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Mini Countryman
Produktionszeitraum: seit 2010
Klasse: SUV
Karosserieversionen: Kombi

Der Mini Countryman ist die SUV-Modellreihe der Automobilmarke Mini von BMW. Die erste Generation des Fahrzeugs wurde im September 2010 in den Markt eingeführt; die zweite und aktuelle Generation kam im Februar 2017 in den Handel.

Erste Generation (2010–2017)Bearbeiten

1. Generation

Mini Cooper S ALL4 Countryman (2010–2017)

Produktionszeitraum: 2010–2017
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,6 Liter
(72–160 kW)
Dieselmotoren:
1,6–2,0 Liter
(66–105 kW)
Länge: 4097–4133 mm
Breite: 1789 mm
Höhe: 1549–1561 mm
Radstand: 2595 mm
Leergewicht: 1335–1570 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2010)[1]  

Geschichte und TechnikBearbeiten

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Produziert wird der Countryman der ersten Generation (interne Bezeichnung: R60) von Magna Steyr in Graz. Das fünftürige Fahrzeug ist über vier Meter lang und bietet Platz für vier oder fünf Personen. Wahlweise ist für die Modelle Cooper S, Cooper D und Cooper SD ein ALL4 genannter Allradantrieb erhältlich.[2] Das Konzeptfahrzeug des Countryman, das Mini Crossover Concept, wurde auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2008 der Öffentlichkeit präsentiert. Der Countryman wurde am 18. September 2010 im Markt eingeführt. Die Bezeichnung geht auf Austin zurück. Die Kombimodelle dieser Marke hießen „Countryman“. Der Kofferraum des Mini Countryman fasst 350 Liter, dieser kann durch Verschieben der hinteren Sitze auf 450 Liter erweitert werden und durch Umlegen der Sitze auf 1170 Liter.

Technische DatenBearbeiten

Zweite Generation (seit 2017)Bearbeiten

2. Generation

Mini Countryman (seit 2017)

Produktionszeitraum: seit 2017
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,5–2,0 Liter
(75–225 kW)
Dieselmotoren:
1,5–2,0 Liter
(85–140 kW)
Otto-Hybrid:
1,5 Liter
(100 kW + 65 kW)
Länge: 4299 mm
Breite: 1822 mm
Höhe: 1557 mm
Radstand: 2670 mm
Leergewicht: 1440–1675 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2017)[3]  

Auf der LA Auto Show im November 2016 wurde die zweite Generation des Countryman (interne Bezeichnung: F60) präsentiert. Diese wuchs im Vergleich zum Vorgängermodell um rund 20 Zentimeter in der Länge und 3,5 Zentimeter in der Breite.

Zum Marktstart am 11. Februar 2017 wurde die zweite Generation zunächst mit zwei Otto- und zwei Dieselmotoren angeboten. Diese sind alle wahlweise mit Vorderradantrieb oder Allradantrieb erhältlich.[4]

Cooper SE CountrymanBearbeiten

Mit dem Cooper SE Countryman bietet Mini erstmals auch einen Plug-in-Hybriden an. Dieser übernimmt den Antrieb vom BMW 225xe Active Tourer. Dabei treibt der aus dem Cooper bekannte Ottomotor die Vorderräder an, ein 65 kW (88 PS) starker Elektromotor übernimmt den Antrieb an der Hinterachse. Nach dem NEFZ-Fahrzyklus kommt der SE auf eine elektrische Reichweite von 40 Kilometer und eine elektrische Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h. Der 7,6 kWh große Lithium-Ionen-Akkumulator kann in 3,25 Stunden an einer Haushaltssteckdose voll aufgeladen werden.

Technische DatenBearbeiten

OttomotorenBearbeiten

One Countryman Cooper Countryman Cooper S Countryman John Cooper Works Countryman Cooper SE Countryman
Bauzeitraum 05/2017–06/2018 seit 07/2018 02/2017–06/2018 seit 07/2018 02/2017–06/2018 seit 07/2018 04/2017–05/2018 seit 05/2019 06/2017–03/2018 seit 03/2018
Motorkenndaten
Motortyp R3-Ottomotor R4-Ottomotor R3-Ottomotor + Elektromotor
Hubraum 1499 cm³ 1998 cm³ 1499 cm³
max. Leistung Verbrennungsmotor bei min−1 75 kW (102 PS)/4100–6000 75 kW (102 PS)/3900–6500 100 kW (136 PS)/4400–6000 100 kW (136 PS)/4500–6500 141 kW (192 PS)/5000–6000 170 kW (231 PS)/5000–6000 225 kW (306 PS)/5000–6250 100 kW (136 PS)/4400–6000
max. Leistung Elektromotor 65 kW (88 PS)
Systemleistung 165 kW (224 PS)
max. Drehmoment Verbrennungsmotor bei min−1 180 Nm/1250–3800 190 Nm/1380–3600 220 Nm (230)1/1400–4300 220 Nm/1480–4100 280 Nm/1250–4600 (300 Nm/1350–4500/min)1 280 Nm/1350–4600 350 Nm/1450–4500 450 Nm/1750–4500 220 Nm/1250–4300
max. Drehmoment Elektromotor 165 Nm
Systemdrehmoment 385 Nm
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Vorderradantrieb Allradantrieb Allradantrieb
Antrieb, optional Allradantrieb ALL4
Getriebe, serienmäßig 6-Gang-Schaltgetriebe 8-Gang-Automatikgetriebe 6-Gang-Automatikgetriebe
Getriebe, optional 6-Gang-Automatikgetriebe 8-Gang-Automatikgetriebe
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h 197–202 km/h 200 km/h 222–225 km/h 225 km/h 234 km/h 250 km/h 198 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 11,8–12,2 s 12,0–12,3 s 9,6–9,8 s 9,7 s 7,2–7,5 s 7,5–7,6 s 6,5 s 5,1 s 6,8 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 5,5 l Super 5,9–6,0 l Super 5,5–6,1 l Super 5,8–6,0 l Super 6,0–7,0 l Super 6,0–6,5 l Super 6,9–7,4 l Super 7,3 l Super 2,1 l Super 2,4–2,5 l Super
CO2-Emissionen (kombiniert) 126 g/km 134–137 g/km 126–139 g/km 132–137 g/km 137–159 g/km 136–149 g/km 158–169 g/km 166 g/km 49 g/km 55–56 g/km
Abgasnorm nach EU-Klassifikation: Euro 6 Euro 6d-TEMP Euro 6 Euro 6d-TEMP Euro 6 Euro 6d-TEMP Euro 6 Euro 6d-TEMP Euro 6 Euro 6d-TEMP
1 mit Overboost

DieselmotorenBearbeiten

One D Countryman Cooper D Countryman Cooper SD Countryman
Bauzeitraum 05/2017–03/2018 seit 03/2018 02/2017–03/2018 seit 03/2018 02/2017–03/2018 seit 03/2018
Motorkenndaten
Motortyp R3-Dieselmotor R4-Dieselmotor
Hubraum 1499 cm³ 1995 cm³
max. Leistung Verbrennungsmotor bei min−1 85 kW (116 PS)/4000 110 kW (150 PS)/4000 140 kW (190 PS)/4000
max. Drehmoment Verbrennungsmotor bei min−1 270 Nm/1750–2250 330 Nm/1750–2500 350 Nm/1750–2500 400 Nm/1750–2500 360 Nm/1500–2750
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Vorderradantrieb
Antrieb, optional Allradantrieb ALL4
Getriebe, serienmäßig 6-Gang-Schaltgetriebe 8-Gang-Automatikgetriebe
Getriebe, optional (6-Gang-Automatikgetriebe) 8-Gang-Automatikgetriebe
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h 188–190 km/h 205–208 km/h 218–220 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 10,9 s 11,2 s 8,7–8,9 s 9,0–9,1 s 7,4–7,7 s 7,6–7,9 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 4,1 l Diesel 4,3–4,6 l Diesel 4,3–4,8 l Diesel 4,5–4,9 l Diesel 4,6–4,9 l Diesel 4,5–4,9 l Diesel
CO2-Emissionen (kombiniert) 109 g/km 112–122 g/km 113–127 g/km 119–130 g/km 121–129 g/km 119–130 g/km
Abgasnorm nach EU-Klassifikation: Euro 6 Euro 6d-TEMP Euro 6 Euro 6d-TEMP Euro 6 Euro 6d-TEMP
1 mit Overboost

Rallye-SportBearbeiten

In der Saison 2011 nahm Mini mit einer in Zusammenarbeit mit Prodrive entwickelten World-Rally-Car-Version (1600 cm³ mit Turboaufladung) des Countryman an ausgewählten Läufen der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) teil.[5] Mit den Werksfahrern Dani Sordo und Kris Meeke nahm das Mini WRC Team in der Saison 2011 an sechs Rallyes teil: Italien, Finnland, Deutschland, Frankreich, Katalonien und Wales. Der in Genf vorgestellte John Cooper Works S2000 des Prodrive-Teams startete bereits vom 24. bis 27. März bei der Rallye Portugal.[6] Bei der Rallye Deutschland 2011 erzielte Dani Sordo den dritten Gesamtrang. Bei der Rallye Frankreich wurde er Gesamtzweiter. Bei der Rallye Dakar 2011 setzte das deutsche Privat-Team X-Raid erstmals einen Mini Countryman (Mini All4 Racing) als Wettbewerbsfahrzeug ein. Anders als in der Rallye-Weltmeisterschaft handelte es sich dabei um einen Geländewagen der Prototypen-Klasse, der technisch keine Verwandtschaft zu dem Serienfahrzeug haben muss, allerdings wurde die Silhouette dem Serienmodell des Countrymans nachempfunden. Am Ruhetag der Rallye Dakar schied Guerlain Chicherit nach einem Überschlag bei einer Testfahrt auf Gesamtrang 9 liegend aus. Bei der Abu Dhabi Desert Challenge 2011 holte Stéphane Peterhansel den ersten Sieg im MINI All4 Racing. Bei der Rallye Dakar 2012 trat das Team X-Raid mit fünf MINI All4 Racing an und konnte den Gesamtsieg sowie die Plätze 2, 4, 8 und 10 im Gesamtklassement "Auto" erreichen.[7] Ein erneuter Gesamtsieg sowie die Platzierungen 3 und 4 gelangen bei der Rallye Dakar 2013.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ergebnisse Crash-Test MINI Countryman EURO NCAP 2010, abgerufen im Jahr 2010
  2. http://www.mini.at/mini_countryman/index.html, zuletzt gesichtet am 25. März 2013
  3. Ergebnis des Mini Countryman beim Euro-NCAP-Crashtest (2017)
  4. Jan Götze: Alles zum neuen Mini Countryman. autobild.de. 26. Oktober 2016. Abgerufen am 11. November 2016.
  5. Tobias Grüner: Mini Countryman WRC ab 2011 in der Rallye-WM. auto-motor-und-sport.de. 27. Juli 2010. Abgerufen am 23. Januar 2011.
  6. Sechs Teilnahmen geplant (Motorsport-Magazin.com vom 1. März 2011; abgerufen am 2. März 2011)
  7. Dakar 2012 Gesamtklassement. dakar.com. Abgerufen am 5. Februar 2012.