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Marc Berthod Ski Alpin
Marc Berthod
Marc Berthod im Januar 2007
Nation SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag 24. November 1983 (35 Jahre)
Geburtsort St. Moritz, Schweiz
Größe 180 cm
Gewicht 91 kg
Karriere
Disziplin Super-G, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Verein Alpina St. Moritz
Status zurückgetreten
Karriereende September 2016
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Junioren-WM 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Bronze0 Åre 2007 Super-Kombination
0Bronze0 Åre 2007 Mannschaft
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 Sella Nevea 2002 Slalom
0Gold0 Briançonnais 2003 Slalom
0Bronze0 Briançonnais 2003 Abfahrt
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 4. Januar 2003
 Einzel-Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup 8. (2006/07)
 Abfahrtsweltcup 52. (2014/15)
 Super-G-Weltcup 36. (2006/07)
 Riesenslalomweltcup 7. (2007/08)
 Slalomweltcup 6. (2006/07)
 Kombinationsweltcup 2. (2006/07)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 1 0 1
 Slalom 1 0 0
 Kombination 0 2 0
 Mannschaft 0 1 1
 

Marc Berthod (* 24. November 1983 in St. Moritz) ist ein ehemaliger Schweizer Skirennfahrer. Sein Onkel ist der ehemalige Skirennfahrer René Berthod. Seine jüngere Schwester Pascale war ebenfalls Skirennfahrerin.

BiografieBearbeiten

Nach dem Besuch der Sportmittelschule in Davos konzentrierte sich Berthod vollends auf den alpinen Skisport. Seit 2004 gehört er als Profi dem schweizerischen B-Kader an. Im Jahr 1996 gewann er den Riesenslalom des Whistler Cups. Erste grössere internationale Erfolge feierte er bei den Juniorenweltmeisterschaften. 2002 wurde er in Sella Nevea Juniorenvizeweltmeister im Slalom. Im Jahr darauf gewann er in Montgenèvre den Juniorenweltmeistertitel im Slalom und wurde in der Abfahrt Dritter.

Seit Januar 2003 nimmt Berthod regelmässig an den Rennen um den Skiweltcup teil. Bei seiner ersten Olympiateilnahme 2006 in Turin wurde er auf Anhieb Siebter in der Kombination. Am 30. November 2006 erzielte er in der Super-Kombination von Beaver Creek den 2. Platz. Am 7. Januar 2007 gewann er mit Startnummer 60 und nach dem 27. Rang im Ersten Durchgang mit Laufbestzeit im Zweiten Durchgang überraschend den Slalom von Adelboden vor 15.000 Zuschauern. Er sorgte damit für den ersten Weltcup-Sieg der Schweizer Herrenmannschaft seit 103 Rennen und gleichzeitig für den ersten Sieg seit 1999 der Herren im Slalom. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Åre gewann er die Bronzemedaille in der Super-Kombination. Ebenfalls Bronze holte er mit der Schweizer Mannschaft im Mannschaftswettbewerb hinter Weltmeister Österreich und Schweden.

Den zweiten Weltcupsieg feiert Berthod am 5. Januar 2008 wiederum in Adelboden, diesmal im Riesenslalom. Ab dem nächsten Winter konnte er im Weltcup aber nicht mehr an seine früheren Ergebnisse anschliessen; nur noch selten erreicht er Platzierungen unter den besten zehn. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Val-d’Isère wurde er Zehnter im Riesenslalom, bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver erzielte er lediglich Platz 29. Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen wurde er 21. im Riesenslalom.

Im Dezember 2014 stürzte er in einem Training und fiel mit einer schweren Knieverletzung aus. Als er im 2016 endlich zwei Wochen „arbeitsfähig“ war, war er zuerst ernüchtert von der Weltcup-Kombinationsabfahrt in Wengen nach Hause gefahren und dann bei einer Aufbau-Fahrt am 27. Januar 2016 im Europacup erneut gestürzt: Er erlitt beim Sturz in Davos eine Gehirnerschütterung und Schulterverletzungen: Fraktur eines Halswirbelvorsatzes, mehrere Rippenbrüche und eine Lungenprellung[1][2]. Am 22. September 2016 gab Berthod seinen Rücktritt vom Skisport bekannt.

Berthod ist Athletenbotschafter der Entwicklungshilfeorganisation Right to Play. Seit Beginn der Saison 2017/18 ist er beim Schweizer Fernsehen als Co-Kommentator tätig.[3]

ErfolgeBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

WeltcupwertungenBearbeiten

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2004/05 97. 36 35. 36
2005/06 71. 78 34. 34 43. 26 32. 18
2006/07 8. 591 36. 15 22. 52 6. 322 2. 202
2007/08 21. 411 43. 7 7. 249 21. 131 36. 24
2008/09 62. 111 54. 4 37. 13 21. 94
2009/10 63. 112 17. 79 37. 33
2010/11 61. 125 18. 100 53. 10 33. 15
2011/12 106. 32 35. 32
2012/13 89. 42 43. 10 13. 32
2013/14 112. 19 50. 5 27. 14
2014/15 122. 16 52. 10 51. 6

WeltcupsiegeBearbeiten

  • 5 Podestplätze in Einzelrennen, davon 2 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
7. Januar 2007 Adelboden Schweiz Slalom
5. Januar 2008 Adelboden Schweiz Riesenslalom

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

Weitere ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Skistar sehr schwer verletzt: Berthod droht Karriereende, Blick 27. Januar 2016
  2. Es ist richtig, wie es war, NZZ, 14. Oktober 2016
  3. SRF steigt mit zwei Quartetten in den olympischen Winter. (Nicht mehr online verfügbar.) skionline.ch, 17. April 2017, archiviert vom Original am 27. April 2017; abgerufen am 3. Mai 2017.