Mein Mann kann

Deutsche Spielshow

Mein Mann kann war eine Spielshow, die auf dem Privatsender Sat.1 freitags um 20:15 Uhr ausgestrahlt wurde. Die erste Folge lief am 16. Juli 2010.[3] Die Show wurde von 2010 bis Ende 2012 von Britt Hagedorn[4] und Harro Füllgrabe moderiert. 2013 übernahm Oliver Pocher zusammen mit Christine Theiss[2] die Moderation. In jeder Folge traten vier, meist verheiratete Paare gegeneinander an, wobei das siegreiche Paar 50.000 Euro Preisgeld erhielt.

Seriendaten
OriginaltitelMein Mann kann
ProduktionslandDeutschland
Jahr(e)2010–2013
Produktions-
unternehmen
Redseven Entertainment GmbH[1]
Längeca. 100–120 Minuten
Episoden25 in 4 Staffeln
Ausstrahlungs-
turnus
unregelmäßig
(freitags, 20:15 Uhr)
GenreSpielshow
Moderation
Erstausstrahlung16. Juli 2010 auf Sat.1

SpielregelnBearbeiten

Bei der Show sitzen vier Frauen an einem Pokertisch und deren Ehemänner in Glaskabinen hinter ihnen, sodass keine Kommunikation zwischen den Eheleuten möglich ist. Den Frauen wird eine Aufgabe genannt. Sie müssen entscheiden, wie oft bzw. wie lang ihr Mann diese Aufgabe ausführen kann. In vielen Fällen wurde diese Aufgabe bereits von Harro Füllgrabe ausprobiert und die Frauen können sich an seinem erreichten Ergebnis orientieren. Die Männer bekommen mit, wie hoch die Frauen pokern, aber die Frauen wissen nicht, was ihre Männer hinter ihnen gestikulieren oder äußern. Die Frauen setzen nacheinander Chips und erhöhen somit ihren Einsatz und damit auch die Schwierigkeit der Aufgabe für ihre Männer. Die Frau, die das höchste Gebot abgegeben hat, verpflichtet ihren Ehemann zum Ausführen der Aufgabe. Besteht der Mann die Aufgabe, gewinnt dessen Frau alle eingesetzten Chips. Wenn er die Aufgabe nicht besteht oder diese nicht antritt, werden diese Chips stattdessen zu gleichen Teilen unter den anderen Frauen verteilt (mit Ausnahme der ersten Folge vom 16. Juli 2010, in der die Chips noch in den Pott wanderten). Nach der vierten und sechsten Spielrunde scheidet das Paar mit der geringsten Anzahl an Chips aus, sodass für das finale siebte Spiel nur noch zwei Paare übrig bleiben. Im Finale gehen beide Frauen 'all in' und der Pott steht stellvertretend für die Gewinnsumme von 50.000 Euro. Es werden neue Chips für das auspokern des letzten Spiels verwendet. Schafft der Mann der Höchstbietenden die Aufgabe, gewinnt das Paar das Geld, andernfalls geht das Geld an das zweite Paar im Finale.

SendetermineBearbeiten

  • Staffel 1: 16. Juli 2010 bis 20. August 2010 (6 Folgen)
  • Staffel 2: 20. Mai 2011 bis 8. Juli 2011 (8 Folgen)
  • Staffel 3: 4. November 2011 bis 28. September 2012 (8 Folgen)
  • Staffel 4: 14. Juni 2013 bis 16. August 2013 (3 Folgen)[5]

PromispecialBearbeiten

Bei Mein Mann kann wurden neun Promispecials ausgestrahlt.

10. Juni 2011Bearbeiten

4. November 2011Bearbeiten

18. November 2011Bearbeiten

17. Februar 2012Bearbeiten

24. Februar 2012Bearbeiten

14. September 2012Bearbeiten

14. Juni 2013Bearbeiten

12. Juli 2013Bearbeiten

16. August 2013Bearbeiten

Weiterverwertung des Konzepts der SendungBearbeiten

Das Konzept der Serie wurde an ausländische Fernsehsender verkauft, beispielsweise an den Free-TV-Sender Jiang Su Satellite in China[6], wo die Adaption der Show bereits erfolgreich läuft, sowie an VT4 in Belgien, SBS 6 in den Niederlanden, ITV im Vereinigten Königreich und SBS Dänemark.[7]

Seit April 2016 sendet Sat.1 die Sendung neu verpackt als Ran an den Mann immer freitags um 20:15 Uhr. Moderiert wird die Sendung von Annemarie und Wayne Carpendale. Außerdem wurde das Design und das Bühnenbild verändert, so sitzen die Männer in Zellen aus Gitterstäben, die Frauen sitzen eine Ebene darüber, sodass sich Frauen und Männer außerhalb der Spiele nicht mehr sehen können.

ZwischenfallBearbeiten

In der Folge vom 21. September 2012 kam es im Finale zu einem Zwischenfall, als ein Kandidat für den Sieg offenbar sein Leben riskierte. Die beiden Finalkandidaten mussten in einem Glaskasten um die Wette tauchen. Sieger sollte sein, wer am längsten die Luft anhalten kann. Nach Aussagen eines Zuschauers begann einer der Kandidaten im zweiten Durchgang auf einmal zu zucken. Sein Kontrahent gab im dritten Durchgang nach zwei Minuten auf. Der erste Kandidat dagegen sank plötzlich herab und trieb im Wasser, bis er dann von mehreren Menschen aus dem Wasser geholt wurde. Er musste von einem Rettungssanitäter aus dem Publikum wiederbelebt werden. Der Kandidat erklärte zwar, schnell wieder fit gewesen zu sein, trotzdem wurden die dramatischen Szenen in der Ausstrahlung nicht gezeigt.[8]

KritikenBearbeiten

  • Laut Rupert Sommer von der Süddeutschen Zeitung erweckt die Sendung beim Zuschauer den Eindruck, „als wären Parodie-Experten von Switch am Werk gewesen“. Ferner kanzelt Sommer die Sendung als „Sat.1-Spielshow-Martyrium“ ab.[9]
  • Joachim Hirzel vom Focus schreibt, dass die „Show der Welt nun wirklich nicht gefehlt“ habe.[10]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Redseven Entertainment GmbH@1@2Vorlage:Toter Link/funkkorrespondenz.kim-info.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. a b c Alexander Krei: Pocher übernimmt "Mein Mann kann" in Sat.1. DWDL.de, 4. Mai 2013, abgerufen am 5. Mai 2013.
  3. Wunschliste, abgerufen am 11. Juni 2011.
  4. Welt online vom 16. Juli 2010 abgerufen am 12. Juni 2011
  5. Sendetermine auf fernsehserien.de
  6. Mein Mann kann Verkauf und Spinoff-Pläne
  7. „Mein Mann kann“ nach Holland, Belgien und Dänemark verkauft. In der Türkei wird das Konzept beim Sender Fox-TV unter dem Namen "yaparsın Aşkım" erfolgreich vermarktet.
  8. Kandidat ertrinkt fast bei TV-Show auf RP Online (abgerufen 23. September 2012)
  9. Süddeutsche online, abgerufen am 11. Juni 2011.
  10. focus online, abgerufen am 11. Juni 2011.