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Das Dorf Pfeifferhütte ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzenbruck im Landkreis Nürnberger Land, Mittelfranken/Bayern.

Pfeifferhütte
Koordinaten: 49° 20′ 18″ N, 11° 17′ 38″ O
Höhe: 397–427 m ü. NN
Einwohner: 553 (1. Aug. 2017)[1]
Postleitzahl: 90592
Vorwahl: 09183
Pfeifferhütte, am Kanal
Pfeifferhütte, am Kanal

Geografische LageBearbeiten

Der Ort liegt etwa 4,2 Kilometer südöstlich von Schwarzenbruck direkt an der Bundesstraße B8 von Nürnberg nach Neumarkt in der Oberpfalz. Nachbarorte im Uhrzeigersinn sind Burgthann, Unterferrieden, Oberlindelburg, Unterlindelburg, Schwarzenbruck und Mimberg. Durch Pfeifferhütte führt der Ludwig-Donau-Main-Kanal mit zahlreichen denkmalgeschützten Schleusen.

GeschichteBearbeiten

 
Alter Kanal

Der Ursprung[2] von Pfeifferhütte liegt im Jahre 1714. Durch die Genehmigung des markgräflichen Oberamtmanns von Burgthann konnte der blinde Michael Götz unterhalb von Lindelburg eine Bettelhütte errichten. Sich und seine Familie ernährte er dadurch, dass er „irdene Tabakspfeifen“ fertigte. Zusätzlich befasste er sich mit der Herstellung von Kienöl und Wagenschmiere. Deswegen wurde für den Ort auch der Name Pechhütte verwendet. Später siedelten sich Handwerker, Bauern und ein Wirt an. Für die Landwirtschaft war der Boden zu unfruchtbar. Heute bewohnen hauptsächlich Pendler die Ortschaft mit dem mittlerweile geschlossenen Schullandheim Pfeifferhütte[3] und dem Pfeifferhütter Schützenverein[4], aus dem schon deutsche Meister hervorgegangen sind.

Der 1835 bis 1846 erbaute Ludwig-Donau-Main-Kanal führte südlich an Pfeifferhütte vorbei und es gab dort eine Ladestelle (Anlände) für den Güterumschlag. Diese diente hauptsächlich für den Export von Forst- und Agrarerzeugnissen und dem Import von Kohle und Baustoffen. 1950 wurde der Ludwigskanal wieder aufgelassen, die Anlegestelle fiel ruinös und steht heute ebenso wie die im Gemeindegebiet erhalten gebliebenen Schleusen 36 – 43 und Mühlbachdamm unter Denkmalschutz.

Pfeifferhütte gehörte zur Gemeinde Lindelburg, die am 1. Januar 1972 nach Schwarzenbruck eingemeindet wurde.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1987[6] 2013 2017[1]
Einwohnerzahl 413 561 553

LiteraturBearbeiten

  • Nürnberger Land. Karl Pfeiffer's Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993. ISBN 3-9800386-5-3

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b www.schwarzenbruck.de, Einwohnerzahlen 2017 (Abgerufen am 20. August 2017)
  2. Geschichte Pfeifferhütte (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schullandheimwerk-mittelfranken.de (PDF; 23 kB)
  3. Schullandheim Pfeifferhütte (Memento des Originals vom 4. Juli 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schullandheimwerk-mittelfranken.de
  4. Schützenverein Pfeifferhütte
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 542.
  6. Verein für Computergenealogie e. V.@1@2Vorlage:Toter Link/wiki-de.genealogy.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Pfeifferhütte

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pfeifferhütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien