Hauptmenü öffnen

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Silber ein aufrechter, rot bewehrter schwarzer Steinbock, eine schwarze Wagenlünse tragend

Verbindung des Steinbocks, des Wappens des Gotteshausbundes, mit der Wagenlünse, dem Familienwappen der Rin(c)k von Baldenstein.

GeographieBearbeiten

 
Kirche St. Cassian
 
Kirche von Sils

Das Domleschg gilt als eines der schönsten und vielfältigsten Täler Graubündens. Dank des ausserordentlich günstigen Klimas wird das Domleschg auch der Obstgarten Graubündens genannt. Wenn hier im Frühling die Apfelblüte beginnt, sieht man im Hintergrund die Berge noch tief verschneit. Die besondere geographische Lage mit den engen, leicht zu kontrollierenden Verkehrswegen machte das Domleschg zum burgenreichsten Gebiet Europas. Zur Gemeinde Sils im Domleschg gehört das Schloss Baldenstein, die Burgruine Campell, Burganlage Hohen Rätien und Burg Ehrenfels (Sils). Ebenfalls auf Gemeindegebiet von Sils liegen die Felszeichnungen von Carschenna.

Nachbargemeinden von Sils im Domleschg sind im Uhrzeigersinn beginnend im Norden Fürstenau, Scharans, Vaz/Obervaz, Mutten, Zillis-Reischen, Rongellen und Thusis.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1803 1850 1900 1910 1950 1980 1990 2000 2005 2016
Einwohner 277 295 621 541 590 826 794 880 854 926(?)

SprachenBearbeiten

Bis ins 19. Jahrhundert wurde in Sils Sutselvisch, eine bündnerromanische Mundart, gesprochen. Im Jahr 1900 waren bereits weniger als 10 % romanischsprachig und seit 1920 ist die Gemeinde einsprachig Deutsch.

Sprachen in Sils im Domleschg
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 612 74,09 % 646 81,36 % 764 86,82 %
Rätoromanisch 56 6,78 % 34 4,28 % 14 1,59 %
Italienisch 104 12,59 % 60 7,56 % 25 2,84 %
Einwohner 826 100 % 794 100 % 880 100 %

Sowohl bei den Rätoromanen wie bei den Italienischsprachigen handelt es sich um Zuwanderer. Die Einwanderer aus Italien integrieren sich sprachlich immer mehr. Deshalb ist der Anteil des Italienischen in den letzten Jahrzehnten stetig zurückgegangen. Behördensprache ist Deutsch.

Herkunft und NationalitätBearbeiten

Von den Ende 2005 854 Bewohnern waren 749 (= 88 %) Schweizer Staatsangehörige.

Wirtschaft, VerkehrBearbeiten

 
Anlage der EWZ in Sils im Domleschg

Sils wird von Buslinien der Postauto Graubünden bedient. Im benachbarten Thusis halten Regionalzüge und Schnellzüge der Rhätischen Bahn.

In Sils befinden sich ein Kraftwerk und ein Unterwerk, die vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ), den Nordostschweizerischen Kraftwerken (NOK) und den Kraftwerken Hinterrhein (KHR) betrieben werden. Im Anlagenkomplex befindet sich die Netz-Leitstelle Sils des EWZ, von wo aus die meisten EWZ-Anlagen zentral angesteuert werden.

Im Unterwerk wird Strom von der Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg transformiert und durch die Hochspannungsleitungen Sils–Soazza und Sils–Pradella weitertransportiert. Ausserdem beginnen dort eine 380-kV-Hochspannungsleitung der NOK nach Bonaduz und die 380-kV-Leitung Sils–Fällanden der EWZ.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

ExekutiveBearbeiten

Gemeindepräsident ist Mario Kunz (Stand 2010).

LiteraturBearbeiten

  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.
  • Jürg Rageth, Jürg Simonett: Sils im Domleschg. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2012.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sils im Domleschg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten