Hauptmenü öffnen
Ron Ringguth (2017)

Ronald „Ron“ Ringguth (* 3. Februar 1966 in Oschersleben) ist ein deutscher Reporter, Kommentator, Moderator, Produzent, Spielzeug-Erfinder und freier Unternehmer.

WerdegangBearbeiten

Nach dem Abitur in Oschersleben im Jahre 1984 und dem Armeedienst absolvierte Ringguth von 1987 bis 1995 ein Informatikstudium an der TU Dresden mit dem Abschluss zum Diplom-Informatiker (Hard- und Software für Animation und Grafik beim TV).[1]

1990 gründete Ringguth in Dresden die unabhängige Studentenzeitung „ad rem“, die er später als geschäftsführender Redakteur leitete. Parallel dazu begann er als freier Mitarbeiter für diverse Tageszeitungen und den Hörfunksender „Sachsenradio“ zu arbeiten. Seit der Gründung des MDR 1992 arbeitete Ron Ringguth für MDR 1 Radio Sachsen und für den MDR Sachsenspiegel. Später produzierte er Beiträge für andere ARD-Sender, für das ZDF-Frühstücksfernsehen und für Deutsche Welle TV.

1993 begann Ringguth als Bahnsprecher an der Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg und kommentierte dort auch diverse Weltmeisterschaften (Skeleton 1994, Rodeln 1996). Parallel zu seiner Tätigkeit an der Rodelbahn engagierte sich Ringguth in der Bobsektion des SSV Altenberg, begann selbst mit dem Training und gründete ein eigenes Team, das zum Großteil aus ehemaligen Profibobsportlern bestand. Ringguth nahm an diversen Bobstartwettkämpfen teil und gewann mit drei Profianschiebern die offenen holländischen Startmeisterschaften 1998 in Groningen, noch vor dem Team des Olympiadritten Sean Olsson (GBR). Im Winter startete Ringguth meist in Renngemeinschaft mit Hobbybobfahrern des SC Oberbärenburg bei Deutschen B-Meisterschaften, qualifizierte sich aber auch mit Pilot Ralf Stephan für eine Deutsche A-Meisterschaft, wo er im Feld gespickt mit Olympiasiegern und Weltmeistern wie Christoph Langen und Andre Lange Vorletzter wurde.

Seit 1996 wurde Ron Ringguth vertretungsweise als Kommentator bei Eurosport eingesetzt. Radsportexperte Peter Woydt war schwer erkrankt und so begann Ringguth gleich mit der Liveübertragung der Bahnradweltmeisterschaft 1996 aus Manchester. Er überzeugte auf Anhieb die Verantwortlichen am Sendersitz in Paris und übernahm als Kommentator die gerade eingekaufte Sportart Bob. Er kommentierte auch die ersten Liveprogramme von den späteren Olympiadisziplinen Skeleton und Damenbob, übertrug für Eurosport auch diverse Weltmeisterschaften im Rennrodeln. Seit den Spielen 1998 in Nagano hat Ringguth alle Eiskanalsportarten bei Olympia übertragen. Dazu übertrug er diverse Bob- und Skeletonwettbewerbe für die nordamerikanischen Sender SPEED, Universal Sports, NBC und CBC in Englisch.

Im Winter 2006/07 kommentierte Ringguth für den Pay-TV-Sender Arena die Bob- und Skeleton-Wettbewerbe.

Zusammen mit Dirk Raudies und Lenz Leberkern kommentierte er zwischen 2003 und 2008 sowie wieder seit 2015 die Motorrad-Weltmeisterschaft.

Seit 2003 gehört Ron Ringguth zum Team der TV-total-Events. Er übertrug nahezu alle Rennen der Wok-WM, alle bisherigen Turmspringen und Stock Car Challenges sowie den großen TV Total Parallelslalom und die Maskottchen Weltmeisterschaft und hatte etliche Auftritte in Stefan Raabs Show TV total. In mehreren Folge Schlag den Raab übernahm Ringguth vertretungsweise die Rolle des Kommentators von Frank Buschmann. Als ständige Vertretung Buschmanns fungierte er bei den Staffeln 3 und 6 von Schlag den Star, seit der 11. Staffel ist er als Kommentator fester Bestandteil der Sendung. Den seit 2019 produzierten Ableger Schlag den Besten kommentiert er ebenfalls. Ab Januar 2017 wurde er Kommentator der Spielshow Duell der Stars – Die Sat.1 Promiarena.[2]

2008 erhielt Ron Ringguth für die Übertragung von den Olympischen Spielen 2008 in Peking mit dem Eurosport-Team den Deutschen Fernsehpreis für die beste Sportsendung.

Zusammen mit dem Engländer David Goldsprom (Television in Europe) war Ringguth für diverse internationale TV-Produktionen verantwortlich. Unter anderem für diverse Weltcups der Nordischen Kombination und im Skilanglauf sowie für die Gewichtheber EM 1998 in Riesa.

Als Musikproduzent, Musikverleger (Magicron Publishing) und Labelmanager (Groovebusters Records) produzierte Ringguth diverse TV-Musiken für Sportevents (z. B. Olympiabewerbung Leipzig, Schwimm EM Berlin) und weltweite TV-Übertragungen (Bobweltcups, …).

Ringguth wohnt in Dresden und hat zwei Söhne.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ron Ringguth – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lebenslauf (Memento des Originals vom 3. März 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ringguth.de
  2. Schlager gegen Comedy: "Duell der Stars", die neue Show am Sonntag, 8. Januar um 20:15 Uhr in SAT.1. In: presseportal.de. 16. Januar 2017, abgerufen am 16. Januar 2017.