Larry Hillman

kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
KanadaKanada  Larry Hillman Eishockeyspieler
Larry Hillman
Geburtsdatum 5. Februar 1937
Geburtsort Kirkland Lake, Ontario, Kanada
Größe 183 cm
Gewicht 82 kg
Position Verteidiger
Schusshand Links
Karrierestationen
1952–1953 Windsor Spitfires
1953–1955 Hamilton Tiger Cubs
1955–1957 Detroit Red Wings
1957–1959 Boston Bruins
1959–1960 Providence Reds
1960–1968 Toronto Maple Leafs
1968 Minnesota North Stars
1968–1969 Canadiens de Montréal
1969–1971 Philadelphia Flyers
1971 Los Angeles Kings
1971–1973 Buffalo Sabres
1973–1975 Cleveland Crusaders
1975–1976 Winnipeg Jets

Lawrence Morley „Larry“ Hillman (* 5. Februar 1937 in Kirkland Lake, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler, -trainer und -funktionär, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 1952 und 1976 unter anderem 865 Spiele für die Detroit Red Wings, Boston Bruins, Toronto Maple Leafs, Minnesota North Stars, Canadiens de Montréal, Philadelphia Flyers, Los Angeles Kings und Buffalo Sabres in der National Hockey League sowie 209 weitere für die Cleveland Crusaders und Winnipeg Jets in der World Hockey Association auf der Position des Verteidigers bestritten hat. Hillman gehört zu den wenigen Spielern, die sowohl den Stanley Cup der NHL als auch die Avco World Trophy der WHA und den Calder Cup der American Hockey League in ihrer Karriere gewannen. Nach seinem Karriereende war er kurzzeitig als Trainer und General Manager in der WHA für die Winnipeg Jets und Calgary Cowboys tätig.

KarriereBearbeiten

Larry Hillman begann seine Karriere als Eishockeyspieler in der Ontario Hockey Association, in der er von 1952 bis 1955 für die Windsor Spitfires und die Hamilton Tiger Cubs aktiv war. Noch während der Saison 1954/55 gab er für die Detroit Red Wings sein Debüt in der National Hockey League, für die er in sechs Spielen der regulären Saison, sowie drei Playoff-Partien auflief und mit denen er auf Anhieb den prestigeträchtigen Stanley Cup gewann. Auch in der folgenden Spielzeit zog der Verteidiger mit seiner Mannschaft in das Stanley Cup-Finale ein, wo man jedoch den Canadiens de Montréal unterlag. Nachdem er in der Saison 1956/57 hauptsächlich für Detroits Farmteam, die Edmonton Flyers aus der Western Hockey League auflief, verließ er den die Mannschaft aus Michigan und schloss sich deren Ligarivalen Boston Bruins an, für die er die folgenden drei Spielzeiten in der NHL verbrachte und mit denen er in der Saison 1957/58 erneut im Stanley Cup-Finale an Montréal scheiterte.

Im Sommer 1960 wurde Hillman von den Toronto Maple Leafs verpflichtet, mit denen er in den folgenden acht Jahren insgesamt vier Mal den Stanley Cup gewann. Zudem spielte er regelmäßig für deren Farmteams aus der American Hockey League, die Springfield Indians und die Rochester Americans, wobei er mit Rochester drei Mal den Calder Cup gewann. Während der Saison 1968/69 stand der Kanadier zunächst für die Oakland Seals und schließlich die Montréal Canadiens auf dem Eis. Mit Letzteren gewann er zum sechsten und letzten Mal in seiner Laufbahn den Stanley Cup. In der Folgezeit spielte der Linksschütze für die Philadelphia Flyers, Los Angeles Kings und Buffalo Sabres in der NHL, ehe er 1973 in die konkurrierende World Hockey Association wechselte, wo er zunächst zwei Spielzeiten lang für die Cleveland Crusaders und anschließend ein Jahr lang für die Winnipeg Jets auflief, wobei er in der Saison 1975/76 mit den Jets die Avco World Trophy gewann. Nach diesem Erfolg beendete er seine aktive Laufbahn.

Auch nach seinem Karriereende als Spieler blieb Hillman den Winnipeg Jets treu, nachdem er zuvor ein Jahr lang als General Manager der Calgary Cowboys fungiert hatte. Für die Saison 1977/78 übernahm er diese als Cheftrainer und führte sie erneut zum Gewinn der Avco World Trophy. Im Verlauf der folgenden Spielzeit zog er sich aus dem Eishockey zurück. Während des im Jahr 2000 in Toronto stattfindenden Heroes of Hockey Game nahm der ehemalige Verteidiger für die Toronto Heroes of Hockey teil.

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1952/53 Windsor Spitfires OHA-Jr. 56 2 4 6 39
1953/54 Hamilton Tiger Cubs OHA-Jr. 58 6 14 20 99 7 0 2 2 10
1954/55 Hamilton Tiger Cubs OHA-Jr. 49 5 20 25 106 3 0 1 1 9
1954/55 Detroit Red Wings NHL 6 0 0 0 2 3 0 0 0 0
1955/56 Detroit Red Wings NHL 47 0 3 3 53 10 0 1 1 6
1955/56 Buffalo Bisons AHL 15 1 3 4 21
1956/57 Detroit Red Wings NHL 16 1 2 3 4
1956/57 Edmonton Flyers WHL 46 4 2 6 87 8 0 4 4 2
1957/58 Boston Bruins NHL 70 3 19 22 60 11 0 2 2 6
1958/59 Boston Bruins NHL 55 3 10 13 19 7 0 1 1 0
1959/60 Boston Bruins NHL 2 0 1 1 2
1959/60 Providence Reds AHL 70 12 31 43 159 5 0 1 1 4
1960/61 Toronto Maple Leafs NHL 62 3 10 13 59 5 0 0 0 0
1961/62 Toronto Maple Leafs NHL 5 0 0 0 4
1961/62 Rochester Americans AHL 26 1 14 15 16
1962/63 Toronto Maple Leafs NHL 5 0 0 0 2
1962/63 Springfield Indians AHL 65 5 23 28 56
1963/64 Toronto Maple Leafs NHL 33 0 4 4 31 11 0 0 0 2
1963/64 Rochester Americans AHL 32 1 18 19 48
1964/65 Toronto Maple Leafs NHL 2 0 0 0 2
1964/65 Rochester Americans AHL 71 9 43 52 98 10 3 5 8 31
1965/66 Toronto Maple Leafs NHL 48 3 25 28 34 4 1 1 2 6
1965/66 Rochester Americans AHL 22 2 20 22 34
1966/67 Toronto Maple Leafs NHL 55 4 19 23 40 12 1 2 3 6
1966/67 Rochester Americans AHL 12 1 12 13 16
1967/68 Toronto Maple Leafs NHL 55 3 17 20 13
1967/68 Rochester Americans AHL 6 0 1 1 0
1968/69 Minnesota North Stars NHL 12 1 5 6 0
1968/69 Canadiens de Montréal NHL 25 0 5 5 17 1 0 0 0 0
1969/70 Philadelphia Flyers NHL 76 5 26 31 73
1970/71 Philadelphia Flyers NHL 73 3 13 16 39 4 0 2 2 2
1971/72 Los Angeles Kings NHL 22 1 2 3 11
1971/72 Buffalo Sabres NHL 43 1 11 12 58
1972/73 Buffalo Sabres NHL 78 5 24 29 56 6 0 0 0 8
1973/74 Cleveland Crusaders WHA 44 5 21 26 37
1974/75 Cleveland Crusaders WHA 77 0 16 16 83 5 1 3 4 8
1975/76 Winnipeg Jets WHA 71 1 12 13 62 12 0 2 2 32
OHA-Jr. gesamt 163 13 38 51 244 10 0 3 3 19
AHL gesamt 319 32 165 197 448 15 3 6 9 35
NHL gesamt 791 36 196 232 579 74 2 9 11 30
WHA gesamt 192 6 49 55 182 17 1 5 6 32

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

WHA-TrainerstatistikBearbeiten

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp S N U Pkt Platz Sp S N Resultat
1977/78 Winnipeg Jets WHA 80 50 28 2 102 1., WHA 9 8 1 Sieg im Playoff-Finale
1978/79 Winnipeg Jets WHA 61 28 27 6 (62) 3., WHA im Saisonverlauf entlassen
WHA gesamt 141 78 55 8 164 0 Divisionstitel 9 8 1 1 Avco World Trophy

(Legende zur Trainerstatistik: Sp oder GC = Spiele insgesamt; W oder S = erzielte Siege; L oder N = erzielte Niederlagen; T oder U = erzielte Unentschieden; OTL oder OTN = erzielte Niederlagen nach Overtime oder Shootout; Pts oder Pkt = erzielte Punkte; Pts% oder Pkt% = Punktquote; Win% = Siegquote; Resultat = erreichte Runde in den Play-offs)

FamilieBearbeiten

Sein älterer Bruder Floyd und sein jüngerer Bruder Wayne sind ebenfalls ehemalige NHL-Spieler. Auch Hillmans Neffe Brian Savage spielte lange Zeit in der NHL.

WeblinksBearbeiten