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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wingerode
Wingerode
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wingerode hervorgehoben

Koordinaten: 51° 23′ N, 10° 14′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Leinetal
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 9,77 km2
Einwohner: 1174 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37327
Vorwahl: 03605
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 107
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 73
37308 Bodenrode-Westhausen
Website: www.vg-leinetal.de
Bürgermeister: Erhardt Wehr (CDU)
Lage der Gemeinde Wingerode im Landkreis Eichsfeld
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Über dieses Bild

Wingerode ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld in der Verwaltungsgemeinschaft Leinetal.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

 
Blick über Wingerode

Wingerode liegt im Leinetal ungefähr 6 Kilometer östlich von Heilbad Heiligenstadt und 5 km westlich von Leinefelde. Der Ort ist umgeben von den Höhen des Dün mit dem Heiligenberg (493,6 m) im Süden und den Erhebungen von Stöckeberg (351,8 m), Mühlenberg (343,5 m) und des Eschberg (355,1 m) im Norden. In Wingerode münden der Haarbach und der Ritterbach in die Leine.

NachbarorteBearbeiten

Unmittelbare Nachbarorte sind Beuren im Osten, Bodenrode im Westen und Steinbach im Nordwesten.

VerkehrBearbeiten

Der Ort hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden. Die Landesstraße L 2021 verbindet mit der ehemaligen Bundesstraße 80 und heutigen L 3080, nördlich verläuft die Bundesautobahn 38 mit der Etzelsbachtalbrücke. Der Leine-Heide-Radweg führt von Leinefelde kommend durch Wingerode.

GeschichteBearbeiten

Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte am 24. September 1146 als Wichelderothe, daher konnte Wingerode im Jahr 1996 seine 850-Jahr-Feier begehen.[2] Im Jahre 1174 erwarb Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern und Sachsen das Dorf vom Kloster Volkenroda zum Preis von zwei Hufen Land.[3] Seit dem 17. Jahrhundert war die örtliche Ignatiuskapelle Ziel von Wallfahrten. Wingerode gehörte bis zur Säkularisation 1802 zu Kurmainz und unterlag der Gerichtsbarkeit der Familie von Hanstein. 1802 bis 1807 wurde der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. Von 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. 1945 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Wingerode von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Einwohnerentwicklung von 1994 bis 2007

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 1.211
  • 1995: 1.224
  • 1996: 1.245
  • 1997: 1.244
  • 1998: 1.249
  • 1999: 1.260
  • 2000: 1.254
  • 2001: 1.255
  • 2002: 1.261
  • 2003: 1.252
  • 2004: 1.276
  • 2005: 1.274
  • 2006: 1.259
  • 2007: 1.244
  • 2008: 1.247
  • 2009: 1.242
  • 2010: 1.233
  • 2011: 1.223
  • 2012: 1.215
  • 2013: 1.221
  • 2014: 1.197
  • 2015: 1.184
  • 2016: 1.197
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In rotem Schild mit eingeschweifter silberner Spitze in Feld eins einen schräglinken Wellen-balken, in Feld zwei eine silberne schrägrechts liegende Axt und im Feld drei ein rotes von. goldenen Nägeln durchbohrtes flammendes Herz.“

BildungBearbeiten

Die Gemeinde verfügt über eine Grundschule.

Bürgermeister und GemeinderatBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister Erhardt Wehr wurde am 6. Juni 2010 gewählt und am 5. Juni 2016 im Amt bestätigt.[4]

Nach der Wahl 2014 hat der Gemeinderat 12 Mitglieder: [5]

  • CDU: 10 Sitze
  • GW: 2 Sitze

SehenswertesBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Wingerode

Sehenswürdigkeiten von Wingerode sind:

  • der Dorfkern mit Anger und historischen Fachwerkhäusern
  • die St. Johannes-der-Täufer-Kirche von 1896
  • die Ignatiuskapelle
  • die Mariengrotte
  • das Bodendenkmal mit Wüstung und Glashütte Volsbach nordöstlich vom Ort
  • die Etzelsbachtalbrücke
  • kleiner Stausee südlich am Ortsrand

LiteraturBearbeiten

  • Autorenkollektiv: Festschrift zur 850-Jahr-Feier von Wingerode 1146-1996. Hrsg.: Gemeinderat Wingerode. Heiligenstadt 1996, S. 72, Format A5.
  • Gerhard Görge u. a.: Wingerode im Eichsfeld - Ein Dorf und seine Menschen in alten Bildern. Horb am Neckar 1996, ISBN 3-89570-145-9, S. 84, Format >A5.
  • Autorenkollektiv: 800 Jahre Wingerode 1174-1974. In: Sonderausgabe der Eichsfelder Heimathefte. Heiligenstadt 1974, S. 96, Format A5.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wingerode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien