Oberer Hauenstein

Gebirgspass in der Schweiz

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Oberer Hauenstein
Oberer Hauenstein, Passhöhe

Oberer Hauenstein, Passhöhe

Himmelsrichtung Nord Süd
Passhöhe 734 m ü. M.
Kanton Basel-Land Solothurn
Talorte Waldenburg Balsthal
Ausbau Passstrasse
Gebirge Jura
Profil
Ø-Steigung 4,2 % (197 m / 4,72 km) 3 % (234 m / 7,9 km)
Max. Steigung 9,5 % 4,9 %
Karte (Basel-Landschaft)
Oberer Hauenstein (Kanton Basel-Landschaft)
Oberer Hauenstein
Koordinaten 624576 / 244586Koordinaten: 47° 21′ 6″ N, 7° 45′ 50″ O; CH1903: 624576 / 244586

Der Obere Hauenstein ist ein Pass im Schweizer Kanton Basel-Land in der Gemeinde Langenbruck zwischen Balsthal im Kanton Solothurn und Waldenburg. Die Passhöhe liegt auf der Wasserscheide in einer Höhe von 734 m ü. M.

Über den Pass verläuft die Hauptstrasse 12 von Bern und Solothurn nach Basel. Sie schafft die Verbindung zwischen den Strassen am Jurasüdfuss bei Oensingen und dem Ergolztal bei Liestal. Bis zur Eröffnung der Autobahn 1 bildete sie die wichtigste Strasse zwischen Basel und Solothurn.

Weil die neuzeitliche Hauptstrasse nördlich von Langenbruck einer leicht veränderten Linie folgt, sind dort auf einer kurzen Strecke in den Stein gehauene Spurgeleise erhalten geblieben, deren Alter nicht sicher festgestellt ist. Sie könnten aus der Römerzeit stammen, als der Weg zur grossen Strasse von Aventicum (Avenches) über Salodurum (Solothurn) nach Augusta Raurica (Augst, Kaiseraugst) gehörte, oder von einem Strassenausbau im Mittelalter.

Zwischen Balsthal und Holderbank sind frühe Wegspuren sichtbar. Tief eingeschnittene Hohlwege und die Pflästerung der Chaussée aus dem 18. Jahrhundert bezeugen die Bedeutung der Strasse.

Sperrstelle Oberer HauensteinBearbeiten

 
Infanteriebunker A 3604 Waldenburg

Der Obere Hauenstein ist seit römischer Zeit eine bedeutende Verkehrsverbindung ins Mittelland. Für die Militärstrategen stellte sich immer wieder das Problem der wirksamen Verteidigung dieser Nord-Süd-Achse.

Die Sperrstelle wurde im November 1938 im Detail geplant, die Truppen der Grenzbrigade 4 begannen im Sommer 1940 mit dem Bau der Werke. Die Artilleriestellungen Spittel wurde im Juli/August 1941 durch das Baudetachement «Renfer» errichtet. Die Strasse von Liestal nach Oensingen besteht aus acht aufeinander folgenden Sperren. Mögliche Umgehungsstrassen wurden ebenfalls mit Sperren versehen.

Das Engnis von Waldenburg wurde mit vier Infanteriebunkern gesperrt. Am Felsenfuss unter dem Bunker A 3606 wurde eine Zivilschutzanlage gebaut. Der 2018 gegründete Bunkerverein Waldenburg führt mehrere jährliche Führungen durch.[1][2]

Die Sperrstelle im Gebiet von Spittel besteht aus zwei Bunkern, vier Artilleriestellungen, sechs modernen Unterständen und einem Geländepanzerhindernis mit Strassen- und Bachbarrikaden.

Die Sperrstellen wurde 1994 mit der Auflösung der Grenzbrigade 4 ausser Dienst gestellt. Sie gilt als militärhistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung.[3]

  • Infanteriebunker A 3600 Talhaus
  • Infanteriebunker A 3601 Bubendorf
  • Infanteriebunker A 3602 Oberdorf
  • Infanteriebunker A 3603 Oberdorf
  • Infanteriebunker A 3604 Waldenburg Ost: Pak (früher 7.5-cm-Feldkanone)
  • Infanteriebunker A 3605 Waldenburg West
  • Infanteriebunker A 3606 Waldenburg Ost: Pak (früher 7.5-cm-Feldkanone)
  • Infanteriebunker A 3607 Waldenburg West: Pak (früher 7.5-cm-Feldkanone)
  • Infanteriebunker A 3608 Spittel
  • Infanteriebunker A 3609 Spittel
  • Artilleriebunker A 3610 Spittel-Nünbrunnen
  • Artilleriebunker A 3611 Spittel-Nünbrunnen
  • Artilleriebunker A 3612 Spittel-Nünbrunnen
  • Artilleriebunker A 3613 Spittel-Nünbrunnen
  • Infanteriewerk A 3614 Chräiegg
  • Infanteriebunker A 3615 Schönthal
  • Infanteriebunker A 3616 Lochhus
  • Infanteriebunker A 3617 Beuggen
  • Infanteriebunker A 3618 Beuggen
  • Infanteriebunker A 3619 Titterten
  • Infanteriebunker A 3620 Titterten
  • Infanteriebunker A 3621 Titterten
  • Infanteriebunker A 3622 Titterten
  • Infanteriebunker A 3623 Reigoldswil-Grund
  • Infanteriebunker A 3624 Reigoldswil-Grund
  • Infanteriebunker A 3625 Reigoldswil-Nord
  • Infanteriebunker A 3626 Reigoldswil-Kuweid
  • Infanteriebunker A 3627 Reigoldswil-Kuweid
  • Infanteriebunker A 3628 Seewen
  • Infanteriebunker A 3629 Seewen
  • Geschützstand mobile Artillerie A 3630 Bretzwil
  • Geschützstand mobile Artillerie A 3631 Bretzwil
  • Geschützstand mobile Artillerie A 3632 Bretzwil
  • Geschützstand mobile Artillerie A 3633 Bretzwil
  • 8,4-cm-Artilleriebunker A 3634 Burgruine Gilgenberg
  • Infanteriebunker A 3635 Meltingerbrücke
  • Infanteriebunker A 3636 Meltingerbrücke
  • Infanteriebunker A 3637 Nunningen-Enge
  • Infanteriebunker A 3638 Roderis
  • Infanteriebunker A 3672 Balsthal
  • Infanteriewerk A 3673 Balsthal

WeblinksBearbeiten

Commons: Oberer Hauenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bunkerfreunde: Anlagen Waldenburg BL
  2. Bunkerverein Waldenburg
  3. Silvio Keller, Maurice Lovisa, Thomas Bitterli: Militärhistorische Denkmäler in den Kantonen Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft, VBS 2001[1]