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Otschirbatyn Nasanburmaa

mongolische Ringerin

Otschirbatyn Nasanburmaa (mongolisch Очирбатын Насанбурмаа, * 14. April 1989) ist eine mongolische Ringerin. Sie gewann bei der Weltmeisterschaft 2008 und bei der Weltmeisterschaft 2011 jeweils eine Bronzemedaille.

WerdegangBearbeiten

Otschirbatyn Nasanburmaa stammt aus einer Ringerfamilie. Ihre ältere Schwester Otschirbatyn Burmaa ist ebenfalls eine Weltklasseringerin und ihr Vater übt ein hohes Amt beim mongolischen Ringerverband aus. Sie ringt seit dem Jahre 2000 und gehört dem Sportklub Chush Ulan-Bator an. Ihr Trainer ist Tümendembereliin Süchbaatar. Bei einer Größe von 1,68 Metern startete sie zu Beginn ihrer Laufbahn meist in der Gewichtsklasse bis 67 kg, trainierte später aber fast immer in die Gewichtsklasse bis 63 kg Körpergewicht ab.

Ihren ersten wichtigen Wettkampf auf der internationalen Ringermatte bestritt sie im Jahre 2004. Sie belegte dabei bei der Asienmeisterschaft in Tokio in der Gewichtsklasse bis 63 kg hinter der vielfachen Weltmeisterin Kaori Ichō aus Japan und Su Huihua aus China den 3. Platz. Bis zum Jahre 2009 nahm sie dann auch regelmäßig an den internationalen Meisterschaften der Juniorinnen statt. Dabei gewann sie in den Jahren 2005 und 2006 jeweils den asiatischen Meistertitel in der Altersklasse "Cadets" (= bis zum 16. Lebensjahr).

In den Jahren 2006 und 2007 nahm sie auch an den Weltmeisterschaften der Damen in Budapest und in Guangzhou teil, kam dabei aber in den Gewichtsklassen bis 63 kg bzw. bis 59 kg jeweils nur auf den 12. Platz. Im Jahre 2005 schlug sie dabei aber immerhin die deutsche Weltklasseringerin Stéphanie Groß. 2008 wurde sie in Jeju/Südkorea hinter Mami Shinkai aus Japan asiatische Vizemeisterin bei den Damen. Für die Olympischen Spiele 2008 in Peking konnte sie sich aber in der Gewichtsklasse bis 63 kg nicht qualifizieren. Hier vertrat Badrachyn Odontschimeg die mongolischen Farben. Bei der nach den Olympischen Spielen 2008 zusätzlich stattfinden Weltmeisterschaft 2008 in Tokio gewann sie dann in der nichtolympischen Gewichtsklasse bis 67 kg eine Bronzemedaille. Sie bezwang dabei die Ex-Weltmeisterin Lise Golliot-Legrand aus Frankreich, Zhang Fegliu aus China, verlor im Halbfinale gegen Mami Shinkai und besiegte im Kampf um diese Bronzemedaille Julija Bartnowskaja aus Russland.

In den folgenden Jahren musste Nasanburmaa den Startplatz bei den internationalen Meisterschaften häufig mit ihren Landsfrauen Scharchuugiin Tümentsetseg und mit Sorondsonboldyn Battsetseg teilen. Im Jahre 2010 kam sie bei der Weltmeisterschaft in Moskau in der Gewichtsklasse bis 63 kg nach zwei Siegen nach einer Niederlage im Viertelfinale gegen Marianna Sastin aus Ungarn auf den 7. Platz. 2011 gewann sie bei den Asien-Spielen in Guangzhou in der gleichen Gewichtsklasse nach einer Niederlage im Finale gegen Jelena Schalygina aus Kasachstan eine Silbermedaille.

2011 gewann sie dann bei der Weltmeisterschaft in Istanbul mit Siegen über Mihaela Panait, Rumänien, Ljubow Michailowna Wolossowa, Russland und Gloria Jesefina Zavala Lugo aus Venezuela, einer Niederlage gegen Marianna Sastin und einem Sieg über Kim Ran-Mi, Nordkorea, eine weitere WM-Bronzemedaille. Mit diesem Platz erkämpfte sie sich gleichzeitig die Startberechtigung bei den Olympischen Spielen 2012 in London, kam dort aber nicht zum Einsatz.

Internationale ErfolgeBearbeiten

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse Ergebnisse
2003 3. Asien-Cup in Alma-Ata bis 59 kg hinter Su Lihui, China und Rena Iwama, Japan
2004 3. Asienmeisterschaft in Tokio bis 63 kg hinter Kaori Ichō, Japan und Su Huihua, China
2005 3. Asienmeisterschaften der Junioren in Jeju/Südkorea bis 67 kg hinter Mami Shinkai, Japan und Ma Yanchun, China
2005 1. Asienmeisterschaften der Junioren (Cadets) in Oarai/Japan bis 65 kg vor Olga Kalinina, Kasachstan und Kundu Suman, Indien
2005 12. WM in Budapest bis 63 kg nach einem Sieg über Stéphanie Groß, Deutschland und einer Niederlage gegen Anna Polownewa, Russland
2006 2. Asienmeisterschaften der Junioren in Abu Dhabi bis 67 kg hinter Hiroe Suzuki, Japan, vor Olga Kalinina
2006 1. Asienmeisterschaften der Junioren (Cadets) in Bangkok bis 70 kg vor Ama Uno, Japan und Anmol, Indien
2006 12. WM in Guangzhou bis 59 kg nach einem Sieg über Kristel van Ekelenburg, Niederlande und Niederlagen gegen Ayako Shōda, Japan und Alka Tomar, Indien
2007 3. Junioren-WM in Peking bis 67 kg hinter Natalja Lauschkina, Russland und Zhang Fengliu, China, gemeinsam mit Emma Weberg, Schweden
2008 2. Asienmeisterschaften in Jeju bis 67 kg hinter Mami Shinkai, vor Darja Karpenko, Kasachstan und Zhang Fengliu
2008 3. Asienmeisterschaften der Junioren bis 67 kg hinter Chiaki Iijima, Japan und Choi Jun-suk, Südkorea
2008 2. Junioren-WM in Istanbul bis 67 kg hinter Adeline Gray, USA, vor Chiaki Iijima und Natalja Lauschkina
2008 3. WM in Tokio bis 67 kg nach Siegen über Lise Golliot-Legrand, Frankreich und Zhang Fengliu, einer Niederlage gegen Mami Shinkai und einem Sieg über Julija Bartnowskaja, Russland
2009 2. Welt-Cup in Taiyuan/China bis 67 kg hinter Qin Xiaoqing, China, vor Olga Chilko, Weißrussland und Adeline Gray
2010 3. Welt-Cup in Nanjing bis 63 kg hinter Kaori Ichō und Natalja Lauschkina
2010 2. Golden-Grand-Prix in Baku bis 63 kg hinter Monika Ewa Michalik, Polen, vor Elena Piroschkowa, USA und Henna Johansson, Schweden
2010 7. WM in Moskau bis 63 kg nach Siegen über Gaxvar Mirsajewa, Usbekistan und Gosal Sutowa, Aserbaidschan und einer Niederlage gegen Marianna Sastin, Ungarn
2010 2. Asien-Spiele in Guangzhou bis 63 kg hinter Jelena Schalygina, Kasachstan, vor Chen Meng, China und Park Sang-eun, Südkorea
2011 3. Golden-Grand-Prix in Krasnojarsk bis 63 kg hinter Kaoir Ichō und Inna Traschukowa, Russland
2011 5. Großer Preis von Tourcoing bis 63 kg hinter Jing Ruixue, China, Scharchüügiin Tümentsetseg, Mongolei, Aline Focken, Deutschland und Elena Piroschkowa
2011 4. Welt-Cup in Liévin bis 67 kg hinter Hong Yan, China, Kristie Marano (Davis), USA und Yoshiko Inoue, Japan
2011 3. WM in Istanbul bis 63 kg nach Siegen über Mihaela Panait, Rumänien, Ljubow Michailowna Wolossowa, Russland, Gloria Josefina Zavala Lugo, Venezuela, einer Niederlage gegen Marianna Sastin und einem Sieg über Kim Ran-Mi, Nordkorea
2012 2. Mongolian-Open in Ulan-Bator bis 63 kg hinter Sorondsonboldyn Battsetseg, Mongolei, vor Kim Ran-Mi und Kayako Kudo, Japan
2012 11. Intern. Ukrainian-Tournament in Kiew bis 63 kg Siegerin: Ljubow Michailowna Wolossowa vor Julija Ostaptschuk, Ukraine und Sorondsonboldyn Battsetseg
2012 3. Welt-Cup in Tokio bis 67 kg hinter Xu Haiyan, China und Gosal Sutowa, gemeinsam mit Alina Stadnik, Ukraine

ErläuterungenBearbeiten

  • alle Wettkämpfe im freien Stil
  • WM = Weltmeisterschaft

QuellenBearbeiten

  • Fachzeitschrift Der Ringer
  • Website "Foeldeak Wrestling Database"
    Mongolischer Name: Wie in der Mongolei üblich, steht in diesem Artikel der Vatersname im Genitiv vor dem Eigennamen. Somit ist Otschirbat der Vatersname, Nasanburmaa der Eigenname. Die Person wird mit ihrem Eigennamen angesprochen.