Tumegl/Tomils
Wappen von Tumegl/Tomils
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Viamala
Kreis: Domleschg – Bis 31. Dezember 2017
Politische Gemeinde: Domleschgi2
Postleitzahl: 7418
Koordinaten: 752400 / 179583Koordinaten: 46° 45′ 0″ N, 9° 26′ 0″ O; CH1903: 752400 / 179583
Höhe: 801 m ü. M.
Fläche: 3,20 km²
Einwohner: 365 (31. Dezember 2007)
Einwohnerdichte: 114 Einw. pro km²
Website: www.tumegl-tomils.com
Tumegl/Tomils, links oben Schloss Ortenstein

Tumegl/Tomils, links oben Schloss Ortenstein

Karte
Tumegl/Tomils (Schweiz)
Tumegl/Tomils
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2009
Historisches Luftbild von Werner Friedli von 1947

Tumegl/Tomils (rätoromanisch Tumegl, deutsch und bis 1943 offiziell Tomils) ist ein Dorf in der politischen Gemeinde Domleschg im Kreis Domleschg in der Region Viamala des Kantons Graubünden in der Schweiz.

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Blau über einem siebenstrahligen goldenen (gelben) Stern eine goldene Krone. Das Gemeindesiegel aus dem 19. Jahrhundert zeigt eine Marienkrönung. Für das Wappen wurde das Siegelbild auf die Symbole Stern und Krone reduziert.

GeographieBearbeiten

Die ehemalige Gemeinde liegt am westlichen Abhang der Stätzerhornkette im Domleschg. Sie reichte vom Hinterrhein bis hinauf auf 1200 m und umfasste das Dorf Tumegl/Tomils, Schloss Ortenstein (754 m), den Weiler Rofna (901 m), Mulegns (682 m) und Mos (1014 m). Vom gesamten früheren Gemeindegebiet von 321 ha waren 179 ha bewaldet und 16 ha unproduktive Fläche. Immerhin 109 ha konnten landwirtschaftlich genutzt werden. Die restlichen 17 ha waren Siedlungsfläche.

GeschichteBearbeiten

Auf den 1. Januar 2009 fusionierte Tumegl/Tomils zusammen mit Feldis/Veulden, Trans und Scheid zur Gemeinde Tomils. Seit dem 1. Januar 2015 gehört Tomils/Tomils infolge Fusion von Tomils, Almens, Paspels, Pratval und Rodels zur neuen Gemeinde Domleschg und ist somit eine Fraktion von Domleschg.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1803 1850 1900 1950 1980 1990 2000 2005 2007 2008
Einwohner 202 226 233 266 217 260 321 355 365 376

SprachenBearbeiten

Ursprünglich sprachen die Bewohner der Gemeinde Sutselvisch, eine bündnerromanische Mundart. 1880 gaben 87 % und 1910 73 % Romanisch als ihre Hauptsprache an. Der Niedergang der ursprünglichen Sprache setzte sich bis heute fort. 1941 waren noch 59 % romanischsprachig. Danach kippte die Gemeinde allmählich zum Deutschen. Seit 1970 sind die Deutschsprachigen in der Mehrheit und Romanisch verliert in grossem Umfang immer mehr an Boden. Die Entwicklung seit 1980 zeigt folgende Tabelle:

Sprachen in Tumegl/Tomils
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 169 77,88 % 228 87,69 % 293 91,28 %
Rätoromanisch 35 16,13 % 17 6,54 % 13 4,05 %
Einwohner 217 100 % 260 100 % 321 100 %
 
Katholische Kirche: Wandmalerei von Hans Ardüser; 1597

Herkunft und NationalitätBearbeiten

Von den Ende 2005 355 Bewohnern waren 337 (= 95 %) Schweizer Staatsangehörige.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.
  • Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Chur/Zürich, 2003. ISBN 3-7253-0741-5
  • Das Domleschg- La Tumgleastga. Chur, 2005. ISBN 3-905342-26-X
  • Mathias Kundert: Der Sprachwechsel im Domleschg und am Heinzenberg (19./20. Jahrhundert). Kommissionsverlag Desertina, Chur 2007, ISBN 978-3-85637-340-5.
  • Jürg Simonett: Tumegl/Tomils. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2016.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Tumegl/Tomils – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Katholische Pfarrkirche Mariä Krönung