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Ulaanbaatar

Hauptstadt der Mongolei

Ulaanbaatar (mongolisch Улаанбаатар, in mongolischer Schrift ᠤᠯᠠᠭᠠᠨᠪᠠᠭᠠᠲᠤᠷ; übersetzt „Roter Held“; verbreitete Schreibweise nach russisch Улан-Батор: Ulan-Bator oder Ulan Bator) ist die Hauptstadt der Mongolei.

Ulaanbaatar
Улаанбаатар
ᠤᠯᠠᠭᠠᠨᠪᠠᠭᠠᠲᠤᠷ
Wappen von Ulaanbaatar
Wappen von Ulaanbaatar
Flagge von Ulaanbaatar
Flagge von Ulaanbaatar
Ulan Bator 16.JPG
Blick auf Ulaanbaatar mit dem Blue Sky Tower
Staat: MongoleiMongolei Mongolei
Aimag: Ulaanbaatar (Hauptstadtdistrikt)
Gegründet: 1639
Koordinaten: 47° 55′ N, 106° 55′ OKoordinaten: 47° 55′ 0″ N, 106° 55′ 0″ O
Höhe: 1350 m
Fläche: 4.704,4 km²
 
Einwohner: 1.372.000 (2013)
Bevölkerungsdichte: 292 Einwohner je km²
 
Zeitzone: UTC+8
Telefonvorwahl: +976 (0) 11
Postleitzahl: 210 xxx
Kfz-Kennzeichen: УБ_, УН_
 
Webpräsenz:
Ulaanbaatar (Mongolei)
Ulaanbaatar
Ulaanbaatar
Lage von Ulaanbaatar in der Mongolei

Knapp die Hälfte der mongolischen Gesamtbevölkerung, rund 1.318.100 Menschen, lebt in der mongolischen Hauptstadt.[1]

Die Hauptstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Mongolei. Die Stadt bildet eine eigenständige Verwaltungseinheit und gehört keinem Aimag (Provinz) an. Das Verwaltungsgebiet von Ulaanbaatar stellt kein zusammenhängendes Stadtgebiet dar, sondern ist mit seiner recht geringen Bevölkerungsdichte und der außerhalb der eigentlichen Stadt dominierenden ländlichen Siedlungsstruktur eher mit einer kleinen Provinz vergleichbar. Zudem zählen noch die Exklaven Bagakhangai und Baganuur zum Stadtgebiet.

Touristisch bedeutsam sind beispielsweise das Naturkundemuseum, das Süchbaatar-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz, der Winterpalast des Bogd Khan und das Dsaisan-Denkmal, das an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Es liegt auf einem Hügel südlich der Stadt, von dem aus man einen schönen Blick hat. Die öffentliche Bücherei stellt eine einzigartige Sammlung von Sanskrit-Manuskripten aus dem 11. Jahrhundert aus. Auch die buddhistischen Tempelmuseen und das Gandan-Kloster werden gern besucht.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Satellitenbild von Ulaanbaatar, Norden ist unten rechts

Ulaanbaatar liegt in 1350 Meter Höhe am Fluss Tuul und am Fuß des 2256 Meter hohen Berges Bogd Khan Uul. Das Verwaltungsgebiet von Ulaanbaatar hat eine Fläche von 4704,4 Quadratkilometern und ist damit etwa doppelt so groß wie das Saarland.

GeschichteBearbeiten

 
Bezirke von Ulaanbaatar

Gegründet wurde die Stadt 1639 unter dem Namen Örgöö (deshalb in Europa bis ins 20. Jahrhundert hinein auch als Urga bekannt) als Sitz des Oberhaupts des Lamaismus in der Mongolei, des Jebtsundamba Khutukhtu (auch Bogd Gegen genannt). In den ersten anderthalb Jahrhunderten wechselte sie über 25-mal ihren Standort, seit 1778 befindet sie sich an ihrer heutigen Stelle. Außerdem wechselte sie mehrmals den Namen: Ab 1706 wurde sie Ich-Chüree (Их-Хүрээ) genannt, von 1911 bis 1924 hieß sie Niislel-Chüree, ab 1924 schließlich Ulaanbaatar, das in der russischen Schreibweise Ulan-Bator (Улан-Батор) in der Welt bekannt wurde. Der Grund für den Unterschied liegt darin, dass die kyrillische Schrift in der Mongolei erst 17 Jahre später eingeführt wurde und sich zu dem Zeitpunkt in Russland bereits eine an der russischen Aussprache orientierte phonetische Schreibweise etabliert hatte.

Infolge der Unterzeichnung des Vertrages von Aigun 1858 wuchs die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt ab den 1860er-Jahren durch den Handel zwischen Russland und China, außerdem war sie der Sitz des chinesischen Amban. 1911 erklärte der 8. Bogd Gegen die Äußere Mongolei für unabhängig. Im gleichen Jahr erfolgte eine Umbenennung der Stadt in Niislel Chüree. China erkannte die Sezession nicht an, räumte der Äußeren Mongolei 1915 mit dem Vertrag von Kjachta jedoch gewisse Autonomierechte ein.[2]

1920/21 besetzten Truppen der russischen Weißen Armee das Land und riefen am 13. März 1921 in Niislel Chüree eine unabhängige Monarchie aus. Kurz darauf eroberte die sowjetische Rote Armee die Stadt und etablierte am 3. Juli 1921 eine Marionettenregierung.[3] Am 13. Juli 1924 wurde die Äußere Mongolei als erstes sowjetisches Satellitenregime dieser Art zur „Volksrepublik“ erklärt. In diesem Zusammenhang erhielt die Stadt den Namen Ulaanbaatar (russisch: Ulan Bator; zu deutsch: „Roter Held“) und wurde am 26. November 1924 zur Hauptstadt der Mongolischen Volksrepublik erklärt.[4][5]

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion war zwangsläufig der Zusammenbruch ihres Marionettenregimes in Ulan Bator verbunden. Nach Massendemonstrationen im Winter 1989/90 verlor die kommunistische Staatspartei mehr und mehr die Kontrolle. Im März 1990 trat das gesamte Politbüro zurück, im Mai erfolgte die Aufhebung des Einparteiensystems, womit der Demokratisierungsprozess und die Wendung zur Marktwirtschaft begannen. Am 29. Juli 1990 fanden die ersten freien Wahlen in einem Mehrparteiensystem statt.[6] Am 12. Februar 1992 besiegelte das Parlament mit der Annahme einer neuen Verfassung das Ende des kommunistischen Systems. Zugleich verzichtete die verfassungsgebende Gewalt auf die Bezeichnung Volksrepublik. Damit wurde Ulaanbaatar die Hauptstadt des neuen Staates Mongolei.[7]

Sehenswürdigkeiten und KulturBearbeiten

 
Das Gandan-Kloster ist zentrales Heiligtum der Mongolei
 
Eine der Hallen im Winterpalast des Bogd Khan
 
Lama im Gandan-Kloster

Ulaanbaatar ist eine Stadt zwischen Moderne und Tradition. Zentrum der Stadt ist der Süchbaatar-Platz. Die markantesten Bauten auf diesem großräumigen Platz sind das Parlamentsgebäude, das Rathaus der Stadt, das Haus der Kultur, die Staatsoper, die Mongolische Börse sowie einige moderne Hochhäuser mit Hotels, Restaurants und Geschäften. Vor dem Eingang des Parlamentsgebäudes befinden sich große Skulpturen: in der Mitte Dschingis Khan, rechts und links sein Sohn und Nachfolger Ögedei Khan und sein Enkel Kublai Khan, einst Kaiser von China.

In der Stadt gibt es verschiedene Zeugnisse des Lamaismus, wie das Gandan-Kloster, den Winterpalast des Bogd Khan oder das Tschoidschin-Lama-Tempel-Museum. Das Gandan-Kloster liegt westlich des Stadtzentrums. Es ist das größte Kloster des Landes und eines der wenigen original erhaltenen, die den stalinistischen Terror in der Mongolei überstanden haben. Dennoch zerstörten auch hier sowjetische Truppen mehrere Gebäude und ließen unter anderem die 26 Meter hohe goldene Statue der Göttin Janraisig (Sanskrit: Avalokiteshvara) vor dem Kloster demontierten und einschmelzen. Durch Spenden der buddhistischen Gemeinde in Höhe von umgerechnet 5 Millionen US-Dollar konnte nach 1990 eine neue vergoldete Janraisig errichtet werden. Für den Dalai Lama, das eigentliche Oberhaupt des Klosters, wurde ein Thronsessel neu erbaut.

MuseenBearbeiten

 
Eröffnungszeremonie von Naadam im Nationalen Sportstadion 2006

In der Stadt gibt es zahlreiche Museen, von denen das Naturkundemuseum das größte ist, mit einer paläontologischen Abteilung mit mehreren Saurierskeletten. Erwähnenswert ist auch das Nationale Historische Museum. Es ist bekannt wegen der völkerkundlich-historischen Ausstellung, die einen Einblick in das Nomadentum und die Geschichte der Mongolen gibt. Das G.-Dsanabadsar-Kunstmuseum zeigt die alte Kunst der Mongolei. Im Mittelpunkt stehen die buddhistischen Kunstwerke von Dsanabadsar. Skulpturen, Bilder, Tankas geben einen Überblick über den Buddhismus der Mongolei.

Das Museum der Schönen Künste zeigt klassische und moderne Malerei, sowie Kunsthandwerk der Mongolei. Das Natsagdordsch-Museum wurde zu Ehren des bedeutendsten Schriftstellers der Mongolei Daschdordschiin Natsagdordsch errichtet. In den 1920er Jahren war Natsagdordsch zum Studium in Deutschland. Sein früher Tod 1937 mit nur 31 Jahren ist von vielen Gerüchten umgeben. Das Museum befindet sich unmittelbar neben dem Tschoidschin-Lama-Tempel.

Das Ulaanbaatarer Stadtmuseum gibt einen Einblick in die Geschichte der Stadt Ulaanbaatar. Das Kamel-Museum beherbergt 250 Ausstellungsstücke rund um das Baktrische Kamel. Das Spielzeugmuseum zeigt beliebte Spiele und Spielsachen aus der Mongolei. Das Museum ist im Gebäude des „Mongolian National Centre for Children“ in der obersten Etage untergebracht.

Das Jagdtrophäenmuseum gibt einen kleinen Einblick in die Tierwelt der Mongolei. Einen Besuch wert ist auch das Eisenbahnmuseum. Das Mongolische Theatermuseum ist berühmt für seine Marionettenausstellung. Das Museum befindet sich auf der dritten Etage des Kulturpalastes. Das Museum der Künste und Kreativität der Kinder zeigt die Kreativität der Kinder und Jugendlichen der Mongolei. Das Mongolische Militärmuseum wurde zum 50. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges eingeweiht. Es sind Exponate aus allen Zeiten der mongolischen Militärgeschichte zu sehen.

Das Museum der politisch Verfolgten wurde von einer Tochter von Peldschidiin Genden, einem Premierminister, der in den 1930er Jahren in der Sowjetunion exekutiert wurde, eingerichtet. Es erinnert an den stalinistischen Terror in den 1930er Jahren, dessen Zahl der Opfer mit 35.000 bis 36.000 Toten beziffert wird. Insgesamt geht die Forschung von mehr als 100.000 Verfolgten aus, sehr wahrscheinlich sind die Opferzahlen deutlich höher.[8]

TheaterBearbeiten

In Ulaanbaatar sind mehrere Theater und Theaterensembles zu Hause, wie zum Beispiel das staatliche Schauspielhaus, die Staatsoper, das Ballett und das Volkslied- und Tanzensemble.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Naadam: Einmal im Jahr, am 11. Juli, findet das größte Volksfest des Landes statt. Hierzu kommen Männer und Frauen (mit Ausnahme des Ringens) aus allen Landesteilen, um sich miteinander im Wettkampf beim Ringen, Reiten und Bogenschießen zu messen.
  • Stadtmarathon: In Ulaanbaatar fand am 5. Juni 2010 erstmals ein Stadtmarathon statt. Inzwischen ist der erste Sonnabend im Juni vom Stadtparlament zum „Tag des Marathons“ erklärt und eine Mitgliedschaft in der Association of International Marathons and Distance Races (AIMS) beantragt worden.

BildungBearbeiten

  • Nationaluniversität der Mongolei: Die einzige moderne Universität des Landes, 1942 gegründet, befindet sich ebenso in Ulaanbaatar, wie die Bibliothek, die für ihre alten mongolischen, chinesischen und tibetischen Schriften bekannt ist.

Weitere bedeutende Bildungseinrichtungen sind:

GesundheitswesenBearbeiten

Im Allgemeinen ist das Gesundheitswesen der Mongolei staatlich geregelt. Jeder offiziell erwerbstätige Mongole zahlt in eine staatliche Pflichtversicherung ein, die Medizinversorgung ist für alle Mongolen kostenfrei. Das Gesundheitswesen ist im Vergleich zum Westen mit einem geringen Budget ausgestattet und wird in vielen Bereichen aus dem Ausland unterstützt. Die Tibetische Medizin ist in einigen Regionen verbreitet und kann an der buddhistischen Universität, auch von Ausländern, als Lehrfach belegt werden.

Mit dem Grand Med Hospital, das mehr als eine halbe Million Patienten pro Jahr versorgt, befindet sich in Ulaanbaatar eines der führenden Krankenhäuser der Mongolei. Weitere große Krankenhäuser in Ulaanbaatar sind:

  • Infektionsspital (Bajandsürch düüreg)
  • Militärkrankenhaus (Bajandsürch düüreg)
  • Mutter-Kind-Krankenhaus Nr. 1 (Bajangol düüreg)
  • Onkologisches Spital (Bajandsürch düüreg)
  • Unfallkrankenhaus (Bajangol düüreg)
  • Universitätskrankenhaus Nr. 1 (Süchbaatar düüreg)
  • Universitätskrankenhaus Nr. 2 (Bajandsürch düüreg), nur für Regierungsangehörige oder gehobene Personen
  • Universitätskrankenhaus Nr. 3 (Bajangol düüreg)

Des Weiteren gibt es noch viele kleine Spitäler und einige private Krankenhäuser.

Das veterinärmedizinische Institut hat sich seit den 1950er Jahren zu einem wichtigen Element der nomadischen Viehwirtschaft entwickelt. Es untersucht aufgetretene Krankheiten und entwickelt ständig neue Impfstoffe, die in landesweiten Kampagnen an die Hirten verteilt werden.

WirtschaftBearbeiten

 
Straßenbild in Ulaanbaatar 2005

Ulaanbaatar wird aus nahegelegenen Revieren mit Kohle versorgt und bildet auch das industrielle Zentrum des Landes. Am Stadtrand gibt es u. a. Elektrizitätswerke.

VerkehrBearbeiten

In der Stadt bündelt sich das mongolische Straßen- und Flugnetz, auch die Transmongolische Eisenbahn führt durch Ulaanbaatar. Sie verbindet die Stadt mit der Transsibirischen Eisenbahn und dem chinesischen Bahnnetz. Es gibt direkte Züge nach Moskau und nach Peking. Bei Bujant-Uchaa, etwas außerhalb von Ulaanbaatar, befindet sich der Chinggis Khaan International Airport. Die Fluggesellschaft MIAT betreibt regelmäßige Liniendienste von Ulaanbaatar nach Berlin, Moskau, Peking, Hongkong, Tokio und Seoul.

Innerhalb der Stadt verkehren der Oberleitungsbus Ulaanbaatar sowie zahlreiche Buslinien. Das städtische Straßennetz wird kontinuierlich verbessert, bedarf jedoch noch großer Investitionen.

KlimaBearbeiten

Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von −2 °C gilt Ulaanbaatar als die kälteste Hauptstadt der Welt. Das liegt vor allem an den extrem kalten Wintermonaten mit Temperaturen von durchschnittlich −17 bis −21 °C (tagsüber −10 bis −15 °C, nachts um −25 °C). Im Sommer ist es hingegen mit Durchschnittswerten von 15 bis 17 °C recht warm (tagsüber rund 20 °C, nachts 10 °C), im Hochsommer liegen die Höchsttemperaturen bei bis zu 30 °C.

Nach wie vor ziehen während der Sommermonate Familien als traditionelle Nomaden aufs Land und leben nur in der kalten Jahreszeit in der Stadt.

Ulaanbaatar
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
2
 
-14
-25
 
 
1.9
 
-9
-22
 
 
3.3
 
-1
-14
 
 
8.4
 
9
-5
 
 
13
 
17
2
 
 
51
 
21
8
 
 
66
 
22
10
 
 
76
 
19
8
 
 
32
 
14
2
 
 
8.3
 
8
-5
 
 
4.9
 
-3
-14
 
 
3.2
 
-12
-22
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: WMO; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Ulaanbaatar
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −14,4 −8,9 −0,8 8,7 17,1 20,8 21,8 19,3 14,4 8,1 −3,4 −11,9 Ø 6
Min. Temperatur (°C) −25,0 −21,6 −13,8 −5,2 2,3 7,8 10,0 7,6 1,5 −4,6 −14,4 −21,6 Ø −6,3
Niederschlag (mm) 2,0 1,9 3,3 8,4 13,4 50,9 65,7 76,3 32,1 8,3 4,9 3,2 Σ 270,4
Sonnenstunden (h/d) 5,7 7,3 8,5 8,8 9,6 9,0 8,0 8,3 8,2 7,4 5,9 5,0 Ø 7,6
Regentage (d) 7 5 7 8 8 14 18 16 10 7 8 9 Σ 117
Luftfeuchtigkeit (%) 78 74 63 53 49 57 63 65 63 63 71 78 Ø 64,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
−14,4
−25,0
−8,9
−21,6
−0,8
−13,8
8,7
−5,2
17,1
2,3
20,8
7,8
21,8
10,0
19,3
7,6
14,4
1,5
8,1
−4,6
−3,4
−14,4
−11,9
−21,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
2,0
1,9
3,3
8,4
13,4
50,9
65,7
76,3
32,1
8,3
4,9
3,2
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

VerwaltungsstrukturBearbeiten

Ulaanbaatar ist in neun Düüreg genannte Distrikte unterteilt, und diese wiederum in Unterdistrikte – Choroos.

Die Stadt wird von einem Rat der Volksvertreter mit 40 Mitgliedern regiert, welche jeweils für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt sind.

Die Distrikte von Ulaanbaatar[9]
Düüreg (Distrikt) Mongolisch Anzahl
Choroos
Bevölkerung
(1. Januar 2006)
Bevölkerung
(1. Januar 2007)
Jährl.
Wachstum (Prozent)
Fläche
km2
Dichte
/km2
Bajangol Баянгол 20 160.479 160.818 0,2 29,5 5451,5
Tschingeltei Чингэлтэй 18 130.501 132.883 1,8 89,3 1488,1
Süchbaatar Сүхбаатар 16 117.233 123.041 5,0 208,4 590,4
Chan-Uul Хан-Уул 14 87.912 90.925 3,4 484,7 187,6
Songinochairchan Сонгинохайрхан 21 204.587 211.056 3,2 1200,6 175,8
Bajandsürch Баянзүрх 20 196.132 211.614 7,9 1244,1 170,1
Baganuur Багануур 4 25.261 25.731 1,9 620,2 41,5
Nalaich Налайх 6 26.529 27.297 2,9 687,6 39,7
Bagachangai Багахангай 2 3.776 3.827 1,4 140,0 27,3
Insgesamt 121 952.410 987.192 3,7 4704,4 209,8

StädtepartnerschaftenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der Stadt

PanoramafotosBearbeiten

Panorama von Ulaanbaatar (2005)
Panorama von Ulaanbaatar (2009)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ulan Bator – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wiktionary: Ulaanbaatar – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Wiktionary: Ulan-Bator – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Büro der Stadt Ulaan Baatar
  2. Robert Arthur Rupen: Mongols oft he Twentieth Century. Indiana University, 1964, S. 276.
  3. Christian Koller: Kollektivierte Nomaden: Die Gründung der Volksrepublik Mongolei vor 85 Jahren, in: Rote Revue – Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur 86/3 (2009). S. 31.
  4. C.R. Bawden: The Modern History of Mongolia. Routledge 1968, S. 216 f.
  5. Eva-Maria Stolberg: Stalin und die chinesischen Kommunisten. Eine Studie zur Entstehungsgeschichte der sowjetisch-chinesischen Allianz vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Franz Steiner Verlag, 1997, S. 113.
  6. Michael Reinhardt: Verfassungsrechtliche Auswirkungen der Perestroika in der äußeren Mongolei. in: Recht in Ost und West, 1993, S. 6 ff.
  7. Kay Möller: Lehrbuch. Die Außenpolitik der Volksrepublik China 1949 – 2004. Eine Einführung. Springer-Verlag, 2005, S. 159.
  8. Daniel Schmückin, Raffaela Helf: Die Aufarbeitung hat begonnen. Politische Verfolgung in der sozialistischen Mongolei. in: Länderberichte, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Januar 2017, S. 1.
  9. Statistisches Büro der Stadt Ulaanbaatar, http://statis.ub.gov.mn/Download/Research/pop2006.01.01.pdf (Memento vom 22. Februar 2007 im Internet Archive) http://statis.ub.gov.mn/Download/tan/2007/stat2701.pdf (Memento vom 19. März 2007 im Internet Archive), abgerufen am 16. Februar 2007