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Lammelbach

Ortsteil der Stadt Herrieden

Lammelbach ist ein Ortsteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach in Mittelfranken (Bayern).

Lammelbach
Stadt Herrieden
Koordinaten: 49° 12′ 46″ N, 10° 30′ 0″ O
Höhe: 430 m ü. NHN
Einwohner: 51 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 91567
Vorwahl: 09825
Gründlesfeld: Kriegerdenkmal, Wegkreuz
Hartfeld: Wegkreuz

GeographieBearbeiten

Das Dorf liegt am Erlbach (im Unterlauf Hechelschutzbach genannt), einem rechten Zufluss der Altmühl. Der Ort liegt inmitten einer flachhügeligen Ebene bestehend aus Grünland mit einzelnem Baumbestand und Ackerland. Im Westen wird die Flur Hartfeld genannt, im Südosten Langfeld. Ca. 1,5 km südlich erhebt sich der Lammelberg (473 m ü. NN).[2]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert gegründet.[3]

1801 gab es in dem Ort neun Haushalte, die alle dem eichstättischen Oberamt Wahrberg untertan waren.[4]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Lammelbach zur politisch eigenständigen Gemeinde, zu der die Orte Leibelbach, Manndorf, Sauerbach und Winn gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden.[5] Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 4,622 km².[6] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Herrieden eingemeindet.[7]

BaudenkmälerBearbeiten

  • Haus Nr. 5: Bauernhaus, zweigeschossiger Satteldachbau, mit Putzgliederung, Ortgangziegel mit ornamentalem Dekor und Maske, um 1912.
  • In Lammelbach: ehemaliges Flachsbrechhaus, eingeschossiger Satteldachbau, im frühen 20. Jahrhundert zu Feuerwehrhaus umgestaltet; am Ortsausgang nach Leibelbach.
  • Gründlesfeld: Kriegerdenkmal, Wegkreuz, Gusseisen auf Sandsteinsockel, wohl zweites Viertel 20. Jahrhundert; am Ortsausgang nach Leibelbach.
  • Hartfeld; Von der Kr AN 54 (Lammelbach) zur St 2248: Wegkreuz, gusseisernes Kruzifix auf Sandsteinsockel, zweite Hälfte 19. Jahrhundert, mit Inschrift; 200 Meter außerhalb des Ortes an der Straße nach Leibelbach.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Herrieden#Lammelbach

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemeinde Lammelbach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 192 222 231 231 243 235 221 224 242 229 217 200 202 219 218 224 236 212 188 301 258 195 204 197
Häuser[8] 42 44 45 45 39 36 38 35
Quelle [9] [10] [11] [11] [12] [11] [13] [11] [11] [14] [11] [11] [15] [11] [11] [11] [16] [11] [11] [11] [17] [11] [6] [18]

Ortsteil Lammelbach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 55 63 72 64 51 72* 71* 66 55 61 51
Häuser[8] 12 12 13 14* 13* 10 10 12
Quelle [9] [10] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [6] [18] [1]
* Daten inklusive Manndorf

ReligionBearbeiten

Der Ort war ursprünglich rein katholisch. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt, die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind in die Christuskirche (Herrieden) gepfarrt.

VerkehrBearbeiten

Die Kreisstraßen AN 54 führt nach Lettenmühle bzw. nach Leibelbach zur Staatsstraße 2248. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Manndorf.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lammelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 328 (Digitalisat).
  2. Lammelbach im BayernAtlas
  3. R. Herrmann, S. 241.
  4. J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 258.
  5. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 46 (Digitalisat).
  6. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 776 (Digitalisat).
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 461.
  8. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  9. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 52 (Digitalisat). Für die Gemeinde Lammelbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Leibelbach (S. 53), Manndorf (S. 57), Sauberach (S. 80) und Winn (S. 104).
  10. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 159 (Digitalisat).
  11. a b c d e f g h i j k l m n Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  12. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1024, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1189–1190, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1121 (Digitalisat).
  15. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1188 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1226 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1057 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 170 (Digitalisat).