Hauptmenü öffnen
Raiffeisen Cup
Voller Name Cup des Burgenländischen Fußballverbandes
Abkürzung BFV-Cup
Verband ÖFB, organisiert von BFV
Erstaustragung 1935/36,
ab 1974/75 und 1994/95
als Amateur-Cup
Mannschaften saisonale Schwankungen
Spielmodus K.-o.-System
Titelträger SC Pinkafeld (2. Titel)
Rekordsieger SV Markt St. Martin (4 Titeln)
Qualifikation für ÖFB-Cup

Der Cup des Burgenländischen Fußballverbandes, kurz BFV-Cup genannt, ist einer von neun österreichischen Fußball-Pokalwettbewerben für Amateurmannschaften der Herren auf Verbandsebene, der vom Burgenländischen Fußball-Verband ausgerichtet und im K.-o.-System ausgetragen wird.

1935 wurde im Burgenland zum ersten Mal der Burgenland Landescup ausgespielt, der bis 1949 existierte. Von 1974 bis 1977 hieß der Pokalbewerb Burgenländische Fußballcup. Ab 1994 wurde der BFV-Cup ins Leben gerufen, der heute, gesponsert durch Raiffeisen, als Raiffeisen-Cup bekannt und ein Qualifikationsbewerb für den ÖFB-Cup ist. In der Saison 2018/19 konnte der SC Pinkafeld den Titel gewinnen.

GeschichteBearbeiten

Anfänge bis nach dem Zweiten Weltkrieg
Saison[1] Pokal-Sieger Finalist Resultat
Burgenland Landescup
1935/36 Güssinger SV SV Oberwart 4:0 u. 4:1
1936

1946
kein Bewerb
1946/47 ASV Neufeld SV Antau 3:2
1947/48 ASV Neufeld SV Rechnitz 2:0
1948/49 SV Oberwart ASV Siegendorf 1:1 u. 5:1

Mitte der Dreißiger Jahre wurde der erste Pokalwettbewerb auf Landesebene im Burgenland ausgetragen. Es gewann die Mannschaft aus Güssing, die die Oberwarter im Hinspiel mit 4:0 besiegten, im Rückspiel gewannen die überlegenen Güssinger mit 4:1. Nach diesem Bewerb begann der Krieg und erst nach zehn Jahren wurde im Rahmen des Bundesländer-Cups der Wettbewerb nach Kriegsende 1946 wieder eingeführt. Nachdem dieser jedoch im Zuge der Staatsliga-Reform abgeschafft wurde, entschied der BFV 1949 seinen Cupwettbewerb ebenso auf unbestimmte Zeit einzustellen. In dieser Zeit gewann der ASV Neufeld gewann 1947 und 1948 den Pokal. 1949 konnte der SV Oberwart sich in der Siegerliste eintragen.

Fußballcup in den 1970er Jahren
Saison[1] Pokal-Sieger Finalist Resultat
Burgenländischer Fußballcup
1974/75 USV Rudersdorf SV Schachendorf 3:1 u. 1:0
1975/76 USV Rudersdorf (a) SC Pinkafeld 2:2 u. 3:3
1976/77 SC Neusiedl/See ASV Siegendorf 4:1 u. 1:1

In den 1970er Jahren wurde eine Anstrengung unternommen, den Fußballpokal im Burgenland wiederzubeleben. Doch es sollten nur zu drei Austragungen kommen. In dieser Zeit konnte sich der USV Rudersdorf zwei Mal und der SC Neusiedl am See Pokalsieger sich nennen. Danach sollte der Pokal fast zwei Jahrzehnte lang nicht ausgetragen werden.

Wiedereinführung in den 1990er Jahren
Saison[1] Pokal-Sieger Finalist Resultat
Burgenland-Cup
1994/95 ASV Zurndorf Gruppenspiele
1995/96 ASK Stoob SV Neuberg 2:0
1996/97 ASK Stoob SV Eberau 2:0
1997/98 SV Güssing SC Wiesfleck 1:1, 8:7 n. E.
1998/99 SC Pinkafeld ASV Deutsch-Tschantschendor 1:0
1999/2000 SV Welgersdorf FC Andau 3:2
2000/01 SV Antau SC Wiesfleck 1:1, 7:6 n. E.
2001/02 SV Rohrbrunn USC Pilgersdorf 1:1, 5:4 n. E.
2002/03 SV Markt St. Martin SC Grafenschachen 1:1, 3:2 n. E.
2003/04 SV Welgersdorf ASK Marz 4:1
2004/05 SV Markt St. Martin UFC Neckenmarkt 0:0, ?:? n. E.
2005/06 SV Markt St. Martin UFC Purbach 3:1
2006/07 UFC Markt Allhau SV Deutsch-Kaltenbrunn 6:1
2007/08 SC Unterfrauenhaid SC Wiesfleck 1:1, 4:1 n. E.
Raiffeisen-Cup
2008/09 ASV Zurndorf SV Markt St. Martin 1:1, 7:6 n. E.
2009/10 FC Illmitz SV Stuben 3:1
2010/11 SV St. Margarethen SV Welgersdorf 1:0
2011/12 ASV Siegendorf SV Wimpassing 2:1
2012/13 SC/ESV Parndorf ASV Draßburg 4:1
2013/14 SC Neusiedl/See SC Ritzing 2:1
2014/15 SC/ESV Parndorf SC Ritzing 2:1
2015/16 SC/ESV Parndorf USV Rudersdorf 3:0
2016/17 SC Neusiedl/See SV Wimpassing 2:1
2017/18 ASV Siegendorf SV Neuberg 5:0
2018/19 SC Pinkafeld SV Güssing 2:4

Niederösterreich und Wien begannen schon in den 1980er ihren Pokalwettbewerb in der Fußballgemeinde zu etablieren und so versuche auch der BFV einen neuen Versuch Mitte der 1990er Jahre. Im ersten Pokal wurde der Bewerb in Gruppenspielen ausgespielt, die der ASV Zurndorf 1995 gewann. In den nächsten Jahren Jahr teilte das Land in die Gruppen Nord, Mitte und Süd ein und ordnet jedem Verein eine Gruppe zu. In jeder Gruppe wurde in einen K.O.-System zwei bis vier Vereine ermittelt, die dann Viertelfinale weiter im K.O.-System den Sieger des Pokals ausspielten. Der ASV Stroob konnte den neuen Bewerb zwei Mal gewinnen. In den nächsten sechs Jahren gab es sechs verschiedene Sieger: SV Güssing, SC Pinkafeld, SV Welgersdorf, SV Antau, SV Rohrbrunn und SV Markt St. Martin. 2004 wurde der SV Welgersdorf wieder Cupsieger, bevor der SV Markt St. Martin zwei Mal hintereinander den Pokal zu sich holte. Der UFC Markt Allhau trug sich 2007 in die Siegerliste ein, ebenso der SC Unterfrauenhaid 2008, bevor der SV Markt St. Martin zum vierten Mal den Cup gewann. Die nächsten fünf Jahre wurden fünf verschiedene Vereine Sieger: FC Illmitz, SV St. Margarethen, ASV Siegendorf, SC/ESV Parndorf und der SC Neusiedl am See. Der SC/ESV Parndorf konnte in den nächsten zwei Jahren seinen Erfolg wiederholen, bevor der SC Neusiedl am See wieder Pokalsieger wurde. 2018 wurde ASV Siegendorf zum zweiten Mal nach 2012 Pokalsieger. 2019 war SC Pinkafeld erfolgreich.

Bezeichnung (Sponsor)Bearbeiten

Der Cup wird seit 2008 mit einem Sponsor im Namenszug ausgetragen. Vorher war er als Burgenland-Cup bekannt:

  • Burgenland Landescup 1935/36–1948/49
  • Burgenländischer Fußballcup: 1974/75–1976/77
  • Burgenland-Cup: seit 1994/95
  • der Sponsor ist im Namenszugs in Verbindung mit 'Cup':

Spielmodus, Teilnehmer und AuslosungBearbeiten

Der BFV-Cup wird im K.O.-System ausgetragen. Die Auslosung findet nach geographischen Gesichtspunkten statt. Die Vereine werden in die Gruppen Nord, Mitte und Süd eingeteilt. Falls notwendig werden auch die Untergruppe A und B für jede Gruppe gebildet. Alle Runden werden in einem Spiel entschieden. Bis zum Achtelfinale hat jener Verein Heimrecht, der in der untersten Liga spielt. Sollten beide Vereine in einer Liga spielen, hat der erstgenannte Verein bei der Auslosung Heimrecht. Ab dem Achtelfinale wird das Heimrecht gelost. Beim Finale gilt der Sieger des erstgezogenen Halbfinalspieles als Heimmannschaft, der Sieger des zweitgezogenen Halbfinalspiels als Auswärtsmannschaft. Steht es nach 90 Minuten Unentschieden wird der Sieger sofort (ohne Verlängerung) im Elfmeterschießen ermittelt.

  • 1. Runde (Gruppe Nord, Mitte und Süd): Vorrunde (Vereine aus Burgenlandliga, II. Liga, 1. Klasse und 2. Klasse)
  • 2. Runde: Hauptrunde (Vereine aus der Regionalliga Ost steigen ein)
  • 3. Runde: Achtelfinale: 16 Teilnehmer
  • 4. Runde: Viertelfinale: 8 Teilnehmer
  • 5. Runde: Halbfinale: 4 Teilnehmer
  • 6. Runde: Finale: 2 Teilnehmer

Die TitelträgerBearbeiten

4 Pokalsiege
SV Markt St. Martin (2003, 2005, 2006, 2009)
3 Pokalsiege
SC Neusiedl/See (1977, 2014, 2017)
SC/ESV Parndorf (2013, 2015, 2016)
2 Pokalsiege
SC Pinkafeld (1999, 2019)
ASV Siegendorf (2012, 2018)
SV Welgersdorf (2000, 2004)
ASK Stoob (1996, 1997)
Güssinger SV (1936, 1998)
USV Rudersdorf (1975, 1976)
ASV Neufeld (1947, 1948)
1 Pokalsieg
SV St. Margarethen (2011)
FC Illmitz (2010)
SC Unterfrauenhaid (2008)
UFC Markt Allhau (2007)
SV Rohrbrunn (2002)
SV Antau (2001)
ASV Zurndorf (1995)
SV Oberwart (1949)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Austria – List of Cup Winners Länder, Burgenland. In: rsssf.at. Abgerufen am 11. Juni 2016.