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Turnow-Preilack

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Turnow-Preilack
Turnow-Preilack
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Turnow-Preilack hervorgehoben

Koordinaten: 51° 53′ N, 14° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 38,02 km2
Einwohner: 1136 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km2
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 401
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulweg 19
03185 Turnow-Preilack
Bürgermeister: René Sonke
Lage der Gemeinde Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße
BurgBriesenDissen-StriesowDöbernDrachhausenDrehnowDrebkauFelixseeForstGroß Schacksdorf-SimmersdorfGubenGuhrowHeinersbrückJämlitz-Klein DübenJänschwaldeKolkwitzNeiße-MalxetalNeuhausenPeitzSchenkendöbernSchmogrow-FehrowSprembergTauerTeichlandTschernitzTurnow-PreilackWelzowWerbenWiesengrundKarte
Über dieses Bild

Turnow-Preilack, niedersorbisch Turnow-Pśiłuk, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Sie wird vom Amt Peitz verwaltet.

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Südosten des Landes Brandenburg in der Niederlausitz im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Durch den südlichsten Teil der Gemeinde fließen in westlicher Richtung die Malxe und der Hammergraben.[2]

GemeindegliederungBearbeiten

Ortsteile sind Turnow (Turnow) und Preilack (Pśiłuk). Zum Ortsteil Turnow gehört der Wohnplatz Ausbau Windmühle (Wutwarki pśi wětšniku).[3]

GeschichteBearbeiten

Turnow entstand infolge der Errichtung der Festung Peitz im 16. Jahrhundert und wurde 1567 unter dem Namen Neue Peiz erstmals erwähnt. Weil viele Einwohner wegen des Festungsbaus ihre Flächen verloren, siedelten sie sich in der Nähe einer Schäferei neu an, woraus zunächst das Vorwerk Turnow entstand. Der Ort Turnow verfügt als Besonderheit über eine gleichlautende deutsche und sorbische Bezeichnung. Zum Ort Turnow gehört die 1858 erbaute Holländermühle. Am Grassumpf oder Wiesengrund gelegen, bedeutet der niedersorbische Name Psiluk der 1587 erstmals als Preylangk erwähnten Gemeinde Preilack. Das Dorf wurde im Dreißigjährigen Krieg 1641 von schwedischen Truppen in Brand gesteckt. Der Ort verfügt mit der ehemaligen Chausseegeldhebestelle (auch "Zollhaus" genannt) und dem preußischen Rundmeilenstein über Zeugen der preußischen Verkehrsgeschichte.

Turnow und Preilack gehörten seit 1816 zum Kreis Cottbus in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Cottbus-Land im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße.

Die Gemeinde Turnow-Preilack entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Turnow und Preilack.[4]

Die Gemeinde fördert die wendisch/sorbische Kultur, Sprache und die wirksame politische Mitgestaltung der wendisch/sorbischen Bürger. Die Beschriftung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, Straßen, Wegen, Plätzen und Brücken erfolgt schrittweise in deutscher und sorbischer Sprache.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Turnow Preilack Jahr Turnow-Preilack Jahr Turnow-Preilack
1875 548 331 2001 1 290 2017 1 145
1910 865 371 2005 1 289 2018 1 136
1939 840 411 2010 1 204
1946 976 566 2011 1 184
1950 960 545 2012 1 163
1971 889 402 2013 1 150
1990 787 335 2014 1 145
1995 807 366 2015 1 154
2000 890 401 2016 1 147

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 69,1 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
59,6 %
22,0 %
17,0 %
WGTPa
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-1,0 %p
-12,2 %p
+17,0 %p
WGTPa
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Wählergemeinschaft Turnow-Preilack

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung setzt sich aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister zusammen.

Partei / Wählergruppe Sitze
Wählergemeinschaft Turnow-Preilack 6
CDU 2
AfD 2

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)[8]

BürgermeisterBearbeiten

  • 2003–2014: Helmut Fries[9]
  • seit 2014: René Sonke (Wählergemeinschaft Turnow-Preilack)[10]

Sonke wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 91,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[11] gewählt.[12]

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 18. April 2011 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot ein silberner Schräglinksbalken, belegt mit einer blauen Wellenleiste, nach der Teilung begleitet von zwei abgeschnittenen silbernen Zweigen, oben eine Schlehe mit fünf schwarzen Früchten und unten eine Trollblume mit drei Blüten.“[13]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Turnow-Preilack und in der Liste der Bodendenkmale in Turnow-Preilack stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 168 zwischen Lieberose und Peitz sowie an der Landesstraße 50 zwischen Peitz und Guben.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Peitz Ost an der Bahnstrecke Guben–Cottbus. Er wird von der Regionalbahnlinie RB 11 (Frankfurt (Oder)Cottbus) bedient.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Turnow-Preilack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Bundesamt für Naturschutz: Lage von Turnow-Preilack gem. Geodienste. Schutzgebiete in Deutschland. Abgerufen am 5. Mai 2013.
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Turnow-Preilack
  4. Bildung einer neuen Gemeinde Turnow-Preilack. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 30. Oktober 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 49, Potsdam, den 5. Dezember 2001, S. 831 PDF
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße. S. 30–33
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  9. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 33
  10. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  11. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019
  13. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg