Verband der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden

deutsche Interessenvertretung von Bundesbeschäftigten

Der Verband der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden e. V. im dbb beamtenbund und tarifunion (Abkürzung: VBOB, Eigenschreibweise auch vbob) ist eine Vertretung der Beschäftigten der Bundesverwaltung in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins.[2] Der VBOB führt die Kurzbezeichnung: Gewerkschaft Bundesbeschäftigte.[2] Der Verband ist Mitglied des dbb beamtenbund und tarifunion, hat seinen Sitz in Bonn und ist beim dortigen Amtsgericht im Vereinsregister eingetragen.

Verband der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden im dbb beamtenbund und tarifunion
(VBOB)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 21. Juni 1951
Sitz Bonn
Zweck Interessenvertretung
Vorsitz Rita Berning
Mitglieder fast 11.000 (2020)[1]
Website www.vbob.de

AllgemeinesBearbeiten

Gemäß § 3 der Satzung organisiert der VBOB Beschäftigte und weitere Personen bei obersten Bundesbehörden und -gerichten, oberen Bundesbehörden, anderen Bundesdienststellen, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen öffentlichen Rechts des Bundes, Fraktionen des Deutschen Bundestages, politischen Parteien und deren Einrichtungen, Zuwendungsempfängern des Bundes und Gesellschaften des privaten Rechts, bei denen der Bund mehrheitlich Anteilseigentümer ist.[2]

Mitglieder können werden Beschäftigte dieser Dienststellen und Einrichtungen – unabhängig davon, ob sie Beamten oder Tarifbeschäftigten oder in einem sonstigen Dienst- oder Arbeitsverhältnis stehen – aus dem aktiven Dienst dieser Dienststellen und Einrichtungen ausgeschiedene Personen sowie Hinterbliebene von Mitgliedern.[2]

Der Verband gliedert sich in Fachgruppen bei jeder Dienststelle und Einrichtung.[2] Derzeit bestehen 53 Fachgruppen,[3] wovon die „Fachgruppe BfV“ die mitgliederstärkste ist.[4]

Der VBOB bezeichnet sich als parteipolitisch unabhängig. Er tritt ein für die Erhaltung und Fortentwicklung des Berufs­beamtentums auf öffentlich-rechtlicher Grundlage und für die Fortentwicklung des Tarifrechtes, vertritt und fördert die berufsbedingten, politischen, rechtlichen und sozialen Belange seiner Mitglieder und unterstützt die Arbeit seiner Mitglieder in Personalvertretungen sowie in Betriebsräten.[2]

Alle Mitglieder bis zum vollendeten 31. Lebensjahr sind in der vbob jugend zusammengefasst.

Die Bundesgeschäftsstelle ist in Bonn. In Berlin unterhält der VBOB ein Hauptstadtbüro.

GeschichteBearbeiten

Der Verband wurde am 21. Juni 1951 gegründet. Die Fachgruppe Bundesanstalt für Immobilienaufgaben e. V. (BVV) feierte 2011 ihr 50-jähriges Bestehen. Am 5. Oktober 2011 fand in Königswinter–Thomasberg eine Festveranstaltung statt, zu der Werner Gatzer, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, ein Grußwort sprach.[5]

Von 2013 bis 2018 führte Hartwig Schmitt-Königsberg den VBOB. Am 11. Juni 2018 wurde Rita Berning mit 77,4 Prozent der Stimmen auf dem Bundesvertretertag in Berlin zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Sie ist die erste Frau an der Spitze des VBOB.[6]

OrganeBearbeiten

Oberstes Organ des VBOB ist der Bundesvertretertag. Er tritt bis 2022 alle vier und dann alle fünf Jahre zusammen und besteht aus den Mitgliedern des Bundeshauptvorstandes und den Delegierten der Fachgruppen.[2]

Der Bundesvorstand besteht aus der Bundesleitung, welche sich aus der Bundesvorsitzenden (Rita Berning), drei stellvertretenden Bundesvorsitzenden (Ulrike Clausmeyer, Frank Gehlen, Sascha Titze), dem Bundesschatzmeister (Dirk Rörig) und dem Justiziar (Horst-Peter Heinrichs) zusammen setzen. Zum Bundesvorstand gehören weiterhin der Bundesjugendvertreter (Thomas de Greeff), die Bundesfrauenvertreterin (Anna Diegeler-Mai), der Bundesvertreter der Mitglieder im Ruhestand (Joachim Politis) sowie vier Beisitzer (Claudia Heinrichs, Ludwig Hofmann, Christian Maas und Michael Wolter). Zudem nimmt der Vorsitzende der Fachgruppe Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als kooptiertes Mitglied an den Bundesvorstandssitzungen teil. Bis auf die hauptamtliche Bundesvorsitzende sind alle Mitglieder des Bundesvorstandes ehrenamtlich tätig.

Der Bundesvorstand und die Fachgruppenvorsitzenden bilden zusammen den Bundeshauptvorstand, das höchste Organ des Verbandes zwischen den Bundesvertretertagen. Er soll mindestens zweimal jährlich einberufen werden.[2]

MedienBearbeiten

Der Verband gibt seit 1999 für Mitglieder die monatlich erscheinende Zeitschrift VBOB Magazin heraus.[7] Am 20. Januar 2020 startete der Verband einen Podcast mit dem Namen vBOBcast – Aus dem Inneren der Bundespolitik. Sprecher ist der Stellvertretende Bundesvorsitzende Sascha Tietze.[8]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sascha Tietze: vBOBcast – Aus dem Inneren der Bundespolitik Episode 1: Willkommen! Der vbob hat nun einen eigenen Podcast! (Podcast) https://www.vbob.de/, 20. Januar 2020, abgerufen am 19. März 2020.
  2. a b c d e f g h Bundesvertretertag 2018: Satzung des vbob. (PDF) https://www.vbob.de/, 11. Juni 2018, abgerufen am 3. Januar 2019.
  3. Fachgruppen vor Ort. In: https://www.vbob.de/. VBOB, abgerufen am 3. Januar 2019.
  4. Claudia Heinrichs: Im Dialog mit..Michael Niemeier, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. In: VBOB Magazin. Band 20, Nr. 7/8, 2019, ISSN 1437-997X, S. 8 f.
  5. Hrsg.: Geschäftsführender Vorstand der Fachgruppe Bundesanstalt für Immobilienaufgaben e. V.: Tradition und Zukunft. 50 Jahre BVV. Druck: H. Palm, Baesweiler 2011.
  6. Rita Berning zur neuen Bundesvorsitzenden des vbob gewählt. In: https://www.vbob.de/. VBOB, 11. Juni 2018, abgerufen am 3. Januar 2019.
  7. vbob Magazin. In: https://www.vbob.de/. VBOB, abgerufen am 3. Januar 2019 (ISSN: 1437-997X).
  8. vBOBcasts. In: https://www.vbob.de/. VBOB, abgerufen am 19. März 2020.