Museum für Naturkunde (Berlin)

Naturkundemuseum in Deutschland, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung

Das Museum für Naturkunde Berlin ist das größte Naturkundemuseum in Deutschland. Die Bestände umfassen mehr als 30 Millionen Objekte. Ursprünglich Teil der Humboldt-Universität zu Berlin, ist es seit 1. Januar 2009 eine Stiftung des öffentlichen Rechts mit dem vollständigen Namen Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung[1] (häufig kurz Naturkundemuseum genannt; vor 1945: Zoologisches Museum der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin). Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und befindet sich in der Invalidenstraße, in der Oranienburger Vorstadt im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte) von Berlin. Das Naturkundemuseum ist unter anderem über einen gleichnamigen U-Bahnhof zu erreichen.

Museum für Naturkunde Berlin
Berlin, Mitte, Invalidenstrasse 43, Museum für Naturkunde.jpg
Museum für Naturkunde Berlin in Berlin-Mitte
Daten
Ort Invalidenstr. 43, 10115 Berlin Welt-IconKoordinaten: 52° 31′ 48,9″ N, 13° 22′ 45,2″ O
Art
Naturkundemuseum
Architekt August Tiede
Eröffnung 2. Dezember 1889
Besucheranzahl (jährlich) 700.000 (Stand 2018)
Betreiber
Landesunmittelbare rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts „Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung“
Leitung
Johannes Vogel (Generaldirektor) Stephan Junker (Geschäftsführer)
Website
ISIL DE-MUS-813712

Im englischsprachigen Raum ist auch die Kurzbezeichnung als Humboldt-Museum in Gebrauch, was jedoch irreführend ist, da sich ebenfalls in Berlin im Schloss Tegel ein Humboldt-Museum befindet, das sich den Brüdern Wilhelm und Alexander von Humboldt widmet.[2]

Von Mitte Dezember 2015 bis Anfang 2020 war mit der Leihgabe von Tristan Otto an das Naturkundemuseum vorübergehend das erste in Europa ausgestellte Originalskelett eines Tyrannosaurus zu sehen.[3] Ab Mitte 2021 wird Tristan Otto innerhalb einer neuen Ausstellung wieder am Museum für Naturkunde zu sehen sein.[4]

GeschichteBearbeiten

Als 1810 die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, heute Humboldt-Universität zu Berlin, eröffnete, wurden erstmals die naturwissenschaftlichen und medizinischen Sammlungen zusammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So entstanden das Geologisch-Paläontologische Museum, das Mineralogisch-Petrografische Museum und das Zoologische Museum. Die stetig wachsenden Sammlungen aufgrund von Schenkungen, Ankäufen und Expeditionsfunden nahmen um 1880 bereits zwei Drittel der Räumlichkeiten im Hauptgebäude Unter den Linden ein. Als Folge wurde ein eigenes Sammlungsgebäude auf dem Gelände der ehemaligen Eisengießerei in der Invalidenstraße geplant, in dem alle drei Museen vereinigt werden sollten. Das Museum für Naturkunde sollte der zentrale Bau eines Gebäudeensembles sein, das zudem die Geologische Landesanstalt (Bauzeit: 1875–1878) und die Landwirtschaftliche Hochschule (Bauzeit: 1876–1880) beherbergte. Am 2. Dezember 1889 wurde der nach Plänen von August Tiede angelegte, ursprünglich dreiflügelige Bau nach sechsjähriger Bauzeit eröffnet.

 
Grundriss des Naturkundemuseums mit Geologischer Landesanstalt und Bergakademie, 1886

Entgegen ersten Planungen machte das Naturkundemuseum der Öffentlichkeit nur einen Teil seiner Bestände als Schausammlung zugänglich, während die Hauptsammlung der interdisziplinären Forschungsarbeit vorbehalten war. Diese heute gängige Praxis galt damals als revolutionär.[1] Von 1914 bis 1917 wurde ein erster Gebäudeanbau errichtet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ostflügel des Museumsgebäudes am 3. Februar 1945 bei einem Tagesangriff der US-Airforce stark beschädigt. Während große Teile des Gebäudes einstürzten, starben im Luftschutzraum mehrere Menschen. Von der Sammlung wurden große Wal-Skelette verschüttet und die Ausstellungssäle für Insekten und Säugetiere zerstört.[5] Trotzdem konnten die Mehrzahl der Objekte, rund 75 Prozent der Sammlung, in Sicherheit gebracht werden.[1]

 
Naturkundemuseum Berlin im März 1959

Am 16. September 1945 wurde das Naturkundemuseum, das sich nun im sowjetischen Sektor Berlins befand, als erstes Berliner Museum nach Kriegsende wiedereröffnet. Die ersten Jahre nach dem Krieg waren durch die Beseitigung der Kriegsschäden am Gebäude sowie der Sicherung der Sammlungen geprägt. Ab den 1950er Jahren zeigte das Museum neue Dauerausstellungen. Zur DDR-Zeit wurden die Sammlungen durch Funde aus Forschungsreisen nach Kuba, in die Mongolei und die Sowjetunion erweitert, so zum Beispiel durch versteinerte Pflanzen aus der mongolischen Steppe oder einem Korallenriff aus Kuba. Besuche von Vertretern westlicher Länder blieben dagegen die Ausnahme.[1]

Im wiedervereinigten Deutschland wurde das Museum zunächst in den drei Instituten für Mineralogie, Paläontologie und Systematische Zoologie reorganisiert. Das Gebäude wurde renoviert und umfassenden Modernisierungen unterworfen. Im Jahre 2006 folgte eine weitere Reorganisation in den drei Abteilungen für Forschung, für Sammlungen sowie für Ausstellungen und Öffentliche Bildung.[1]

2005 wurden die ausgestellten Saurierskelette vorläufig abgebaut, um Platz für die anstehende Sanierung des Daches und des gesamten großen Ausstellungsaales zu schaffen, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), des Landes Berlin und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert wurde. Insgesamt wurden mit einem Volumen von rund 16 Millionen Euro vier Säle und ein Treppenhaus saniert und vollständig mit multimedialen Komponenten neu gestaltet. Am 13. Juli 2007 fand die Wiedereröffnung mit neuen Ausstellungen zur Evolution des Lebens und der Erde statt. Innerhalb eines Jahres nach dieser Wiedereröffnung haben über 731.000 Besucher das Museum besucht.

Ab Mitte November 2006 begann nach zehnjähriger Planung der mit 29,6 Millionen Euro veranschlagte Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg durch einen Bombenangriff zerstörten und seither ruinösen Ostflügels als modernen Betonbau mit historischem Fassadenrelief. Nach vier Jahren Bauzeit wurde der Gebäudeteil rechtzeitig zum 200. Geburtstag des Naturkundemuseums im September 2010 für die Öffentlichkeit freigegeben. Im Januar 2012 wurde die vom Architekturbüro Diener & Diener durchgeführte Rekonstruktion mit dem DAM Preis für Architektur in Deutschland ausgezeichnet.[6]

ZukunftBearbeiten

Aufgrund seiner überregionalen Bedeutung wurde das Museum für Naturkunde Berlin am 1. Januar 2009 per Gesetz in eine Stiftung öffentlichen Rechts überführt und als Mitglied in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen.[1]

Im November 2018 beschlossen das Land Berlin und der Bund, das Haus für über 600 Millionen Euro zu erweitern und zu renovieren.[7][8][9][10] Unter anderem soll die Ausstellungsfläche von 5.000 auf 25.000 Quadratmeter vergrößert und die digitale Erschließung der Sammlung vorangetrieben werden.[11] Letztere kann live in einem der Ausstellungssäle beobachtet werden[12] (wegen der Schließung der Ausstellungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie ab März 2020 ausgesetzt).

SammlungenBearbeiten

 
Berliner Exemplar von Archaeopteryx
 
2005–2007 überarbeitetes Skelett von Giraffatitan, lange Zeit als Brachiosaurus betrachtet, als Eyecatcher im Eingangsbereich

Das Museum ist vor allem wegen des Brachiosaurus brancai bekannt, das als das bislang besterhaltene Skelett seiner Gattung und das weltweit größte aufgebaute Skelett eines Dinosauriers gilt. Es beruht auf Knochenfunden, die 1937 von einer deutschen Expedition in den Tendaguru-Schichten der damaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika (heute Tansania) gemacht wurden und wurde aus mehreren Teilskeletten und modellierten Ergänzungen zusammengesetzt. Das Art-Epitheton brancai ehrt den damaligen Museumsdirektor Wilhelm von Branca, der die Finanzierung der Expedition ermöglicht hatte.

2005 musste das Skelett aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten im Museumsgebäude abgebaut werden. Nach einer neuen Konservierung folgte im Frühjahr 2007 nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neuaufbau. Seitdem ist das Skelett einen Meter höher als zuvor, da die Vorderbeine nun durchgestreckt unter den Körper montiert wurden. Zudem wurde der Schwanz nicht länger auf dem Boden liegend rekonstruiert, da heute bekannt ist, dass Brachiosaurus wie auch alle anderen Dinosaurier seinen Schwanz nicht auf dem Boden schleifte, sondern schwebend über dem Boden trug. 2009 wurde eine detaillierte Studie von Paläontologen Michael P. Taylor veröffentlicht, die das aufgebaute Skelett mit dem Holotyp von Brachiosaurus verglich und zu dem Schluss kam, dass das Tendaguru-Material in eine eigene Gattung Giraffatitan zu stellen sei.[13]

 
Zwölf Meter lange Biodiversitätswand

Der Giraffatitan bildet das zentrale Element der Ausstellung Saurierwelt im überdachten Lichthof des Museums. Diese Ausstellung widmet sich der Fundstelle Tendaguru (Oberjura). Neben dem Giraffatitan sind weitere sechs Dinosaurier zu sehen: Dicraeosaurus, Diplodocus, Kentrosaurus, Allosaurus, Dysalotosaurus und Elaphrosaurus. Ausstellungsinseln widmen sich dem Luftraum beziehungsweise dem aquatischen Bereich von Tendaguru. Im Lichthof zu sehen ist außerdem das sehr gut erhaltene Original eines Archaeopteryx (Berliner Exemplar), des weithin als ältester Vogel bekannten Paraves aus den Solnhofener Plattenkalken Süddeutschlands. 2012 wurde der Giraffatitan von der Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2012 gewählt.

 
Der Mineraliensaal zeigt einen Teil der Mineraliensammlung.
 
Granate im Mineraliensaal

Im Saal Evolution in Aktion befindet sich die Ausstellung zur heutigen Vielfalt der Lebensformen (Biodiversität) am Beispiel der Tiere. Eine zwölf Meter lange und vier Meter hohe Biodiversitätswand gibt mit 3000 verschiedenen Tieren einen Eindruck von dieser Vielfalt. Die Ausstellung zeigt die Tierwelt als Ergebnis der Evolution, die vor etwa 3,5 Milliarden Jahren begonnen hat. Es geht um die Mechanismen, die hier wirken, und zu welchen Ergebnissen sie führen. In einer Medieninstallation stellt das Museum der biologischen Diversität eine geistige Diversität gegenüber: Anhand von sieben Grundfragen wird die Vielseitigkeit der Sicht des Menschen auf das Phänomen Leben vorgestellt.

Das Museum zeigt des Weiteren: Minerale, Fossilien, Huftiere und einheimische Tiere.

Die Sammlungen des Museums, die außerhalb des Ausstellungsbereiches liegen, umfassen das Tierstimmenarchiv sowie Objekte der Mineralogie unter anderem auch Fundstücke zu Meteoriten[14], Zoologie und Paläontologie und seit 2004 auch die embryologische Sammlung von Ambrosius Hubrecht und James Peter Hill (1873–1954) mit ca. 80.000 histologischen Präparaten.

Im Ostflügel des Museumsgebäudes sind rund 80.000 Gläser mit Flüssigpräparaten von Fischen und Reptilien in 70-prozentigem Alkohol ausgestellt.[15]

Insgesamt umfasst die Sammlung über 30 Millionen Objekte, unter anderem 130.000 Vogelpräparate mit etwa 90 Prozent aller Vogelarten weltweit und 130.000 in Alkohol konservierte Fische. Neben seinem öffentlichen Bildungsauftrag mit den Dauer- und Sonderausstellungen und Bildungsprogrammen sieht das Museum seine Aufgaben in der wissenschaftlichen Dokumentation und Interpretation der belebten und unbelebten Natur. Mit dem Projekt digitize! macht das Museum die aktuellen Digitalisierungsprozesse sichtbar und lässt Besucher im Rahmen eines Pilotprojektes die Digitalisierung von 500.000 Objekten aus der Insektensammlung mitverfolgen.[16]

ForschungBearbeiten

Aktuelle Forschungsthemen sind die Rekonstruktion der Evolution verschiedener Tiergruppen, Biodiversitätsforschung in heutigen Lebensräumen, Zoodiversität im Wandel von Umwelt und Nutzung unter anderem im südlichen Afrika, Biogeographie, Paläoökologie, die frühe Entwicklung von Sonnensystemen, der Aufprall von Asteroiden auf der Erde und deren Auswirkung auf die Erdkruste und die Biosphäre, die Bildungsforschung, Provenienzforschung sowie Wissenschaftsforschung.

Als Forschungseinrichtung bildet das Museum für Naturkunde zusammen mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Universität Potsdam auch wissenschaftlichen Nachwuchs aus.

Generaldirektor war vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2010 Reinhold Leinfelder. Nach einer Periode, in welcher Ferdinand Damaschun Amtierender Generaldirektor des Museums war, ist seit 1. Februar 2012 Johannes Vogel neuer Generaldirektor des Museums. Seit dem 1. September 2011 ist Stephan Junker als Geschäftsführer des Museums tätig. Gregor Hagedorn ist Akademischer Direktor und Koordinator für nationale und internationale Forschungsinfrastruktur.[17][18]

Seit 1. Januar 2009 ist das Museum für Naturkunde wegen der überregionalen Bedeutung und des gesamtstaatlichen Interesses an seiner Forschungsarbeit Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es versteht sich als ein integriertes Forschungsmuseum und strebt durch seine Aktivitäten hinsichtlich Bürgerwissenschaft[19] und digitaler Erschließung seiner Sammlung an, ein "offenes integriertes Forschungsmuseum" zu werden, das mit dem Aufgabendreiklang von Sammeln, Forschen und Vermitteln eine Funktion als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft einnimmt.[20]

Sonder- und Wechselausstellungen (Auswahl)Bearbeiten

 
Hundeschädel in der Sonderausstellung 60 Jahre Entdeckung der DNA-Struktur
 
Tyrannosaurus Rex Tristan
  • Darwin – Reise zur Erkenntnis (12. Februar 2009–12. August 2009)
  • Tiefsee (15. September 2009–31. Januar 2010)
  • Klasse, Ordnung, Art – 200 Jahre Museum für Naturkunde (14. September 2010–28. Februar 2011)
  • Federflug – 150 Jahre Urvogel-Fund (17. Juni 2011–31. Dezember 2011)
  • Biopolis – Wildes Berlin (8. November 2011–31. Juli 2012)
  • Elefantenreich – Eine Fossilwelt in Europa (30. März 2012–31. August 2012)
  • Federflug – 150 Jahre Urvogel-Fund (25. September 2012–31. Dezember 2012)
  • Entwicklungen – 60 Jahre Entdeckung der DNA-Struktur (23. April 2013–6. Januar 2014)
  • Fliegen (16. August 2014–15. Januar 2015)
  • Panda (13. Januar 2015–2. August 2015)[21]
  • Tote Wespen fliegen länger (3. März 2015–3. Mai 2015)
  • Spinosaurus (9. Februar 2016–12. Juni 2016)
  • Kometen – Die Mission Rosetta (9. August 2016–21. Januar 2017)
  • Sielmann! (1. Juni 2017–29. April 2018)
  • Ara (23. Mai 2017–14. November 2018)
  • Koexistenz (17. Mai 2019–8. September 2019)
  • Artefakte (9. Oktober 2018–20. Oktober 2019)
  • Moon Walk: 50 Jahre Mondlandung (20. Juli 2019–26. Oktober 2019)
  • Tristan – Berlin zeigt Zähne (17. Dezember 2015–26. Januar 2020)

In den MedienBearbeiten

 
Exemplar von Pterodactylus kochi aus dem Naturkundemuseum als DDR-Briefmarke
 
200 Jahre Museum für Naturkunde Berlin: Briefmarke von 2010

FilmeBearbeiten

  • Forschungsstätte Museum, Dokumentarfilm, DDR, 13 Min., Regie: Trutz Meinl, Produktion: DEFA, Erstausstrahlung: 8. November 1968.[22]
  • Schatzkammer des Lebens. Das Naturkundemuseum Berlin. Dokumentarfilm, 28:30 Min., Regie: Felix Krüger, Produktion: rbb, Deutschland 2010.[23]
  • T.Rex – Ein Dino erobert Berlin. Dokumentarfilm, Deutschland, 44:18 Min., Buch und Regie: Christian Seewald und Björn Tritschler, Produktion: rbb, Deutschland 2015.[24]

Die beiden deutschen Staaten haben bereits Ausstellungsstücke auf ihren Briefmarken einer breiten Öffentlichkeit gezeigt.

LiteraturBearbeiten

Im 1996 erschienenen Roman Animal Triste der Schriftstellerin Monika Maron arbeitet die weibliche Hauptfigur im Naturkundemuseum.[25]

PopkulturBearbeiten

Die Ausstellungsräume und Nass-Sammlungen des Museums waren Drehorte des 2021 erschienenen Musikvideos zur Single Eine gute Nachricht des Musikers Danger Dan.[26]

SonstigesBearbeiten

Seit 2017 wird vom Museum für Naturkunde eine App namens Naturblick für das iOS- und Android-Betriebssystem angeboten. Mithilfe der App lassen sich per Tonaufnahme Vogelarten bestimmen. Pflanzen können per Foto mithilfe von Bilderkennung bestimmt werden. Zudem existieren Bestimmungshilfen mit Artbeschreibungen. Die Beobachtungen können innerhalb eines Feldbuches verzeichnet werden. Außerdem kann der Nutzer aufgezeichnete Beobachtungen, im Rahmen von Forschungsprojekten, unter der CC BY-SA 4.0 Lizenz veröffentlichen.

Die Entwicklung der App wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.[27][28][29]

LiteraturBearbeiten

(chronologisch geordnet)

  • Albert Guttstadt: Die naturwissenschaftlichen und medicinischen Staatsanstalten Berlins. Verlag von August Hirschwald, Berlin 1886, S. 220–244 (Digitalisat im Internet Archive).
  • Das Museum für Naturkunde der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin zur Eröffnungs-Feier. Ernst & Korn, Berlin 1889. Digitalisiert von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020. URN urn:nbn:de:kobv:109-1-15419944
  • Friedrich Kleinwächter: Das Museum für Naturkunde der Universität Berlin. In: Zeitschrift für Bauwesen. Jahrgang 41. Berlin 1891, Sp. 1–10, Tafeln 1–6 (Digitalisat im Bestand der Zentral- und Landesbibliothek Berlin).
  • Christoph Hahn, Siegmar Hohl (Hrsg.): Der große Museumsführer. Sammlungen zu Kunst, Kultur, Natur und Technik in Deutschland. Bassermann Verlag, Gütersloh/München 2000, ISBN 978-3-8094-5013-9, S. 71.
  • Ferdinand Damaschun (Hrsg.): Klasse, Ordnung, Art – 200 Jahre Museum für Naturkunde. Basilisken-Presse, Rangsdorf 2010, ISBN 978-3-941365-10-0.
  • Ulrich Moritz u. a..: Vorstoß ins Innere. Streifzüge durch das Berliner Museum für Naturkunde. Alphaeus Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-9813184-0-1.
  • Hanns Zischler, Hanna Zeckau: Der Schmetterlingskoffer. Die tropischen Expeditionen von Arnold Schultze. Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-024-2.[30]
  • Katrin Hiller von Gaertringen, Hans Georg Hiller von Gaertringen: Eine Geschichte der Berliner Museen in 227 Häusern. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-422-07273-2, S. 115–122.
  • Anne Mackinney: Objekte und Objektverzeichnisse in naturkundlicher Sammelpraxis. Das Beispiel des Berliner Zoologischen Museums von 1810 bis etwa 1850. Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin 2017 (PDF).
  • Ina Heumann, Holger Stoecker u. a.: Dinosaurierfragmente – Zur Geschichte der Tendaguru-Expedition und ihrer Objekte, 1906-2018. Wallstein, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-3253-9.
  • Jutta Helbig: Das Berliner Museum für Naturkunde. Bauen und Ausstellen im Spiegel der Museumsreform – eine Konfliktgeschichte. Tectum, Baden-Baden 2019, ISBN 978-3-8288-4259-5.

WeblinksBearbeiten

Commons: Museum für Naturkunde Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Geschichte des Museums In: Museum für Naturkunde, aufgerufen am 26. August 2016.
  2. Humboldt-Museum – Schloss Tegel. In: Museumsportal Berlin, aufgerufen am 26. August 2016.
  3. T.Rex – Ein Dino erobert Berlin. (Memento des Originals vom 26. August 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ardmediathek.de In: rbb, 30. Dezember 2015.
  4. Ab 2021 zurück – Tristan. Abgerufen am 17. Juli 2020.
  5. Thomas Loy: Naturkundemuseum. Schatzkammer aus Glas. In: Der Tagesspiegel, 13. September 2010.
  6. DAM Preis für Architektur in Deutschland 2011. In: Deutsches Architekturmuseum, aufgerufen am 23. Juli 2014.
  7. DEIKE DIENING: Wie das Naturkundemuseum an die Millionen kam. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel, 9. November 2018, abgerufen am 18. November 2018.
  8. Dominik Bath: Mehr Platz für die Dinosaurier im Naturkundemuseum. In: morgenpost.de. Berliner Morgenpost, 8. November 2018, abgerufen am 18. November 2018.
  9. Anne Brüning: 660 Millionen Euro Geldsegen soll Naturkundemuseum an die Weltspitze bringen. In: berliner-zeitung.de. Berliner Zeitung, 7. November 2018, abgerufen am 18. November 2018.
  10. Andreas Sentker: Ideen für das Überleben der Menschheit. In: zeit.de. die Zeit, 14. November 2018, abgerufen am 18. November 2018.
  11. Manfred Ronzheimer: Ein ganz dicker Happen. In: Die Tageszeitung: taz. 23. November 2018, ISSN 0931-9085, S. 23 (taz.de [abgerufen am 25. Dezember 2018]).
  12. Live-Digitalisierung. 9. Mai 2019, abgerufen am 25. April 2020.
  13. Michael P. Taylor: „A re-evaluation of Brachiosaurus altithorax Riggs 1903 (Dinosauria, Sauropoda) and its generic separation from Giraffatitan brancai (Janensch 1914).“ (PDF; 2,4 MB; 20 S.) In: Journal of Vertebrate Paleontology, 2009, 29 (3), S. 787–806, ISSN 0272-4634.
  14. Stefanie Hildebrandt: Der Kleingärtner und sein Brocken aus dem All. In: Berliner Zeitung, 8. September 2020, S. 11.
  15. Thomas Loy: Naturkundemuseum. Schatzkammer aus Glas. In: Der Tagesspiegel, 13. September 2010.
  16. digitize! Abgerufen am 21. Februar 2022.
  17. WELT: Schulstreiks fürs Klima: Mehr Erwachsene schließen sich an. In: DIE WELT. 15. März 2019 (welt.de [abgerufen am 12. Juni 2020]).
  18. Dr. Gregor Hagedorn | Museum für Naturkunde. Abgerufen am 12. Juni 2020.
  19. Bürgerwissenschaften. 15. April 2019, abgerufen am 25. April 2020.
  20. Aktionsplan der Leibniz-Forschungsmuseen. Abgerufen am 21. Juli 2020.
  21. Wiki der Panda-Ausstellung 2015 am Museum für Naturkunde Berlin
  22. Forschungsstätte Museum. In: Filmportal.de. Abgerufen am 19. Januar 2020.
  23. Schatzkammer des Lebens. Das Naturkundemuseum Berlin. In: Programm.ARD.de. 24. Dezember 2010, abgerufen am 19. Januar 2020.
  24. T.Rex – Ein Dino erobert Berlin. In: Programm.ARD.de. 15. Dezember 2015, abgerufen am 19. Januar 2020.
  25. Rezension: Belletristik: Alte Liebe. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 17. Januar 2021]).
  26. Eine gute Nachricht von Danger Dan. Musikvideo. In: MTV Germany. Abgerufen am 3. Mai 2021.
  27. Naturblick. Abgerufen am 27. Februar 2021.
  28. Naturblick. Abgerufen am 27. Februar 2021.
  29. Naturblick – Apps bei Google Play. Abgerufen am 27. Februar 2021.
  30. Elke Schmitter: Romantisches Trockenmaterial. In: Der Spiegel. Nr. 49, 2010, S. 162 (online – Besprechung von Der Schmetterlingskoffer).