Saint-Didier (Vaucluse)

Gemeinde im Département Vaucluse, Frankreich

Saint-Didier ist eine französische Gemeinde mit 2144 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Kanton Pernes-les-Fontaines im Arrondissement Carpentras.

Saint-Didier
Wappen von Saint-Didier
Saint-Didier (Frankreich)
Saint-Didier
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Vaucluse
Arrondissement Carpentras
Kanton Pernes-les-Fontaines
Gemeindeverband Ventoux-Comtat-Venaissin
Koordinaten 44° 0′ N, 5° 7′ OKoordinaten: 44° 0′ N, 5° 7′ O
Höhe 127–262 m
Fläche 3,62 km2
Einwohner 2.144 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 592 Einw./km2
Postleitzahl 84210
INSEE-Code
Website mairie-saint-didier.com

Dorfplatz

LageBearbeiten

Saint-Didier liegt östlich von Avignon, unweit von Carpentras und Pernes-les-Fontaines. Das Dorf befindet sich am Fuße der Monts de Vaucluse, südwestlich des Mont Ventoux.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2017
Einwohner 795 1024 1067 1313 1657 1847 2084 2144

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1160 kaufte Franco, Bischof von Carpentras die Befestigung von Raimund V. dem Grafen von Tholosen ab. Hier tauchte erstmals der Name S. Desiderii auf. In der Renaissance dann gab es verschiedentliche Herren von St. Didier, namentlich die Thézan, die Venasque, die Seguin-Vassieux, die Guesc, die Modène, die Raffélis de Tertulle und die Chaylus.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In den Nachbargemeinden Carpentras und Monieux wurden drei Weiheinschriften für den gallo-römischen Lokalgott Mars Nabelcus gefunden.

Das Schloss Thézan mit seinem Ehrenhof liegt im Süden der Gemeinde. Das Eingangsportal und die Treppe sind seit dem 30. September 1975 denkmalgeschützt, genauso wie die Innendekoration des Festsaals und des grand salons, sowie der Kamin des Lesesaals.[1]

Die Kirche aus dem 16. Jahrhundert wurde 1758 überarbeitet und besitzt einen überdachten Durchgang am Unterteil des Glockenturms. Das Kirchengebäude, das Durchgangsgewölbe und der Glockenturm sind seit dem 21. November 1973 denkmalgeschützt.[2]

Das alte Kloster Sainte-Garde-des-Champs stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Seitenportal der Kapelle beinhaltet eine Statuennische und ist mitsamt dem Klostergebäude seit dem 23. April 1981 denkmalgeschützt.[3]

Sehenswert sind auch die Waschhäuser und Springbrunnen. Der Springbrunnen am Kirchplatz ist seit dem 28. Oktober 1949 denkmalgeschützt.[4]

Weiterhin gibt es ein Freilichtmuseum für „Lockpfeifen, Tiere und Trüffel“.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Marcel Delabarre (1892-unbekannt), französischer Autorennfahrer
  • Jules Laurens (1825–1901), französischer Maler und Lithograph, wohnte seit 1880 in Saint-Dedier.

LiteraturBearbeiten

  • Robert Bailly: Dictionnaire des communes du Vaucluse, Avignon, 1986, ISBN 2-903044-27-9
  • Jules Courtet: Dictionnaire géographique, géologique, historique, archéologique et biographique du département du Vaucluse, Nîmes, 1997, ISBN 2-84406-051-X
  • Jean-Pierre Saltarelli: Les Côtes du Ventoux, origines et originalités d'un terroir de la vallée du Rhône, Avignon, 2000, ISBN 2-87923-041-1
  • Guy Barruol, Nerte Dautier, Bernard Mondon: Le mont Ventoux. Encyclopédie d'une montagne provençale, 2007, ISBN 978-2-906162-92-1
  • Martine Reynaud: Notre-Dame de Sainte-Garde. Un lieu, une histoire, Saint-Didier, 2017, ISBN 2-913593-64-X

WeblinksBearbeiten

Commons: Saint-Didier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Patrimoine de France - Château de Thézan
  2. Patrimoine de France - Eglise Saint-Didier
  3. Patrimoine de France - Sainte-Garde-des-Champs
  4. Patrimoine de France - Fontaine