Hauptmenü öffnen
Stadtwerke Leipzig GmbH

Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1992
Sitz Stadtwappen Leipzig Leipzig
Leitung Johannes Kleinsorg (Sprecher), Karsten Rogall
Mitarbeiterzahl 602[1]
Umsatz 2.017,9 Mio. EUR
Branche Energieversorgung
Website www.l.de/stadtwerke
Stand: 2017

Logo von 2010
Logo bis Januar 2016
Standort im Europahaus am Augustusplatz (2015)

Die Stadtwerke Leipzig GmbH ist ein kommunales Energieversorgungsunternehmen, das Strom, Erdgas sowie Fernwärme bereitstellt.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1836 beschloss der Leipziger Stadtrat den Bau einer Gasbeleuchtungsanstalt. Diese nahm 1838 ihren Betrieb auf. 1895 wurde das erste städtische Elektrizitätswerk gegründet. 1912 kam es zur Fernwärmeversorgung für öffentliche Einrichtungen. Nach dem Krieg wurden die Stadtwerke 1949 aufgelöst. Es entstand ein Zusammenschluss der Kommunale Wirtschaftsunternehmen (KWU). Die VEB Kraftwerke Leipzig wurden eröffnet. 1954 wurde die VEB Energieversorgung Leipzig gegründet. 1971 erfolgte der Abschluss der Gleichstromumstellung Leipzigs. Ab 1977 erfolgte aufgrund der Stilllegung der Gaskokerei „Max Reimann“ die Gasversorgung per Ferngas, das auf dem Gelände der Gaskokerei zwischengespeichert und verteilt wurde.

Nach der Wende 1990 entstand die Stadtwerk Wärmeversorgung und Anlagenreparatur Leipzig GmbH. Schließlich gründeten sich am 1. Juli 1992 die Stadtwerke Leipzig GmbH. Ein Jahr später wurde die Stromversorgung übernommen. Seit 1995 garantiert das Heizkraftwerk Eutritzscher Straße GmbH & Co. KG die Stromversorgung, nachdem es im November 1994 bei einem Probelauf zu einer Explosion kam.[2] 1996 wurde die Gasnetz Leipzig GmbH & Co. KG gegründet. 1997 wurde die Holding LVV ins Leben gerufen. Im Jahr 1998 übernahm die Mitteldeutsche Energieversorgungs Aktiengesellschaft (MEAG) 40 Prozent der Stadtwerke Leipzig. Zudem kam es zur Gründung der Fernwärmenetz Leipzig GmbH & Co. KG. 1999 entstand die Verbundwarte für Strom, Gas, und Fernwärme. Es folgen Beteiligungen an polnischen Energieversorgern. 2000 wurde das Betriebsgebäude Leipzig Südost eingeweiht.

Bis 2023 plant die Stadt Leipzig einen Kohleausstieg. Dann soll keine Fernwärme mehr aus dem Kraftwerk Lippendorf für das Versorgungsgebiet der Stadtwerke bezogen werden.[3]

Im Bereich Erneuerbare Energien arbeiten die Leipziger Stadtwerke seit 2019 mit Green City zusammen.[4]

AnteilseignerBearbeiten

Die Stadtwerke Leipzig sind zu 100 % im Besitz der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, an der die Stadt Leipzig zu 100 % beteiligt ist. Die LVV ist auch Mehrheitsgesellschafter der Leipziger Verkehrsbetriebe und Leipziger Wasserwerke.

BeteiligungenBearbeiten

  • Netz Leipzig GmbH, 100 % - Verteilnetzbetreiber für Strom und Erdgas in Leipzig
  • LAS GmbH, 100 % - Abrechnung und Services
  • SWL Beteiligungs GmbH, 100 %
  • Innvo Innovationsgesellschaft-Management mbH, 100 %
  • Natur21 GmbH, 100 %
  • Leipziger Windpark Management GmbH, 100 %
  • ELG Leipzig GmbH, 90 %
  • Gdańskie Przedsiębiorstwo Energetyki Cieplnej Sp. z o.o., 82,86 %
  • Thüringenwind GmbH & Co. Tüngeda KG, 70 %
  • Erdgasversorgung Industriepark Leipzig Nord GmbH, 50 %
  • Meter1 GmbH & Co. KG, 33,33 %
  • WEO GmbH & Co. KG, 33,33 %

Stand: 2017[1]

StandorteBearbeiten

 
Heizkraftwerk Nord vom Turm auf dem Rosentalhügel aus gesehen
  • Hauptsitz am Europahaus
  • Energie- und Umweltzentrum in der Katharinenstraße
  • Service-Center in der Markgrafenstraße
  • Kassenautomat in der Eichendorffstraße
  • Gas-und-Dampf-Kombikraftwerks Leipzig Nord in der Eutritzscher Straße
  • Bildungs- und Entwicklungszentrum in der Bornaischen Straße
  • Arno-Nitzsche-Straße

LiteraturBearbeiten

  • Stadtwerke Leipzig GmbH (Hrsg.): 100 Jahre Strom für Leipzig. PASSAGE-Verlag Leipzig, 87 Seiten, 1995

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Jahresabschluss 2017. In: l.de. Abgerufen am 5. Mai 2019.
  2. Energie-Chronik
  3. Bastian Brandau: Kohleausstieg. Der Leipziger Sonderweg. In: Deutschlandfunk. 20. Dezember 2018, abgerufen am 11. April 2019.
  4. Leipziger Stadtwerke investieren in erneuerbare Energien. In: Zeitung für kommunale Wirtschaft. Verband kommunaler Unternehmen, abgerufen am 8. April 2019.