Das Märchen von den zwölf Monaten

Fernsehfilm von Frauke Thielecke (2019)

Das Märchen von den zwölf Monaten ist ein deutscher Märchenfilm nach Motiven von Josef Wenzig aus dem Jahr 2019. Es wurde für die ARD-Reihe Sechs auf einen Streich von der Bremedia Produktion GmbH im Auftrag der ARD unter Federführung von Radio Bremen, MDR und rbb für Das Erste produziert. Die Fernseh-Erstausstrahlung erfolgte am 26. Dezember 2019 auf Das Erste.

Film
OriginaltitelDas Märchen von den zwölf Monaten
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2019
Länge 60 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
Stab
Regie Frauke Thielecke
Drehbuch Anette Schönberger
Produktion Radio Bremen, MDR, rbb
Musik André Feldhaus
Kamera Christian Klopp
Schnitt Geraldine Sulima
Besetzung

HandlungBearbeiten

Königin Klara verfügt über Zauberkräfte, die es ihr erlauben, die Jahresuhr von einem Monat auf den nächsten zu stellen. Somit herrscht sie nicht nur über ihr Königreich, sondern auch über die Jahreszeiten.

In der letzten Zeit haben die Monate beobachtet, dass Königin Klara schwächer wird; sie befürchten, dass sie dadurch ihre Zauberkräfte verliert und somit die Jahreszeitenuhr nicht mehr weiterstellen kann. Die Märzfrau, ihre Freundin September, der eitle Juni und die anderen Monate haben den Verdacht, dass der Frostige Fürst hinter der ganzen Sache steckt.

Damit haben sie recht, denn tatsächlich versucht der Frostige Fürst, der sich als Mönch Martin getarnt hat, zusammen mit dem Februar, dass Königin Klara am 29. Februar die Jahreszeitenuhr nicht auf März weiter stellen kann und damit immer Februar bleibt.

Gemeinsam gelingt es den anderen Monaten in ihrem alten Zauberbuch das Rezept eines Wundertrankes zu finden, der die Königin heilen könnte. Aber nur Menschen ist es möglich das Rätsel zu lösen und die entsprechenden Zutaten zu finden. Mit jedem der gelösten Rätsel dürfen die entsprechenden Monate helfen, aber erst dann. So werden das Eiermädchen Luise und der Koch Valentin von der Königin entsandt, die Zutaten zu finden.

Hoffnungsvoll eilen die beiden los und finden die gesuchten Objekte, obwohl der Frostige Fürst ihnen ihre Aufgabe erschwert und sogar zu verhindern versucht. Nachdem alle Zutaten beisammen sind, droht es an dem letzten Februarschnee zu scheitern, der unbedingt vonnöten ist, denn der Februar weigert sich, es schneien zu lassen.

Erst als ihm die Königin und auch die elf anderen Monate versichern, dass er für sie kein ungeliebter Monat ist, sondern dazu gehört, damit sie eine Einheit sind, löst er seine Bindung zum Einfluss des Frostigen Fürstes und lässt es schneien. Den nun kompletten Trank nimmt die Königin zu sich und gesundet zusehends. Damit schwindet die Macht des Frostigen Fürsten und er zerschmilzt.

Die rechtzeitig weitergestellte Jahreszeitenuhr läutet nun den Frühling ein und die Märzfrau übernimmt die Regentschaft für den nächsten Monat, was von den Untertanen der Königin fröhlich mit einem Fest gefeiert wird.

HintergrundBearbeiten

Die Dreharbeiten fanden vom 19. Februar 2019 bis zum 11. März 2019 an 14 Drehtagen statt. Gedreht wurde in Hildesheim, Worpswede (Worpsweder Käseglocke) und Buchholz in der Nordheide, wobei der Hauptdrehort das Schloss Marienburg südlich von Hannover war.[1]

Der Film hat nur noch wenig mit der Vorlage zu tun.

KritikenBearbeiten

„Frei nach der Vorlage des Böhmen Josef Wenzig erdachter (Fernseh-)Märchenfilm, der durch seine einfallsreiche Handlung, die üppige Ausstattung und gute Darsteller auffällt. Der archaische Gut-gegen-Böse-Konflikt wird dabei in komplexen Charakterzeichnungen bemerkenswert aufgebrochen.“

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das Märchen von den 12 Monaten bei rbb-online vom 26. Dezember 2019
  2. Das Märchen von den zwölf Monaten. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 3. Januar 2021.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet