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Metel

Stadtteil von Neustadt am Rübenberge

Metel ist ein nordöstlicher Ortsteil der Stadt Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover in Niedersachsen.

Metel
Wappen von Metel
Koordinaten: 52° 32′ 50″ N, 9° 32′ 57″ O
Höhe: 44 m ü. NHN
Fläche: 10,08 km²[1]
Einwohner: 510 (2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31535
Vorwahl: 05032
Metel (Niedersachsen)
Metel

Lage von Metel in Niedersachsen

Ortsblick
Ortsblick

GeografieBearbeiten

Das Dorf Metel liegt südlich der Leine direkt an der K315.

GeschichteBearbeiten

Erste Erwähnungen, unter dem Namen Met(h)telen, finden sich für das Jahr 1313 in Urkunden des Klosters Loccum. U. a. werden Metel und Scharrel gemeinsam als 'Dörfer an der Lindenburg' erwähnt.

Von einer Kapelle gibt ein Verzeichnis von 1543 die älteste Nachricht. Ende des 16. Jahrhunderts gab es 5 Meier- und 13 Kötnerhöfe. Die Höfe waren teils dem Landesherrn, teils den Kirchen in Basse, in Mandelsloh, dem Kloster Mariensee, der Kapelle zu Metel oder teils lokalem Adel in Poggenhagen (v. Campe(n)) abgabepflichtig. Der Dreißigjährige Krieg, insbesondere infolge der Belagerung Neustadts durch Tillys Truppen, führte zu starken Verwüstungen.

Seit dem 17. Jahrhundert wurde Schulunterricht in Metel erteilt; 1806 wurde das alte Hirtenhaus zum Schulhaus umgebaut. Die Verkoppelung erfolgte im Jahre 1832. Um 1940 lebten etwa 170 Personen in 37 Wohngebäuden in Metel.

Die Gemarkung Metel umfasste circa 825 Hektar, davon ungefähr 195 Hektar Ackerland. Mit der Gebietsreform verlor die Gemeinde Metel am 1. März 1974 ihre politische Selbständigkeit und wurde ein Ortsteil von Neustadt am Rübenberge.[2]

PolitikBearbeiten

OrtsratBearbeiten

Der gemeinsame Ortsrat von Averhoy, Basse, Metel, Otternhagen und Scharrel setzt sich aus zwei Ratsfrauen und neun Ratsherren zusammen. Im Ortsrat befinden sich zusätzlich 19 beratende Mitglieder.[3][4]

Sitzverteilung:

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

OrtsbürgermeisterBearbeiten

Der Ortsbürgermeister ist Wilfried Schneider (CDU). Sein Stellvertreter ist Uwe Münkel (UWG NRÜ).[3][4]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Johannes-Kapelle
  • Die Johannes-Kapelle Metel ist ein typischer Fachwerkbau der Region, der bereits 1543 urkundlich erwähnt wird.
  • Alte Bauernhäuser mit interessanter Architektur (Kübbungs-, Vierständerhaus) und informativen Inschriften.
  • In der Nähe der Ortschaft liegt der Tannenbruchsee Metel, ein Naherholungsgebiet mit Campingangebot.
  • Lindenburg: alter Forst und, nach der Überlieferung, Sitz einer früheren Burg.
Baudenkmäler

FotogalerieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • W. Canenbley, Chronik von Metel. Um 1950.
  • H. Kühnhold, Basse. Gohgrafschaft, Vogtei, Kirchspiel. 1909

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Unsere Ortschaften stellen sich vor – Otternhagen/Metel. In: Internetseite der Stadt Neustadt am Rübenberge. 2016, abgerufen am 15. November 2017.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 198.
  3. a b Ortsrat der Ortschaft Otternhagen/Metel. In: Ratsinformationssystem der Stadt Neustadt am Rübenberge. Abgerufen am 10. November 2017.
  4. a b Mandatsträger der Stadt. In: Ratsinformationssystem der Stadt Neustadt am Rübenberge. Abgerufen am 10. November 2017.