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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Melidef zu vermeiden.
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Melide
Wappen von Melide
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Paradiso
BFS-Nr.: 5198i1f3f4
Postleitzahl: 6815
Koordinaten: 717027 / 90283Koordinaten: 45° 57′ 14″ N, 8° 56′ 53″ O; CH1903: 717027 / 90283
Höhe: 279 m ü. M.
Fläche: 1,7 km²
Einwohner: 1816 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 1068 Einw. pro km²
Website: www.melide.ch
Melide mit Seedamm

Melide mit Seedamm

Karte
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Melide ist eine politische Gemeinde am Luganersee im Kreis Paradiso, Bezirk Lugano des Schweizer Kantons Tessin.

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt unterhalb des Monte San Salvatore auf der westlichen Seite des Damms von Melide, der die Seeenge zwischen Melide und Bissone überbrückt. Die Nachbargemeinden sind Bissone, Vico Morcote, Lugano und Campione d’Italia.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf wird erstmal seit 852 erwähnt; 1482 bestand dort ein Zollposten, in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts musste das Dorf dem Herzog von Mailand 5 Soldaten stellen. 1555 verlieh die Tagsatzung Melide, Bissone und Morcote das Monopol für die Fischlieferung nach Lugano. 1818 wurde nach dem Bau der Kantonsstrasse unter der Aufsicht von Melide und Bissone auf dem See ein Transportverkehr für Fuhrwerke durchgeführt, der bis zur Eröffnung der 817 m langen Brücke von Melide (1847) dauerte. Der damals eingeführte Brückenzoll wurde 1853 um 12770 Schweizer Franken zurückgekauft. Im Jahr 1863 erfuhr das Gemeindegebiet eine Erweiterung durch einen Teil der Sankt Martins Spitze infolge einer Grenzberichtigung mit Italien.

1498 wird ein Spital mit einer Heiliggeist-Kirche genannt, das dem Spital Santo Spirito in Sassia (Rom) unterstellt war. Beide wurden 1911 abgetragen, nachdem sie lange Zeit ihrer ursprünglichen Bestimmung entzogen gewesen waren. Kirchlich gehörte Melide zuerst zu Lugano, dann zu Carona, 1525 wurde es zur eigenen Pfarrei erhoben, 1636 kaufte es seine Verpflichtung am Unterhalt der Sankt Lorenzokirche von Lugano los.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1591 1643 1709 1769 1801 1850 1900 1950 1970 1990 2000[2] 2010 2012 2017
Einwohner 197 167 150 142 158 273 403 775 1315 1372 1513 1612 1669 1816

InfrastrukturBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche Santi Quirico und Giulitta[5]
  • Swissminiatur, ein Freilichtmuseum, das eine miniaturisierte Schweiz präsentiert[6]
  • Seedamm des Ingenieurs Pasquale Lucchini[5]
  • Durch die Berichterstattung in den Medien bekannt war die Villa Branca – ein 1912 errichtetes repräsentatives Weingut am Ufer. Es musste einem Neubau weichen[5][7]
  • Ehemalige Ziegeleien[5]
  • Schalenstein an der Grenze der ehemaligen Gemeinde Carona TI.[5]

SportBearbeiten

  • Football Club Melide[8]

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Giuseppe Negro: Melide. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 23. Oktober 2008.
  3. Corpo Pompieri Melide
  4. Corpo Pompieri Melide in portal.dnb.de (abgerufen am: 2. Mai 2016.)
  5. a b c d e Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 354–355.
  6. Swissminiatur (Memento des Originals vom 4. August 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/luganotourism.ch in luganotourism.ch (abgerufen am: 2. Mai 2016.)
  7. Das grosse Villensterben (NZZ, 11. April 2008)
  8. Football Club Melide