Right To Play

norwegische Organisation
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Right To Play (ursprünglich: Olympic Aid, seit 2000 Right To Play) ist ein internationales Kinderhilfswerk[1], das Spiel und Sport nutzt, um Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln.[2] Hierzu zählen z. B. Aufklärung zum Schutz vor Malaria, HIV-Prävention, Geschlechtergerechtigkeit und Friedensförderung. Lokal gesteuerte Programme sollen Kindern dabei helfen, ihr eigenes Potential durch spielbasierte Lernmethoden zu entdecken und zu entfalten.[3]

Das Logo der Organisation

Right To Play hat seinen Hauptsitz in Toronto, Kanada und unterhält weitere Niederlassungen in, Deutschland, Norwegen, den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien und den USA.[4]

Right To Play ist in 15 Ländern in Afrika, Asien und dem Nahen Osten, aktiv. Als Botschafter dienen mehr als 300 Spitzenathleten aus rund 40 Ländern, darunter zahlreiche Olympiasieger und Weltmeister.[5]

GeschichteBearbeiten

Right To Play wurde 1992 durch das Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer gegründet, damals noch unter dem Namen Olympic Aid, um das Leben von Kindern aus benachteiligten Regionen durch Sport und Spiel zu verbessern. Der norwegische Olympiasieger Johann Olav Koss rief andere Athleten zu Spenden auf und trug zu der Internationalisierung der Organisation bei.[6] Im Jahr 2000 gründete er, basierend auf Olympic Aid, die Organisation Right To Play und war bis 2015 der Präsident. Im August 2015 zog sich Johann Olav Koss aus der operativen Leitung der Organisation zurück und übergab an Kevin Frey als neuen CEO.[7] Seit 2021 ist Susan McIsaac die neue CEO der Organisation.[8]

ProgrammländerBearbeiten

Die Organisation ist derzeit in 15 Ländern weltweit mit seinen Programmen aktiv. Dazu zählen Äthiopien, Burundi, Ghana, Mali, Mosambik, Ruanda, Tansania, Uganda, Thailand, Pakistan, Jordanien, Senegal, Kanada und die Palästinensischen Gebiete. In den benachteiligten Regionen ist die Organisation durch sogenannte Country und Regional Offices vertreten.[9][10][11]


TätigkeitenBearbeiten

Right To Play arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen und den Bildungsministerien der Länder zusammen, um die einzelnen Projekte in diesen Bereichen umzusetzen.[12][13] Dabei werden über ein Train-the-Trainer Konzept und Ausbildungskonzept Lehrer, Mitarbeiter und Freiwillige von lokalen Partnerorganisationen, Coaches und Junior Leader in spielbasierten Methoden und kindgerechter Bildungsarbeit ausgebildet. 2019 nahmen 2,35 Millionen Kinder weltweit an den Programmen von Right To Play teil.[14]

Right To Play DeutschlandBearbeiten

Das deutsche Länderbüro wurde 2014 gegründet und 2015 als gemeinnützige GmbH (gGmbH) eingetragen. Die Aufgaben der deutschen Niederlassung bestehen in der Fördermittelbeschaffung, Öffentlichkeitsarbeit und Interessenvertretung in Deutschland. Right To Play ist Mitglied der BMZ Themengruppe „Sport für Entwicklung“, Partner des EU geförderten Projektes EDU:PACT (Intercultural Education through Physical Activity, Coaching and Training) und Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.[15]

Partner & BotschafterBearbeiten

Right to Play wird weltweit durch 300 olympische und paralympische Sportler unterstützt. Diese Athleten unterstützen Right To Play als Botschafter und machen sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Organisation.

Aktuelle Athletenbotschafter sind für Right to Play Deutschland u. a. Anna Schaffelhuber, Maximilian Schachmann, Severin Freund, Uschi Disl, Lauritz Schoof, sowie international Allyson Felix, Sadio Mané und Pascal Siakam.[16] Seit 2020 arbeitet Right To Play zudem mit der "LFC Foundation" des Fußball Clubs FC Liverpool zusammen.[17]

FinanzierungBearbeiten

Right To Play Deutschland ist eine gemeinnützige GmbH und wird hauptsächlich durch Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen finanziert. Die Ausgaben 2019 sind zu 83 % in Programmausgaben und -entwicklung geflossen. Der restliche Anteil verteilte sich auf administrative Ausgaben und den Aufwand für Mittelbeschaffung.[18]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Unsere Arbeit. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  2. Unsere Arbeit. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  3. Right To Play: Wenn Sport und Spiel Leben retten. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  4. Right To Play | The Canadian Encyclopedia. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  5. Ambassadors. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  6. R. J. Smith, R. G. Bryant: Metal substitutions incarbonic anhydrase: a halide ion probe study. In: Biochemical and Biophysical Research Communications. Band 66, Nr. 4, 27. Oktober 1975, ISSN 0006-291X, S. 1281–1286, doi:10.1016/0006-291x(75)90498-2, PMID 3 (nih.gov [abgerufen am 6. Mai 2021]).
  7. Über Uns. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  8. Right to Play International: Right To Play International welcomes Susan McIsaac as new CEO. 13. Januar 2021, abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch).
  9. Annual Report 2019. Abgerufen im Jahr 2020.
  10. Ghana News Agency: Right to Play holds mentoring sessions for girls. In: News Ghana. 25. März 2021, abgerufen am 6. Mai 2021 (amerikanisches Englisch).
  11. Right to Play International: Government of Canada announces new collaboration with Right To Play to empower girls in Senegal. 14. Februar 2020, abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch).
  12. Annual Report 2019. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  13. Right To Play | The Canadian Encyclopedia. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  14. Annual Report 2019. Abgerufen am 5. Juni 2021.
  15. Our Partners. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  16. Ambassadors. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  17. LFC Foundation and Right To Play are working Side by Side to transform the lives of children at home and away. Abgerufen am 6. Mai 2021.
  18. Deloitte: Consolidated financial Statements of Right To Play International. Abgerufen am 6. Mai 2021.