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Das Dorf Rummelsberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzenbruck im Landkreis Nürnberger Land in Bayern und hat zusammen mit den Ortsteilen Fröschau und Mauschelhof etwa 820 Einwohner. Überregional bekannt ist Rummelsberg durch die Rummelsberger Diakonie[2].

Rummelsberg
Koordinaten: 49° 22′ 0″ N, 11° 16′ 3″ O
Höhe: 400 m ü. NN
Einwohner: 833 (23. Jul. 2010)[1]
Postleitzahl: 90592
Vorwahl: 09128
Krankenhaus Rummelsberg
Krankenhaus Rummelsberg

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Rummelsberg liegt 18 km südöstlich von Nürnberg zwischen der Anschlussstelle Feucht der Bundesautobahn 9 und der Anschlussstelle Altdorf/Burgthann der Bundesautobahn 3 auf dem Ausläufer des Dreibrüderberges. Vom Bahnhof Ochenbruck sind es fünf Gehminuten bis nach Rummelsberg. Rummelsberg hat 833 Einwohner[1] (Stand: 23. Juli 2010).

OrtsbildBearbeiten

 
Philippuskirche

Rummelsberg wird geprägt durch die Philippuskirche (1927) im neoromanischen Stil, die auf einer Bergkuppe steht. Ihre Glocken werden noch im Handzugverfahren von den Diakonenschülern geläutet. Beim Bau des Brüderhauses 1931 kam es zum sogenannten Quellwunder, mit dem das Problem der Trinkwasserversorgung gelöst wurde[3]. Seit 1999 fließt das Wasser aus einem Brunnen vor dem Brüderhaus.

Wie das Waldhotel sind auch die meisten anderen Einrichtungen Teil der Rummelsberger Dienste für Menschen gGmbH, des Unternehmens der Rummelsberger Diakonie. Im Ort gibt es zwei Altenheime (Stephanus- und Feierabendhaus), ein Berufsbildungswerk mit angeschlossenem Internat für körperlich Beeinträchtigte, einen großen Jugendhilfeverbund mit mehreren Gebäuden, die Diakonenschule, ein Tagungszentrum und zwei Krankenhäuser (Laurentius- und Wichernhaus). Letzteres ist europaweit als eine der führenden orthopädischen Fachkliniken bekannt. Die beiden Kliniken wurden 2010 an die Sana Kliniken verkauft.

GeschichteBearbeiten

Erstmals erwähnt wurde Rummelsberg 1369 als einzelner Hof in einer Urkunde des Brant Groß, einem Patrizier aus der Stifterfamilie des Nürnberger Heiliggeist-Spitals. Im 15. Jahrhundert wechselte das Gut als Reichslehen durch die Hände verschiedener Nürnberger Patrizierfamilien (Waldstromer, Toppler, Pfinzing) bis es schließlich im Jahre 1500 als Stiftung an das Heiliggeist-Spital überging.

Dadurch unterstützte der Hof mit seinen Naturalabgaben etwa 300 Jahre lang die größte soziale Stiftung in der freien Reichsstadt, die ab 1504 auch die Landeshoheit bis 1796 ausübte. Das Spital bewirtschaftete das Gut aber nicht selbst, sondern verlieh es hauptsächlich an Nürnberger Bürger. Der 1553 im 2. Markgrafenkrieg zerstörte Bürgersitz wurde wieder aufgebaut und wirkte auf dem Stich von Boener mit seinem Barockgarten um 1700 wie ein Schlösschen. Bald danach entstand ein zweiter Hof am Gelände, der von den Pächtern bewohnt wurde, während das Gutshaus bis 1796 in der Hand Altdorfer Medizinprofessoren war. Um 1800 konnte die Bauernfamilie Link beide Anteile in ihrer Hand vereinen und um 1870 an die Familie Rißmann vererben. Seit 1808 gehörte der Weiler zur Gemeinde Moosbach, 1971 kam er zu Schwarzenbruck. (Auszüge aus dem Vortrag zur Geschichte Rummelsbergs von 2015, Walter Stadelmann, Rummelsberg 33)

FreizeitBearbeiten

2014 wurde am Ortsrand ein Kletterpark eröffnet.[4]

GeotopBearbeiten

 
Burgsandsteinfelsen in Rummelsberg

Mitten im Ort in einem Wäldchen befindet sich ein großer Sandsteinfelsen. Der etwa fünf Meter hohe Felsen bietet einen Einblick in die Zusammensetzung und den Aufbau des Oberen Burgsandsteins. Er ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop (574R006) ausgewiesen.[5] Am Fels sind deutliche Spuren von Vandalismus erkennbar.

VerkehrBearbeiten

Rummelsberg wird stündlich von der Buslinie 533 nach Altdorf bedient. Außerhalb der Kernzeiten fährt das Linienbedarfstaxi N59. Beide Linien des VGN halten an den Haltestellen Hospiz und Wichernhaus. Am nahegelegenen Bahnhof Ochenbruck hält die S-Bahn der Linie S3 Neumarkt–Nürnberg.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Nürnberger Land. Karl Pfeiffer's Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993. ISBN 3-9800386-5-3

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b http://www.schwarzenbruck.de/master.php?page=56
  2. http://www.rummelsberger.de/
  3. http://www.schwarzenbruck.de/master.php?page=51
  4. Klettergarten Rummelsberg (Abgerufen 12. Dezember 2015)
  5. Geotop: Burgsandsteinfelsen (PDF; 175 kB)