Pantajiwka

Siedlung städtischen Typs in der Ukraine
Pantajiwka
Пантаївка
Wappen fehlt
Pantajiwka (Ukraine)
Pantajiwka (48° 40′ 37″ N, 32° 53′ 25″O)
Pantajiwka
Basisdaten
Oblast: Oblast Kirowohrad
Rajon: Stadtkreis von Oleksandrija
Höhe: 182 m
Fläche: Angabe fehlt
Einwohner: 2.633 (2018)
Postleitzahlen: 28023
Vorwahl: +380 5235
Geographische Lage: 48° 41′ N, 32° 53′ OKoordinaten: 48° 40′ 37″ N, 32° 53′ 25″ O
KOATUU: 3510345600
Verwaltungsgliederung: 1 Siedlung städtischen Typs
Adresse: вул. Магістральна 49
28023 сел. Пантаївка
Website: Webseite des Gemeinderates
Statistische Informationen
Pantajiwka (Oblast Kirowohrad)
Pantajiwka (48° 40′ 37″ N, 32° 53′ 25″O)
Pantajiwka
i1

Pantajiwka (ukrainisch Пантаївка; russisch Пантаевка Pantajewka) ist eine Siedlung städtischen Typs in der ukrainischen Oblast Kirowohrad mit etwa 2630 Einwohnern (2018) und gehört administrativ zum Stadtkreis von Oleksandrija.[1]

Pantajiwka liegt 18 km westlich von Oleksandrija an der Fernstraße M 04/E 584 und besitzt seit 1960 den Status einer Siedlung städtischen Typs. In der Ortschaft befindet sich eine Bahnstation an der Bahnstrecke Borschtschi–Charkiw zwischen Krementschuk und Snamjanka.[2]

TagebauBearbeiten

Bei der Siedlung befand sich die bis 2009 aktive, 6 Kilometer lange Kohlegrube Morosiwskyj (ukrainisch Морозівський вугільний розріз Morosiwskyj wuhilnyj rosris), ein Tagebau zur Gewinnung von Braunkohle,[3] in dem bis Anfang 2000 jährlich mehr als eine Million Tonnen Braunkohle abgebaut wurde.[4]

Der dort 1970 aus Einzelteilen montierte[5] und im Sommer 2014 demontierte Schaufelradbagger ЕРШР-1600 hatte eine Leistung von 38.400 Kubikmeter pro Tag.[5] Durch den inzwischen wassergefüllten Steinbruch führt eine 1929 gebaute Förderbrücke, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Reparation aus Deutschland hierher kam. Weitere Bagger, die hier eingesetzt wurden, stammten ebenfalls aus Deutschland,[6] u. a. aus der Otto-Scharf-Grube in Köttichau.

Heute zählt das Gelände zu den TOP-7 "Stalker"-Objekten der Ukraine für extremen Industrietourismus.[7]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org; abgerufen am 11. Juli 2019
  2. Eintrag zu Pantaevka in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie 1979, auf The Free Dictionary; abgerufen am 11. Juli 2019 (englisch)
  3. Kohlegrube Morosiwskyj, Oleksandrija auf ua.igotoworld.com; abgerufen am 11. Juli 2019 (ukrainisch)
  4. Technische Wunder des Planeten: Der Oleksandrija-Steinbruch wurde zu den sieben besten Stalker-Standorten in der Ukraine gezählt; auf topnews.kr.ua; abgerufen am 11. Juli 2019 (ukrainisch)
  5. a b Totes Baggertal auf ua-travels; abgerufen am 11. Juli 2019 (ukrainisch)
  6. Tal der toten Bagger auf dailypix.ru vom 19. Juni 2013; abgerufen am 11. Juli 2019 (russisch)
  7. Die technischen Wunder des Planeten: Der Oleksandrija-Steinbruch zählte zu den sieben besten Stalker-Standorten in der Ukraine auf akulamedia.com vom 17. Dezember 2014; abgerufen am 11. Juli 2019 (ukrainisch)