Lindelburg

Ort in der Gemeinde Schwarzenbruck im Landkreis Nürnberger Land

Lindelburg ist der Name eines Orts im Landkreis Nürnberg. Bis 1972 hatte er den Status einer Gemeinde. Heute gehört das Gebiet zur Gemeinde Schwarzenbruck im Landkreis Nürnberger Land.

GeografieBearbeiten

Lindelburg ist dörflich geprägt. Der Ort liegt südöstlich von Schwarzenbruck und südwestlich von Burgthann. Er besteht aus den Ortsteilen Oberlindelburg und Unterlindelburg. Ebenfalls eng verbunden mit Lindelburg ist das tiefer an der Durchgangsstraße von Schwarzenbruck nach Neumarkt gelegene Pfeifferhütte, das früher zur Gemeinde Lindelburg zählte. Lindelburg ist aus Richtung Nürnberg praktisch nur über Pfeifferhütte zu erreichen. Durch Pfeifferhütte führt auch der Ludwig-Donau-Main-Kanal mit zahlreichen denkmalgeschützten Schleusen.

GeschichteBearbeiten

Das ursprünglich Lindelberg genannte Lindelburg wurde im Jahr 1295 zum ersten Mal urkundlich erwähnt; eine Burg gab es dort nie. 1367 lebten dort sieben Bauern, die kirchlich zu Wendelstein gehörten und erst in der Neuzeit dem näheren Oberferrieden zugeordnet wurden. Oberlindelburg zählte im Jahr 1732 acht, Unterlindelburg zehn Anwesen. Sie gehörten alle Nürnberger Grundherren.[1]

Pfeifferhütte entstand im Jahr 1714. Im Ursprung war es die Hütte eines Bettlers an der Straße von Nürnberg nach Regensburg. Der größer werdende Ort stand unter der Aufsicht der markgräflichen Forstverwaltung. Das Projekt eines Plandorfes aus dem Jahr 1728 wurde nie verwirklicht.

Die Gemeinde Lindelburg wurde am 1. Januar 1972 aufgelöst.[2] Die drei Gemeindeorte sind nunmehr Ortsteile der Gemeinde Schwarzenbruck.

Bemerkenswert ist, dass es in Lindelburg, obgleich der Ort seit Jahrzehnten wächst, keine Nahversorgung gibt. Seit der Jahrtausendwende haben die ansässigen Bauern jedoch ihren Bestand an Islandpferden erheblich aufgestockt, wohl mit Blick auf den Zukunftsmarkt Wochenendtourismus. Von Lindelburg aus führen zudem mehrere attraktive Spazierwege durch die umliegenden Wälder, unter anderem auch zum Ludwig-Donau-Main-Kanal.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1910[3] 1923[4] 1939[4] 1987[5] 2013[6] 2014[7] 08/2017[8] 05/2018[9]
Einwohnerzahl 168 190 196 1233 1762 1208 1264 1237

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeinde Schwarzenbruck: 975 Jahre Schwarzenbruck, Schwarzenbruck 2000, S. 73f.
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 542.
  3. Gemeindeverzeichnis, Bezirksamt Nürnberg
  4. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Nürnberg. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Verein für Computergenealogie e. V., Schwarzenbruck
  6. www.schwarzenbruck.de
  7. Web-Archiv_www.schwarzenbruck.de
  8. Web-Archiv_www.schwarzenbruck.de
  9. www.schwarzenbruck.de

Koordinaten: 49° 20′ N, 11° 17′ O