Zinnowitz

Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

Zinnowitz ist ein Ostseebad auf der Insel Usedom im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Im Ort befindet sich der Verwaltungssitz des Amtes Usedom-Nord, dem weitere vier Gemeinden angehören. Zinnowitz ist nach Swinemünde in der polnischen Woiwodschaft Westpommern und Heringsdorf die größte Gemeinde auf Usedom. Der Ort bildet in der Raumplanung für seine Umgebung ein Grundzentrum.[2]

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zinnowitz
Zinnowitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zinnowitz hervorgehoben

Koordinaten: 54° 5′ N, 13° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Usedom-Nord
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 8,85 km2
Einwohner: 4158 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 470 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17454
Vorwahl: 038377
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 151
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Möwenstraße 1
17454 Zinnowitz
Website: www.zinnowitz.de
Bürgermeister: Peter Usemann
Lage der Gemeinde Zinnowitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald
BrandenburgLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenBuggenhagenKrumminLassanWolgastWolgastZemitzAhlbeck (bei Ueckermünde)AltwarpEggesinGrambinHintersee (Vorpommern)LeopoldshagenLiepgartenLuckowLuckowLübs (Vorpommern)MeiersbergMönkebudeVogelsang-WarsinBargischowBargischowBlesewitzBoldekowBugewitzButzowDucherowIvenKrienKrusenfeldeNeetzow-LiepenMedowNeetzow-LiepenNeu KosenowNeuenkirchen (bei Anklam)PostlowRossinSarnowSpantekowStolpe an der PeeneAlt TellinBentzinDaberkowJarmenKruckowTutowVölschowBehrenhoffDargelinDersekowHinrichshagen (Vorpommern)LevenhagenMesekenhagenNeuenkirchen (bei Greifswald)WeitenhagenBergholzBlankensee (Vorpommern)Boock (Vorpommern)Glasow (Vorpommern)Grambow (Vorpommern)LöcknitzNadrenseeKrackowPenkunPlöwenRaminRossowRothenklempenowBrünzowHanshagenKatzowKemnitz (bei Greifswald)KröslinKröslinLoissinLubminNeu BoltenhagenRubenowWusterhusenGörminLoitzSassen-TrantowAltwigshagenFerdinandshofHammer a. d. UeckerHeinrichswaldeRothemühlTorgelowTorgelowTorgelowWilhelmsburg (Vorpommern)JatznickBrietzigDamerow (Rollwitz)FahrenwaldeGroß LuckowJatznickJatznickKoblentzKrugsdorfNiedenPapendorf (Vorpommern)PolzowRollwitzSchönwalde (Vorpommern)Viereck (Vorpommern)ZerrenthinZüsedomKarlshagenMölschowPeenemündeTrassenheideBenz (Usedom)DargenGarz (Usedom)KamminkeKorswandtKoserowLoddinMellenthinPudaglaRankwitzStolpe auf UsedomÜckeritzUsedom (Stadt)ZempinZirchowBandelinGribowGroß KiesowGroß PolzinGützkowGützkowKarlsburgKlein BünzowMurchinRubkowSchmatzinWrangelsburgZiethen (bei Anklam)ZüssowHeringsdorfPasewalkStrasburg (Uckermark)UeckermündeWackerowGreifswaldGreifswaldPolenKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Zinnowitz liegt im Nordwesten Usedoms am nördlichen Ende einer etwa ein bis zwei Kilometer breiten Landzunge zwischen Achterwasser und Pommerscher Bucht. Die Entfernung zur Stadt Wolgast im Westen beträgt etwa zwölf Kilometer.

Die Umgebung ist gekennzeichnet von den ausgedehnten Küstendünen in Richtung Westen bis Trassenheide und im Osten bis Zempin, in deren Mitte ein Abzweig nach Süden zum Achterwasser führt.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Zinnowitz hat keine Ortsteile.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn Zempin, Lütow, Krummin, Mölschow und Trassenheide.

GeschichteBearbeiten

MittelalterBearbeiten

Südlich der heutigen Ortschaft Zinnowitz befand sich 1305 die Siedlung „Tzys“, später auch „Zitz“ genannt. 1309 wurde der Ort in einer Bestätigungsurkunde des Herzogs Bogislaw IV. für die Besitzungen des Klosters Krummin auf der Insel Usedom erwähnt, wobei Zinnowitz wiederum als „Tzys“ genannt wurde. Der slawische Name wird mit „Heu“ gedeutet.[3]

In Zitz befand sich eine der Himmelskönigin Maria geweihte Kapelle, die in Urkunden 1495 und 1496 genannt ist.[4] Verbunden mit der Kapelle waren Bräuche der heimischen Bauern, die am Dreikönigstag Lichter zu der Kapelle führten.[4] Diese Bräuche und wohl zugleich die Kapelle wurden nach Einführung der Reformation, vor 1560, durch Herzog Philipp I. aufgehoben.[4]

1500 bis 1900Bearbeiten

Als das Kloster Krummin 1563 aufgelöst wurde, ging die Domäne wieder in den Besitz des Herzogs über. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf 1638 zerstört; nach Ende des Krieges gehörte die Insel Usedom zu Schwedisch-Pommern. Der alte wendische Name Tzys wurde in Zitz geändert. Nach dem Frieden von Stockholm kam die Domäne Zitz 1720 in preußische Hände und wurde 1751 im Zuge der Neugestaltung der königlichen Domäne in Zinnowitz umbenannt. 1756 entstand das zugehörige Domänenhaus, das älteste Gebäude von Zinnowitz. Der noch bestehende Bau, der sich in der Nähe der Abzweigung von der B 111 zum Gut Neuendorf auf der Halbinsel Gnitz befindet, wurde in neuerer Zeit in ein Mehrfamilien-Wohnhaus umgewandelt.

1810 wurde die preußische Domäne Zinnowitz im Rahmen der Stein-Hardenbergschen Reformen parzelliert, woraus das Dorf Zinnowitz entstand.[5] Da der preußische Staat infolge der Napoleonischen Kriege in Finanznöte geraten war, verkaufte er das 1800 Morgen Land umfassende Restgut Zinnowitz am 16. September 1811 für 14.300 Taler an den Geheimen Kommerzienrat Friedrich Wilhelm Krause, einen Kaufmann und Reeder in Swinemünde.[6] Nachdem sich dieser vergeblich bemüht hatte, einen Pächter für die sandige Domäne zu finden, verkaufte er den Gutsbetrieb am 11. Juni 1818 in 29 Parzellen zum Gesamtpreis von 18.000 Talern an Kolonisten und Fischer.

Nach der Verwaltungsreform 1815 kam Zinnowitz zur preußischen Provinz Pommern und gehörte von 1818 bis 1945 zum Landkreis Usedom-Wollin.

1835 war der Ort nur als kleine Haufensiedlung an der Straße Bannemin–Koserow vorhanden, 1,6 km von der Küste entfernt, dort wo sich das Domänenhaus an der Abzweigung zum Gnitz befindet. An der Ostsee war nur die Zinnowitzer Packerei (Heringspackerei) zu finden.

Der nächste große Schritt für Zinnowitz folgte am 16. Juni 1851, als der offizielle Badebetrieb erlaubt wurde („Badekonsens“). 1880 waren am Strand zwei Damen- und ein Herrenbad entstanden, dazu eine Strandhalle, die Seebrücke, eine Rettungsstation und eine Promenade mit Häusern. Die Straße von dort bis zur alten Kernsiedlung war jetzt beidseitig dicht bebaut und auch die Querverbindung zum „Glienberg“ und dem großen „Hotel Belvedere“ bestand.

Seit 1900Bearbeiten

 
Bäderarchitektur (Neue Strandstraße)

1908 wurde eine hölzerne Seebrücke errichtet und 1909 noch einmal verlängert. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte ihr die Witterung stark zu, sie wurde wenig gepflegt und verfiel schließlich. 1993 wurde eine neue Brücke als Beton-Stahl-Holzkonstruktion fertiggestellt. Das historische Brückenhaus (siehe Abbildung unten) wurde dabei nicht wiederhergestellt.

Ab 1911 verdichtete sich die Bebauung, und der Fremdenverkehr nahm nach der Fertigstellung der Bahnverbindung Ducherow–Swinemünde–Heringsdorf und Heringsdorf–Wolgaster Fähre sowie der Verbindung Züssow–Wolgast Hafen sprunghaft zu.

In den 1920er Jahren war Zinnowitz neben Borkum einer derjenigen Badeorte, die am stärksten bemüht waren, Juden fernzuhalten (siehe Bäder-Antisemitismus). So wurde z. B. das Zinnowitzlied geschrieben, in dem eine Zeile lautet: „Und wer da naht vom Stamm Manasse / ist nicht begehrt, / Dem sei’s verwehrt. / Wir mögen keine fremde Rasse! / Fern bleibt der Itz / Von Zinnowitz.“[7]

Im Jahr 1923 hatte das Seebad Zinnowitz 9037 Kurgäste.[8] Nachdem 1937 die Peenestrombrücke vor Wolgast fertiggestellt war, hätte eigentlich der Fremdenverkehr noch verbessert werden können. Doch 1938 wurde der normale Tourismusbetrieb des Ortes für lange Zeit unterbrochen: Das Sperrgebiet der neugegründeten Heeresversuchsanstalt Peenemünde (HVA) umfasste auch Zinnowitz.[9] Im Wald zwischen Zinnowitz und Zempin sind heute (Stand 2017) noch einige Überreste von Startstellen zur Erprobung der V1 vorhanden, die zwischen 1943 und 1945 in Betrieb waren. Das Sperrgebiet wurde bis Koserow auf dem Streckelsberg ausgeweitet. Gleichzeitig entstand ab Bahnhof Zinnowitz der Bahnabzweig nach Peenemünde, der von der S-Bahn der HVA bedient wurde.

 
Seebrücke mit Tauchgondel (2014)

In der DDR war Zinnowitz als „Seebad der Werktätigen“ der wichtigste Badeort für den Feriendienst der SDAG Wismut, der sich zahlreiche in der „Aktion Rose“ 1953 enteignete Hotels, Ferienheime und Villen einverleibte. Mitte der 1970er Jahre wurde für die Arbeiter der Wismut AG am nördlichen Ortsrand das Ferienheim „Roter Oktober“ mit Schwimmbad errichtet (heute als „Hotel Baltic“ das größte Hotel auf Usedom).[9] Außerdem gab es im Ort ein FDJ-Ferienheim des Kreises Gardelegen.[10]

In den 1950er Jahren entstanden ebenfalls das große Kulturhaus der Wismut und ein großer Sportkomplex, in dem viele Spitzensportler ihr Trainingslager hatten. Das Kulturhaus verfällt trotz Denkmalstatus. Hier sollen Eigentumswohnungen entstehen. Einem ähnlichen Verfall ist das ehemalige Sanatorium auf dem Glienberg ausgesetzt. Im Sportkomplex sind noch heute Spitzensportler zu Gast, so z. B. vor wenigen Jahren Vitali und Wladimir Klitschko mit ihrem Trainer Fritz Sdunek.

1993 wurde die neugestaltete Strandpromenade ihrer Bestimmung übergeben. 1997 fanden erstmals Vineta-Festspiele auf der Ostseebühne (Freilichtbühne) in Zinnowitz statt, seitdem jährlich. 2006 wurde links am Ende der Seebrücke die Anlage der Tauchgondel in Betrieb genommen.

Von 1945 bis 1952 gehörte die Gemeinde mit dem nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil des Landkreises Usedom-Wollin zum Landkreis Usedom im Land Mecklenburg, welcher 1952 im Kreis Wolgast im DDR-Bezirk Rostock aufging. Seit 1990 gehört Zinnowitz zum Land Mecklenburg-Vorpommern. 1994 wurde die Gemeinde in den Landkreis Ostvorpommern eingegliedert. Seit der Kreisgebietsreform 2011 liegt sie im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Fischerhaus

Der Wohnplatz Fischerhaus wurde 1906 erstmals im Ortsverzeichnis genannt.[3] Er liegt südöstlich des Ortskernes von Zinnowitz in der Nähe des jetzigen Hafens am Achterwasser. Daneben befand sich vor 1880 auch ein Sägewerk. Fischerhaus ist jetzt in den Ort integriert.

Gartenberg

Gartenberg wurde 1906 im Ortsverzeichnis genannt.[3] Nähere Angaben sind in der Quelle nicht angegeben. Einen Flurname gleicher Bezeichnung gibt es an der Grenze von Zinnowitz zu Zempin. Dort befinden sich abgesondert einige Wohngehöfte. Heute gehört dieser Wohnplatz zu Zempin.

DemographieBearbeiten

Einwohnerzahlen
Jahr Anzahl Einwohner Anmerkungen
1822 172 [11]
1905 1200 [12]
1925 2191 [13]
1933 2332 [13]
1939 3152 [13]
1990 4371 am. 31. Dezember[14]
1995 3888 am 31. Dezember[14]
2000 3752 am 31. Dezember[14]
2005 3719 am 31. Dezember[14]
2010 3724 am 31. Dezember[14]
2015 3970 am 31. Dezember[14]
2019 4126 am 31. Dezember[14]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Zinnowitz besteht aus 14 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 64,0 % zu folgendem Ergebnis:

Partei / Wählergruppe Stimmen 2014[15] Stimmen 2019[16] Sitze 2014 Sitze 2019
Unabhängige Wählergemeinschaft 33,0 % 53,0 % 5 7
CDU 26,3 % 22,5 % 4 3
Bürgergemeinschaft Zinnowitz 24,3 % 10,9 % 3 2
Allianz für Zinnowitz 09,0 % 08,7 % 1 1
SPD 04,1 % 04,9 % 1 1

BürgermeisterBearbeiten

  • 2010–2014: Uwe Wulff[17]
  • seit 2014: Peter Usemann[18]

Usemann wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 71,4 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren in seinem Amt bestätigt.[19]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Gespalten; vorn in Blau ein links gewendetes goldenes Seepferdchen; hinten in Silber ein grüner Eibenzweig mit roten Früchten.“[20]

Das Wappen wurde von der Zinnowitzerin Cornelia Eisold gestaltet. Es wurde am 12. Mai 1995 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 82 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung: In das Wappen wurde die Figur des Seepferdchens aus dem 1951 geschaffenen Gemeindewappen übernommen, das nicht den heraldischen Anforderungen entsprach. Es soll den Ort als Ostseebad symbolisieren. Mit dem Eibenzweig als redendes Zeichen soll bildlich Bezug zu dem aus dem Slawischen stammenden Ortsnamen (Tzys = Eibe), hergestellt werden. Die Schildfarben deuten auf die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landesteil Vorpommern.

FlaggeBearbeiten

 
Flagge der Gemeinde Zinnowitz

Die Flagge wurde am 28. Februar 2000 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Die Flagge ist gleichmäßig und quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Weiß und Blau gestreift. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils ein Drittel der Länge des weißen und blauen Streifens übergreifend, das Gemeindewappen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.[21]

DienstsiegelBearbeiten

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE OSTSEEBAD ZINNOWITZ“.[21]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Strandpromenade, landschaftlich gestaltet, mit einer Konzertmuschel genannten Freilichtbühne sowie mehreren Villen in Bäderarchitektur
  • Seebrücke mit Tauchgondel
  • Evangelische Kirche, neugotischer Backsteinbau von 1894/1895, dient neben kirchlichen Zwecken auch Konzerten und anderen Veranstaltungen
  • Kulturhaus, ruinös erhalten, 1953 bis 1957 im Stil des sozialistischen Klassizismus errichtet
  • Heimatmuseum Zinnowitz
  • Usedomer Kunsthaus Villa Meyer, seit 2002 wechselnde Ausstellungen und Galeriekonzerte
  • Ostseebühne Zinnowitz mit 1300 Sitzplätzen, seit 1997 alljährlicher Schauplatz der Vineta-Festspiele
  • Theater Blechbüchse, unmittelbar neben der Freilichtbühne, ebenfalls seit 1997 Spielort der Vorpommerschen Landesbühne
  • Bügeleisenmuseum mit etwa 3000 historischen Bügeleisen
  • Alter Rettungsschuppen der DGzRS in der Dünenstraße
  • Ehemaliges Kindersanatorium Erich Steinfurth, 1991 geschlossen, dem Verfall preisgegeben, steht aber unter Denkmalschutz

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Gemeinde Zinnowitz ist überwiegend vom Fremdenverkehr geprägt. Es gibt einen Campingplatz.

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Zinnowitz

Durch Zinnowitz verläuft die Bundesstraße 111 von Wolgast nach Mellenthin im Süden der Insel Usedom.

Der Bahnhof Zinnowitz liegt an den Bahnstrecken Züssow–Wolgast–Ahlbeck und Zinnowitz–Peenemünde. Er wird von den Regionalbahnlinien RB 23 und RB 24 bedient.

Der Ostseeküsten-Radweg, der als eine der europäischen EuroVelo-Routen rund um die Ostsee führt, verbindet Zinnowitz mit den anderen Ostseebädern, aber auch mit Städten wie Kiel, Stralsund und Danzig.[22]

BildungBearbeiten

SportBearbeiten

Das Internationale Tennisturnier von Zinnowitz wurde zwischen 1955 und 1990 in der Gemeinde ausgetragen. Es war das bedeutendste Tennisturnier in der DDR.

Rettungsstation der DGzRSBearbeiten

 
Der alte Rettungsschuppen

Seit 1882 besetzt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eine Rettungsstation zur Seenotrettung auf der Ostsee. Der alte Rettungsschuppen von 1897 steht noch in der Dünenstraße und beherbergt ein Rettungsboot, das mit einem Traktor zum Strand und in den Einsatz gefahren werden kann. Für Einsätze auf dem Achterwasser liegt im Hafen von Zinnowitz ein weiteres Seenotrettungsboot.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Heinrich Mönch (1859–nach 1934), Baumeister, lebte in Zinnowitz
  • Josef Alois Kessler (1862–1933), Erzbischof der römisch-katholischen Kirche in Russland, lebte zuletzt in Zinnowitz
  • Margarete Müller (1887–1958), Politikerin (CDU), lebte in Zinnowitz
  • Gerhard Lange (1933–2018), Geistlicher, von 1963 bis 1970 Rektor des St. Otto-Heims in Zinnowitz
  • Jürgen Kern (* 1940), Schauspieler und Regisseur, Leiter der Theaterakademie Vorpommern in Zinnowitz
  • Reinhard Meyer (* 1951), Maler, lebt in Zinnowitz
  • Alexa Wien (* 1957), Kurdirektorin in Zinnowitz
  • Jennifer Weist (* 1986), Rockmusikerin, Sängerin der Band Jennifer Rostock, wuchs in Zinnowitz auf

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Zinnowitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Zinnowitz – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Regionales Raumentwicklungsprogramm Vorpommern (RREP) 2010 (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rpv-vorpommern.de – Zentralörtliche Gliederung mit Ober-, Mittel- und Grundzentren, abgerufen am 12. Juli 2015.
  3. a b c Manfred Niemeyer: Ostvorpommern I. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 1: Usedom. (= Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 1), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6. S. 13ff.
  4. a b c Norbert Buske: Zwei mittelalterliche Gnadenstätten auf der Insel Usedom. In: Baltische Studien. Band 61, N. F., 1975, ISSN 0067-3099, S. 33–43.
  5. Meyers Reisebuch Deutsche Ostseeküste, II. Teil: Rügen und die pommersche Küste mit ihrem Hinterland, 2. Auflage, Bibliographisches Institut, Leipzig 1924, S. 62.
  6. Die Auflassung im Grundbuch erfolgte am 7. August 1812.
  7. Volker Ullrich: Frank Bajohr hat die Geschichte des deutschen Bäder-Antisemitismus erforscht: Als Borkum „judenrein“ war. In: Zeit Online. 5. Juni 2003, abgerufen am 10. April 2015.
  8. Zinnowitz, Reiseführer-Eintrag. In: Deutsche Ostseeküste, Teil II: Rügen und die pommersche Küste mit ihrem Hinterland, 2. Auflage, Bibliographisches Institut, Leipzig 1924, S. 59–63, insbesondere S. 62 oben.
  9. a b Die Geschichte des Ostseebades Zinnowitz. Kurverwaltung des Ostseebades Zinnowitz, 2015, abgerufen am 10. April 2015.
  10. Fotos im Facebook-Eintrag DDRFerienlager
  11. Friedrich von Restorff: Topographische Beschreibung der Provinz Pommern mit einer statistischen Uebersicht. Berlin und Stettin 1827, S. 151, Ziffer 20.
  12. Meyers Konversations-Lexikon, 6. Auflage, Band 20. Leipzig/Wien 1909, S. 947.
  13. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. usedom.html#ew39usedaswin. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  14. a b c d e f g Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern (Statistischer Bericht A I des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern)
  15. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  16. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  17. Uwe Wulff heißt der neue Bürgermeister. In: Nordkurier, 29. November 2010.
  18. Usemann ist der neue Bürgermeister. In: Ostsee-Zeitung, 16. Juni 2014.
  19. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019
  20. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge produktionsbüro TINUS, Schwerin 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 379/380.
  21. a b Hauptsatzung der Gemeinde Ostseebad Zinnowitz, § 1 (PDF).
  22. translator2: EuroVelo 10 – EuroVelo. Abgerufen am 15. Mai 2017.