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Rotkäppchen (2012)

Film von Sibylle Tafel (2012)

Rotkäppchen ist ein deutscher Märchenfilm aus dem Jahr 2012. Er beruht auf dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm und wurde vom Hessischen Rundfunk und von Kinderfilm für die ARD-Reihe Sechs auf einen Streich produziert.

Filmdaten
OriginaltitelRotkäppchen
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2012
Länge60 Minuten
AltersfreigabeFSK 0
Stab
RegieSibylle Tafel
DrehbuchAnja Kömmerling,
Thomas Brinx
ProduktionIngelore König,
Patricia Vasapollo
MusikWinfried Grabe
KameraArmin Alker
SchnittAnja Feikes
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Als eines Tages ein gerissenes Huhn im Dorf am Waldrand gefunden wird, vermuten die Menschen, dass das ein Wolf gewesen sei, obwohl es keine Wölfe in der Gegend gibt. Der Jäger jedoch ist der festen Meinung, dass das Huhn einem Fuchs zum Opfer gefallen sei. Rotkäppchen macht sich keine Sorgen, denn für sie ist der Wald nicht bedrohlich, sondern ein Ort voller Abenteuer. So hat sie es von ihrer Großmutter, die in einem kleinen Häuschen mitten im Wald wohnt, gelernt.

Rotkäppchen ahnt allerdings nicht, dass ein Wolf im Wald umherläuft. Nur der kleine Anton weiß um diese Gefahr. Jedoch will ihm niemand Glauben schenken, als er erzählt, dass er den Wolf selbst gesehen habe. Sowohl Anton als auch Rotkäppchen werden von den anderen Kindern gehänselt.

Als Rotkäppchen von ihrer Mutter Annemarie, die alleinstehend mit Schneidern den Lebensunterhalt verdienen muss, auf Drängen der Bürgermeisterin, die unbedingt ein neues Kleid will, allein losgeschickt wird, um ihrer kranken Großmutter Kuchen, Wein und Medizin zu bringen, begegnet auch sie dem bösen Wolf. Rotkäppchen jedoch hat keine Angst und zeigt sich ihm gegenüber völlig unbekümmert. Als das Mädchen frohgemut seinen Weg zur Großmutter fortsetzt, schmiedet der Wolf den heimtückischen Plan, erst die Großmutter und im Anschluss Rotkäppchen zu fressen. Geschickt lenkt er die Aufmerksamkeit des Mädchens ab, um Zeit zu gewinnen und vor ihr am Haus der Großmutter zu sein.

Der Wolf eilt zum Haus der Großmutter, frisst sie mit Haut und Haaren, setzt sich ihre Haube auf und legt sich ins Bett. Als Rotkäppchen kommt, frisst er das Mädchen ebenfalls. Zum Glück kommt der Jäger, der Anton zuliebe doch eine Falle gebaut hatte, in der er jedoch nur Anton vorfindet, und befreit den Jungen. Anton berichtet ihm vom Wolf, sodass der Jäger zum Haus der Großmutter eilt, um sie und Rotkäppchen, deren Mutter schon in großer Sorge ist, zu befreien. Der Wolf schläft auch dann noch tief, als der Jäger ihm den Bauch mit Steinen füllt. Nur kurz erwacht das Tier noch einmal, bevor es endgültig mit ihm zu Ende geht.

HintergrundBearbeiten

Die Dreharbeiten fanden vom 3. Mai 2012 bis zum 25. Mai 2012 statt. Gedreht wurde in Steinwand, einem Ortsteil von Poppenhausen, sowie im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen und im Reinhardswald.[1] Bei der Burg im Vorspann des Films handelt es sich um die Burg Ludwigstein.[2]

Der Märchenfilm wurde am 13. Oktober 2012 um 13:00 Uhr im ARD-Kino uraufgeführt.[3] Rotkäppchen erschien am 15. November 2012 auf DVD, die Fernseh-Erstausstrahlung erfolgte am 25. Dezember 2012.

KritikBearbeiten

Der Kritiker Rainer Tittelbach meint: „Ein im wahrsten Sinne des Wortes ‚vorbildliches‘ Märchen […], das Sibylle Tafel stimmungsvoll und flüssig zu einem kurzweiligen, gut szenisch montierten Sechzigminüter verfilmt hat. Zur geglückten Variation des Bekannten trägt auch Edgar Selge als böser Wolf bei.“[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vgl. maerchenfilm.pytalhost.com
  2. Vgl. www.visitatio.de
  3. Vorstellung des Filmes auf der Webseite des hr
  4. Rotkäppchen bei tittelbach.tv