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Elke Schmitter

deutsche Journalistin und Schriftstellerin
Elke Schmitter auf der Leipziger Buchmesse 2012

Elke Schmitter (* 25. Januar 1961 in Krefeld) ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Elke Schmitter studierte nach dem Abitur Philosophie an der Universität München. 1984 schloss sie das Studium mit dem Magistergrad ab. Seitdem ist Schmitter als Journalistin tätig: Von 1992 bis 1994 war sie Chefredakteurin der Berliner Tageszeitung, anschließend freie Mitarbeiterin der Wochenzeitung Die Zeit und der Süddeutschen Zeitung. Seit 2001 gehört sie der Redaktion des Nachrichtenmagazins Der Spiegel an. Am 1. März 2017 übernahm Schmitter die Leitung des Kulturressorts;[1] seit Januar 2018 ist sie wieder Autorin des Magazins.

Elke Schmitter veröffentlichte nach dem Gedichtband Windschatten im Konjunktiv (1982) einen Essayband zu Heinrich Heine unter dem Titel Und grüß mich nicht unter den Linden (1998). 2000 erschien mit Frau Sartoris eine Ehebruchgeschichte, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurde, 2002 mit Leichte Verfehlungen eine Art Berliner Gesellschaftspanorama. Während sich der erste Roman erzählerisch stark am Vorbild der großen Romanciers des 19. Jahrhunderts wie Flaubert und Fontane orientiert, steht Leichte Verfehlungen in der Tradition des britischen Gesellschaftsromans. 2005 erschien der Gedichtband Kein Spaniel; im Jahr darauf Veras Tochter, eine postmoderne Fortsetzung von Frau Sartoris.

Im Herbst 2009 erschien eine Übersetzung ihrer Gedichte unter dem Titel Die Steine fragen mich nach dir in englischer und gälischer Übersetzung. Mit Verena Auffermann, Gunhild Kübler und Ursula März veröffentlichte Schmitter ebenfalls im Herbst 2009 Leidenschaften, eine „weibliche Literaturgeschichte“ in 99 Porträts. Mit Gabriele von Arnim, Christiane Grefe, Susanne Mayer und Evelyn Roll publizierte sie 2017 den Essayband Was tun - Demokratie versteht sich nicht von selbst.

Unter dem Motto „ein wort gibt das andere“ kuratierte Elke Schmitter im November 2016 das forum:autoren auf dem Literaturfest München.[2]

2018 war sie Visiting Author/Max-Kade-Professorin an der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee.

AuszeichnungenBearbeiten

PublikationenBearbeiten

  • Windschatten im Konjunktiv. Gedichte. Machwerk, Siegen 1982, ISBN 3-922524-31-1.
  • Und grüß mich nicht unter den Linden: Gedichte / Heinrich Heine. Kommentiert von Elke Schmitter. Hanser, München/ Wien 1997, ISBN 3-446-18935-1.
  • Frau Sartoris Roman. Berlin-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-8270-0261-3.
  • Leichte Verfehlungen. Roman. Berlin-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-8270-0455-1.
  • Kein Spaniel. Gedichte. Berlin-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-8270-0603-1.
  • Veras Tochter. Roman. Berlin-Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-8270-0642-2.
  • Leidenschaften: 99 Autorinnen der Weltliteratur. Zusammen mit Verena Auffermann, Gunhild Kübler, Ursula März. Essays. Bertelsmann, München 2009, ISBN 978-3-570-01048-8.
  • Die Steine fragen mich nach Dir / the stones are asking about you / tá na clocha ag cur do thuairisce. Zusammen mit Hans-Christian Oeser und Gabriel Rosenstock. Gedichte in deutsch, englisch und schottisch-gälisch. Tá Coiscéim buioch, Dublin 2009, DNB 1001756797
  • Ich, Kasimir – an Bord des Piratenschiffs. Bloomsbury, Berlin 2012, ISBN 978-3-8270-5368-8.
  • Ich, Kasimir - an Bord des Piratenschiffs, mit Bildern von Rotraut Susanne Berner, dtv, München 2015, ISBN 978-3-423-71634-5.
  • Galerie der Namenlosen, 15 Fiktionen; herausgegeben mit Hanns Zischler: Erzählungen deutschsprachiger Autoren über "unknown sitters" aus der Gemäldegalerie Berlin. Alpheus Verlag, Berlin, 2015, ISBN 978-3-9813184-49
  • Was tun - Demokratie versteht sich nicht von selbst; Essays. Mit Gabriele von Arnim, Christiane Grefe, Susanne Meyer, Evelyn Roll. Verlag Antje Kunstmann, München, 2017, ISBN 978-3-95614-210-9

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Buchreport vom 22. Februar 2017
  2. ein wort gibt das andere auf literaturfest-muenchen.de. Abgerufen am 8. Dezember 2016