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Admiral NÖ-Meistercup
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Voller Name Cup des Niederösterreichischen Fußballverbandes
Abkürzung NÖ-Meistercup
Verband ÖFB, organisiert von NÖFV
Erstaustragung 1927,
ab 1970/71 und 1983/84
als Amateur-Cup
Mannschaften alle niederösterreichischen Meister der letzten Saison
Spielmodus K.-o.-System
Titelträger SV Gloggnitz (2. Titel)
Rekordsieger ASV Hohenau, SV Oberndorf und
FC Tulln
(jeweils 3 Titel)
Website noefv.at
Qualifikation für ÖFB-Cup

Der Cup des Niederösterreichischen Fußballverbandes, kurz „NÖFV-Cup“ genannt, ist einer von neun österreichischen Fußball-Pokalwettbewerben für Amateurmannschaften der Herren auf Verbandsebene. In Niederösterreich ist dies der Niederösterreichische Fußball-Verband, der den Pokalbewerb im K.-o.-System ausrichtet.

Der Pokalwettbewerb trägt den Namen NÖ-Meistercup, bis 1975 Niederösterreichischer Landespokal, ab 1983 NÖ-Meistercup und ist ein Qualifikationsbewerb für den ÖFB-Cup. Zurzeit ist der Pokal durch Admiral als Admiral NÖ-Meistercup bekannt. In der Saison 2018/19 konnte der SV Gloggnitz den Titel gewinnen.

Der Landespokal stellte beginnend in den späten 1920er Jahren bis in die 1950er Jahre neben der Meisterschaft den Höhepunkt des niederösterreichischen Fußballgeschehens dar. Nach mehrmaligen Unterbrechungen wird der Bewerb seit 1984 jährlich unter der offiziellen Bezeichnung NÖ-Meistercup ausgespielt. Teilnahmeberechtigt sind im Gegensatz zum alten Landescup nur mehr die Meistervereine der einzelnen niederösterreichischen Ligen.

Bezeichnung (Sponsor)Bearbeiten

 
Der Jahressieger erhält einen Erinnerungspokal und Medaillen

Der Cup wird seit 2009 mit einem Sponsor im Namenszug ausgetragen. Davor wurde der Pokalbewerb einfach Niederösterreichischer Landescup genannt. Folgende Sponsoren beziehungsweise Namensänderungen hat der niederösterreichische Pokalwettbewerb in seiner Namensgebung gehabt:

  • Niederösterreichischer Landescup 1927-1974/75
  • NÖ Meistercup: seit 1983/84
  • der Sponsor ist im Namenszugs in Verbindung mit dem NÖ Meistercup:
    • Admiral-NÖ-Meistercup: seit 2009/10

Spielmodus, Teilnehmer und AuslosungBearbeiten

Der NÖ-Meistercup wird im K.O.-System ausgetragen. Alle Runden bis zum Halbfinale werden in einem Spiel entschieden. Die Auslosung der ersten Runden findet unter geographischen Gesichtspunkten statt. Sofern sie gegen Meister aus den 2. Landesligen und Gebietsliegen gelost werden, haben Vereine aus den 3. und 2. Klassen bis zur 3. Runde grundsätzlich Heimrecht. Sofern sie gegen Mannschaften aus den Gebietsligen spielen, müssen die Meister der Landesligen in der 2. Runde ebenfalls auswärts antreten. Sollten beide Vereine in der gleichen Leistungsstufe spielen, hat der erstgenannte Verein bei der Auslosung Heimrecht.

Das Finale wird mit Hin- und Rückspielt bestritten. Der Sieger des erstgezogenen Halbfinalspieles gilt im Hinspiel als Heimmannschaft, der Sieger des zweitgezogenen Halbfinalspiels als Auswärtsmannschaft. Steht es nach 90 Minuten Unentschieden, wird der Sieger wird eine Verlängerung von 2 x 15 Minuten gespielt. Sollte noch immer kein Sieger feststehen, so wird dieser im Elfmeterschießen ermittelt.

  • 1. Runde: Vorrunde (Meister der 3., 2. und 1. Klassen)
  • 2. Runde: 1. Hauptrunde (die Meister der Gebietsliga und 2. Landesliga steigen ein)
  • 3. Runde: Achtelfinale: 16 Teilnehmer (der Meister der 1. Landesliga steigt ein)
  • 4. Runde: Viertelfinale: 8 Teilnehmer
  • 5. Runde: Halbfinale: 4 Teilnehmer
  • 6. Runde: Finale: 2 Teilnehmer

PrämienBearbeiten

Die Verlierer der 1. Runde erhalten jeweils eine Antrittsprämie in Höhe von 200 Euro, jene der 2. Runde 400 Euro und jene der 3. Runde 800 Euro. Ab der 3. Runde erhält der Heimverein eine Matchballspende des Bewerbssponsors. An die Verlierer der Halbfinalspiele wird eine Prämie von 1000 Euro ausgeschüttet.

Die beiden Finalisten werden mit Erinnerungspokalen und Medaillen ausgezeichnet. Zusätzlich erhält der Sieger den Wanderpokal, der nach dreimaligen Sieg in den Besitz des Vereins übergeht. Zusätzlich erhält der Sieger eine Prämie von 2000 Euro und der Verlierer eine solche von 1400 Euro.[1]

GeschichteBearbeiten

Landescup bis 1951
Saison[2] Pokal-Sieger Finalist Resultat(e)
Niederösterreichischer Landescup
1920 ASK Liesing keine Information
1921
bis
1923
kein Bewerb
1924 ASK Liesing keine Information
1925
bis
1926
kein Bewerb
1927 ESV Vorwärts Krems keine Information
1928
bis
1930
kein Bewerb
1930/31 SV Tulln keine Information
1931/32 Badener AC keine Information
1932/33 SV Tulln keine Information
1933/34 SV Tulln ASV Rapid Hohenau 5:3
1934/35 SC Berndorf Stockerauer SV 07 2:1 u. 3:3
1935/36 Kremser SC ESV Wacker Wiener Neustadt 1:1 u. 3:1
1936/37 ASV Rapid Hohenau keine Information
1937/38 kein Bewerb
1938/39 ASV Rapid Hohenau keine Information
1939/40 kein Bewerb
1940/41 WSV BU Neunkirchen keine Information
1941/42
bis
1944/45
kein Bewerb
1945/46 Badener AC 1. Wiener Neustädter SC 1:2 und 3:1
1946/47 SC Siebenhirten Marathon Korneuburg 3:1
1947/48 SV Gloggnitz SC Siebenhirten 1:0
1948/49 SC Siebenhirten SV Zistersdorf 3:1 n. V.
1949/50 ASV Rapid Hohenau keine Information
1950/51 KSV Ortmann Badener AC 2:1

Der Niederösterreichische Fußballverband entstand als selbstständiger Verband im Jahre 1922, bis dahin handelte es sich nur um einen Teilverbandes des ÖFB, der unter anderem Ausrichter der österreichischen Meisterschaften und des ÖFB-Cup gewesen war. Zwar blieb der NÖFV weiterhin verwaltungstechnisch mit dem ÖFB vereint, schrieb aber für die Saison 1922/23 erstmals eine niederösterreichische Landesmeisterschaft aus. Die Einführung des Landespokals wurde seitens des NÖFV allerdings erst 1926 unter Präsident Franz Gstaltner beschlossen, die erste Austragung fand im Jahr darauf statt. Nach der vorübergehenden Vereinigung des NÖFV und des WFV wurde dieser Bewerb jedoch bald wieder fallen gelassen und erst 1931 wieder eingeführt. Mit einigen kurzen Unterbrechungen wurde der Cup, wenngleich unter verschiedenen Bezeichnungen und nicht immer mit den besten Mannschaften des Landes, bis 1941 ausgespielt, musste dann jedoch auf Grund der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges eingestellt werden.

Im Rahmen des Bundesländer-Cups wurde der Wettbewerb nach Kriegsende 1946 wieder eingeführt. Nachdem dieser jedoch im Zuge der Staatsliga-Reform abgeschafft wurde, entschied der NÖFV als erster österreichischer Landesverband 1951 seinen Cupwettbewerb ebenso auf unbestimmte Zeit einzustellen.

Landescup in den 1970er Jahren
Saison[2] Pokal-Sieger Finalist Resultat(e)
Niederösterreichischer Landescup
1970/71 SV Admira Wiener Neustadt keine Information
1971/72 KSV Ortmann ATSV Hainburg 5:0 und 2:4
1972/73 SV Stockerau keine Information
1973/74 KSV Böhlerwerk keine Information
1974/75 SV Waidhofen/Thaya ASK Lichtenwörth keine Information

1970 war es aber wiederum der NÖFV der als erster Verband in Österreich den Wettbewerb wieder einführte. Aufgrund des inzwischen abgeflauten Interesses der Bevölkerung hatte der Titel zwischenzeitlich an ideellem Wert verloren und so kam es bereits 1976 erneut zu einer Unterbrechung des Landescups.

Meistercup seit 1983
Saison[2] Pokal-Sieger Finalist Resultat(e)
NÖ Meistercup
1983/84 SC Zwettl keine Information
1984/85 SV Oed/Zeillern keine Information
1985/86 SV Eichgraben keine Information
1986/87 SV Blindenmarkt keine Information
1987/88 SV Oed/Zeillern keine Information
1988/89 SV Horn keine Information
1989/90 SPG Gottsdorf/Marbach/Persenbeug keine Information
1990/91 USV Atzenbrugg-Heiligeneich keine Information
1991/92 SV Oberndorf keine Information
1993/93 ASK Kottingbrunn keine Information
1993/94 ASV Vösendorf keine Information
1994/95 SV Oberndorf keine Information
1995/96 1. SV Maria Anzbach SC Neudörfl 1:0 und 1:1
1996/97 SV Oberndorf keine Information
1997/98 FC Sturm 19 St. Pölten keine Information
1998/99 SV Hundsheim SV Lichtenau 5:0
1999/2000 ÖTSU Hofstetten keine Information
2000/01 SC Enzersfeld/Wien keine Information
2001/02 SC Theresienfeld SKN St. Pölten 3:1 und 7:0
2002/03 ASK Schwadorf TSV Grein 1:1 und 5:2
2003/04 SV Haitzendorf SV Stockerau 2:1
2004/05 1. SC Sollenau SV Absdorf 2:0 und 4:1
2005/06 ATSV Ober-Grafendorf ASK Bad Vöslau 3:0 und 1:3
2006/07 SV Absdorf USC Kirchberg/Wagram 1:0 und 3:1
2007/08 1. SC Sollenau FC Sturm 19 St. Pölten 6:1
2008/09 SV Gaflenz 1. SVg Wiener Neudorf 3:2 und 3:2
Admiral NÖ-Meistercup
2009/10 SKN St. Pölten II ASK Bad Vöslau 2:0 und 1:1
2010/11 SC Brunn am Gebirge FK Blau-Weiss Hollabrunn 3:3 und 3:0
2011/12 FC Rohrendorf SV Leobendorf 3:0 und 1:1
2012/13 SC Leopoldsdorf Marchfeld ATSV Ober-Grafendorf 2:0 und 0:1
2013/14 ASV Spratzern SV Stripfing 3:1 und 2:2
2014/15 Kremser SC ASK Marienthal 2:2 und 3:0
2015/16 SV Purgstall AC Baden 2:0 und 2:1
2016/17 SV Stripfing ASK Ybbs 1:1 und 1:0
2017/18 USV Scheiblinkirchen-Warth USC Rohrbach/Gölsen 3:3[3] und 2:1[4]
2018/19 SV Gloggnitz SCU Kilb 1:1[5] und 4:0[6]

1983 beschloss der NÖFV die Wiedereinführung eines reformierten Pokalbewerbes. An Stelle des bisherigen Landescups tragen die Meister der einzelnen Ligen, beginnend mit der Landesliga abwärts, einen jährlichen Meistercup aus. Der hohe sportliche Wert, den der einstige Landespokal besaß, ist aber heute durch die fast ausschließliche Teilnahme kleiner Vereine nicht mehr gegeben.

Besonderer Anreiz für die Vereine ist, dass der Sieger für die erste Hauptrunde im ÖFB-Cup teilnahmeberechtigt ist und so die Chance erhält, in dort in einem Heimspiel einen Verein der Bundesliga empfangen zu können. Neben dem Antrittsgeld in Höhe von 1000 Euro verblieben dort die Zuschauereinnahmen zur Gänze beim Heimverein. Zusätzlich werden die Kosten für das Schiedsrichterteam vom ÖFB getragen.[7]

 
Sieger 2017/18: USV Scheiblingkirchen-Warth

Die bisherigen TitelträgerBearbeiten

 
Der Wanderpokal, der nach drei Siegen in den Besitz des Vereins übergeht.
3 Pokalsiege
SV Oberndorf (1992, 1995, 1997)
ASV Hohenau (1937, 1938, 1950)
FC Tulln (1931, 1933, 1934)
2 Pokalsiege
SV Gloggnitz (1948, 2019)
Kremser SC (1936, 2015)
1. SC Sollenau (2005, 2008)
SV Oed/Zeillern (1985, 1988)
KSV Ortmann (1951, 1972)
SC Siebenhirten (1947, 1949)
Badener AC (1932, 1946)
ASK Liesing (1920, 1924)
1 Pokalsieg
USV Scheiblingkirchen-Warth (2018)
SV Stripfing (2017)
SV Purgstall (2016)
ASV Spratzern (2014)
SC Leopoldsdorf Marchfeld (2013)
FC Rohrendorf (2012)
SC Brunn am Gebirge (2011)
SKN St. Pölten II (2010)
SV Gaflenz (2009)
SV Absdorf (2007)
ATSV Ober-Grafendorf (2006)
SV Haitzendorf (2004)
ASK Schwadorf (2003)
SC Theresienfeld (2002)
SC Enzersfeld/Wien (2001)
ÖTSU Hofstetten (2000)
SV Hundsheim (1999)
FC Sturm 19 St. Pölten (1998)
1. SV Maria Anzbach (1996)
ASV Vösendorf (1994)
ASK Kottingbrunn (1993)
USV Atzenbrugg-Heiligeneich (1991)
SPG Gottsdorf/Marbach/Persenbeug (1990)
SV Horn (1989)
SV Blindenmarkt (1987)
SV Eichgraben (1986)
SC Zwettl (1984)
SV Waidhofen an der Thaya (1975)
KSV Böhlerwerk (1974)
SV Stockerau (1973)
SV Admira Wiener Neustadt (1971)
WSV BU Neunkirchen (1941)
SC Berndorf (1935)
ESV Vorwärts Krems (1927)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Niederösterreichischer Fußballcup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Niederösterreichischer Fußballverband: Sieger Admiral NÖ-Meister-Cup 2017/18 – USV Scheiblingkirchen-Warth (abgerufen am 17. Juni 2018)
  2. a b c Austria – List of Cup Winners Länder, Niederösterreich. In: rsssf.com. Abgerufen am 11. Juni 2016.
  3. Rohrbach vs Scheiblingkirchen 3:3 (1:2). In: fussballoesterreich.at. Abgerufen am 6. Juni 2018.
  4. Scheiblingkirchen vs. Rohrbach 2:1 (1:1 ). In: fussballoesterreich.at. Abgerufen am 6. Juni 2018.
  5. Kilb vs Gloggnitz 1:1 (1:1). In: fussballoesterreich.at. Abgerufen am 10. Juni 2019.
  6. Gloggnitz vs Kilb 4:0 (3:0). In: fussballoesterreich.at. Abgerufen am 10. Juni 2019.
  7. ÖFB: Durchführungsbestimmungen für den Cup des Österreichischen Fußball-Bundes 2017/2018 (abgerufen am 16. Juni 2018)