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Massarosa ist eine italienische Gemeinde mit 22.430 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Provinz Lucca in der Toskana.

Massarosa
Wappen
Massarosa (Italien)
Massarosa
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Lucca (LU)
Koordinaten 43° 52′ N, 10° 20′ OKoordinaten: 43° 52′ 7″ N, 10° 20′ 27″ O
Höhe 10 m s.l.m.
Fläche 68,5 km²
Einwohner 22.430 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 327 Einw./km²
Postleitzahl 55054
Vorwahl 0584
ISTAT-Nummer 046018
Volksbezeichnung Massarosesi
Schutzpatron San Jacopo (25. Juli)
Website Massarosa
Panorama von Massarosa
Panorama von Massarosa

GeographieBearbeiten

 
Lage von Massarosa in der Provinz Lucca

Massarosa liegt östlich von Viareggio nahe der Tyrrhenischen Küste. Der Ort liegt etwa 15 km westlich der Provinzhauptstadt Lucca und rund 75 km westlich der Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 433 GG.[2]

Die Gemeinde erstreckt sich vom ehemals sumpfigen Hinterland bis in die Berge. Der Ortsteil Massaciuccoli ist Namensgeber für den Lago di Massaciuccoli (Lago Puccini), eine ausgedehnte Süßwasserlagune. Das längste Gewässer der Gemeinde ist der Canale Burlamacca, der 9 seiner insgesamt 12 km im Gemeindegebiet verbringt.[3] Der Passort Quiesa bildet den Übergang zur Gemeinde Lucca.

Die Gemeinde besteht, neben dem Hauptort (Capoluogo) Massarosa mit ca. 10.880 Einwohnern, aus den Fraktionen (Ortsteilen, ital. Frazioni) Corsanico-Bargecchia (235 m, ca. 1500 Einwohner), Gualdo (341 m, ca. 140 Einwohner), Massaciuccoli (25 m, ca. 485 Einwohner), Mommio Castello (234 m, ca. 65 Einwohner), Montigiano (305 m, ca. 210 Einwohner), Piano di Conca (10 m, ca. 1970 Einwohner), Piano di Mommio (5 m, ca. 2455 Einwohner, Teils auch zu Camaiore zugehörig), Pieve a Elici (176 m, ca. 250 Einwohner), Stiava (12 m, ca. 3110 Einwohner) und Valpromaro (141 m, ca. 45 Einwohner).[4]

Die Nachbargemeinden sind Camaiore, Lucca, Vecchiano (PI) und Viareggio.

GeschichteBearbeiten

Das Umland des Sees ist seit prähistorischen Zeiten besiedelt. In etruskischer und römischer Zeit war der See zum Meer hin offen und diente als Landungstelle und Handelsplatz. Archäologische Funde belegen eine etrurische Siedlung und eine römische Villa. Im Mittelalter waren die Ortschaften und ihre Befestigungen zwischen Pisa, Lucca und Florenz umstritten. Die südliche Versilia mit den Orten Massarosa, Viareggio und Camaiore war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts Teil der Republik Lucca und teilte ihr weiteres Schicksal. Luccheser Kaufleute errichteten in der Gemeinde seit dem 16. Jahrhundert ihre Villen. In den trockeneren Zonen wurden Getreide und Gemüse angebaut, in den Sümpfen auch Reis. Daneben spielte der Fischfang eine gewisse Rolle. Die Zahl der Einwohner hat sich seit 1880 etwa verdoppelt.

Markgräfin Willa von Tuszien, Tochter des Herzogs und Markgrafen Hugo († 1001) aus dem Haus der Bosoniden, gründete 1025 das Kloster San Michele im Ortsteil Quiesa.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Die Pieve a Elici
  • Chiesa dei Santi Jacopo e Andrea, Kirche im Hauptort aus dem 16. Jahrhundert, wurde 1895 komplett restauriert, vergrößert und verändert.[5]
  • San Pantaleone in Elci, Pieve, die auf vorromanische Zeit zurückgeht und zuerst 892 erwähnt wurde.[5] Nach mehreren Umbauten wurde die Kirche 1906 und 1956 restauriert und wieder näher an den mittelalterlichen Zustand gebracht.
  • Chiesa di Santa Lucia, bereits 984 erwähnte Kirche im Ortsteil Montigiano. Wurde 1687 umgestaltet und zur Parochialkirche ernannt.[6]

NaturBearbeiten

Der See und Teile des Gemeindegebiets gehören zum Naturpark Migliarino - San Rossore - Massaciuccoli.[7] Er ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel.

VerkehrBearbeiten

Massarosa liegt an der Bahnstrecke Lucca-Viareggio und an der Autostrada A11/A12.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Massarosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 1. August 2013 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  3. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Gewässern in Massarosa, abgerufen am 1. August 2013 (italienisch)
  4. Comune di Massarosa mit den Einwohnerzahlen von 2011, abgerufen am 6. Juli 2019 (italienisch)
  5. a b I luoghi della Fede Webseite der Region Toskana zu den Kirchengebäuden der Region, abgerufen am 1. August 2013 (italienisch)
  6. Offizielle Webseite der Arcidiocesi di Lucca, abgerufen am 6. Juli 2019 (italienisch)
  7. Webseite des Parco Regionale Migliarino San Rossore Massaciuccoli