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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Wiesengrund führt kein Wappen
Wiesengrund
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wiesengrund hervorgehoben
Koordinaten: 51° 42′ N, 14° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Döbern-Land
Höhe: 87 m ü. NHN
Fläche: 50,44 km2
Einwohner: 1375 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km2
Postleitzahl: 03149
Vorwahlen: 035694 (nur Gosda), 035695Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 414
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Forster Straße 8
03159 Döbern
Bürgermeister: Egbert S. Piosik (Freie Wählergemeinschaft Wiesengrund)
Lage der Gemeinde Wiesengrund im Landkreis Spree-Neiße
BurgBriesenDissen-StriesowDöbernDrachhausenDrehnowDrebkauFelixseeForstGroß Schacksdorf-SimmersdorfGubenGuhrowHeinersbrückJämlitz-Klein DübenJänschwaldeKolkwitzNeiße-MalxetalNeuhausenPeitzSchenkendöbernSchmogrow-FehrowSprembergTauerTeichlandTschernitzTurnow-PreilackWelzowWerbenWiesengrundKarte
Über dieses Bild

Wiesengrund, niedersorbisch Łukojce, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße und liegt im südöstlichen Teil von Brandenburg. Sie gehört zum Amt Döbern-Land, das seinen Sitz in der Stadt Döbern hat. Die Gemeinde liegt im sorbischen Siedlungsgebiet.[2][3]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde Wiesengrund grenzt im Westen an die kreisfreie Stadt Cottbus und die Gemeinde Neuhausen/Spree, im Süden an die Stadt Spremberg und die Gemeinde Felixsee, im Osten an die Gemeinden Neiße-Malxetal und Groß Schacksdorf-Simmersdorf und im Norden an die Kreisstadt Forst (Lausitz) und die Gemeinde Teichland. Auf dem Gemeindegebiet wird ein Restloch des Braunkohlebergbaues geflutet. Daraus soll bis 2020 der Klinger See entstehen.

Weiterhin gibt es im an den See grenzenden Ortsteil Klinge eine geologisch wertvolle Eem-Grabung, die besichtigt werden kann. Der Ortsteil Mattendorf grenzt im Süden an den Ausläufer des ebenfalls geologisch interessanten Muskauer Faltenbogens. Die längste Straßenverbindung von Nord nach Süd beträgt zwischen Mattendorf (Süd) und Klinge (Nord) 15 km; die Gemeinde Wiesengrund nimmt eine Gesamtfläche von 50 km² ein.

GemeindegliederungBearbeiten

Wiesengrund besteht aus folgenden Orts- und bewohnten Gemeindeteilen sowie Wohnplätzen:[4][5]

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde entstand im Rahmen der brandenburgischen Gemeindegebietsreform durch freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Gahry, Gosda, Jethe, Mattendorf und Trebendorf zum 31. Dezember 2001.[6]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
2001 1 696
2002 1 692
2003 1 675
2004 1 660
Jahr Einwohner
2005 1 686
2006 1 636
2007 1 609
2008 1 593
2009 1 566
Jahr Einwohner
2010 1 516
2011 1 461
2012 1 444
2013 1 419
2014 1 382
Jahr Einwohner
2015 1 390
2016 1 375
2017 1 386
2018 1 375

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[7][8][9]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

ReligionBearbeiten

Die alten Dörfer Gahry, Trebendorf und Mattendorf sind schon vor 1906 zum evangelischen Kirchsprengel Komptendorf eingepfarrt worden, da sie keine eigene Kirche besitzen. Die Kirche von Klinge wurde zu DDR-Zeiten dem Braunkohleabbau geopfert. Jetzt gehen die Klinger, Gosdaer und Dubrauer in die Fachwerkkirche in den Ortsteil Dubrau.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Wiesengrund setzt sich aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister zusammen:

  • Freie Wählergemeinschaft Wiesengrund: 9 Sitze
  • Wählergruppe Zukunft Wiesengrund: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)[10]

BürgermeisterBearbeiten

Egbert S. Piosik wurde 2002 erster Bürgermeister der Gemeinde Wiesengrund. Er war der letzte Bürgermeister (1995 bis 2001) der vormals eigenständigen Gemeinde Mattendorf. Er wurde 2003, 2008 und 2014 wiedergewählt.

Piosik ist am 28. September 2008 (Wiederwahl 2014 und 2019) auch in den Kreistag des Landkreises Spree-Neiße gewählt worden und dort seitdem Fraktionsvorsitzender der Fraktion FREIE BÜRGER.

Bei der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 unterlag Egbert S. Piosik seinem Gegenkandidaten Norman Schlüter (Pro Trebendorf) mit einer Differenz von 34 Stimmen. Norman Schlüter wurde für eine Amtszeit von fünf Jahren[11] zum neuen Bürgermeister gewählt.

OrtsbürgermeisterBearbeiten

Erste Ortsbürgermeister von 2002 bis 2003 (ehemalige Bürgermeister, gewählt 1998–2003)

  • Gosda (mit Dubrau und Klinge): Axel Woidtow
  • Jethe (mit Smarso): Klaus Holzbecher
  • Gahry: Holger Baierl
  • Mattendorf: Egbert S. Piosik
  • Trebendorf: Reiner Brauer

OrtsvorsteherBearbeiten

2019 bis 2024

  • Gosda (mit Dubrau und Klinge): Dieter Stodian (seit 2003)
  • Jethe (mit Smarso): Dietmar Zech (seit 1. Januar 2013)
  • Gahry: Klaus Vatter (seit 2. November 2011)
  • Mattendorf: Sigrun Grabinski (seit 1. Juli 2019)
  • Trebendorf: Reiner Brauer (seit 2002)

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Wiesengrund stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

  • Freilichtmuseum Zeitsprung bei Klinge am Klinger See
  • Bahnhofsgebäude Klinge (Aufnahmeverfahren)

BauwerkeBearbeiten

  • Tiefkirche im Ortsteil Gosda
  • Alter Schafstall im Ortsteil Gosda
  • Gutshaus im Ortsteil Gahry
  • Schloss im Ortsteil Trebendorf
  • Fachwerkkirche im Ortsteil Dubrau
  • Alte Schule (1907/08 erbaut) im Ortsteil Mattendorf

ParksBearbeiten

Der alte Park zwischen Trebendorf, Mattendorf und Gahry mit der Begräbnisstätte der früheren Eigentümer des Trebendorfer Schlosses (von Natzmer) stellt die Verbindung zwischen dem Gutshaus Gahry und dem Schloss in Trebendorf her.

WetterlehrpfadBearbeiten

Im Ortsteil Mattendorf existiert eine Wetterstation. Der Verein Wetter-Ost begann im Jahr 2006 mit dem Aufbau eines „Wetterlehrpfades“, der Interessierten, insbesondere aber auch Kindern und Jugendlichen, das Entstehen des Wetters nahebringen soll (z. B. Blitzmaschine, Windmaschine, aber auch Energiegewinnung mit einem neuen Windrad). Am 5. Mai 2007 wurde im Beisein des Ministers (und heutigen Ministerpräsidenten) Dietmar Woidke der Prototyp eines neuartigen (quer liegenden) Windrades eingeweiht. Dieses erhebt sich am Rande des Muskauer Faltenbogens über Mattendorf.

VerkehrBearbeiten

Wiesengrund liegt an der Landesstraße L 49 zwischen Cottbus und Forst (Lausitz). Die L 481 verbindet die Ortsteile Trebendorf und Gahry miteinander und führt zur Bundesstraße 115 (Forst–Döbern). Die Bundesautobahn 15 (Dreieck Spreewald–polnische Grenze) durchquert das Gemeindegebiet. Die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Roggosen bzw. Forst.

Der Bahnhof Klinge liegt an der Bahnstrecke Cottbus–Forst (Lausitz) und wird von der Regionalbahnlinie RB 46 CottbusForst (Lausitz) bedient.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wiesengrund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Wiesengrund – Reiseführer