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Saint-Ouen-sur-Seine

französische Stadt in der nördlichen Pariser Banlieue
(Weitergeleitet von Saint-Ouen (Seine-Saint-Denis))

Saint-Ouen-sur-Seine ist eine französische Stadt mit 49.664 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) in der nördlichen Pariser Banlieue. Die Einwohner werden Audoniens genannt.

Saint-Ouen-sur-Seine
Wappen von Saint-Ouen-sur-Seine
Saint-Ouen-sur-Seine (Frankreich)
Saint-Ouen-sur-Seine
Region Île-de-France
Département Seine-Saint-Denis
Arrondissement Saint-Denis
Kanton Saint-Ouen (Hauptort)
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
Plaine Commune
Koordinaten 48° 54′ N, 2° 20′ OKoordinaten: 48° 54′ N, 2° 20′ O
Höhe 22–48 m
Fläche 4,31 km2
Einwohner 49.664 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 11.523 Einw./km2
Postleitzahl 93400
INSEE-Code
Website http://ville-saintouen.fr/

Die ursprünglich mit dem Namen Saint-Ouen bezeichnete Gemeinde änderte ihre Bezeichnung mit Erlass N° 2018-956 vom 5. November 2018 auf den aktuellen Namen Saint-Ouen-sur-Seine.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das Dorf Saint-Ouen lässt sich bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. nachweisen.

Durch Erweiterung des Hafens und Anschluss an das Eisenbahnnetz begann der industrielle Aufschwung. Zwischen 1861 und 1896 stieg die Einwohnerzahl sprunghaft von 3.300 auf 30.700 an. Saint-Ouen wurde ein bedeutender Vorort der Hauptstadt Paris. Die Stadt war seit jeher auch das Ziel von Einwanderern verschiedener Nationalitäten, in den letzten Jahren vor allem aus dem Maghreb und Schwarzafrika. Der industrielle Strukturwandel seit den 1970er Jahren traf auch die Industrie in Saint-Ouen hart: Die Arbeitslosigkeit lag zeitweise bei 20 %. Als Ausgleich wurden, vor allem in den Docks de Saint-Ouen, ehemaligen Werftanlagen, zahlreiche Verwaltungs- und Bürogebäude angesiedelt, so haben etwa Danone, Citroën, OCP Répartition, Alstom oder Bosch Frankreich hier Standorte oder ihren Hauptsitz. Die Arbeiterstadt wurde von 1945 bis 2014 ununterbrochen von Bürgermeistern des PCF regiert, bei den Kommunalwahlen 2014, bei der die linken Parteien zahlreiche ehemalige Hochburgen verloren, wurde William Delannoy, der der UDI nahesteht, zum neuen Bürgermeister gewählt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

An der südlichen Grenze nach Paris, etwa zwischen der Porte de Saint-Ouen im Westen und der Porte de Clignancourt im Osten, findet an drei Tagen der Woche (Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 10–8 Uhr, Montag 11–17 Uhr) der größte Flohmarkt im Großraum von Paris statt, der Marché aux Puces.[2] In unmittelbarer Nähe der Metro-Station Garibaldi befindet sich das letzte noch im direkten Umfeld von Paris befindliche Citroën-Werk.[3]

Weiter finden sich das Schloss Saint-Ouen, finanziert von Ludwig XVIII., und eine historische Kirche. Der örtliche Friedhof ist der letzte Ruheort zahlreicher Künstler aus dem nahen Montmartre.

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Saint-Ouen-sur-Seine

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes de la Seine-Saint-Denis. Flohic Éditions, 2. Auflage, Paris 2002, ISBN 2-84234-133-3, S. 347–359.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Saint-Ouen-sur-Seine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Erlass N° 2018-956 vom 5. November 2018 über die Umbenennung der Gemeinde.
  2. Marché aux Puces marcheauxpuces-saintouen.com
  3. Citroën Saint Ouen: Das letzte Werk an der Seine garage2cv.de, Stand: 26. Oktober 2017.