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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hipstedt
Hipstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hipstedt hervorgehoben
Koordinaten: 53° 30′ N, 8° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Geestequelle
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 29,38 km2
Einwohner: 1221 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27432
Vorwahl: 04768
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 027
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr.24
27432 Hipstedt
Website: www.geestequelle.de
Bürgermeister: Johannes König
Lage der Gemeinde Hipstedt im Landkreis Rotenburg (Wümme)
BremenHamburgSchleswig-HolsteinLandkreis CuxhavenLandkreis DiepholzLandkreis HarburgLandkreis OsterholzLandkreis StadeLandkreis HeidekreisLandkreis VerdenAhausenAlfstedtAnderlingenBasdahlRotenburg (Wümme)BötersenBothel (Niedersachsen)BreddorfBremervördeBrockelBülstedtDeinstedtEbersdorf (Niedersachsen)Elsdorf (Niedersachsen)FarvenFintelGnarrenburgGroß MeckelsenGyhumHamersenHamersenHassendorfHeeslingenHellwegeHelvesiekHemsbündeHemslingenHepstedtHipstedtHorstedt (Niedersachsen)Horstedt (Niedersachsen)Kalbe (Niedersachsen)KirchtimkeKirchwalsedeKlein MeckelsenLauenbrückSittensenLengenbostelOerelOstereistedtReeßumRhadeRotenburg (Wümme)SandbostelScheeßelSeedorf (bei Zeven)SelsingenSittensenSittensenSottrumStemmen (Landkreis Rotenburg)TarmstedtTisteTisteVahldeVahldeVierdenVisselhövedeVorwerk (Niedersachsen)WestertimkeWesterwalsedeWilstedtWohnsteZevenKarte
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Hipstedt (Plattdeutsch: Hipst) ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Geestequelle im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Die Geeste entspringt bei Hipstedt und mündet in Bremerhaven als nördlichster Nebenfluss der Weser.

Inhaltsverzeichnis

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Hipstedt war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein reines Bauerndorf. Durch die Einweihung der Eisenbahnlinie von Geestemünde nach Stade Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort in Richtung des Bahnhofes Heinschenwalde. "Diese Entwicklung erfuhr durch die Ansiedlung des Marine-Sperrzeugamtes im nahen Forst Hinzel und dem damit verbundenen Bau von 50 Wohnungen für die dort Beschäftigten einen großen Aufschwung. Lebten um 1850 etwa 130 Einwohner in Hipstedt so stieg die Einwohnerzahl in achtzig Jahren auf das dreifache. Inzwischen sind neben der Marine-Siedlung, wie der neue Ortsteil genannt wurde, weitere Baugebiete ausgewiesen worden. Mittlerweile hat dieser Ortsteil in Anlehnung an das Waldgebiet Löh seinen Namen Hipstedt-Löh erhalten. Kirche, Kinderspielkreis, Grundschule wurden in den letzten 50 Jahren errichtet."[2]

In Hipstedt-Heinschenwalde bestand während des Ersten Weltkrieges an der Straße Bokelah ein Lager für etwa 1.000 russische Kriegsgefangene, die vornehmlich zur Moorkultivierung, Forstarbeiten sowie zum Deichbau eingesetzt waren. Hier liegt in der Nähe auch der Kriegsgefangenenfriedhof mit den Gräbern von 32 russischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges sowie 1 polnischen Zwangsarbeiter, der 1944 gestorben ist.[3]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Heinschenwalde eingegliedert.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Hipstedt besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[5] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[6]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
WFB Hipstedt-Heinschenwalde 77,22 % 8
CDU 22,77 % 3

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 65,76 %[6] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[7]

BürgermeisterBearbeiten

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Johannes König (WFB Hipstedt-Heinschenwalde) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[8] Sein Vorgänger Gerhard Oetjen war von 2012 bis 2018 Bürgermeister. Zuvor war Karlheinz Poredda von 1961 bis März 2012 im Amt und damit der dienstälteste deutsche Bürgermeister.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Gold über silbernem Palisadenzaun mit schwarzen Spitzen auf grünem, mit silbernem Fluss belegten Berg grüner Eichenzweig mit zwei aufrechten Eicheln.[9]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit Hüpstedt in der Gemeinde Dünwald im Unstrut-Hainich-Kreis.

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Hipstedt liegt mit der Station Heinschenwalde an der Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude. Südlich des Ortes verläuft die Vorzugsvariante der geplanten Bundesautobahn 22.

Es gibt mehrere Gewerbebetriebe und Selbständige in Hipstedt[10]

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Heinrich Krankenberg: Hipstedt : Geschichte eines Dorfes zwischen Geest und Moor. Books on Demand, 2008, ISBN 978-3-8370-2642-9.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hipstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Heinrich Krankenberg: Hipstedt : Geschichte eines Dorfes zwischen Geest und Moor. Books on Demand, 2008, ISBN 978-3-8370-2642-9.
  3. volksbund.de
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/ Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 6. März 2017.
  6. a b Gemeinde Hipstedt – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 6. März 2017.
  7. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 6. März 2017.
  8. Gemeinden der Samtgemeinde Geestequelle – Gemeinde Hipstedt, abgerufen am 6. März 2017.
  9. http://www.geestequelle.de/wir-%C3%BCber-uns/wappen/
  10. firmenschau.com