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Michael Espendiller

deutscher Politiker (AfD), MdB, Dr.

Michael Espendiller (* 5. Mai 1989 in Leonberg) ist ein deutscher Politiker (AfD). Er ist seit 2017 Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion.

Leben und BerufBearbeiten

Nach dem Besuch der Elisabeth-von-Thüringen-Realschule in Reken wechselte Espendiller 2005 auf das Gymnasium Remigianum in Borken, wo er 2008 das Abitur ablegte. Anschließend absolvierte er ein Studium der Mathematik und der Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Danach war Espendiller von 2013 bis 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RWTH Aachen tätig, wo er 2017 mit der Arbeit „Association in contingency tables - an informationtheoretic approach“[1] zum Dr. rer. nat. promoviert wurde.

ParteiBearbeiten

Espendiller ist seit 2013 Mitglied der AfD. Er engagierte sich zunächst bei der Jungen Alternative, deren stellvertretender Bundesvorsitzender er von 2013 bis 2014 war. Von 2013 bis 2015 gehörte er dem AfD-Kreisvorstand Aachen und von 2015 bis 2017 dem AfD-Bezirksvorstand Köln an.

Espendiller forderte im Bundestagswahlkampf 2017 ein Ende der „Kuscheljustiz“ und härtere Strafen bei körperlicher Gewalt gegen Polizisten. Er beklagte beim WDR, dass „linksradikale Idioten“ nach den G20-Protesten in Hamburg nicht angemessen bestraft würden, obwohl sie Hamburg in „Schutt und Asche“ gelegt hätten.[2][3] Einer Lokalzeitung sagte Espendiller vor der Wahl, der rechte Thüringer Landeschef Björn Höcke sei im Wahlkampf „eine Belastung“.[2]

Espendiller vertritt die in der AfD weit verbreitete Position der Leugnung der menschengemachten globalen Erwärmung. Bei einem Bürgerdialog im Januar 2019 äußerte Espendiller beispielsweise, „der Mensch habe nur einen sehr, sehr, sehr geringen Einfluß dadrauf“.[4]

AbgeordneterBearbeiten

Espendiller ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und dort seitdem parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion.

Espendiller trat bei der Bundestagswahl 2017 im Bundestagswahlkreis Steinfurt III als Direktkandidat an, zog aber über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den 19. Deutschen Bundestag ein.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Michael Espendiller: Association in contingency tables : an informationtheoretic approach = Assoziation in Kontingenztabellen : ein informationstheoretischer Ansatz. Abgerufen am 20. Januar 2019 (englisch).
  2. a b Kai Biermann, Astrid Geisler, Christina Holzinger, Paul Middelhoff, Karsten Polke-Majewski: AfD-Fraktion: Rechts bis extrem im Bundestag. In: Die Zeit. 26. September 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 3. Oktober 2017]).
  3. Westdeutscher Rundfunk: Kandidat Michael Espendiller (AfD), Steinfurt III. 25. September 2017, abgerufen am 3. Oktober 2017.
  4. Energiewende basiert auf falschen Klimamodellen! – Dr. Michael Espendiller – AfD-Bürgerdialog, auf afdbundestag.de