Pfaffschwende

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pfaffschwende
Pfaffschwende
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pfaffschwende hervorgehoben

Koordinaten: 51° 15′ N, 10° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Ershausen/Geismar
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 4,02 km2
Einwohner: 284 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37308
Vorwahl: 036082
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 075
Adresse der Verbandsverwaltung: Kreisstr. 4
37308 Schimberg
Website: pfaffschwende.de
Bürgermeister: Uwe Wagner
Lage der Gemeinde Pfaffschwende im Landkreis Eichsfeld
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Über dieses Bild

Pfaffschwende ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Ershausen/Geismar im thüringischen Landkreis Eichsfeld.

Geographische LageBearbeiten

Pfaffschwende liegt unweit der Grenze von Hessen und Thüringen an der Ostabdachung des Höhenzugs Gobert. Nachbarorte sind Volkerode im Nordwesten, Wiesenfeld im Nordnordosten, Sickerode im Osten und Kella im Südwesten.

 
Pfaffschwende mit Kirche

GeschichteBearbeiten

Pfaffschwende wurde unter dem Namen Pfaffingeswenden im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der nahegelegenen Burg Greifenstein 1399 erstmals urkundlich erwähnt. Während des Bauernkrieges in den Jahren 1524/25 wurde der Ort vollständig zerstört, 1540 an gleicher Stelle jedoch wieder aufgebaut. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation zu Kurmainz, von 1802 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen.

Ein wichtiger Erwerb für die Pfaffschwender waren seit etwa 1840 Erzeugnisse der Kattunweberei. In den Jahren 1922 bis 1924 erfolgte die Elektrifizierung des Ortes. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen infolge der Umsiedlung der Menschen aus den deutschen Ostgebieten auch einige Familien nach Pfaffschwende. Bis 1949 gehörte der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Sickerode eingegliedert.

Durch eine Anordnung des Ministerrates der DDR wurde an der innerdeutschen Grenze ab 1952 eine 5-km-Sperrzone, in der sich der Ort befand, angelegt. Dadurch konnte der Ort von Bürgern, die im Inneren der DDR lebten, nicht mehr ohne Genehmigung besucht werden. Um sich in dem Ort aufzuhalten, musste im Personalausweis der Person ein Stempel mit dem Vermerk eingedrückt werden. Mit der Wende 1989/1990 kam der Ort zu Thüringen.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 544
  • 1995: 532
  • 1996: 526
  • 1997: 491
  • 1998: 473
  • 1999: 467
  • 2000: 397
  • 2001: 387
  • 2002: 386
  • 2003: 377
  • 2004: 372
  • 2005: 365
  • 2006: 364
  • 2007: 359
  • 2008: 357
  • 2009: 359
  • 2010: 350
  • 2011: 294
  • 2012: 298
  • 2013: 301
  • 2014: 296
  • 2015: 330
  • 2016: 293
  • 2017: 287
  • 2018: 284
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat Pfaffschwende setzt sich aus sechs Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

  • SPD: 1 Sitz
  • Landfrauen 2 Sitze
  • Wählergemeinschaft Brauchtum: 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[2]

Kommunalwahl 2014: [3]

  • Verein für Brauchtum: 4 Sitze
  • Landfrauen: 2 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister Uwe Wagner wurde am 6. Juni 2010 gewählt und 2016 in seinem Amt bestätigt.[4]

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Seit 1990 besteht eine Partnerschaft zur Gemeinde Windhagen in Rheinland-Pfalz.

VereineBearbeiten

Neben einer Freiwilligen Feuerwehr und einem Sportverein gibt es in Pfaffschwende auch einen Verein für Brauchtum und Heimatpflege.

LiteraturBearbeiten

  • Walter Fricke: Ortschronik von Pfaffschwende 1399–1999. Nach archivalischen, literarischen und anderen Quellen und Chronisten der Gemeinde. Hrsg.: Gemeinde Pfaffschwende. Pfaffschwende 1999, S. 160.

WeblinksBearbeiten

Commons: Pfaffschwende – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. (PDF; 1,9 MB) Der Landeswahlleiter, abgerufen am 7. März 2010.
  3. http://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2014&zeigeErg=GEM&wknr=061&gemnr=61075
  4. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.