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Logo der Stadtbahn Alicante
Das neueste und das älteste Fahrzeug der Stadtbahn Alicante: Am alten Bahnhof Alacant – La Marina spiegelt sich in den Scheiben der Straßenbahn vom Typ Flexity Outlook ein Dieseltriebwagen der Serie MAN 2300.
Flexity Outlook in typischem Alicantiner Design, eingesetzt auf Linie L4 vor dem Bahnhofsgebäude der Station La Marina

Die Stadtbahn Alicante (auf Valencianisch Tram Metropolità d’Alacant) ist ein meterspuriges Nahverkehrssystem in Alicante und dem nördlichen Umland. Sie wird wie die anderen öffentlichen Schmalspurbahnen der Region Valencia (Beispiel: Metro Valencia) von den Ferrocarrils de la Generalitat Valenciana (FGV) betrieben. Sie wurde am 15. August 2003 eröffnet, ersetzte zunächst nur eine ebenfalls meterspurige, dieselbetriebene Eisenbahn und wird nach und nach zu einem Liniennetz erweitert.

Das Netz enthält Elemente von Straßenbahn (Linie 4), ober- und unterirdischer Stadtbahn im Stadtzentrum (Linien 1, 3 und 4) sowie Eisenbahnregionalverkehr mit elektrischem und Dieselbetrieb (Linien 1 und 9). Technisch ist das Gesamtnetz jedoch im Gegensatz zur Metro Valencia ein Eisenbahnbetrieb mit einheitlichen Maßen für Radsätze und Gleis.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Eisenbahn Alicante–DéniaBearbeiten

Am 23. März 1882 wurden Studien über mögliche Eisenbahnstrecken von Alicante nach La Vila Joiosa und von Dénia nach Altea genehmigt. Die Genehmigung zum Bau einer Schmalspurbahn von Alicante nach La Vila Joiosa sowie der Verlängerung nach Dénia über Altea erfolgte dann am 1. August 1889 durch König Alfons XIII., der am 13. Februar 1911 offiziell die Bauarbeiten an der zukünftigen Station von La Vila Joiosa einweihte. In Betrieb genommen wurde die Eisenbahnlinie Alicante-Altea am 28. Oktober 1914, die Verlängerung Altea-Dénia dann am 11. Juli 1915. Mit dem 1. August 1964 gab es durchgehende Personenzüge auf der Strecke Alicante–Dénia–Carcagente. Stilllegungen von einzelnen Streckenabschnitten erfolgten jedoch am 11. Juli 1969 (Gandía–Carcagente) und 11. Februar 1974 (Dénia–Gandía). Am 1. Juni 1971 verkehrte zudem der Nostalgiezug Limón Exprés zum ersten Mal. Am 10. November 1986 wurde die Nahverkehrsgesellschaft Ferrocarrils de la Generalitat Valenciana (FGV) gegründet, eine Gleiserneuerung zwischen Alicante und El Campello erfolgte im Jahre 1987.

Der Weg zur Stadtbahn AlicanteBearbeiten

Zunehmende Mobilitätsprobleme sowie das hohe Bevölkerungswachstum legen den Bau eines erweiterten städtischen und regionalen Nahverkehrssystems nahe, welches in einer Umgestaltung und Modernisierung der Bahnlinie Alicante–Dénia bestehen könnte. Am 15. Dezember 1997 wurde auf dieser Linie die neue Trasse über Condomina in Betrieb genommen und gleichzeitig der Abschnitt über Cabo de Huertas stillgelegt.

Im Jahr 1999 wurde das Stadtbahn-Projekt TRAM Metropolità beschlossen.

Die erste Phase bestand im stadtbahnmäßigen Ausbau des Abschnitts Alicante–Benidorm–Altea, in einer Streckenverlängerung vom Bahnhof Alacant – La Marina bis Plaza del Mar, dem Tunnelbau im Untergrund des Stadtzentrums bis zur zukünftigen zentralen Station Hauptbahnhof sowie einem neuen Linienast zu den Stadtvierteln Albufereta, Cabo de las Huertas und Playa de San Juan (siehe unten Linie L4).

In der zweiten Phase soll der Abschnitt von Altea nach Denia für den Stadtbahnbetrieb ausgebaut und zwei neue Streckenabschnitte zum Vergnügungspark Terra Mítica sowie ins Stadtzentrum von Benidorm geschaffen werden.

Am 17. März 1999 fuhren Straßenbahnzüge in einem Probebetrieb zwischen Alacant sowie Porta del Mar und Albufereta Platja.

Auf dem Streckenabschnitt El Campello–La Vila Joiosa wurden die Arbeiten am 22. März 2002 abgeschlossen. Zwischen 16. September und 23. Dezember 2002 wurde der Linienbetrieb auf dem Abschnitt Alicante–El Campello eingestellt, um die Strecke zu elektrifizieren, das Gleis zwischen La Marina und Isleta zu erneuern und um den Abschnitt Isleta–El Campello zweigleisig auszubauen.

Die Betriebsstufen der Stadtbahn AlicanteBearbeiten

Am 15. August 2003 wurde der erste Bauabschnitt Alicante–El Campello in Betrieb genommen. Dadurch wurde Alicante nach Madrid, Barcelona, Bilbao und Valencia zur fünften spanischen Großstadt, die über ein modernes städtisches Nahverkehrssystem mit hoher Kapazität verfügt.

Im Jahr 2006 wurden die Arbeiten auf dem ersten Tunnelabschnitt, der das Stadtzentrum unterquert, abgeschlossen. Der Tunnel befindet sich unter dem Monte Benacantil und endete provisorisch an der unterirdischen Station Mercado (Markt). Den Bauauftrag für Linie L2 bis zur Universität Alicante erhielt die Gesellschaft Subús, die den öffentlichen Nahverkehr in Alicante (Transporte Metropolitano de Alicante – TAM) betreibt. Außerdem wurden die Arbeiten an der zukünftigen Stadtbahnstation Sergio Cardell der Linie L4 abgeschlossen. Die Station ist wegen ihrer speziellen künstlerischen Gestaltung umstritten (Bild: siehe Linie L4). An der zukünftigen unterirdischen Station Plaza de los Luceros wurden die Arbeiten aufgenommen, ebenso auf dem Abschnitt La Vila Joiosa–Benidorm.

Am 10. Mai 2007 gingen die ersten beiden unterirdischen Stationen Mercado (Markt) und MARQ (Archäologisches Museum) in Betrieb.[1][2] Damit wurde es nötig, Liniennummern zu vergeben. Auf dem neuen Innenstadtabschnitt verkehrte die Linie L3. Die bestehende Strecke von Puerta del Mar bis Albufereta wurde von der neuen kurzen Linie L4 bedient; einen Monat lang gab es nur vier Stationen. Am 15. Juni wurde die Strecke von Lucentum bis Avenida Naciones eingeweiht und in Betrieb genommen. Sie wurde von der verlängerte Linie L4 bedient. Am 30. Juli war der Abschnitt zwischen El Campello und La Creueta für den Linienverkehr bereit. Damit wurde die Eillinie L1, die nur die wichtigsten Bahnhöfe zwischen Mercado und La Creueta bediente, eingerichtet. Die Linie L3 wurde einmal pro Stunde von El Campello bis Venta Lanuza verlängert und die Züge bedienten auf diesem Abschnitt alle Stationen. Die mit Dieseltriebwagen bediente Linie L9 wurde bis La Creueta zurückgezogen.

Am 2. Juni 2008 wurde die Fahrleitung mit den Bahnsteiganpassungen zwischen La Creueta und Benidorm in Betrieb genommen. Die Linie L1 wurde entsprechend verlängert und die L9 wiederum verkürzt. Am 17. Juli hielten erstmals im Linienbetrieb die Züge der L3 an der neuen Station Sangueta.

Am 2. Juni 2009 wurde zum Jahrestag der elektrifizierten Strecke nach Benidorm der neue Halt Campo de Golf (Golfplatz) der Linie L3 eingerichtet. Am 18. Dezember wurde der eingleisige, schleifenförmige Abschnitt von der Avenida Las Naciones zur Plaza Coruña und auf anderem Weg zurück in Betrieb genommen, die Strecke wird von der Linie L4 bedient.

Am 18. Juni 2010 wurde die unterirdische Station „Luceros“ in Betrieb genommen und die Linien L1 und L3 bis dorthin verlängert. Die Linie L4 verkehrt seitdem ebenfalls bis „Luceros“. Für die dadurch von ihr nicht mehr bedienten Stationen „Puerta del Mar“ und „La Marina“ wurde eine neue kurze Pendellinie 4L eingerichtet, die auf dem Bahnhof „Sangueta“ eine Umsteigemöglichkeit zu den Linien L1, L3 und L4 bot.

Am 1. Juli 2013 wurde die Pendellinie 4L wieder eingestellt.

Am 4. September 2013 ging die neue L2 mit elf neuen Haltestellen nach Sant Vicent del Raspeig in Betrieb.

Seit August 2016 ist der Abschnitt Calpe–Denía für Sanierungsarbeiten außer Betrieb. Der Oberbau auf diesem Abschnitt stammt noch aus der FEVE-Betriebszeit.

PlanungenBearbeiten

Die Linie L1 soll bis nach Altea und Garganes verlängert werden. Eine neue Linie L5 zwischen La Vila Joiosa und Garganes soll eingerichtet werden. Zusätzlich ist eine Linie 8 im Raum Benidorm vorgesehen. Die Streckenführung der Verlängerung der Strecke L1 zum Flughafen soll festgelegt werden.

StreckennetzBearbeiten

ÜbersichtBearbeiten

 
Zielnetz der Stadtbahn Alicante aus dem Jahr 2007 (Zustand 2018)
Linie Linienweg Linienlänge Stationen Fahrzeug Bahnsteiglänge Takt[3]
 
Luceros ↔ El Campello ↔ Venta Lanuza ↔ Benidorm 43,210 km 15 Vossloh Citylink 80 m 30 min
 
Luceros ↔ Sant Vicent del Raspeig 9,03 km 14 Cityrunner (niederflurige Multigelenkwagen) 65 m 15 min
 
Luceros ↔ El Campello 14,095 km 17 Cityrunner 80 m 30 min
 
Luceros ↔ Plaza La Coruña 10,039 km 18 Cityrunner 65 m 30 min
 
Puerta del Mar ↔ Sangueta (außer Betrieb) 1,359 km 3 Cityrunner 65 m 20 min
 
La Vila Joiosa ↔ Benidorm ↔ Altea ↔ Algar (in Planung) 20 km 14 Cityrunner 80 m ?
 
Benidorm ↔ Altea ↔ Denia 50,831 km 18 Dieseltriebwagen 80 m 60 min
Gesamt in Betrieb (6 Linien) 103,564 km 70
 
B-Ebene der Station Mercado. Links die Kundeninformation, rechts die Bahnsteigsperrenanlage.
 
Wie die gesamte Station Mercado ist auch ihre Bahnsteigebene rein funktional gebaut und weitgehend in Schwarz gehalten.
 
Ein Inselbahnsteig, Tageslicht und Naturstein zeichnen die Station MARQ aus.

StammstreckeBearbeiten

Seit 2. Juni 2008 verkehrte die Linie 1 zwischen den Stationen Mercado (Markt) und Benidorm. Der Streckenverlauf ist größtenteils identisch mit dem der Linie 3 zwischen Mercado und Venta Lanuza. Im Unterschied zur Linie 3 mit ihrem kürzeren Takt und deutlich mehr Haltestellen, handelt es sich bei der tagsüber im Halbstundentakt verkehrenden Linie 1 um eine Expressverbindung. An verschiedenen Stellen auf dem Linienweg gibt es Tunnel. Der wichtigste aber ist 3 km lang und unterquert das Zentrum von Alicante ab dem Viadukt über die Avenida de Denia bis zur zukünftigen Station Hauptbahnhof. Er verläuft im Untergrund des Monte Benacantil und der Straßen Avenida Alfonso X El Sabio und Avenida Estación unterhalb eines zweistöckigen unterirdischen Parkhauses.

Er wird vier unterirdische Stationen haben: MARQ (Archäologisches Museum), Mercado (Markt), Luceros und Hauptbahnhof.

Dem Niveau des preisgekrönten Archäologischen Museums angemessen, wurde auch die Station MARQ besonders ansprechend gestaltet: Es ist die bisher einzige Station mit einem Mittelbahnsteig. Durch einen der beiden Eingänge fällt dort Tageslicht ein. Für den Fußboden wurden Natursteine verwendet.

Die Station Mercado befindet sich in 22 Metern Tiefe und verfügt über einen direkten Zugang zu einem unterirdischen Parkhaus. Mitte 2008 wird dort ferner ein Hörsaal mit 500 Plätzen eröffnet.

Die B-Ebene der in Bau befindlichen Station Luceros soll ein kleines unterirdisches Einkaufszentrum mit Zeitungskiosken, Restaurants, Cafeterias und weiteren kleinen Geschäften werden; durch Lichtschächte wird Tageslicht eingelassen und man wird das Sprudeln des Brunnens an der Oberfläche hören. Die Bahnsteigebene befindet sich in 20 Metern Tiefe.[4]

Am Hauptbahnhof sollen Umsteigemöglichkeiten zu den Zügen von Renfe und Omnibussen entstehen; ferner sollen dort 450 unterirdische Parkplätze entstehen.[4]

Die vier Tunnelstationen sind mit Zu- und Abgangssperren versehen, außerdem gibt es Eingänge für Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Ende 2006 wurde der Tunnel unterhalb des Monte Benacantil fertiggestellt und am 10. Mai 2007 begann der Linienbetrieb der Stationen MARQ (Archäologisches Museum) und Mercado (Markt). Der an diesem Tag neu eröffnete Streckenabschnitt zwischen Mercado und der Finca Adoc ist 2,4 km lang (davon 740 Meter im Tunnel) und kostete 105,4 Millionen Euro, wovon 15 Millionen auf die Station MARQ und 30 Millionen auf Mercado entfallen. Die verhältnismäßig hohen Kosten sowie verschiedene Sicherheitsmängel auf dem neuen Streckenabschnitt werden von der Gewerkschaft UGT kritisiert.[5]

Die Station Luceros ist seit Juni 2010 betriebsbereit. Ausgeschrieben waren die Bauarbeiten für den nur 400 Meter langen Streckenabschnitt zwischen Luceros und Hauptbahnhof einschließlich des darüber geplanten unterirdischen Parkhauses mit 450 Stellplätzen; die Frist endete am 16. Juli 2007; im letzten Quartal 2007 wurden dann die eigentlichen Bauarbeiten begonnen.[6] Nach seiner Fertigstellung wird der Tunnel und seine vier Stationen von den Linien L1, L2, L3 und L4 gemeinsam befahren, in der Zukunft auch von Linie L9 und von einer weiteren Linie nach Sant Joan d’Alacant. Er bildet die Stammstrecke des Stadtbahnnetzes. Der derzeitige Endpunkt Luceros ist seit seiner Eröffnung die am stärksten frequentierte Station des gesamten Streckennetzes.

    Linien L1 (TREN-TRAM) und L3 (Tranvía de la Costa)Bearbeiten

 
Ausbau- und Elektrifizierungsarbeiten bei Creueta (2007)

Die Linie L1 verkehrt auf der zentralen, 43 km langen Strecke zwischen Luceros und Benidorm. Alle übrigen existierenden und geplanten Linien sind mit ihr verknüpft. Die Züge der Linie L1 bedienen den Haltepunkt Albufereta und alle zwischen Lucentum und El Campello nicht. In diesem Abschnitt übernimmt die Linie L3 die Feinerschließung. Zwischen El Campello und Benidorm halten die Züge der Linie L1 an allen Stationen. Die Endstation der Linie L3 ist mit einer Fahrtzeit von 31 Minuten El Campello, die Linie L1 fährt in 72 Minuten bis Benidorm. Da es zwischen den Bahnhöfen Sangueta und La Isleta noch einen eingleisigen Abschnitt gibt, verkehren die Züge beider Linien nur im Halbstundentakt. Der Takt soll verdichtet werden, wenn der im Bau befindliche, 1,4 km lange zweigleisige Tunnel fertiggestellt ist. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten ist das derzeit nicht absehbar.

 
Abf.-
Min.
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Abf.-
Min.
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Abf.-
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hin
Abf.-
Min.
rück
Stationen Umsteigen  Eröffnung Bemerkungen
     Richtung Babel - Flughafen
       
         ADIF / Hbf.     
?
 ab hier unterirdisch
  19 49   11 41   51 21    Luceros      18.06.2010  Inselbahnsteig
  21 51   11 41 13 43   49 19    Mercado / Markt      10.05.2007  Außenbahnsteige
  23 53   09 39 15 45   47 17    MARQ / Museum      10.05.2007  Inselbahnsteig
         bis hier unterirdisch
               Richtung Sant Vicent del Raspeig
           Richtung Puerta del Mar
      23 53   06 36 18 48   14 44  Sangueta      17.07.2008[7]
       ab hier eingleisig
     
  30 00   02 32 00 30   10 40  La Isleta    15.08.2003  bis hier eingleisig
  31 01   01 31    Albufereta    15.08.2003
  32 02   00 30 24 54   08 38  Lucentum    15.08.2003
             Richtung Playa de San Juan - Plaza La Coruña
34 04   58 28    Condomina 15.08.2003
35 05   57 28    Campo de Golf 02.06.2009 Fußweg zu »Instituto« (L4)
37 07   55 25    Costa Blanca 15.08.2003
40 10   52 22    Carrabiners 15.08.2003
42 12   50 20    Muchavista 15.08.2003
44 14   48 18    Les Lllances 15.08.2003
46 16   46 16    Fabraquer 15.08.2003
48 18   45 15    Salesians 15.08.2003
49 19   43 13    Pla Barraques 15.08.2003
  42 12 37 07   54 24  El Campello 15.08.2003
     Poble Espanyol ? ab hier eingleisig
   Amerador ?
   Coveta Fumà ?
   Cala Piteres ?
53 23   37 07  Venta Lanuza ?
02 32   26 56  Paradis ?
05 35   23 53  La Vila Joiosa ?
08 38   21 51  Creueta ? bis hier eingleisig
10 40   18 48  Costera Pastor ? ab hier eingleisig
15 45   15 55  Hospital Vila ?
18 48   10 40  Hiper Finestrat ?
20 50   08 38    Terra Mitica ?
  05 35     Benidorm   ?
    ?
   Richtung Denia ?

  Linie L2 (Universitätslinie)Bearbeiten

Die Strecke der Linie L2 ist seit Herbst 2011 fertiggestellt, mangels Betreiber konnte sie jedoch nicht sofort in Betrieb genommen werden. Am 26. Juni 2013 begann der Probebetrieb, im September 2013 der Regelbetrieb. Der 9,03 km lange Linienweg führt vom Hauptbahnhof nach Sant Vicent del Raspeig, erschließt dabei die Stadtviertel Pla, Garbinet, Sagrada Familia, Virgen del Remedio und Virgen del Carmen in der Stadt Alicante sowie das Stadtviertel Santa Isabel in der Gemeinde Sant Vicent del Raspeig. Ferner kann man mit dieser Linie das Krankenhaus, die Universität, das Einkaufszentrum Outlet-Park sowie das Gesundheitszentrum San Vicente II erreichen.[8] In der Straße Bulevar del Pla wird die Straßenbahn auf Rasengleis fahren, ähnlich wie Linie L4 in der Avenida Miriam Blasco und in der Straße La Goleta.[9]

 
 
Zukünftige Stationen[10] Umsteigen Eröffnung[11] Bemerkungen
Linien L1 und L3 (Stadtbahn Alicante) 
 Richtung Flughafen
     
       Babel
Linien L1 und L3 (Stadtbahn Alicante) 
||
2015
||
      ab hier unterirdisch
       Avenida Orihuela
(L1)
2015
         Gran Vía
(L1)
2015
         ADIF / Hauptbahnhof
(L1, L3, L4)
?
         Luceros
(L1, L3, L4)
2011
Mittelbahnsteig
         Mercado / Markt
(L1, L3, L4)
2011
Außenbahnsteige
         MARQ / Archäolog. Museum
     
2011
Mittelbahnsteig
        bis hier unterirdisch
              Richtung Playa de San Juan - Plaza La Coruña
Linien L1 und L3 (Stadtbahn Alicante) 
            Richtung El Campello
Linien L1 und L3 (Stadtbahn Alicante) 
            Richtung El Campello - Venta Lanuza - Benidorm
   Goteta
2013
   Bulevar del Pla
2013
   Garbinet
2013
   Hospital
2013
   Maestro Alonso
2013
   Gascón Castelló
2013
   Bulevar Norte
2013
   Ciudad Jardín
2013
   Santa Isabel
2013
   Universitat / Universität
2013
   Sant Vicent del Raspeig
2013
 
 
Ein Arbeiter gießt das schon ziemlich vertrocknete Gras des Rasengleises auf dem im Juni 2007 neu eröffneten Streckenabschnitt der Linie L4.
 
Künstlerische gestaltete Stadtbahnstation Sergio Cardell der Linie L4

  Linie L4 (Playa de San Juán)Bearbeiten

Die Linie 4 verbindet den Stadtteil Playa de San Juán mit dem Zentrum von Alicante. Die Strecke der Linie 4 zweigt am Trennungsbahnhof Lucentum von der Stammstrecke Alicante–Benidorm ab. Von dort führt sie zunächst durch die Avenida Miriam Blasco und die Calle Goleta. Dort beginnt eine große Schleife durch die Avenidas Costa Blanca, Oviedo und de las Naciones. Diese Schleife mit mehreren Haltestellen wird entgegen dem Uhrzeigersinn befahren, einen echten Endpunkt mit längerem Aufenthalt gibt es nicht. Zwischen Luceros und Lucentum bedienen die Züge der Linien 3 und 4 alle Haltepunkte. Die gesamte Strecke der Linie 4 liegt im Stadtgebiet von Alicante und damit in der Tarifzone A. Die Linie 4 erweckt mit ihrer Streckenführung durch Stadtstraßen und eingedeckte oder hochliegende Rasengleise und dem Fahren auf Sicht am ehesten den Eindruck einer klassischen Straßenbahnanlage.

Zu Beginn verkehrten die Züge der Linie 4 von Puerta del Mar in der Nähe des Hafens über den alten Bahnhof Alacant – La Marina und die Finca Adoc bis zur Station Avenida Las Naciones. Probefahrten auf dem Abschnitt von Lucentum bis zum Beginn der Avenida Las Naciones wurden seit dem 1. Juni 2007 durchgeführt.[12] Seit Juni 2010 verkehren die Züge nicht mehr nach Puerta del Mar, sondern mit den anderen Linien ins Zentrum von Alicante.

 
Abf.-
Min.
hin
Abf.-
Min.
rück
Stationen Umsteigen Eröffnung Bemerkungen
     Richtung Babel - Flughafen
       
         ADIF / Hbf.       
?
 ab hier unterirdisch
59 29
        33 03  Luceros        18.06.2010  Mittelbahnsteig
01 31
        31 01  Mercado / Markt        10.05.2007  Außenbahnsteige
03 33
        29 59  MARQ / Museum        10.05.2007  Mittelbahnsteig
         bis hier unterirdisch
               Richtung Sant Vicent del Raspeig
           Richtung Puerta del Mar
06 36
          26 56  Sangueta        17.07.2008[7]  ab hier eingleisig
     
     
10 40
      22 52  La Isleta    15.08.2003  bis hier eingleisig
11 41
      19 49  Albufereta    15.08.2003
13 43
      17 47  Lucentum      15.08.2003  ab hier Rasengleis
14 44
          14 44  Miriam Blasco 15.06.2007
16 46
  12 42      Sergio Cardell 15.06.2007  künstler. Gestaltung
18 48
  10 40      Tridente 15.06.2007
19 49
  08 38      Avenida Naciones 15.06.2007  ab hier eingleisig
         Condomina 15.08.2003
    05 35      Holanda 18.12.2009  künstler. Gestaltung
21 51
         Cabo Huertas 18.12.2009
    04 34      Países Escandinavos 18.12.2009
22 52
         Avenida Benidorm 18.12.2009
         Campo de Golf 02.06.2009
    02 32      Instituto    18.12.2009  Fußweg zu "C. Golf"
24 54
         Londres 18.12.2009
26 56
    00 30      Plaza La Coruña 18.12.2009  bis hier Rasengleis
         Richtung El Campello
 
   Richtung El Campello - Venta Lanuza - Benidorm

  Linie 4L (Hafen-Shuttle)Bearbeiten

 
Bahnhof La Marina, Streckengleis Richtung Puerta del Mar mit Haltescheibe

Die gesamte 1,359 km lange Strecke der Linie 4L ist eingleisig und verläuft in Strandnähe neben den Avenidas Villajoyosa und Juán Bautista Lafora. Sie führt von der Station Porta del Mar in der Nähe des Hafens über den alten Bahnhof Alacant – La Marina zum Bahnhof Sangueta. Dort besteht Anschluss an die Linien 1, 3 und 4.

Die kurze Linie 4L mit nur drei Stationen wurde im Juni 2010 eingerichtet, nachdem die Linie 4, welche die Strecke zuvor bedient hatte, in den Innenstadttunnel bis zur Station Luceros geführt wurde. Das 675 m lange Teilstück zwischen Porta del Mar und La Marina wurde vor dem Bau der eigentlichen Stadtbahn im Jahre 1999 als Erprobungs- und Vorführstrecke in Betrieb genommen und bildete die Grundlage für die ursprüngliche Linie 1. Wegen des Einsatzes von in Valencia ausgeliehenen Straßenbahngelenkwagen der FGV-Reihe 3800 wurden zwischen Puerta de Mar und La Marina Straßenbahnrillenschienen verlegt. Bei einem der Bahnsteiggleise in Puerta del Mar sind sie bis heute vorhanden.

Seit dem 1. Juli 2013 ist die Strecke außer Betrieb und gesperrt, jedoch bisher betriebsfähig erhalten.

 
 
Abf.-
Min.
hin
Abf.-
Min.
rück
Stationen Umsteigen Eröffnung
 
   Porta del Mar / Puerta del Mar  Flughafenbus C6  15.08.2003
            La Marina 15.08.2003
            Richtung Luceros
               Sangueta       17.07.2008[13]
               
          Richtung Plaza La Coruña
       Richtung El Campello
    Richtung El Campello – Venta Lanuza – Benidorm

  Linie L9 (Norte / Norden)Bearbeiten

 
Bahnhof Benidorm Richtung Osten, Juni 2017. Das mittlere Gleis hat eine hohe und eine niedrige Bahnsteigkante.
 
Bahnhof Calpe, Richtung Westen
 
Bahnhof Gata (de Gorgos) im März 2015 vor dem Beginn der Umbauarbeiten

Der Abschnitt Benidorm–Dénia wird von der Linie L9 bedient, wegen der fehlenden Fahrleitung wird diese mit Dieseltriebwagen befahren. Sie verläuft den nördlichen Küstenabschnitt der Provinz Alicante entlang von Benidorm aus über Altea, Calpe und Teulada bis nach Dénia und hat eine Länge von 50,831 km. Insbesondere zwischen Altea und Gata de Gorgos hat die durchgehend eingleisige Strecke trotz der relativ geringen Höhe reliefbedingt Gebirgsbahncharakter. Die Fahrtzeit beträgt 77 Minuten. Die Bahnsteighöhe weicht vom übrigen Netz ab. Zwar war vorgesehen, die Elektrifizierung über Benidorm hinaus weiterzuführen, Vorleistungen in Form von Mastgründungen wurden auch schon erbracht. Ein Weiterbau ist jedoch wegen der Finanzierungsprobleme derzeit nicht absehbar. Wegen Oberbauerneuerung ist der Abschnitt Calpe–Dénia seit August 2016 außer Betrieb, hier besteht Schienenersatzverkehr.

 
Abf.-
Min.
hin
Abf.-
Min.
rück
 Station  Umsteigen  Eröffnung Bemerkungen
  Richtung Alicante
   
36
     Benidorm
 
?
 ab hier dieselbetrieben
38
 
19
 Disco Benidorm
?
40
 
17
 Camí Coves
?
43
 
15
 L'Alfàs del Pi
?
45
 
12
 El Albir
?
50
 
08
 Altea
?
53
 
14
 Garganes
?
55
 
01
 Cap Negret
?
00
 
59
 Olla de Altea
?
12
 
46
 Calpe
?
ab hier Schienenersatzverkehr
15
 
42
 Ferrandet
?
25
 
33
 Benissa
?
30
 
29
 Teulada
?
39
 
19
 Gata
?
46
 
11
 La Xarà
?
49
 
08
 Hospital Denia
?
50
 
07
 Alqueries
?
 
04
 Denia
?
 

Weitere geplante LinienBearbeiten

2007 wurde bekannt gegeben, dass Stadtrat und Consejería de Transportes (Verkehrsdezernat) neue Linien von der zentralen Umsteigestation am Hauptbahnhof aus Richtung Süden planen. So soll eine Linie das Stadtzentrum mit dem Städtischen Friedhof verbinden und dabei auch die Stadtviertel Benalua und La Florida bedienen sowie das Industriegebiet Babel. Für eine spätere Phase wird zudem die Möglichkeit einer Ringlinie um das Stadtzentrum herum erwogen.

Mittelfristig geplant ist ferner eine Stadtbahnverbindung zu einer am Flughafen Alicante (El Altet) zu errichtenden Station, an der dann ähnlich wie am Hauptbahnhof zwischen verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln umgestiegen werden kann. Der Flughafenterminal wird zurzeit (Frühjahr 2008) umgebaut und erweitert. Vorgesehen sind außerdem neue Linien nach Elche, die diese Stadt ebenfalls mit dem Flughafen sowie mit Santa Pola und Torrevieja verbinden könnten.

FahrzeugeBearbeiten

 
Innenraum eines Straßenbahn-Wagens vom Typ Flexity Outlook. Es handelt sich um ein reines Niederflurfahrzeug.
 
Auch die Innenräume der Diesel-Fahrzeuge der Serie MAN 2500 wurden aufwändig renoviert.

Straßenbahnwagen der Reihe 3800 von Siemens-DuewagBearbeiten

Bis 2006 wurde die damalige Strecke von Alacant-Porta del Mar nach El Campello von Siemens-Duewag-Fahrzeugen der Reihe 3800 bedient, welche die Nahverkehrsgesellschaft FGV bei der ebenfalls von ihr betriebenen Straßenbahn in Valencia ausgeliehen hatte (Bild: siehe Geschichte). Diese wurden durch die Triebwagen des Typs CityLink von Vossloh, bei der FGV als Reihe 4100 bezeichnet, abgelöst.

Tram-Trains der Reihe 4100 von VosslohBearbeiten

Die Tram-Trains von Vossloh werden auf den Linien L1 und gelegentlich L3 eingesetzt.

Flexity Outlook der Serie 4200 von BombardierBearbeiten

Die FGV haben insgesamt 30 Multigelenkwagen des Typs Flexity Outlook bei Bombardier für ihre Netze in Alicante und Valencia in Auftrag gegeben. Elf dieser reinen Niederflurfahrzeuge mit jeweils 50 Sitzplätzen sind für Alicante vorgesehen, die übrigen 19 für die Straßenbahnlinie 4 der Metro Valencia.[14] Auf der Alicantiner Linie L4 werden diese Züge bereits seit 25. Mai 2007 im Linienbetrieb eingesetzt[15] (Bild: siehe Beginn des Artikels; Innenraum: rechts).

Durch aufwändige moderne Technik entsteht für die Fahrgäste ein hoher Komfort. Zu schätzen wissen werden besonders Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen die für sie vorgesehenen Zonen, die Niederflurausführung sowie die beim Öffnen der Türen automatisch ausfahrende Verbindung zwischen Fahrzeugboden und Bahnsteig. Fahrzeuge derselben Familie haben bereits in Graz, Linz (Österreich) und Łódź (Polen) großen Erfolg und werden daher seit kurzem auch in Genf (Schweiz), Brüssel (Belgien), Marseille (Frankreich) und Eskişehir (Türkei) eingesetzt.[16][17]

 
MAN-Dieseltriebwagen Reihe 2300 der Stadtbahn Alicante in El Campello

MAN-Dieseltriebwagen der Reihen 2300 und 2500Bearbeiten

Die Strecke zwischen Benidorm und Dénia (Linie 9) bedienen Dieseltriebwagen der Serien 2300 und 2500 von MAN (Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG). Die sechs Doppeltriebwagen der Reihe 2500 wurden umgebaut und modernisiert und erhielten die Lackierung der Stadtbahn Alicante (Bild: siehe Beginn des Artikels, Innenraum: rechts). Dagegen sollen die beiden noch vorhandenen ursprünglichen Fahrzeuge der Serie 2300 bald ausgemustert werden und wurden daher nur äußerlich im Stadtbahn-Design beklebt (Bild: links).

Stadler-DieseltriebwagenBearbeiten

Im August 2017 wurde bekanntgegeben, dass die FGV bei Stadler Rail Valencia sechs diesel-elektrische mehrteilige Triebzüge im Wert von 35.8 Millionen Euro bestellt habe. Dies sei Bestandteil des Modernisierungsprogramms der Bahnstrecke Benidorm–Dénia, das total 72 Millionen Euro koste.[18]

 
Ein Personenwagen und zwei Lokomotiven des Touristenzugs Limón Exprés im Bahnhof von Benidorm

Limón-ExprésBearbeiten

Die Idee für die Einrichtung des Nostalgiezugs Limón-Exprés (Zitronenexpress) hatte der Engländer David A. G. Simpson. Er sah auf dem Bahnhof Benidorm abgestellte alte Reisezugwagen, die auf der damals schon teilweise und wenig später vollständig stillgelegten Strecke von Dénia nach Carcagente eingesetzt waren und verschrottet werden sollten.

 
Gebäude des alten Bahnhofs Alacant – La Marina
 
Bahnhof Alacant-La Marina. Abgestellt sind zwei Straßenbahnwagen vom Typ Flexity Outlook und ein MAN-Dieseltriebwagen der Reihe MAN 2300. Links das alte Bahnhofsgebäude.

Das innovative Projekt hatte Erfolg: Die Wagen wurden aufgearbeitet[19] und vom 1. Juni 1971 bis zum 27. Mai 2005 verkehrten zwölf in den 1920er Jahren gebaute Wagen der Serien CC-200 und ZZ-200 als Limón-Exprés zwischen Benidorm und Gata de Gorgos. Beide Wagentypen wurden 1987 umgebaut und erneuert. Bespannt wurden sie von zwischen 1954 und 1964 von der Firma Babcock & Wilcox gebauten Lokomotiven der Serie 1000.[14] Insbesondere bei britischen Touristen war der Limón-Exprés sehr beliebt (Bild: links).

Der Nostalgiezug verkehrt seit Ende Mai 2005 nicht mehr. Die Wagen sind in keinem guten Zustand; der Zug war zuletzt mehrfach entgleist. Die Wagen müssten vor einer Wiederaufnahme des Betriebs aufgearbeitet werden. Wegen anderer wichtigerer Projekte, wie der Elektrifizierung von Strecken (s. o.), ist dies jedoch nicht in naher Zukunft zu erwarten.[19]

Betriebshöfe, AbstellanlagenBearbeiten

Stadtbahnbetriebshof El CampelloBearbeiten

Der Stadtbahnbetriebshof in El Campello wurde nach zweijähriger Bauzeit Ende März 2007 eingeweiht. Die Kosten dieser Einrichtung betragen über 30 Millionen Euro. Sie liegt strategisch günstig: Einerseits ist der Betriebshof nicht weit von der Provinzhauptstadt Alicante entfernt, andererseits ist er auch von der langen nördlichen Strecke Benidorm–Dénia der Linie L9 aus gut erreichbar. In ihm werden sowohl die Straßenbahnwagen des Typs Flexity Outlook als auch die Tram-Trains abgestellt und unterhalten.[20]

 
Der Ende März 2007 eingeweihte Stadtbahnbetriebshof in El Campello ist ein 65000 Quadratmeter großer Komplex. Im Hintergrund die Skyline von El Campello.

Bahnhof BenidormBearbeiten

Am Bahnhof Benidorm endet derzeit der elektrische Betrieb. Wegen der unterschiedlichen Einstiegsverhältnisse gibt es drei Bahnsteiggleise mit zwei niedrigen Bahnsteigen für die elektrischen und zwei hohen für die Dieseltriebwagen. Zusätzlich bestehen zwei fahrleitungslose Abstellgleise für je zwei Dieseldoppeltriebwagen, es gibt ein Dienstgebäude mit den kommerziellen Einrichtungen.

Bahnhof DéniaBearbeiten

Das moderne Bahnhofsgebäude in Dénia beherbergt außer gewerblichen Einrichtungen eine kleine Werkstatt und ein Depot, in dem über Nacht ein Zug abgestellt wird.

Aus der PraxisBearbeiten

FahrgastzahlenBearbeiten

Entwicklung der Fahrgastzahlen
Jahr 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Fahrgäste 6.045.742 6.132.716 5.240.971 4.702.686 3.960.074 2.726.882 2.456.444 2.510.122 2.299.000 1.741.048

FahrplanBearbeiten

Bis zur Eröffnung der Strecke Albufereta–Las Naciones der Linie L4 galt ein provisorischer Fahrplan. Die Linien 1, 3 und 4 verkehren von etwa 6 Uhr bis 22.30 Uhr im Halbstundentakt. Zusätzlich gibt es auf der Linie 3 in jeder Richtung vier weitere Fahrten täglich zu den Spitzenzeiten. Auf der Linie 9 bestand zwischen El Campello und Altea ein Stunden- und zwischen Altea und Dénia ein Zweistundentakt.[21] Es wird erwartet, dass sich mit der Lieferung weiterer Fahrzeuge und gleichzeitig mit der Eröffnung neuer Strecken die Taktfrequenz schrittweise erhöht.

In den Sommermonaten wird zusätzlich zum normalen Fahrplan an den Wochenenden nachts der Tramnochador eingesetzt. Diese Sonderzüge verkehren auf der Linie L1, halten bei Bedarf aber an sämtlichen Haltestellen der Linie an.

 
Beim Fahrkartenkauf am Automaten wählen die Kunden zwischen fünf Sprachen. Die deutsche Übersetzung ist noch verbesserungswürdig. Gemeint ist: „Wählen Sie Ihr Fahrtziel aus“ und „Wechselgeld wird zurückgegeben“.

Ansagen und Musik in der StadtbahnBearbeiten

In der Regel ist in den Zügen der Stadtbahnlinie 3 Musik zu hören. Es handelt sich ausschließlich um klassische Musik, meistens von Wolfgang Amadeus Mozart. So erklingen beispielsweise die Variationen über Ah! vous dirai-je, Maman für Klavier, die Arie der Königin der Nacht sowie die Papageno-Arie Ein Mädchen oder Weibchen aus der Zauberflöte, außerdem verschiedene Solokonzerte.

Immer wieder unterbricht plötzlich ein gebrochener steigender D-Dur-Dreiklang die Musik. In den Zügen der Linie 4 ist es dagegen ein fallender G-Dur-Dreiklang. Diese Signale bereiten die Fahrgäste auf die Ansage der nächsten Station vor. Alle Stationen werden auf diese Weise angekündigt. Hinweise zum Fahrtziel und zu Umsteigemöglichkeiten werden dreisprachig auf Spanisch, Valencianisch und Englisch gegeben. So ist zum Beispiel zu hören: „correspondencia con la línea cuatro – correspondència amb la línia quatre – connecting with line four“.

VerweiseBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Trams in Alicante – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • FGV (spanisch, valencianisch, englisch)
  • Tram Alicante (spanisch, valencianisch, englisch)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tageszeitung Información vom 10. Mai 2007@1@2Vorlage:Toter Link/www.diarioinformacion.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (spanisch)
  2. Tageszeitung La Verdad de Alicante vom 10. Mai 2007 (spanisch)
  3. Horarios TRAM (PDF; 747 kB)
  4. a b Tageszeitung 20 minutos Alicante vom 1. Juni 2007, S. 2
  5. Tageszeitung Información vom 23. Mai 2007, S. 10
  6. Tageszeitung metro Alicante vom 29. Mai 2007, S. 4
  7. a b Camps dice que Alicante vive un momento histórico en materia de infraestructuras (Camps sagt, Alicante erlebe einen historischen Moment seiner Infrastruktur'), Tageszeitung Información vom 17. Juli 2008 (spanisch)
  8. Conoce tu Tram Metropolitano de Alicante (Lerne deine Stadtbahn Alicante kennen), von den FGV im April 2007 herausgegebenes Faltblatt
  9. Tageszeitung Qué! vom 6. Juni 2007 (spanisch)
  10. Zeitschrift déjate llevar... (Lass dich mitnehmen...) Nr. 3, Februar 2010, und von TRAM Metropolitano de Alicante herausgegebenes Faltblatt Línea dos veces buena (Linie zweimal gut) ohne Datumsangabe
  11. Tageszeitung Información vom 1. April 2007, S. 25
  12. Tageszeitung Informacón vom 1. Juni 2007@1@2Vorlage:Toter Link/www.diarioinformacion.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (spanisch)
  13. Camps dice que Alicante vive un momento histórico en materia de infraestructuras (Camps sagt, Alicante erlebe einen historischen Moment seiner Infrastruktur'), Tageszeitung Información vom 17. Juli 2008 (spanisch)
  14. a b FGV Alicante Parque Móvil (Wagenpark) (spanisch)
  15. Tageszeitung La Verdad de Alicante vom 26. Mai 2007 (spanisch)
  16. Tageszeitung Información vom 1. April 2007, S. 24
  17. Cityrunner
  18. Spanien-Auftrag für Stdler Rail, in: St. Galler Tagblatt vom 23. August 2017
  19. a b Tranvía Portal (Memento2des Originals vom 29. Juni 2012 im Webarchiv archive.is)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tranvia.org vom 22. Januar 2006 (spanisch)
  20. Tageszeitung Información vom 1. April 2007, S. 23
  21. FGV Alicante Horario (Fahrplan) (spanisch, valencianisch, englisch)