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Sihltalbahn
Bahnstrecken Zürich-Luzern: Gelb ist die Sihltalbahn mit Verlauf bis Sihlwald
Bahnstrecken Zürich-Luzern:
Gelb ist die Sihltalbahn mit Verlauf bis Sihlwald
Fahrplanfeld:712
Streckenlänge:18,42 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: alte Strecke 28 ‰
seit 1990 50 
Minimaler Radius:150 m
Zürich HB–Sihlbrugg
   
-1,2 Zürich HB Tunnelbahnhof S 4 396 m ü. M.
   
Sihltunnel 1296 m
   
-0,2 Zürich Selnau Tunnelbahnhof 398 m ü. M.
   
Tunnelstrecke am 2. Mai 1990 eröffnet
   
0,0 Zürich Selnau ehemaliger Kopfbahnhof 414 m ü. M.
Kreuzung mit Tunnelstrecke
Linksufrige Seebahn (Ulmbergtunnel)
   
Sihlbrücke Giesshübel 96 m
   
Verbindungslinie von Zürich HB–Zürich Wiedikon
   
Uetlibergbahn nach Uetliberg
Bahnhof, Station
1,1 Zürich Giesshübel 418 m ü. M.
Strecke – geradeaus
Depot und Werkstätte
   
Brücke Giesshübelstrasse 62 m
Bahnhof, Station
1,8 Zürich Saalsporthalle 422 m ü. M.
   
Sihlbrücke Brunau 60 m
Bahnhof, Station
2,7 Zürich Brunau 423 m ü. M.
Haltepunkt, Haltestelle
4,1 Zürich Manegg 430 m ü. M.
   
Sihlbrücke Leimbach 60 m
Bahnhof, Station
4,7 Zürich Leimbach 435 m ü. M.
Haltepunkt, Haltestelle
6,4 Sood-Oberleimbach 443 m ü. M.
Bahnhof, Station
7,3 Adliswil 452 m ü. M.
Haltepunkt, Haltestelle
8,3 Sihlau 456 m ü. M.
   
8,9 Gontenbach
Haltepunkt, Haltestelle
9,5 Wildpark-Höfli 452 m ü. M.
Bahnhof, Station
10,7 Langnau-Gattikon 468 m ü. M.
   
Sihlbrücke Langnau 67 m
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel Gattikon 340 m
   
Sihlbrücke Sihlwald 64 m
   
13,2 Sihlwald Endpunkt S 4 488 m ü. M.
   
Personenverkehr am 9. Dezember 2006 eingestellt
   
Strecke von ZürichThalwil (Zimmerbergtunnel)
Bahnhof, Station
17,3 Sihlbrugg 514 m ü. M.
Strecke – geradeaus
Strecke nach ZugLuzern/Gotthardbahn (Albistunnel)
Zürich Giesshübel–Zürich Wiedikon
Streckenende auf freier Strecke – Anfang
Abstellgleisanlage
   
Sihltalbahn von Sihlbrugg
Bahnhof ohne Personenverkehr
0,0 Zürich Giesshübel 418 m ü. M.
Strecke – geradeaus
Depot und Werkstätte
   
Uetlibergbahn von Uetliberg
   
SZU-Strecke nach Zürich HB
   
   
Manessetunnel 520 m
   
Seebahn von Thalwil–Zürich Enge
   
Bahnhof, Station
1,1 Zürich Wiedikon Reiterbahnhof (Gleis 3) 405 m ü. M.
Strecke – geradeaus
Seebahn nach Zürich HB, VL nach Zürich Altstetten

Die Sihltalbahn (SiTB) ist eine ehemalige Bahngesellschaft im Kanton Zürich in der Schweiz. Sie ist seit 1973 Teil der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU), welche die 17 km lange SiTB-Strecke von Zürich durch das Sihltal nach Sihlbrugg Station und die ein Kilometer lange Verbindungsstrecke zwischen Zürich Giesshübel und Zürich Wiedikon betreibt.

Die Sihltalbahn ist eine normalspurige Adhäsionsbahn mit zwei direkten Anschlüssen an das Schienennetz der Schweizerischen Bundesbahnen. Sie ist seit 1990 als S-Bahnlinie S4 ins Netz der S-Bahn Zürich integriert und wird von der SZU wieder unter dem Namen Sihltalbahn vermarktet.

2013 wurden 8,5 Millionen Passagiere befördert, mehr als acht Prozent mehr als im Vorjahr.[1]

GeschichteBearbeiten

 
Aktie über 500 Franken der Sihlthalbahn-Gesellschaft vom 24. März 1893

Die Sihltalbahn (SiTB) nahm am 3. August 1892 ihren Betrieb zwischen ihrem Ausgangspunkt Giesshübel in der damaligen Gemeinde Wiedikon und Sihlwald in der Gemeinde Horgen auf. Die Güterwagen – die Bahn transportierte einen Grossteil des Holzes aus dem Sihlwald nach Zürich[2] – wurden in Giesshübel an die Schweizerische Nordostbahn (NOB) weitergegeben, welche sie über die am 1. Dezember 1892 eröffnete Verbindungsstrecke Giesshübel–Wiedikon zum Güterbahnhof Zürich beförderte. Die Personenzüge dagegen benutzten die bereits 1875 eröffnete Strecke Giesshübel–Selnau der benachbarten Uetlibergbahn (UeB), die zur gemeinsamen Doppelspurstrecke ausgebaut wurde.

Fünf Jahre später, am 1. Juni 1897, eröffnete die NOB ihre Zufahrtsstrecken zur Gotthardbahn, diese Gelegenheit nutzte auch die SiTB und verlängerte ihre Strecke von Sihlwald, der Sihl entlang, nach Sihlbrugg. In diesem bis heute kaum besiedelten Teil des Kantons Zürich entstand eine zweite Verknüpfung zwischen der SiTB und der NOB, wodurch seither zwischen Wiedikon und Sihlbrugg zwei praktisch gleich lange Bahnstrecken existieren. Um das Bahnhofsgebäude, das auf dem Gebiet der Gemeinde Horgen liegt, entstand eine einstellige Anzahl Häuser, die zusammen mit dem Bahnhof die Ortschaft Sihlbrugg Station bilden.

1924 wurde die Bahn, wie die Schweizerischen Bundesbahnen, mit 15 kV 16 2/3 Hz Wechselstrom elektrifiziert. Da die Sihltalbahn auf denselben Gleisen wie die Uetlibergbahn zwischen Selnau und Giesshübel verkehrt, wurden die Stromabnehmer und die Fahrleitung der mit Gleichstrom betriebenen Uetlibergbahn seitlich um 130 cm versetzt.[3]

Mit der Tieferlegung der linksufrigen Seebahn wurde 1927 auch die Verbindungsstrecke Giesshübel–Wiedikon elektrifiziert und in einen Tunnel verlegt. Der Tunnel mündet im Bahnhof Wiedikon unter dem Reiterbahnhof ins Gleis 3.

Sihltal-Zürich-Uetliberg-BahnBearbeiten

Bereits 1932 erhielt die Sihltalbahn den Betrieb und die Verwaltung der Bahngesellschaft Zürich–Uetliberg (BZUe) von der Stadt Zürich übertragen und besorgte über 40 Jahre lang zuverlässig neben ihrem eigenen Betrieb auch den der Uetlibergbahn, ehe sie am 1. Januar 1973 mit dieser fusionierte. Dabei übernahm die Sihltalbahn die Aktienmehrheit an der Uetlibergbahn und änderte ihren Namen in Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU).

Auf den Betrieb der Bahnen hatte die Fusion keine Wirkung; soweit Fahrzeuge (Dieselloks, Dienstwagen) für beide Strecken verwendbar waren, wurde dies schon bisher getan, die Fahrzeuge des Personenverkehrs sind aufgrund des Stromsystems nicht untereinander austauschbar. Mit der Fusion änderte man allerdings sukzessive die Aufschriften auf den Fahrzeugen, welche danach jahrelang einheitlich mit SZU angeschrieben waren, aber unterschiedliche Farben trugen. In den 1990ern überdachte man das einheitliche Logo und führte die alten Bezeichnungen Uetlibergbahn und Sihltalbahn wieder ein, welche heute wieder in dieser Form auf den Fahrzeugen angebracht sind.

StreckenausbauBearbeiten

Auf die 1990 erfolgte Einführung der S-Bahn Zürich hin, wurde die SZU zum Hauptbahnhof verlängert und damit mit den übrigen normalspurigen Bahnlinien verknüpft. Der provisorische, oberirdische Bahnhof Selnau wurde aufgehoben und das Areal nach 115 Jahren wieder an die Stadt zurückgegeben. Als Tagbautunnel in der rechten Hälfte des Sihlbetts erstellt – die linke Hälfte ist für die Sihltiefstrasse (A3/A1 Stadtautobahn) reserviert – führt die doppelspurige Strecke unter dem Selnau-Areal durch, in den Sihltunnel, wo sich die neue Station Selnau befindet, bis in die unterirdische SZU-Station unter dem Shopville, südlich des Hauptbahnhofs. Diese Station war ursprünglich für die U-Bahn Zürich vorbereitet worden, die 1973 in einer Volksabstimmung scheiterte.

Da Kreuzungen zwischen den Fahrleitungen der beiden Stromsysteme so weit als möglich zu vermeiden sind, können zwischen Giesshübel und Selnau sich weiterhin nur Züge der Sihltalbahn kreuzen, zwischen Selnau und dem Hauptbahnhof dagegen nur die Züge der Uetlibergbahn.

Bis zum Neubau der Tunnelstrecke betrug die max. Steigung der Sihltalbahn 28 Promille. Die Unterirdische Einführung in den Hauptbahnhof machte eine Steilrampe von 50 Promille notwendig.[4]

Erläuterung der StreckenkilometrierungBearbeiten

Der alte Bahnhof Selnau war Kilometer Null, die neue Station Selnau und der Hauptbahnhof liegen aber «vor» diesem Nullpunkt. Da negative Streckenkilometer nicht üblich sind und eine vollständige Neukilometrierung der SZU ausgeschlossen wurde, bestimmte man den Hauptbahnhof als Kilometer 90.00. Selnau ist Kilometer 91.04 und Kilometer 91.23 ist gleich Kilometer 0.00, ab hier gilt die alte Kilometrierung.

Verkürzung der S4Bearbeiten

Am 9. Dezember 2006 verkehrten die letzten fahrplanmässigen Personenzüge zwischen Sihlwald und Sihlbrugg. Dies geschah, um Fahrzeuge für die Fahrplanverdichtung der S4 freizustellen. Die Strecke bleibt vorläufig betriebsfähig erhalten und wird sporadisch von Nostalgiezügen befahren.[5]

InfrastrukturBearbeiten

Der Bahnhof Zürich Giesshübel war seit Gründung der Sihltalbahn auch der Sitz der Bahngesellschaft, durch die Fusion zur SZU wurde er zu deren Hauptsitz. Neben einer relativ umfangreichen Anlage für den Güterverkehr, die bis heute von SBB Cargo bedient wird, befindet sich am Bahnhof auch die Werkstätte und das Depot beider SZU-Linien.

Bis in die 1990er-Jahre wurde ein Teil des Rollmaterials auf Abstellgleisen im Bahnhof Selnau abgestellt, mit dem Abbruch des Bahnhofs und der Rückgabe des Areals an die Stadt Zürich verschwanden diese Abstellplätze. Als Ersatz wurde am Bahnhof Giesshübel eine Remise für die Uetlibergbahn erstellt, wo heute sämtliche Fahrzeuge abgestellt werden. Für die Sihltalbahn dagegen wurde beim Bahnhof Langnau-Gattikon eine neue, offene Abstellanlage erstellt.

RollmaterialBearbeiten

SZU-Ära seit 1973Bearbeiten

Baureihe Hersteller Baujahr Herkunft Stückzahl Ausrangiert SZU
Typ
Bemerkungen
Serie Nummern total heute
Elektrolokomotiven
Re 456 546–547 SLM/BBC 1987 2 2 RPZ KTU-Lok
Re 456 542–545 SLM/ABB 1993 4 4 RPZ KTU-Lok
Re 450 551–552 SLM/ABB 1993 SBB (2008) (Üb)02 2 DPZ ex SBB Re 450 067, 070
Steuerwagen
Bt 970 971–973 SIG 1976 3 0 2014–2016 RPZ Teile für Bt 962–963 entnommen
Bt 980 984–987 FFA 1986 4 4 RPZ Typ NPZ-BT
Bt 950 951–952 SWP/ABB/SIG 1993 SBB (2008) (Üb)02 2 DPZ ex SBB Bt 964, 966
Bt 960 962–963 SWG/SIG/ABB 1994/2014[6] SBB (2012) (Üb)02 2 RPZ Typ NPZ, ex MThB Bt 211, 212
Zwischenwagen
BD 280 281–285 SWA 1990 5 5 RPZ Typ NPZ-BT
B 270 271–276 SWP/ABB/SIG 1992 6 6 RPZ Typ DPZ
B 230 231–232 SWP/ABB/SIG 1992 SBB (2008) (Üb)02 2 DPZ ex SBB B 061, 064
B 240 241–242 SWP/ABB/SIG 1993 SBB (2008) (Üb)02 2 DPZ ex SBB AB 067, 069
B 250 251–252 STS/BT 2011 2 2 DPZ Typ NDW
B 260 261–266 STS/BT 2011 6 6 RPZ Typ NDW
Rangierlokomotiven und Traktoren
Tm 2/2 8 RACO 1974 1 0 1994 «Giraff» an DVZO verkauft
TmII 10II RACO/M-B 1949 SBB (1980) (Üb)01 hist.01 ex SBB TmII 536; an ZMB abgegeben
Em 3/3 508 Robel 1994 1 1 «Robel»
Tm 233 511 STAG 1999 JÜST (2013) (Üb)01 1 «Fuchs» ex MThB Tm 236 653, SBBC Tm 233 911
Üb = Übernahme aus fremden Bestand (Gebrauchtfahrzeug); Um = Umbau aus eigenem Bestand
RPZ = Re-Pendelzug (SZU-Lokpendelzug); DPZ = Doppelstockpendelzug (SBB-Lokpendelzug); NDW = Niederflur-Doppelstockwagen zu DPZ

SiTB-Ära 1892–1924Bearbeiten

 
Sihltalbahn bei Zürich Brunau

Dampflokomotiven

  • E2 (E 2/2) Nr. 2 (SLM 1892) ab 1883 Nr. 4; 1896 Verkauf an Färberei Thalwil, 1937 Abbruch
  • E2 (E 2/2) Nr. 3 (SLM 1892); Verkauf 1897 von Roll, zuerst Choindez, ab 1912 Klus, 1941 Verkauf nach Deutschland (Verbleib unbekannt)
  • E3 (E 3/3) Nr. 1 (SLM 1892) ab 1902 E 3/3 Nr. 1; 1924 Verkauf Gaswerk Basel Nr. 1, 1948 Abbruch
  • E3 (E 3/3) Nr. 2 (SLM 1893) ab 1902 Ed 3/3 Nr. 2; 1924 Verkauf Gaswerk Basel, 1987–1998 St.-Gingolph-Le Bouveret «Rive Bleue-Express»[7], heute im Besitz der Zürcher Museumsbahn ZMB (90 85 0008 562-0, Hansli), fahrfähig
  • E3 (E 3/3) Nr. 3 (SLM 1897) ab 1902 E 3/3 Nr. 3; 1965 Ausrangiert und beim Spielplatz Horgen Tannenbach ausgestellt, 1988 Abbruch
 
Tender-Lokomotive E 3/3 Nr. 6 der Sihltalbahn, gebaut 1912.
  • E3 (E 3/3) Nr. 4 (SLM 1897) ab 1902 E 3/3 Nr. 4; 1965 Ausrangiert, bis 2015 beim Schulhaus Werd Adliswil aufgestellt,[8] nach einer Aufarbeitung wurde sie beim Bahnhof Sihlwald als Denkmal aufgestellt.
  • E3 (E 3/3) Nr. 5 (SLM 1899) ab 1902 Ed 3/3 Nr. 5; 1988 remisiert, heute im Besitz der Zürcher Museumsbahn ZMB (90 85 0008 565-3, Schnaaggi-Schaaggi), fahrfähig
  • E 3/3 Nr. 6 (SLM 1912); Verkauf 1926 UeBB 6, 1948 Gaswerk Basel Nr. 1, 1956 Abbruch
  • E 3/3 Nr. 10 (SLM 1890); 1911 von den SBB gekauft (ex JS E3 854 /SBB 8574), 1925 Abbruch

SiTB-Ära 1924–1973Bearbeiten

Baureihe Hersteller Baujahr Herkunft Stückzahl Ausrangiert Bemerkungen
Serie Nummern SZU-Nr. total heute
Lokomotiven
De 3/4 2 41 SIG/MFO 1925/1931 1 hist.01 2001 Umbau aus De 3/3 1
Ce 4/4 42 SLM/BBC 1925/1957 GBS (1977) (Üb)01 0 1988 ex GBT Ce 4/6 312; 1994 an CSG verkauft
Be 4/4 42
(1992) 49
SLM/SAAS 1931 BT (1988) (Üb)01 0 1994 ex BT Be 4/4 13; 1994 an DVZO verkauft
De 4/4 51 SLM/SIG/
BBC/MFO/SAAS
1940/1944 BT (1977) (Üb)01 0 1994 ex BT De 4/4 25; 1994 an OeBB verkauft
Triebwagen
BDe 2/4 81–83 81;83 SWS/MFO 1924 5 hist.01 1968–1976
84 61 1981 an ZMB abgetreten
85 82 1976 1969 umnummeriert
BDe 3/4 90 71 SWS/MFO 1930 1 0 1978
BDe 4/4 91 91 SWS/MFO 1955 1 0 1994 an StLB verkauft
BDe 4/4 92 92 SWS/MFO 1968 5 hist.01 2009 an ZMB abgetreten
93 93 1995 an StLB verkauft
94–96 94–96 1971 2009
Steuerwagen
Bt 51 191 SWS 1955 1 0 1994 ex Ct 51; an StLB verkauft
Bt 52–55 192–195 1962–1963 4 0 1995; 2009 EW I
Bt 196 1962–1963/
1977–1979
(Um)03 0 1995 ex B 296; an CJ verkauft
197 2001 ex B 295; an MThB verkauft
198 ex B 294; an MThB verkauft
Personenwagen
B 73–75 271–276 SWS 1946 6 0 1974–1992 Leichtstahlwagen, ex C 73–78
76–78 1949
B 41–43 291–293 1962–1963 6 0 2009 EW I
44–46 294–296 1977–1979 EW I; Umbau zu Bt 198–196
Rangierlokomotiven und Traktoren
Tm 10 Breuer/Saurer 1932 1 0 1974
Em 3/3 11 6 SLM/BBC/SAAS 1962 1 0 2006 «Leu»; an CSG verkauft
Tm 9 9 SLM/FBW 1935 SBB (1966) (Üb)01 0 1980 «Gusti», ex SBB Tm 561; an DVZO verkauft
Tm 2/2 7 7 SIG/BBC/Saurer 1961 GWB (1969) (Üb)01 hist.01 2014 «Mutz», ex Gaswerk Stadt Bern; an ZMB übertragen
Üb = Übernahme aus fremden Bestand (Gebrauchtfahrzeug); Um = Umbau aus eigenem Bestand
Original 1956 1962
CFe 2/4 BFe 2/4 BDe 2/4
CFe 3/4 BFe 3/4 BDe 3/4
CFe 4/4 BFe 4/4 BDe 4/4
Umzeichnungen und Umbauten
Mit dem europaweiten Übergang vom Dreiklassensystem zum Zweiklassensystem per Sommerfahrplan 1956 änderten sämtliche Wagenklassenbezeichnungen der Sihltalbahn ein erstes Mal (von C zu B). Ein weiterer systematischer Wechsel erfolgte 1962 aufgrund der Änderung der Schweizer Bauartbezeichnung für Gepäckabteile (von F zu D).
Umbaubedingt wurden zwei BDe 2/4 aufgrund des entfernten Gepäckabteils zu Be 2/4; Triebwagen 85 durchlief den Umbau 1957, Triebwagen 81 folgte 1960 und erhielt dabei einen weitgehend neuen Wagenkasten; weitere Umbauten unterblieben.
Zu Umnummerierungen kam es 1973 aufgrund der Fusion mit der BZUe zur SZU. Personenwagen erhielten dreistellige Nummern, die SWS-Leichstahlwagen (73–78) die Nummern 271–276, die Einheitswagen I (41–46) die Nummern 291–296. Die Steuerwagen (51–55) erhielten die dreistelligen Nummern 191–195. Zweistellige Nummern waren fortan den Triebfahrzeugen vorbehalten; der Einzelgänger BDe 3/4 90 erhielt dabei die Nummer 71, aus dem nun freien Zahlenbereich.
Schema 1962 Schema 1992
BDe 4/4 92–96 BDe 576 592–596
Re 4/4 42–47 Re 456 542–547
Tm 2/2 7 Tm 236 507
Unter der SZU entstanden von 1977 bis 1979 drei weitere Steuerwagen (Bt 196–198), aus dem Umbau der drei Einheitswagen B 296, 295 und 294.
Mit den UIC-konformen Nummern für Lokomotiven und Triebwagen auf Basis des Entwurfs '92 erhielten auch bestehende Fahrzeuge neue sechsstellige Nummern plus Prüfziffer. Diese basierten bei der SZU in der Regel auf der zweistelligen Fahrzeugnummer an fünfter und sechster Stelle; davor an dritter und vierter Stelle kam der Eigentümercode 65 für die SZU. Da die SZU intern durchgängig dreistellige Fahrzeugnummern verwendet, haben Lokomotiven und Triebwagen seither dreistellige 500er-Nummern.
Sämtliche vorhandenen Steuerwagen wurden 1995 systematisch umnummeriert und erhielten dreistellige 900er-Nummern. Die Steuerwagen 192–198 wurden zu 992–998, die Steuerwagen 181–187 zu 981–987. Die SIG-Steuerwagen 981–983 wurden 1996 umgebaut und erhielten zur Unterscheidung die Nummern 971–973.
Ausrangierungen und Verbleib
Zürcher Museums-Bahn (ZMB)
  • De 3/4 41, historisches Fahrzeug (nicht betriebsfähig)
  • CFe 2/4 84, historisches Fahrzeug (betriebsfähig)
  • BDe 4/4 92, historisches Fahrzeug (betriebsfähig)
Steiermärkische Landesbahnen (StLB)
  • BDe 4/4 91, 1994 verkauft: StLB ET 14
  • Bt 191, 1994 verkauft: StLB ES 24
  • BDe 576 593, 1996 verkauft: StLB ET 15
  • Bt 994, 1996 verkauft: StLB ES 25
Jurabahnen (CJ)
  • BDe 576 594, 2009 abgegeben, Ersatzteilspender
  • Bt 996, 1995 verkauft: CJ Bt 921
Mittelthurgaubahn (MThB) / Thurbo (THB)
  • Bt 997–998, 2001/2002 verkauft: geplant für Seehäsle (Bt 231–232), nie eingesetzt

LiteraturBearbeiten

  • Hans Waldburger / Hans Tempelmann: Die Sihltalbahn. 100 Jahre von der Dampfbahn zur modernen S-Bahn-Linie. Minirex AG, Luzern 1992, ISBN 3-907014-06-5

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sihltalbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stefan Hotz: Sihltal im Hoch, Üetliberg im Minus. In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 68, 22. März 2014, S. 22.
  2. Waldgeschichte. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 12. August 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.sihlwald.unizh.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Stefan Hotz: Sihltalbahn: Die Zürcher Boom-Linie, die in die Stadt statt ans Mittelmeer führt In: Neue Zürcher Zeitung vom 3. August 2017
  4. UNTER DER SIHL INS ZENTRUM 25 JAHRE BAHNVERLÄNGERUNG Auf: SZU, abgerufen am 5. Januar 2018
  5. Dokumentation der Strecke Sihlwald-Sihlbrugg auf www.eingestellte-bahnen.ch
  6. Ehemalige MThB-Steuerwagen für die Sihltalbahn. Bahnonline.ch, 25. Juli 2012, abgerufen am 17. Oktober 2018.
  7. RER Sud Léman - Train touristique. In: Association RER Sud-Léman. Abgerufen am 19. Oktober 2018.
  8. Peter Specker, Sandro Hartmeier: Sihltalbahn-Dampflok nach fast 50 Jahren auf Spielplatz zu gefährlich. Bahnonline.ch, 13. November 2014, abgerufen am 19. Oktober 2018.