Nadrensee

Gemeinde in Deutschland

Nadrensee ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald im Land Mecklenburg-Vorpommern im Nordosten Deutschlands. Verwaltet wird sie vom Amt Löcknitz-Penkun.

Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Nadrensee führt kein Wappen
Nadrensee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nadrensee hervorgehoben

Koordinaten: 53° 20′ N, 14° 21′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Löcknitz-Penkun
Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 20,71 km2
Einwohner: 341 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17329
Vorwahl: 039746
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 095
Adresse der Amtsverwaltung: Chausseestraße 30
17321 Löcknitz
Website: www.amt-loecknitz-penkun.de
Bürgermeister: Dorina Voß
Lage der Gemeinde Nadrensee im Landkreis Vorpommern-Greifswald
BrandenburgLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenBuggenhagenKrumminLassanWolgastWolgastZemitzAhlbeck (bei Ueckermünde)AltwarpEggesinGrambinHintersee (Vorpommern)LeopoldshagenLiepgartenLuckowLuckowLübs (Vorpommern)MeiersbergMönkebudeVogelsang-WarsinBargischowBargischowBlesewitzBoldekowBugewitzButzowDucherowIvenKrienKrusenfeldeNeetzow-LiepenMedowNeetzow-LiepenNeu KosenowNeuenkirchen (bei Anklam)PostlowRossinSarnowSpantekowStolpe an der PeeneAlt TellinBentzinDaberkowJarmenKruckowTutowVölschowBehrenhoffDargelinDersekowHinrichshagen (Vorpommern)LevenhagenMesekenhagenNeuenkirchen (bei Greifswald)WeitenhagenBergholzBlankensee (Vorpommern)Boock (Vorpommern)Glasow (Vorpommern)Grambow (Vorpommern)LöcknitzNadrenseeKrackowPenkunPlöwenRaminRossowRothenklempenowBrünzowHanshagenKatzowKemnitz (bei Greifswald)KröslinKröslinLoissinLubminNeu BoltenhagenRubenowWusterhusenGörminLoitzSassen-TrantowAltwigshagenFerdinandshofHammer a. d. UeckerHeinrichswaldeRothemühlTorgelowTorgelowTorgelowWilhelmsburg (Vorpommern)JatznickBrietzigDamerow (Rollwitz)FahrenwaldeGroß LuckowJatznickJatznickKoblentzKrugsdorfNiedenPapendorf (Vorpommern)PolzowRollwitzSchönwalde (Vorpommern)Viereck (Vorpommern)ZerrenthinZüsedomKarlshagenMölschowPeenemündeTrassenheideBenz (Usedom)DargenGarz (Usedom)KamminkeKorswandtKoserowLoddinMellenthinPudaglaRankwitzStolpe auf UsedomÜckeritzUsedom (Stadt)ZempinZirchowBandelinGribowGroß KiesowGroß PolzinGützkowGützkowKarlsburgKlein BünzowMurchinRubkowSchmatzinWrangelsburgZiethen (bei Anklam)ZüssowHeringsdorfPasewalkStrasburg (Uckermark)UeckermündeWackerowGreifswaldGreifswaldPolenKarte
Über dieses Bild

LageBearbeiten

Die Gemeinde zwischen drei Seen auf einer Hochfläche zwischen Oder und Randow liegt im äußersten Südosten Mecklenburg-Vorpommerns. Sie grenzt im Osten an Polen und im Süden an das Land Brandenburg. Am Ostrand der Gemeinde liegt mit 14° 24' ö. L. der östlichste Punkt Mecklenburg-Vorpommerns.

OrtsteileBearbeiten

WohnplätzeBearbeiten

  • Neuenfeld
  • Hohenhof
  • Forsthaus

GeschichteBearbeiten

Nadrensee wurde 1257 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom plattdeutschen na dreen Seen ab. Einige Hufen gehörten zum Zisterzienserkloster Walkenriede in Damitzow. Die Mönche verkauften diesen Besitz später an ein Jungfrauenkloster in Stettin, wo die Ländereien bis zur Reformation blieben.

EingemeindungenBearbeiten

Pomellen wurde zum 15. Oktober 1950 als Ortsteil nach Nadrensee eingemeindet.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Nadrensee Neuenfeld Pomellen Quelle
1900 308 32 161 [3]
1925 437 223 [4]
1933 402 255 [4]
1939 415 254 [4]
1990 505 --- [5]
1995 468 --- [5]
2000 427 --- [5]
2005 341 --- [5]
2010 363 --- [5]
2015 377 ---

Nach dem Zensus 2011 hat die Gemeinde einen Ausländeranteil von 28 Prozent, von denen alle die Polnische Staatsbürgerschaft besitzen.[6]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

  • 1990–2014 Dirk Zimmermann
  • seit 2014 Dorina Voß

Wappen, Flagge, DienstsiegelBearbeiten

Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder Wappen noch Flagge. Als Dienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Vorpommern geführt. Es zeigt einen aufgerichteten Greifen mit aufgeworfenem Schweif und der Umschrift „GEMEINDE NADRENSEE * LANDKREIS VORPOMMERN-GREIFSWALD“.[7]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Dorfkirche
  • Gut mit Park Nadrensee
  • Siedlung Kiebitzberg Nadrensee
  • Burgwall Pomellen
  • Gut Pomellen
  • Kindertagesstätte Nadrensee

InfrastrukturBearbeiten

Das Gebiet um Nadrensee wird von der Landwirtschaft bestimmt. In Pomellen sind Zoll und Bundespolizei ansässig.

In Pomellen befindet sich der Autobahngrenzübergang der A 11 nach Polen. Die nächste Bahnstation, der Bahnhof Tantow, liegt 7 km entfernt im brandenburgischen Tantow. Der Bahnhof Rosow, etwa 3 km von Nadrensee entfernt, war von 1896 bis 1980 in Betrieb. Für dessen Bau hatte sich seinerzeit nicht zuletzt der Nadrenseer Gutsbesitzer eingesetzt. Vom Bahnhof führte eine Anschlussbahn zu einer Kiesgrube bei Nadrensee.[8]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Erwin Schulz: Der Ortsnamen-Detektiv – Mittelalterliche Siedlungsnamen im Kreis Uecker-Randow (1121–1591) – Ursprung, Details, Erklärungen – mit einer Übersicht zu Ortsnamen ab 1600. Hrsg.: Norbert Raulin. Schibri-Verlag, Milow 2007, ISBN 978-3-937895-44-4, S. 84 f.

WeblinksBearbeiten

Commons: Nadrensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Wiesbaden 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. Kreis Randow.
  4. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Greifenhagen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. a b c d e Bevölkerung am 31.12. nach Gemeinden und Kreisen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: SIS-Online – Statistisches Informationssystem. Statistisches Amt MV, archiviert vom Original am 26. Dezember 2017; abgerufen am 25. Dezember 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sisonline.mvnet.de
  6. Zensus 2011 (Memento des Originals vom 13. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zensus2011.de
  7. Hauptsatzung § 1 Abs.1 (PDF).
  8. Horst Regling, Dieter Grusenick, Erich Morlok, Die Berlin-Stettiner Eisenbahn, transpress, Stuttgart 1996, S. 73.