Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ostereistedt
Ostereistedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ostereistedt hervorgehoben
Koordinaten: 53° 18′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Selsingen
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 28,5 km2
Einwohner: 929 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27404
Vorwahl: 04285
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 036
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 8
27446 Selsingen
Bürgermeisterin: Ulrike Ringen (WG-Ostereistedt)
Lage der Gemeinde Ostereistedt im Landkreis Rotenburg (Wümme)
BremenHamburgSchleswig-HolsteinLandkreis CuxhavenLandkreis DiepholzLandkreis HarburgLandkreis OsterholzLandkreis StadeLandkreis HeidekreisLandkreis VerdenAhausenAlfstedtAnderlingenBasdahlRotenburg (Wümme)BötersenBothel (Niedersachsen)BreddorfBremervördeBrockelBülstedtDeinstedtEbersdorf (Niedersachsen)Elsdorf (Niedersachsen)FarvenFintelGnarrenburgGroß MeckelsenGyhumHamersenHamersenHassendorfHeeslingenHellwegeHelvesiekHemsbündeHemslingenHepstedtHipstedtHorstedt (Niedersachsen)Horstedt (Niedersachsen)Kalbe (Niedersachsen)KirchtimkeKirchwalsedeKlein MeckelsenLauenbrückSittensenLengenbostelOerelOstereistedtReeßumRhadeRotenburg (Wümme)SandbostelScheeßelSeedorf (bei Zeven)SelsingenSittensenSittensenSottrumStemmen (Landkreis Rotenburg)TarmstedtTisteTisteVahldeVahldeVierdenVisselhövedeVorwerk (Niedersachsen)WestertimkeWesterwalsedeWilstedtWohnsteZevenKarte
Über dieses Bild

Ostereistedt (sprich: Oster-Eistedt) ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Selsingen, Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Ostereistedt liegt zwischen Hamburg und Bremen, nördlich der Bundesautobahn A 1, genau auf der Wasserscheide zwischen Weser und Elbe.

GemeindegebietBearbeiten

Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von 28,5 km². Sie ist stark landwirtschaftlich geprägt.

GemeindegliederungBearbeiten

Ostereistedt besteht aus den Ortsteilen Ostereistedt und Rockstedt und gehört zur Samtgemeinde Selsingen.

GeschichteBearbeiten

Der Name von Rockstedt kann verschieden gedeutet werden. Die eine Variante besagt, dass der Name auf ein Kolk- oder Wodansrabendorf hinweist.(von de Rood = Kolkrabe) Andererseits könnte der Name auch eine Roggen- oder Fruchtstätte bezeichnen.[2] Urkundlich wurde Rockstedt zum ersten Mal 1153 erwähnt, dessen Name als Rocstede erwähnt und als Kolkrabendorf (von Rook = Kolkrabe) begriffen wurde.

Der Name Ostereistedts ist nicht mehr eindeutig zu klären, er könnte aber wahrscheinlich auf „Eichenstätte“ zurückzuführen sein,[3] aber genau so auf einen Siedler namens Eike (Eckehard) als gemeinsame Wurzel von Oster Eystedte und Wester Eystede (letzteres heute Rhadereistedt).[4] Es liegt genau auf der Wasserscheide zwischen Elbe und Weser. Das Wasser im nördlichen Teil fließt über Gräben und Bäche in Hamme und Weser. Das Wasser im südlichen Teil fließt über Bade und Oste in die Elbe.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Rockstedt eingegliedert.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 895 Einwohner (mit Rockstedt, ohne Rockstedt 545 Einwohner)[5]
  • 1970: 919 Einwohner (mit Rockstedt, ohne Rockstedt 534 Einwohner)[5]
  • 1996: 966 Einwohner
  • 1999: 976 Einwohner
  • 2004: 971 Einwohner
  • 2011: 941 Einwohner
  • 2016: 924 Einwohner

(ab 1996 jeweils am 31. Dezember)

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Ostereistedt besteht aus neun Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1000 Einwohnern.[6] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[7]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
Wählergemeinschaft Ostereistedt 61,57 % 6
Wählergemeinschaft Rockstedt 38,42 % 3

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 74,08 %[7] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[8]

BürgermeisterBearbeiten

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Ulrike Ringen (Wählergemeinschaft Ostereistedt) zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin für die aktuelle Wahlperiode.[9]

WappenBearbeiten

Blasonierung: Das Wappen zeigt im goldenen Grund durch einen grünen schräglinken Wellenbalken geteilt im oberen Feld einen schwarzen Raben und im linken unteren Feld drei kranzartig verbundene grüne Eichenblätter mit je einer Eichel.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Osterhasen-PostamtBearbeiten

Genau, wie sich in Himmelpfort in Brandenburg und Himmelpforten in Niedersachsen je ein Weihnachtspostamt befindet, gibt es in Ostereistedt so etwas wie eine Osterhasenzentrale. Kinder können „Hanni Hase, Am Waldrand 12, 27404 Ostereistedt“ Briefe schicken. Des Weiteren findet jährlich am Ostersonntag ein Programm statt.[10][11]

BauwerkeBearbeiten

Das „Eckes Hus“ ist das einzige noch erhaltene Rauchhaus im Landkreis Rotenburg. Es wurde im Jahre 1564 erbaut.

VerkehrBearbeiten

Ostereistedt liegt westlich von Zeven an der Landesstraße Richtung Bremerhaven. Durch Zeven verläuft die Bundesstraße B 71. Diese kreuzt südlich von Zeven an der Anschlussstelle Bockel (49) die Autobahn A1 Hamburg – Bremen.

Der Haltepunkt Ostereistedt lag an der Bahnstrecke Wilstedt–Tostedt. Diese ist stillgelegt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ostereistedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Dorfgeschichte (Memento des Originals vom 9. Juni 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.selsingen.de
  3. Ostereistedt auf der Website der Samtgemeinde Selsingen (Memento des Originals vom 9. Juni 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.selsingen.de
  4. Dorfgeschichte-Einmal anders gesehen (Memento des Originals vom 24. Juni 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.selsingen.de
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  6. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 18. März 2017.
  7. a b Gemeinde Ostereistedt – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016@1@2Vorlage:Toter Link/wahlen.kdo.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 18. März 2017.
  8. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 18. März 2017.
  9. Gemeinde Ostereistedt – Rat der Gemeinde Ostereistedt 2016 - 2021, abgerufen am 18. März 2017.
  10. Gemeinde Ostereistedt – Dorfgeschichte (Memento des Originals vom 9. Juni 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.selsingen.de, abgerufen am 18. März 2017
  11. Osterhase Hanni Hase, Am Waldrand 12, 27404 Ostereistedt, im Internet, abgerufen am 18. März 2017