 2020 auch Angewandte Sprachwissenschaft beinhaltet. Neben den Mitgliedern und Angehörigen der Saar-Universität sind alle Bibliotheken zudem dem allgemeinen, wissenschaftlich interessierten Publikum zugänglich.

Zusätzlich betreibt die Bibliothek drei Dokumentenserver (Jahresbibliographie der Universität des Saarlandes, Scidok als Dokumentenserver der Universität des Saarlandes, Saardoc als Archivserver für Dokumente mit Bezug zum Saarland).

Die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek versorgt ihre rund 12.500 aktiven Entleiher mit Literatur aus allen Fachgebieten. Gemäß ihrem Sammelauftrag als Landesbibliothek sammelt sie zudem relevante Literatur zum Saarland und dem Saar-Lor-Lux-Raum. Der Bestand umfasst derzeit rund 1,6 Millionen Einheiten. Elektronische Zeitschriften aus großen Paketen haben inzwischen die Druckerzeugnisse fast völlig verdrängt: Im Jahr 2017 standen neben 560 Einzelabonnements ca. 48.000 Zeitschriften in digitaler Form über Pakete zur Verfügung.

GebührenBearbeiten

Es wird ein Semesterbeitrag in Höhe von 223 Euro (Wintersemester 2017/18) erhoben, der sich aus Beiträgen für Studierendenschaft (8 Euro) und Studentenwerk (90 Euro) zusammensetzt und ein Semesterticket (125 Euro) beinhaltet, mit dem der öffentliche Personennahverkehr saarlandweit und in Teilen von Rheinland-Pfalz genutzt werden kann. Vom Wintersemester 2007/08 bis zum Sommersemester 2010 wurden zusätzlich zum obligatorischen Semesterbeitrag allgemeine Studiengebühren in Höhe von 300 Euro (für die ersten beiden Hochschulsemester) bzw. 500 Euro (ab dem dritten Hochschulsemester) erhoben.[12] Diese wurden nach den Landtagswahlen 2009 von der daraus resultierenden Jamaika-Koalition jedoch wieder abgeschafft.[13] Für Seniorenstudierende ab dem 55. Lebensjahr fallen Semestergebühren von 400 Euro an. Eingeschriebene Studierende anderer Hochschulen (Zweithörer) zahlen grundsätzlich 245,65 Euro, wobei dies nicht für Studierende aus der Region Saarland-Lothringen-Luxemburg-Trier-Westpfalz-Wallonien gilt, die gegenseitig von Gebühren bzw. Beiträgen befreit sind. Das Semesterticket ist in diesem Betrag nicht enthalten und kann optional von Zweithörern erworben werden.

Wissenswertes und FaktenBearbeiten

  • Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) unterstützt mit einer Vielzahl von Referaten das Studium und gesellschaftliche Leben auf dem Campus. Neben Beratungsmöglichkeiten und Veranstaltungen zur studentischen Kultur organisiert der AStA auch UNIFILM, das Kino im Audimax.
  • Orga-TV ist das studentische Uni-Fernsehen der Universität. Während des Semesters senden die Studenten im Rahmen des Vertiefungsfaches Medien- und Kommunikationsmanagement jeden Mittwoch um 18:18 Uhr live über das Internet.
  • Die Saar-Uni unterhält zahlreiche Kooperationen mit ausländischen Universitäten in aller Welt. Mit einem Ausländeranteil von etwa 18 % gehört sie zu den internationalsten Universitäten in Deutschland.
  • Der Hochschulsport steht allen Universitätsangehörigen offen und bietet sowohl für den Breiten- als auch den Spitzensport ein umfangreiches Angebot an. Durch die Nähe zur Hermann-Neuberger-Sportschule steht eine Vielzahl von erstklassigen Sportstätten zur Verfügung.[14]
  • Die Universität bietet für Studenten außerdem die Mitwirkung im Orchester, Chor oder Bigband an. Das Semester wird meist mit einem Konzert abgeschlossen, zu einigen Veranstaltungen wie zum Beispiel der Semestereröffnung im Audimax tritt die Bigband der Universität auf.
  • 1965 gründete Rabbi Benyamin Barslai die erste jüdische Studentengemeinde an einer deutschen Universität nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Auf dem Campusgelände befand sich der 2,5 Hektar große Botanische Garten der Universität des Saarlandes. Dieser wurde am 1. April 2016 als erster Botanischer Garten einer Volluniversität in Deutschland geschlossen.
  • Die Original- und Abgusssammlung des Archäologischen Instituts kann nach Vereinbarung besichtigt werden.
  • Seit dem Sommersemester 2008 gibt es an der Universität des Saarlandes ein bundesweit einzigartiges Studienangebot, das Zertifikat Europaicum. Hierbei handelt es sich um eine Zusatzqualifikation mit Schwerpunkt Europa, deren Erwerb mit dem Kennenlernen europaorientierter Forschungs- und Berufsfelder einhergeht.
  • Kinder-Uni: Die Universität des Saarlandes bietet jedes Semester Vorlesungen für Kinder von 8 bis 14 Jahren an. Darin beantworten Professoren der Universität Fragen zu spannenden Themen des Alltags.
  • Theatergruppen: Die Universität des Saarlandes hat insgesamt vier aktive studentische Theatergruppen: Thunis[15] (deutschsprachig), ACT (englisch), Le Pont (französisch) und Los Mutantes (spanisch).

Rektoren und PräsidentenBearbeiten

Bis 1973 wurde die Universität von einem Rektor geführt, seitdem gibt es das Amt des Präsidenten.[16]

PersönlichkeitenBearbeiten

Bekannte Alumni, Lehrende und Mitarbeiter finden sich in der Liste bekannter Persönlichkeiten der Universität des Saarlandes.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Armin Heinen und Rainer Hudemann (Hrsg.): Universität des Saarlandes 1948–1988, 2. Auflage, Saarbrücken 1989.
  • Regina Paquet: Ab ovo – aus den Anfängen der Universität des Saarlandes. Erinnerungen und Impressionen einer Studentin 1948-1952. Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1996 (2. Auflage), ISBN 978-3-86110-039-3.
  • Romana Weiershausen: „Frankophone Germanistik“ in Saarbrücken: Chancen für die Germanistik im deutsch-französischen Grenzraum. In: Romanische Studien, Nr. 1 (2015), S. 267–280, online: http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/14.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Universität des Saarlandes: Der Präsident. Abgerufen am 1. August 2019.
  2. Studierendenstatistik WS 2018/19, zu finden unter https://www.uni-saarland.de/fileadmin/user_upload/studium/statistik/2018-2/6500.pdf
  3. a b "Zahlen und Fakten" auf der Webseite der Saar-Uni, Stand: 31. Dezember 2017.
  4. Jahresbericht 2017 (PDF), zu finden unter https://www.uni-saarland.de/universitaet/portraet/organisation/praesidium/papiere/jahresbericht.html
  5. Netzwerk. Liste der Hochschulen im Netzwerk der DFH. In: www.dfh-ufa.org. Deutsch-Französische Hochschule, abgerufen am 7. Oktober 2019.
  6. Caelestis Eichenseer, Sigrid Albert, „Universitas Saravi…“: „Die lateinische Umschrift müsste statt Universitas Saraviensis richtig Universitas Saravica lauten.“
  7. Die Saar. Städtebau. Saarbrücken 1947.
  8. Dominik Groß, Wolfgang Müller: Die Diskussion um die Errichtung eines Ordinariats im Fach Geschichte der Medizin an der Universität des Saarlandes (1948–1977). In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 22, 2003, S. 248–262, hier: S. 248 f.
  9. Studium. In: Geographie | Universität des Saarlandes. 20. September 2016 (uni-saarland.de [abgerufen am 20. August 2019]).
  10. Startseite | Philosophische Fakultät. 21. November 2017, abgerufen am 20. August 2019.
  11. Rainer Hein, Darmstadt: IT-Branche in Darmstadt: Im Silicon Valley von Südhessen. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 6. Oktober 2019]).
  12. Semesterbeiträge und Studiengebühren, uni-saarland.de
  13. Saarland schafft Studiengebühren wieder ab, zeit.de
  14. Hochschulsport, uni-saarland.de
  15. [1] Website der Theatergruppe Thunis, abgerufen am 9. August 2016
  16. Aus der Chronik der Universität des Saarlandes, abgerufen am 12. April 2016

Koordinaten: 49° 15′ 20″ N, 7° 2′ 30″ O